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	<title>staatsstreich.atRom</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
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		<title>&#8220;Hesperialistisches Europa&#8221;: Die Iterationen des David Engels</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 22:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Lesefrüchte]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Spenglerianer David Engels ist zu einer Art Aushängeschild &#8220;konservativer abendländischer Patrioten&#8221; geworden, die freilich nicht minder &#8220;europäistisch&#8221; erscheinen als die derzeit politisch dominante jakobinisch-josephinistische Subspezies. Engels wendet sich gegen den sattsam bekannten  &#8220;fleischlosen&#8221; Europabegriff, der nicht nur in Brüssel en vogue ist, sondern mit dem auch Oberstufler und Journaille-Konsumenten ständig  traktiert werden. Auf der ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/hesperialistisches-europa-die-iterationen-des-david-engels.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2024/08/defendre_engels_cover_resized.jpg" rel="lightbox[136076]"><img class="alignleft wp-image-136080 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2024/08/defendre_engels_cover_resized-195x300.jpg" alt="defendre_engels_cover_resized" width="195" height="300" /></a>Der Spenglerianer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8t1r-IO96ZM">David Engels</a> ist zu einer Art Aushängeschild &#8220;konservativer abendländischer Patrioten&#8221; geworden, die freilich nicht minder &#8220;europäistisch&#8221; erscheinen als die derzeit politisch dominante jakobinisch-josephinistische<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Unterart"> Subspezies</a>. Engels wendet sich gegen den sattsam bekannten  &#8220;fleischlosen&#8221; Europabegriff, der nicht nur in Brüssel<em> en vogue</em> ist, sondern mit dem auch <em>Oberstufler und Journaille-Konsumenten </em>ständig<em> </em> traktiert werden. Auf der Suche nach der Identität der (West)Europäer ist er inzwischen bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich">Heilig-Römischem Reich</a> und &#8220;faustischem Menschen&#8221; angekommen.Wer sich die 110 Seiten von Engels <a href="https://www.amazon.de/D%C3%A9fendre-lEurope-civilisationnelle-trait%C3%A9-dhesp%C3%A9rialisme-ebook/dp/B0D2P7P673/ref=sr_1_1?crid=2XCCD4HQ40JSV&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.MdUN4y-h-FfTp9Ql18WVfXazeWKvtuxPMWYDSX10Q205MwnkSroFKT-hEFZwzAGG8kaCtl_tRDDlulPpHTKA78rwf_nLDyV2ECGlqMuZwA7m1oGxgNEzqK73LyRej0K6iFI4nBxILLBAAcogHU7WVbBeBhuL4G8nw8VRN1CfNowpMTnJ_8R8qmCUrtmkpOuXrCCKhwqjnmp2n8M8fMnpZb8gg4vZtfltWDK4tLpNrKM.hzKT6v_6TP059LooXyEbrPyBSEyih6B7Pt5bizvfnA0&amp;dib_tag=se&amp;keywords=defendre+l%27europe&amp;qid=1725375475&amp;s=books&amp;sprefix=%2Cenglish-books%2C159&amp;sr=1-1-catcorr">neuestem Traktat</a> nicht antun will, aber ein leidliches Französisch-Hörverständnis hat, gebe sich das<a href="https://www.youtube.com/watch?v=MMWYf89MQ-Q"> eingebundene YT-Interview</a> des <a href="https://www.omertamedia.fr/">Omerta-Magazins</a>.</span><span id="more-136076"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Engels, ein Belgier deutscher Muttersprache, war<em> in diesem Blog</em> schon<a href="http://staatsstreich.at/david-engels-und-prinz-august-von-bruessel-zur-konservativ-revolution.html"> einmal</a>, vor sieben Jahren Thema.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wer freilich glaubt, er könne den gelernten Althistoriker heute noch auf dessen vor 12 Jahren geschriebenen &#8220;Weg ins Imperium&#8221; reduzieren, hat sich <em>schön geschnitten.<iframe title="DAVID ENGELS : &quot;L'EUROPE EST UNE QUÊTE DÉMESURÉE&quot;" src="https://www.youtube.com/embed/MMWYf89MQ-Q" width="1003" height="564" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der seit fünf Jahren in Polen lebende Brüsseler Ordinarius für Römische Geschichte ist sachkundig und ehrlich genug, (auch) das Rom der frühen Kaiserzeit als (Europa) zivilisatorisch &#8220;vollkommen fremd&#8221; zu bezeichnen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">obwohl der Kontinent. natürlich über &#8220;antike Wurzeln&#8221; verfüge &#8211; ebenso wie jüdisch-biblische oder &#8220;indoeuropäische&#8221; diverser hier lebender Völkerschaften (Germanen, Romanen, Slawen &#8211; was ist mit Finnen und Ungarn?).