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	<title>staatsstreich.atAsien</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
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		<title>Energie: Mitteldestillate, das wahre Problem mit dem &#8220;neuen Golfkrieg&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 16:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Kontersprüche]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>

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		<description><![CDATA[Während alle Welt inklusive diverser Experterl gebannt auf den für physische Lieferungen eher irrelevanten Futures-Preis für Rohöl starrt, spielt sich die wahre Tragödie von &#8220;neuem Golfkrieg&#8221; bzw. &#8220;Peak Oil&#8221; gewissermaßen hinter einem Vorhang aus Verschweigen und Nichtverstehen ab. Das große Thema ist nicht Derivativpreis und nicht einmal &#8220;Crude per se&#8221;, sondern der dramatische Verlust von ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-mitteldestillate-das-wahre-problem-mit-dem-neuen-golfkrieg.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Konsum_Ölprodukte_EU_2025_master_resized_bearbeitet03.jpg" rel="lightbox[149359]"><img class="alignleft wp-image-149378 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Konsum_Ölprodukte_EU_2025_master_resized_bearbeitet03-300x177.jpg" alt="Konsum_Ölprodukte_EU_2025_master_resized_bearbeitet03" width="300" height="177" /></a>Während alle Welt inklusive diverser<em> Experterl</em> gebannt auf den für physische Lieferungen eher irrelevanten Futures-Preis für Rohöl starrt, spielt sich die<span style="color: #000000;"><em> wahre Tragödie</em></span> von &#8220;neuem Golfkrieg&#8221; bzw. &#8220;Peak Oil&#8221; gewissermaßen <em>hinter einem Vorhang aus Verschweigen und Nichtverstehen</em> ab. Das große Thema ist nicht Derivativpreis und nicht einmal &#8220;Crude per se&#8221;, <strong><em><span style="color: #000000;">sondern der dramatische Verlust von Rohöl, das für die Herstellung von Diesel und Kerosin taugt.</span> </em></strong>Das gilt auch für die EU mit ihrem &#8220;hohen Diesel-Anteil&#8221;. Meldungen, dass &#8220;Europa&#8221; <em>Öl von hinter der Straße von Hormuz</em> durch US- und &#8220;westafrikanische&#8221; Lieferungen ersetzt habe,<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Ölproduktekonsum_Asien-Pazifik_2025_master_resized_bearbeitet04.jpg" rel="lightbox[149359]"><img class="alignright wp-image-149380 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Ölproduktekonsum_Asien-Pazifik_2025_master_resized_bearbeitet04-300x180.jpg" alt="Ölproduktekonsum_Asien-Pazifik_2025_master_resized_bearbeitet04" width="300" height="180" /></a> führen in die Irre, weil die USA und Nigeria hauptsächlich wenig-dieselfähiges &#8220;Light-Crude&#8221; liefern. Vor allem die nicht-chinesischen Asiaten haben hier freilich ein noch größeres Problem als &#8220;Europa&#8221;.</span><span id="more-149359"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Asiaten haben trotz eines vergleichsweise niedrigeren &#8220;Mitteldestillats-Anteil&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">deswegen ein größeres Problem, weil</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die von ihnen für Mitteldestillate benötigte absolute Menge mehr als doppelt so hoch ist als jene &#8220;Europas&#8221; (12,5 mmbd statt 5,6 mmbd) und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weil ihre Abhängigkeit von &#8220;middle grade crudes&#8221; aus der Kriegsregion am Golf noch größer ist.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die freilich ist schon in Europa beträchtlich, stärker als es der erste Anschein vermuten lässt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auf den ersten Blick bezog die EU im vergangenen Jahr weniger als 15 Prozent ihrer Rohölimporte aus Ländern &#8220;hinter der Straße von Hormuz&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Rat"> Rat</a> hat die EU-Importstruktur 2025 auf <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/infographics/where-does-the-eu-get-its-oil-from/">dieser Seite</a> aufgeschlüsselt. Demnach haben die beiden weitaus größten Lieferanten aus dem Golf, Saudiarabien und der Irak, zusammen nur 54,9 Millionen Tonnen oder 12,6 Prozent  aller Rohölimporte der Union geliefert,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was zunächst noch nicht besonders schlimm klingt, denn</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">solche Mengen und Prozentsätze sollten leicht zu ersetzen sein</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(die wegen der &#8220;Selbstmordsanktionen&#8221; zu ersetzenden Mengen und Anteile der Russischen Föderation waren viel höher).