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	<title>staatsstreich.atUSA</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
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		<title>End-Poker um US-Dieselexporte</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 05:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[US-Präsident Trump verlangt von den EU-Politikern. dass sie ihre Diesel-Notreserven frei geben, was mittelfristig freilich auch nicht viel nutzen würde.  &#8211; nicht einmal dann, wenn die Dummköpfe in Brüssel und den europäischen Hauptstädten Erdöl und Diesel aus Russland nicht vom &#8220;Markt&#8221; vertrieben hätten. Die &#8220;reine Lehre&#8221; sowohl für Trump als auch die EU-Blödmänner ist nach ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/end-poker-um-us-dieselexporte.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">US-Präsident Trump verlangt von den EU-Politikern. dass sie ihre Diesel-Notreserven frei geben, was mittelfristig freilich auch nicht viel nutzen würde.  &#8211; nicht einmal dann, wenn die <em>Dummköpfe</em> in Brüssel und den europäischen Hauptstädten Erdöl und Diesel aus Russland <strong><em>nicht</em></strong> vom &#8220;Markt&#8221; vertrieben hätten. Die &#8220;reine Lehre&#8221; sowohl für <em>Trump</em> als auch die<em> EU-Blödmänner</em> ist nach wie vor, <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/10/Gewicht_US_Dieselexporte_master_bearbeitet.png" rel="lightbox[151095]"><img class="alignright wp-image-151124 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/10/Gewicht_US_Dieselexporte_master_bearbeitet-300x87.png" alt="Gewicht_US_Dieselexporte_master_bearbeitet" width="300" height="87" /></a>dass Diesel oder dessen Vorläuferstoffe auch in größeren Mengen am &#8220;Weltmarkt&#8221; erworben werden können, was<em> glatter Unsinn</em> ist.</span></p>
<p><span id="more-151095"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Aufmachergrafik ist eine für meine Argumentation zentrale Tabelle. Sie zeigt, dass die Mengen, um die jetzt so viel Aufhebens gemacht wird</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weltweit relativ unbedeutend sind,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in &#8220;Europa&#8221; aber immerhin 11 Prozent des hiesigen Verbrauchs ausmachen und dass ein Ausfall daher (zumindest) preiswirksam werden könnte,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass in den USA selbst aber mehr als 45 Prozent des dortigen Konsums ausgeführt werden &#8211; in jenen USA, die heute <em>in gefracktem Leichtöl und Erdgas geradezu schwimmen</em>, die sich aber zunehmend schwer tun, die Rohstoffe für die Dieselproduktion ihrer Raffinerien beizuschaffen.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zur Erläuterung:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die zweite Spalte zeigt die Menge der jeweiligen US-Dieselexporte , wobei die gesamten US-Exporte für die Welt und die USA naturgemäß identisch sind Unterschiedlich sind nur die Vorzeichen und die jeweilgen Bezugsgrößen in der dritten Spalte </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(einmal ist es der aus den USA belieferte die Weltmarkt und einmal sind es die Vereinigten Staaten selbst).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In dieser Spalte ist der aktuellste US-Wert vom Juli dieses Jahres enthalten, der soeben von der amtlichen <a href="https://www.eia.gov/">Energy Information Administration (EIA)</a> bekannt gegeben wurde</span>.</p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Verbrauch für die gesamte Welt sowie für die EU ist eine Gesamtjahresangabe (2025). Sie wurde der <a href="https://www.energyinst.org/statistical-review">Statistcal Review of World Energy</a> 2026, pp 38 und 39 entnommen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es wird sich in beiden Fällen beim Verbrauch aber  a) nicht besonders viel verändert haben und b) sind die Verbrauchsangaben in &#8220;Millionen Barrel <strong><em><span style="color: #000000;">pro Tag</span></em></strong>&#8220;, was eine lästige und fehlerträchtige Umrechnerei von Jahreswerten auf Tage erspart und außerdem mit den Werten von Spalte 2 (jeweilige Exportmengen) kompatibel ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die vierte Spalte mit den<em> eingeringelten Prozentwerten zeigt</em> schließlich, dass der Anteil der US-Exporte am weltweiten Dieselverbrauch nur relativ klein ist, dass in den USA selbst aber die Exporte mehr als 45 Prozent des Inlandkonsums ausmachen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was ja &#8220;der Sinn der Übung&#8221; ist).