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So richtig in die Gänge gekommen sei Europa aber erst nach der Völkerwanderung, anlässlich der<em> renovatio imperii</em> Karls des Großen, verbunden mit der &#8220;Neuerschaffung&#8221; der (katholischen) Kirche</span>.</p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vielleicht damit&#8217;s auf den ersten Blick nicht allzu mittelalterlich anmutet, führt Engels weiter den &#8220;faustischen Trieb&#8221; ins Treffen, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nämlich die<em> zwanghafte</em> <em>Suche</em> besagten Doktors, die im Guten wie im Bösen grenzenlos sein soll.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun ist diese <a href="https://de.wikisource.org/wiki/Die_Sage_vom_Doctor_Faust">von Goethe entlehnte Sagen-Figur</a> eigentlich etwas genuin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_Faust">Frühneuzeitliches, </a>aber in Engels Interpretation ist der <em>faustus europaeus</em> schon im Mittelalter anzutreffen, als sich dieser auf eine grenzenlose Gottessuche begeben haben soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der europäische Faust hat lt. Engels zunächst nach Christlich-Transzendentem, also Gott, gesucht und erst Jahrhunderte später nach Naturbeherrschung und Technologie, also nach <em>Materiellem &amp; Diesseitigem</em><br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ein <em>Trieb</em>, der genuin europäisch (jedenfalls nicht eklusiv deutsch) und bei Chinesen und div. Muselmanen nicht vorhanden sein soll. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die hiesige Jugend habe die ihr bisher gebotenen <em>wokistischen</em> und <em>universalistischen</em> Europa-Hologramme jedenfalls gründlich satt, weshalb die heutige Union ein<em> Koloss auf tönernen Füßen</em> sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sie sehne sich nach Transzendenz, Natur, Tradition,<em> natürlicher Familie</em>, Einheit in der Vielfalt und dem Guten, Schönen und Wahren, kurz: nach einem &#8220;zivilisatorischen Europa-Begriff&#8221;.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine auf historisch fundierter europäischer Identität beruhende künftige (Kon)Föderation müsse stark nach außen, aber subsidiär und <em>irgendwie freiheitlich</em> nach innen sein (&#8220;freiheitlich&#8221; wohl für souveräne Territorialherren) </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ähnlich dem historischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliges_R%C3%B6misches_Reich">S<em>acrum imperium</em></a> (aber eben <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> &#8220;deutscher Nation&#8221; &#8211; derlei ist für Engels ein Unding).   </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weder der blutleere universalistische Supranationalismus der Linken noch der enge Nationalismus der Rechten sei eine Lösung.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Als echter Spenglerianer glaubt Engels freilich <strong><em><span style="color: #000000;">nicht,</span></em></strong> dass die europäische Zivilisation dem Tod entgehen wird. Er erwartet aber eine Zeit, in der <em>transzendenter und säkulärer Faustianismus</em> eine &#8220;Synthese&#8221; eingehen, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">eine Epoche, in der die europäischen Traditionen einer &#8220;neuen Lektüre unterzogen&#8221; würden, ehe auch hier Dekadenz, Petrifizierung und Fossilisierung obsiegten (ein<em> &#8220;Schlusspunkt wie im Alten Rom&#8221;</em>).</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun hat Engels &#8220;evidemment&#8221; recht, wenn er auf das gegenwärtige  gestörte Verhältnis zur europäischen Geschichte <strong><em><span style="color: #000000;">vor</span></em></strong> der Aufklärung bzw. der Französischen Revolution verweist und auch darauf, dass <em>im Fußvolk</em> viele das satt hätten</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- wenngleich er tendenziell den entgegengesetzten Fehler begeht, indem er nämlich den &#8220;aufklärerisch-antikirchlichen Geschichtsbeitrag&#8221; Europas untergewichtet.