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Der Teufel liegt freilich im Detail.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie uns das ifo <a href="https://www.ifo.de/DocDL/EconPol%5FPolicyBrief%5F81.pdf">hier</a> informiert, stammen mehr als 25 Prozent der von der EU importierten mittelschweren Öle von &#8220;hinter der Straße von Hormuz&#8221; (figure 5, page 5)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- was ein relevanter Anteil/eine relevante Menge sind, <em><span style="color: #000000;">etwa doppelt so hoch wie der Anteil der &#8220;allgemeinen Crude-Lieferungen&#8221; aus dieser Region.</span></em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Erschwerend kommt im Fall &#8220;Europas&#8221; noch dazu, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Brüssel &amp; Co. erst vor kurzem das mittelschwere Rohöl Russlands sowie dessen Diesel-Lieferungen (&#8220;Produkte&#8221;) quasi<em> von der Bettkante gestoßen hat</em> und dass die Europäer mit ihrer <a href="https://www.theguardian.com/environment/2015/sep/22/the-rise-diesel-in-europe-impact-on-health-pollution"><em>selbst gemachten Diesel-Lastigkeit</em> </a>heute daher mittelschwere Öle benötigen wie nie zuvor.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die restlichen Crude-Lieferanten der Union überwiegend Leichtöl liefern wie beispielsweise die US-Amerikaner und die Nord- und &#8220;Westafrikaner&#8221; (= Nigerianer). Norwegen hat &#8211; offenbar von Hellsicht gesegnet &#8211; die Produktion von <em>dieselfähigem &#8220;medium&#8221; und &#8220;medium sour crude&#8221;</em> von 2019 bis 2024 von 0,3 auf 0,9 mmbd verdreifacht, während im gleichen Zeitraum die Produktion von nur<em> bedingt dieselfähigem &#8220;Light &amp; Sweet&#8221;</em> um gut 10 Prozent zurückgegangen ist (ENI, World Energy Review 2025, p. 101; <em>dieser Blogger</em> glaubt ja eher, dass nicht die Norweger in die Zukunft sehen konnten, sondern ihre Kunden, die <span style="color: #000000;"><em>Kriegstreiber in London und Brüssel</em></span>, die anscheinend schon 2019 wussten, dass &#8220;Putin&#8221; Anfang 2022 die Ukraine &#8220;völlig unprovoziert überfallen&#8221; werde, weswegen man sanktionsbedingt auf die längeren Molekülketten des Russen-Öls verzichten werde müssen</span>   <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />     )</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mehr als jede andere Weltregion produziert die Union praktisch kein eigenes Öl, nämlich dermaßen, dass sie heute ca. 97 Prozent ihres Erdölbedarfs importieren muss. Natürlich muss &#8220;Europa&#8221; heute auch mehr als 90 Prozent seines Gasbedarfs importieren. Bei der Kohle ist es etwas besser, was freilich primär darauf zurückzuführen ist, dass der Einsatz von Kohle sukzessive verboten wird, weswegen es immer weniger Eigenbedarf gibt und sich die Selbstversorgung mit dem Bedarf einen &#8220;race to the bottom&#8221; liefert; siehe dazu die entsprechenden Kapitel in der &#8220;Statistical Review 2026&#8243;). Dafür ist &#8220;Europa&#8221; in <em>Sanktionen und Erneuerbare Energie</em> absolute Weltspitze</span>.      <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie dem immer sein mag</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- Faktum bleibt, dass in Asien-Pazifik etwa zehn Mal mehr Menschen leben als in Europa</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und dass diese <em>schiere Menge</em> bedeutet, dass die <em>Asiaten-Pazifiker</em> mehr als doppelt so viel mittelschweres Öl benötigen als die 500 Mio. Europäer, siehe Energy Institute, Statistical Review of World Energy 2026, pp. 38 und 39).</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Blöderweise</em> ist Asien-Pazifik stärker noch als &#8220;Europa&#8221; auf die mittelschweren Öle der &#8220;Länder hinter der Straße von Hormuz&#8221; angewiesen, siehe etwa <a href="https://www.reuters.com/business/energy/asias-oil-lng-dependence-middle-east-2026-03-02/">hier</a>.