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zu den Zahlen selbst noch Folgendes: </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die gesamten US-Lieferungen wurden der Datenbank der EIA entnommen, die freilich keine aggregierten Zahlen für die  EU ausweist, sondern nur für einzelne europäische Staaten (die Niederlande &#8211; wahrscheinlich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rotterdam">Rotterdam</a> &#8211; sind der in Europa bei weitem bedeutendste Destinationsort für US-Diesel). Die in der Tabelle angeführten 500.000 Barrel pro Tag gehen auf eine <a href="https://www.spglobal.com/energy/en/news-research/latest-news/crude-oil/072424-us-diesel-exports-to-europe-hit-record-high-despite-lackluster-demand">S&amp;P Global-Meldung vom 24. Juli </a>zurück, die von (bis dahin) einem Juli-Wert von 517.000 bd, einem &#8220;Monats-Rekord&#8221; spricht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser wohl atypisch hohe monatliche Wert macht(e) bezogen auf den europäischen Dieselverbrauch freilich nur 11 Prozent aus</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(der Löwenanteil des EU-Diesels entsteht in den <em>eigenen Raffinerien</em>- und auch die früheren, mythischen russischen Diesel-Lieferungen machten größenordnungsmäßig etwa so viel aus &#8211; gut 600.000 Barrel täglich).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Womit man schon beim zentralen Problem gelandet ist. Die EU hatte bisher etwa 1,1 mmbd Erdöl von Saudiarabien und dem Irak sowie 500.000 bd Diesel aus dem Mittleren Osten bezogen (Saudiarabien, Kuwait),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die mit dem &#8220;neuen Golfkrieg&#8221; weitgehend <em>flach gefallen sind.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das <em>schaut beides zwar nicht nach rasend viel aus,</em></span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber das golfarabische Öl eignet sich besser als das US-amerikanische Rohöl zur Herstellung von Mitteldestillaten,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die ebenfalls dieselfähigen russischen Lieferungen waren in den Jahren davor mit außerökonomischen Mitteln aus dem EU-Markt vertrieben worden,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">obwohl die <em>Uniaun</em> mit 43% einen besonders hohen relativen Diesel-Anteil aufweist, siehe u.a. <a href="http://staatsstreich.at/energie-mitteldestillate-das-wahre-problem-mit-dem-neuen-golfkrieg.html">hier</a>. Der Hinauswurf der Russen aus dem EU-Markt hat sich binnen kürzester Zeit als &#8220;Meisterstück&#8221; der <em>Blödmänner</em> in Brüssel  und den nationalen Haupstädten (generisches Maskulinum) erwiesen. Statt &#8220;Putin&#8221; sind die Euros jetzt &#8220;Trump&#8221; ausgeliefert, dessen shale oil a) zu leicht ist um dieselfähig zu sein und der b) nun auch mit einem Exportverbot von &#8220;distillate fuel oil&#8221; droht. Well done, gefönte Urschl!</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich bildet sich Trump ein, dass er am längeren Ast sitzt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">vor allem jetzt, wo die mehr als <a href="https://www.eia.gov/todayinenergy/detail.php?id=67407">0,4 mmbd &#8220;medium and sour&#8221;, die die USA im Mittleren Osten verloren haben</a>, aus Venezuela  wieder &#8220;hereingeholt&#8221; wurden.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Sicht stimmt auch insofern, als die Euros puncto natürliche Ressourçen viel weniger aufbieten können als z.B. die USA.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber Washington befindet sich hier <em>auch</em> in der <a href="https://www.ostarrichi.org/wort/22521/Rue_de_la_gack"><em>rue de la gack</em></a>,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weil anscheinend Gefahr besteht, dass man den eigenen Inlandsbedarf nicht mehr befriedigen kann, siehe dazu <a href="http://staatsstreich.at/energie-dieselexporte-und-lokale-dieselproduktion-eine-replik.html">hier</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da nutzt ihre ganze <em>Shale-Bonanza</em> nix,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und wenn die Kanadier auf die Idee kommen sollten, ihrerseits ein Exportverbot für schweres Öl zu verhängen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dann ist <em>Schluss mit lustig.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dann sprechen wohl die Waffen, irgend ein Vorwand findet sich allemal.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Kanadier sind den USA militärisch zwar weit unterlegen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber ihre 4 mmbd schweres Öl hat im (&#8220;nicht gewaltsamen&#8221;) Zoll-Verhandlungspoker mit den Staaten wohl weitaus mehr &#8220;leverage&#8221; als die 1,7 mmbd US-Diesel für den Weltmarkt (bzw. die 0,5 mmbd für die EU).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber wie auch immer, es ist sowohl für die USA als auch die EU<a href="https://www.domradio.de/artikel/matthaei-am-letzten"> &#8220;Mathäi am Letzten&#8221;</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es geht heute real weder um ein US-Exportverbot, noch um die Freigabe von 0,7 mmbd europäische &#8220;Notreserven&#8221;. Es geht real nicht einmal mehr um die US-Zwischenwahlen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em>Es geht um die Nichtmehrverfügbarkeit des &#8220;Herzbluts der globalen Zivilisation&#8221;, eines flüssigen Treibstoffs, auf den Liefer-LkWs genauso angewiesen sind wie die Bauwirtschaft oder die (mechanisierte) Landwirtschaft.</em></strong></span></p>