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Man kann, wenn man will, hier freilich <em>weiter </em>als nur bis ins 18. Jahrhundert zurück gehen. Die gesamte &#8220;kopernikanische Wende&#8221; von Nikolaus K. bis inklusive Isaac Newton ist Beispiel eines<em> lang andauernden,&#8221;voraufklärerischen naturwissenschaftlichen Projekts sozusagen Gesamteuropas&#8221;.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dessen Träger sind weder Fürsten noch Akteure einer universalistischen Kirche, sondern (echte) &#8220;Fachleute&#8221; deutsch-polnischer, dänischer, deutsch-österreichischer, niederländischer, italienischer und englischer Herkunft, <em>wenn man so will</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- auf der unverzichtbaren sprachlichen Basis einer allen Beteiligten geläufigen <em>lingua franca</em>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Womit wir wieder beim <strong><span style="color: #000000;">Alten Rom angelangt wären, ohne das es keine europäische <em>lingua franca</em> Latein gegeben hätte.</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Lateinische ist &#8220;im Rückblick&#8221; nun wirklich ein nicht weg zu diskutierender &#8220;nennenswerter Beitrag&#8221; des Alten Rom (gilt selbstverständlich auch für die mittelalterliche Kirche).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Über alles Weitere kann man diskutieren (und Engels weiß das wie kaum jemand anderes).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das beginnt beim Charakter der römischen Herrschaft (bereits zu republikanischen Zeiten), die man als ebeno gewaltsame wie gekonnte Aneignung nichtrömischer (Energie-)Ressourçen sehen kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Basis der Reichsbildung ist übrigens bereits in republikanischer Zeit gelegt worden<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ob das nun die Eingemeindung der &#8220;Kornkammern&#8221; Sizilien und Nordafrika oder des Silbers<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hispania_citerior"> Hispania citeriors</a> betrifft (Folgen des Siegs über Karthago).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ähnliches ging &#8211; auch bereits vor der Kaiserzeit &#8211; mit den griechischen Stadtstaaten und Kolonien sowie größeren hellenistischen Herrschaftsverbänden vonstatten (Seleukidenreich). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese <em>Entitäten</em> konnten idR zwar kaum Getreide, Silber oder Holz liefern,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dafür aber jede Menge <em>Lebensart &amp; Legitimität</em> (vlt. auch Wein und Öl<em>).</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Von Generälen und Kaisern</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bewerkstelligt wurde das von den römischen Legionen, die von meist kompetenten Generälen befehligt wurden,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">von denen die<em> zivile politische Elite</em> Roms &#8211; vulgo &#8220;Senat&#8221;- zunehmend abhängig wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Cäsar, Mark Anton und Octavian/Augustus waren nur späte Beispiele für solche Generäle, wobei der Letztere das Staatswesen faktisch in ein Kaiserreich übergeführt hat</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was freilich <strong><em><span style="color: #000000;">über Jahrhunderte nicht zugegeben wurde</span></em></strong> &#8211; &#8220;Prinzipat&#8221;. Man könnte dieses &#8220;Narrativ vom ersten Bürger der Republik&#8221; jedenfalls als eine der langlebigsten <em>fake news</em> der Weltgeschichte bezeichnen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ungeachtet der konservativen Neigungen des ersten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Augustus">Caesar Augustus</a> hat dieser &#8211; wohl unbeabsichtigt &#8211; (fast) alles grundgelegt, wofür spätere Kaiser bis heute als abschreckende Beispiele genannt werden </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- und was zeitgenössischen Konservativen ein Gräuel ist (sein soll):</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die weitgehende diktatorische Willkür eines Alleinherrschers, etwa Neros,<br />