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine gewisse Ausnahme dazu ist einmal die Volksrepublik China, von deren &#8220;teapot-Raffinerien&#8221; auch andere in der Region profitieren dürften (der echte Inlandsverbrauch in der &#8220;PRC&#8221; selbst ist deutlich niedriger als der in der Statistical Review 2026 p. 36 verzeichnete chinesische Gesamtkonsum von etwa 17,5 mmbd. Der<em> gehypte jüngste Rückgang der chinesischen Ölkäufe</em> dürfte auch weniger mit dortiger &#8220;E-Mobilität&#8221; und mehr mit einer <em>Art &#8220;Käuferstreik&#8221;</em> durch die dortigen &#8220;teapot-Raffinerien&#8221; zu tun haben. Bei diesem Riesenland kommt noch dazu, dass dort mehr als 4 mmbd selbst gefördert werden und aus Russland sowie aus dem &#8220;sanktionierten Iran&#8221; importiert wird (wurde), in beiden Fällen vermutlich mittelschwere Ölsorten. Die zweite positive Ausnahme sind Indonesien und Malaysia, die zwar keine &#8220;Nettoexporteure&#8221; mehr sind (wie zumindest Indonesien früher), die immerhin aber noch 0,5 &#8211; 0,6 mmbd Öl selbst produzieren und deren Importe im Fall Indonesiens nur zu einem geringen Prozentsatz aus der Kriegsregion am Golf kommen. Wirklich schlimm schaut&#8217;s dagegen in Japan und vielen ASEAN-Staaten aus, deren Versorgung mit (schwererem) Öl oft zu 90 Prozent vom Arabischen/Persischen Golf abhängig ist.</span></li>
</ul>
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		<title>&#8220;Iran-Krieg&#8221; : Das wahre Problem der EU und noch mehr der Asiaten</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 22:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie bekannt, ist im Zug des Iran-Kriegs der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz unterbrochen worden, was den Ausfall von 20 Millionen Barrel Rohöl pro Tag zur Folge hatte &#8211; auf den ersten Blick ein lediglich geringfügiges Problem der Europäischen Union, deren Crude-Importe nur zu 6,2 Prozent aus &#8220;Ländern hinter der Straße von Hormuz&#8221; kommen, ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/iran-krieg-das-wahre-problem-der-eu-und-noch-mehr-der-asiaten.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie bekannt, ist im Zug des Iran-Kriegs der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz unterbrochen worden, was den Ausfall von 20 Millionen Barrel Rohöl pro Tag zur Folge hatte &#8211; auf den ersten Blick ein lediglich geringfügiges Problem der Europäischen Union, deren Crude-Importe nur zu 6,2 Prozent aus &#8220;Ländern hinter der Straße von Hormuz&#8221; kommen, wie das ifo dokumentiert hat (siehe <a href="https://www.ifo.de/DocDL/EconPol%5FPolicyBrief%5F81.pdf">hier</a> p5). Leider bezieht die EU aber <em>mehr als 25 Prozent ihres mittelschweren Öls von dort </em>- und das ist viel gravierender als die schiere Menge, weil es ohne &#8220;medium oils&#8221; keinen Diesel gibt, der für Europa speziell wichtig ist. Mit US-amerikanischem &#8220;Light Sweet Crude&#8221; ist diesbezüglich <em>kein Blumentopf zu gewinnen.</em></span><span id="more-147501"></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Medium Grades</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Warum nun ist mittelschweres Öl, das definitionsgemäß 22,3 &#8211; 31,1 Grad &#8220;API gravity&#8221; hat, für Europa speziell wichtig?</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weil dieses besonders nach dem politisch gefingerten Ausscheiden der russischen Anbieter für Rohöl und Diesel hierulande <em>Mangelware</em> ist &#8211; wie u.a. den Produktionsprofilen der Importländer in der jüngsten <a href="https://www.eni.com/en-IT/strategic-vision/global-energy-scenarios/world-energy-review.html">World Energy Review der ENI </a>entnommen werden kann (pp 96 &#8211; 128). Speziell der größte Rohöl-Lieferant der EU, die USA (95,8 Mio. Tonnen 2024), transportiert <!--StartFragment-->vorwiegend leichtes, <!--EndFragment-->nur bedingt &#8220;dieselfähiges&#8221; Öl in die Union, ebenso wie die <em>afrikanischen</em>, insbesondere die<em> nordafrikanischen</em> Versorger der Europäer (Algerien, Libyen). Die Norweger, die einzigen größeren &#8220;europäischen&#8221; Produzenten, haben in <em>bemerkenswerter Vorahnung des Ukraine-Kriegs und dessen Folgen</em></span>  <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />    <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Erzeugung von mittelschwerem Öl seit 2019 zwar fast verdreifacht, produzieren nach den letztverfügbaren Daten aber immer noch fast 50 Prozent leichtes Öl (ENI 2025 p 101). Die seit 2022 &#8220;sanktionierten Russen&#8221; sowie die nun &#8220;eingesperrten&#8221; Golf-Araber (Saudi-Arabien, Irak) hätten der EU ursprünglich zwar Erdöl geliefert, aus dem &#8220;Mitteldestillate&#8221; gemacht werden können, jetzt freilich nimmer. Pech aber auch!</span>   <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </li>
</ul>
<div id="attachment_147538" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/04/Norway_production_profile.png" rel="lightbox[147501]"><img class="wp-image-147538 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/04/Norway_production_profile-300x80.png" alt="Norway_production_profile" width="300" height="80" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: ENI, WER 2025</p></div>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zweitens ist in der EU wegen der lange politisch protegierten<em> Pkw-Verbrenner ohne Zündkerze</em> der Diesel-Anteil des &#8220;Kraftfahrzeug-Bestands&#8221; ziemlich hoch, was 2024 zu folgender Verteilung des Verbrauchs führte (<a href="https://www.energyinst.org/statistical-review">EI, Statistical Review of World Energy 2025</a>, p 28): 1,7 Mio. Barrel pro Tag Benzin, 4,6 mmbd Diesel, 1 Million Barrel pro Tag Kerosin und 2 mmbd Heizöl. Die drei letzteren Kategorien lassen sich mit den Molekül-Ketten von &#8220;light crude&#8221; (allein) aber nicht erzeugen. Wer sich mit den &#8220;chemischen Grundlagen&#8221; dieses Sachverhalts und den aktuellen &#8220;Halluzinationen des Markts&#8221; beschäftigen will, kann ja schon mal <a href="https://theuaob.substack.com/p/paper-barrels-vs-physical-molecules?utm_source=post-email-title&amp;publication_id=7011593&amp;post_id=189771978&amp;utm_campaign=email-post-title&amp;isFreemail=true&amp;r=26quge&amp;triedRedirect=true&amp;utm_medium=email">damit</a> anfangen.</span></li>
</ul>
<div id="attachment_147548" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/04/petroproducts_EU_StatRev-2025_p28.png" rel="lightbox[147501]"><img class="wp-image-147548 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/04/petroproducts_EU_StatRev-2025_p28-300x45.png" alt="petroproducts_EU_StatRev 2025_p28" width="300" height="45" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: EI, Statistical Review 2025</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Asien-Pazifik scheint, relativ gesehen, zwar nicht ganz so &#8220;mitteldestillatslastig&#8221; wie &#8220;Europa&#8221; zu sein (nur 39 Prozent Anteil ggü. 72% in der EU, u.a. wegen des&#8221;Kochgases in Flaschen&#8221;/LPG &#8211; Statistical Review 2025, p 29),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es hat, absolut und relativ gesehen, in Bezug auf den &#8220;Iran-Krieg&#8221; aber das &#8220;Spezialproblem&#8221;, dass es viel stärker auf den Arabischen bzw. Persischen Golf angewiesen ist. 70 bis 75 Prozent des &#8220;hinter der Straße von Hormuz&#8221; verladenen Rohöls und ein erklecklicher Teil der dortigen &#8220;Ölprodukte&#8221; gehen nach Asien.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diesel-Connection &amp; Iran-Exporte</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deswegen liegen nicht nur in Tokio die Nerven blank.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In ärmeren Teilen der Region wie etwa Vietnam hat die <a href="https://www.facebook.com/AsiaOneNewsOfficial/videos/vietnam-delivery-riders-struggle-with-rising-fuel-prices-amid-global-energy-shoc/926963179941537/">Dieselknappheit schon begonnen</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und vielleicht ist es den Motorroller-Boten dieses Landes eine Genugtuung zu wissen, dass derlei <a href="https://www.connexionfrance.com/news/france-fuel-shortages-the-situation-department-by-department/782181">Engpässe auch in die &#8220;Erste Welt&#8221; kommen</a></span>.     <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei der Gelegenheit &#8220;ein paar Takte&#8221; zu den mittlerweile <em>mythischen Erdölexporten der Iraner in die Volksrepublik China.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> ist &#8220;schweren Herzens bereit zu akzeptieren&#8221;, dass Iran 1,5 Millionen Barrel pro Tag nach China schippert, obwohl</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">er nach wie vor <em>darauf besteht, dass die Anglo-Persian Company dort bereits vor mehr als hundert Jahren mit der Ölförderung begonnen hat, weswegen die persischen Ölfelder etwa 50 Jahre älter sein müssen als die saudischen.