</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ein Herrschaftsmodell, das auf der Säule soldatischer Macht und jener der &#8211; tlw. staatlich alimentierten &#8211; &#8220;urbanen plebs&#8221; beruhte. Augustus hat die zivile &#8220;cura <a href="https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/latein-deutsch/annonae">annonae&#8221;</a> natürlich nicht erfunden, aber <em>auf machttechnisch produktivere Beine gestellt</em>.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im <em>imperialen Rom</em> entfaltete sich lange nach Augustus ein sozusagen <em>unrömischer</em> <em>Kosmopolitismus</em>, der sich in einem religiösen Synkretismus ebenso zeigte wie später in der <em>Präponderanz</em> ethnisch germanischer Heerführer, die manchmal zu <em>de facto Regenten</em> aufstiegen.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch lässt sich die &#8220;Inflation&#8221; bis in die römische Kaiserzeit zurück verfolgen, die durch ständige Münzverschlechterung bzw. &#8220;Verwässerung&#8221; der Silber-Sesterze (bzw. des Denarius) zustande kam.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie von Figuren wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elagabal">Elagabal</a> gezeigt, gab es selbst in höchsten Kreisen antike Versionen von <em>Transgenderismus/gender fluidity</em> &#8211; klassisches Beispiel für die oft bemühte<em> &#8220;(spät)römische Dekadenz&#8221;</em> und ein<em> rotes Tuch</em> für heutige Konservative und anderweitige  &#8220;heteronormative Traditionalisten&#8221;.    <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /><br />
</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">All das wird man Engels kaum erzählen müssen und ein Spengler-Adept wie er wird derlei wohl vor dem Hintergrund der Verfallsjahre einer Zivilisation interpretieren.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ungeachtet dessen pocht der Mann auf eine antike Einfärbung des &#8220;wahren Europa&#8221;, für das er den Kunst-Begriff &#8220;Hesperialismus&#8221; geschaffen hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">H. stammt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet einen mythischen Ort im Atlantik, wo die <em>Nymphen des Westens</em> wohnen. Engels und dessen Seelenverwandte benutzen den Begriff, um ihren Europäismus vom in Brüssel und den Landeshauptstädten dominanten universalistischen, &#8220;fleischlosen&#8221; <a href="https://en.wiktionary.org/wiki/d%C3%A9sincarn%C3%A9">(&#8220;désincarné&#8221;</a>) Europa-Begriff zu unterscheiden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Selbstredend gehört Russland <strong><span style="color: #000000;"><em>nicht</em> </span></strong>zum hesperialistischen Europa Engelsscher Prägung.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Russland sei<strong><em><span style="color: #000000;"> eine eigene Welt, eine eigene Zivilisation</span></em></strong>, mit der es zwar Überlappungen und gemeinsame Interessen gebe, die aber nicht in den gleichen polititischen Verband wie das hesperialistische Europa gehöre</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(es sei freilich dumm, sich Russland zum Feind zu machen und in die Arme Chinas zu treiben)</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Hier soll einmal ein Schlusspunkt gesetzt werden, vorläufig.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es sei freilich der Hinweis gestattet, dass die<em> historisch-kulturelle Zugehörigkeit nicht alles ist</em> und dass es einen gewaltigen Unterschied macht,</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li style="text-align: left;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ob 40 oder 500 Millionen Menschen ernährt, gewärmt und untergebracht werden müssen,</span></li>
<li style="text-align: left;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">letztlich über ein- und dieselbe Bodenfläche, die noch dazu 2000 Jahre zusätzliche (Ab)Nutzung aufzuweisen hat.</span></li>
</ul>
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