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und nachdem aktuell die amerikanischen und israelischen Flieger &#8220;jedes Ziel zerstört haben&#8221; wollen, ist es nicht vorstellbar, dass die iranischen Ölförderanlagen weiter &#8220;business as usual&#8221; machen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber wer weiß schon, was <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Enhanced_oil_recovery">EOR</a> und Tarnung alles vermögen und welche Erweiterungen und Ergänzungen mittlerweile stattgefunden haben</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und, na gut, auch <a href="https://www.bloomberg.com/authors/ASIsQsgx0V8/javier-blas">Javier von Bloomberg</a> sagt das &#8211; und wer will Javier und einschlägigen &#8220;vessel tracking data&#8221; schon widersprechen?</span>    <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nehmen wir also an: Der Iran lieferte und liefert aktuell weiter 1,5 Millionen Barrel Crude pro Tag nach China und in den MSM-Zeitungen konnte man dazu  lesen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass dies der Beweis dafür sei, dass die Meeresenge <em>doch nicht ganz geschlossen sei</em> </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(mittlerweile ist klar, dass die Iraner in der Meeresenge eine Art &#8220;Mautstation&#8221; errichten, was in deren Augen aber &#8220;ok ist&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Also meinethalben, die Iraner liefern jeden Tag ein bisschen mehr als einen mittleren Tanker ihres Erdöls nach China,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber wie viel ist das?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><span style="color: #000000;"><em>Nicht besonders viel</em></span></strong>, um gleich einem von den Iran-Feinden über Gebühr gehypten &#8220;Narrativ&#8221; zu widersprechen, jedenfalls nichts, was den Einsatz von drastischen Gewaltmitteln rechtfertigen könnte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Volksrepublik verbraucht ausweislich der &#8220;Statistical Review 2025&#8243;, Seite 26 täglich 16,4 Millionen Barrel Rohöl, was</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">natürlich auch den Verbrauch der &#8220;teapot refineries&#8221; beinhaltet, aber</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">auf einen Iran-Anteil am Verbrauch von &#8220;nur&#8221; gut neun Prozent hinausläuft &#8211; &#8220;80 Prozent der iranischen Exporte&#8221; hin oder her.</span>  <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein <em>noch irrelevanterer Schmus</em> wurde übrigens bez. VZ aufgetischt, das 90 Prozent seiner Exporte (vor dem 3. Jänner 2026) an China geliefert haben soll, <em>schätzometrisch 0,3 Mio. Barrel pro Tag </em>(nicht nachgeschaut).</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich könnte man die Erdöllieferungen aus dem Iran in das &#8220;Reich der Mitte&#8221; auch an den gesamten Ölimporten Chinas messen und das wäre dann halt ein höherer Prozentsatz, weil es ja auch eine Eigenförderung gibt. Faktum bleibt aber, dass China a) einen überwältigenden Prozentsatz seiner Primärenergie durch eigene Kohle abdeckt, nichtsdestotrotz aber b) noch viel mehr Rohöl von den &#8220;arabischen Ländern hinter der Straße von Hormuz&#8221; als aus dem Iran importiert. <a href="https://www.foxbusiness.com/politics/congressional-report-details-how-china-buys-sanctioned-oil-from-iran-russia-venezuela">Wahrscheinlich kommt der US-Kongress nur wegen der vielen arabischen Lieferanten auf einen &#8220;Schurkenstaaten-Anteil&#8221; von lediglich einem Fünftel</a> (nicht gelesen).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Womit man bei einer großen Unbekannten der China-Iran-Geschichte angelangt wäre. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die<em> illegalen Rohöl-Exporte</em> der Perser nach China sind <em>sozusagen Brutto-Exporte</em>, von denen womöglich ein Teil in Form von raffinierten Ölprodukten zurück fließt. <em>Dieser Blogger</em> weiß nicht, <em>ob überhaupt oder wie viel,</em> vielleicht ist China auch zu weit weg. Bekannt ist <em>diesem Blogger</em> nur, dass die Raffineriekapazitäten der Iraner ungenügend sind.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Normalisierung voraus?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Schließlich sollen noch ein paar Worte über die optimistische Vision des Andreas Steno Larsen verloren werden (&#8220;<a href="https://x.com/AndreasSteno/status/2040408199241548217">The most contrarian take on Oil you will read this year&#8221;</a>).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Däne meint, dass sich die <em>Öl-Situation um die Straße von Hormuz</em> in drei bis vier Wochen normalisiert haben könnte, vorausgesetzt a) ein Teil der Tanker zahlt Zoll, b) die saudischen Exporte werden weitgehend in einen Ölhafen am Roten Meer umdirigiert und c) die &#8220;Zufütterung&#8221; durch die Freigabe von OECD-Reserven bleibt konstant bei gut 2 Millionen Barrel pro Tag.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die vorgebrachte Argumentation ist so façettenreich, dass hier im Detail nicht darauf eingegangen werden kann.<!--StartFragment--></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Jedenfalls sind nach dieser Rechnung bis Ende vergangener Woche bereits zwei Drittel des durch den Krieg unterbrochenen &#8220;Flows&#8221; durch die Meeresenge kompensiert worden, allerdings (noch) nicht durch einen (bemauteten) Schiffsverkehr durch die Meeresenge, sondern hauptsächlich wegen der Umleitung saudischer Ausfuhren ins Rote Meer und ein bisschen auch wg. der fortgesetzten Freigabe von Notreserven von IEA-Ländern.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Unabhängig vom künftigen Agieren der Amerikaner (und Israelis) würden bis in vier Wochen &#8211; inklusive Iran -  9,5 statt wie vergangene Woche nur 4 Millionen Barrel pro Tag  &#8220;den Flaschenhals passieren&#8221; (3,3 &#8220;gewichtete Öltanker&#8221;), was inklusive der im März eingeleiteten Gegenmaßnahmen die wg. des Kriegs ausgefallenen 20 mmdb mehr als kompensieren würde. .</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Voraussetzung für die Normalisierung des Schifffsverkehrs durch die Meeresenge sei freilich, dass die Schiffe</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">unter dem Iran nicht feindlich gesinnten Flaggen &#8220;segelten&#8221; und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">bereit seien, etwa chinesische Staatsgarantien anstelle westlicher Versicherungen zu präsentieren. Diese Dokumente würden dann den Raubrittern&#8230; äh, ich meine: Revolutionsgarden übergeben, die, nach Entrichtung einer &#8220;moderaten Gebühr&#8221;, die Schiffe in den Golf von Oman fahren lassen würden.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das kann theoretisch alles so kommen, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>dieser Blogge</em>r würde angesichts der vielen fadenscheinigen Annahmen allerdings nicht darauf wetten.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine zentrale Annahme Steno Larsens, die mit einem Schlag den Verlust von 5 Millionen Barrel pro Tag kompensieren könnte, ist die Meinung, dass man über die Pipeline von Abqaiq nach Yanbu fast so viel Öl umdirigieren könne wie Saudi-Arabien bisher von &#8220;vorne&#8221;, also von &#8220;hinter der Meeresenge&#8221; exportiert hat (5,3 mmbd).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hält (nicht nur) das für einen Wunschtraum,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wird doch bereits jetzt von dort &#8220;Europa&#8221; und Ägypten mit Öl und Ölprodukten versorgt (in Yanbu befinden sich heute bereits drei Raffinerien, ein Petrochemie-Werk und zwei kommerzielle bzw. Industrie-Häfen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und selbst wenn ein Teil der Exportmengen aus dem Golf dorthin umgeleitet werden könnte, säßen die Tanker dann im Roten Meer und müssten am <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Bab-el-Mandeb">Bab el Mandeb</a>, bei den Huthis vorbei, wenn sie nach Asien wollten. Die einzig sinnvolle Variante wäre hier, dass jene Mengen, die bisher &#8220;vorne&#8221; nach Europa geflossen sind, nun über die Wüstenpipeline nach Yanbu transferiert werden, von wo sie in den Suez-Kanal oder die Sumed-Pipeline können.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das wäre mengenmäßig aber nicht allzu viel.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und was die erwartete <em>Normalisierung des Schiffsverkehrs</em> über die &#8220;iranische Zollhütte&#8221; in Larak betrifft, ist eine längerfristige, &#8220;nachhaltige&#8221; Umgestaltung zu bezweifeln. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Möglich sogar, dass derlei in der aktuellen Situation geht, weil viele der fest sitzenden Schiffe <em>alles tun und bezahlen würden, um &#8220;aus dem Stau rauszukommen&#8221;.</em> Ein Modell für die weitere Zukunft ist das aber nicht.</span></p>
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