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		<title>Energie: Dieselexporte und lokale Dieselproduktion &#8211; eine Replik</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 14:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Larry C. Johnson, der in 1980ern für die CIA analysierte, hebt in seinem jüngsten Blogbeitrag über die US-Dieselexporte viel Zutreffendes hervor, liegt im Kern aber trotzdem daneben.  Das globale Problem besteht in einem Mangel an dieselfähigem Rohöl und nicht den &#8220;gefährdeten&#8221; nebbichen 1,6 Millionen Barrel US-Exporten. Es könnte freilich sehr wohl sein, dass das von ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-dieselexporte-und-lokale-dieselproduktion-eine-replik.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Larry C. Johnson, der<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Larry_C._Johnson"> in 1980ern für die CIA analysierte</a>, hebt in seinem <a href="https://larrycjohnson.substack.com/p/americas-diesel-surplus-is-an-illusion?utm_source=post-email-title&amp;publication_id=1225061&amp;post_id=217611789&amp;utm_campaign=email-post-title&amp;isFreemail=true&amp;r=216vfx&amp;triedRedirect=true&amp;utm_medium=email">jüngsten Blogbeitrag</a> über die US-Dieselexporte viel Zutreffendes hervor, liegt im Kern aber trotzdem daneben.  Das <strong><em><span style="color: #000000;">globale Problem</span></em></strong> besteht in einem Mangel an dieselfähigem Rohöl und nicht den &#8220;gefährdeten&#8221; <em>nebbichen 1,6 Millionen Barrel US-Exporten</em>. <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Retail_price_of_diesel_fuel_US.png" rel="lightbox[151016]"><img class="alignright wp-image-151044 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Retail_price_of_diesel_fuel_US-300x168.png" alt="_Retail_price_of_diesel_fuel_(US)" width="300" height="168" /></a>Es könnte freilich sehr wohl sein, dass das von Präsident Trump &#8220;angedachte&#8221; Exportverbot <strong><em><span style="color: #000000;">bis zu den <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/2026_United_States_elections">US-midterm elections im kommenden November</a> die dortigen Dieselpreise zum Sinken oder nicht &#8220;Weiteransteigen&#8221;  bringt, vorübergehend.</span></em></strong></span><span id="more-151016"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Um, wie üblich, mit dem Positiven zu beginnen:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Johnson, der sich auf eine öffentlich nicht bekannte Analyse beruft, meint, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die US-Raffinerien derzeit gerade genügend Diesel für den heimischen Bedarf produzieren, was möglich, aber nicht sicher ist. Schließlich erzeugen die Staaten im eigenen Land noch ungefähr<strong><em><span style="color: #000000;"> ein Drittel der eigenen &#8220;field production&#8221;</span></em></strong> von zusammen gut 13 Millionen Barrel (täglich)<strong><em><span style="color: #000000;"> mitteldestillatfähiges Erdöl</span></em></strong> (= &#8220;non-shale&#8221;), bekommen 4 Millionen Barrel täglich <em>schweres Crude</em> aus Kanada (&#8220;Ölsande von Alberta&#8221;), sowie seit ein paar Monaten ein bisserl was aus Venezuela. Das könnte sich sozusagen <a href="https://www.kleinezeitung.at/artikel/14831531/HofburgWahl_Van-der-Bellen_Es-wird-arschknapp">arschknapp</a> ausgehen, wenn man in Rechnung stellt, dass 3,5 bis 4 Barrel dieselfähiges Rohöl für 1 Barrel Diesel vonnöten sind. <strong><em><span style="color: #000000;">Wahrscheinlich geht sich das aber nicht aus,</span> </em></strong>vor allem wenn zu dem täglichen Eigenbedarf von 4 &#8211; 4,5 Millionen Barrel Mitteldestillate (Diesel und Kerosin) noch 1,6 Millionen Barrel Diesel pro Tag exportiert werden müssen.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deswegen sacken die &#8220;commercial stocks&#8221; ab und die lokalen Dieselpreise gehen rauf, weswegen der <em>US-Präsi</em> ein Exportverbot &#8220;erwägt&#8221; <em>(nicht weil Donnie und seine Einflüsterer blöd oder kurzsichtig sind)</em>. Johnson/Miller erwähnen verdienstvollerweise eben diese sinkenden US-Dieselbestände und die hohen (regionalen) Preise, die letztlich wohl eine Folge des defizitären &#8220;feedstock inputs&#8221; sind. Als &#8220;Puffer&#8221; fungieren besagte &#8220;commercial stocks&#8221;, die freilich auch nicht ewig reduziert werden können (bezeichnenderweise sind die Dieselpreise &#8220;an der Golfküste&#8221; am niedrigsten, weil im &#8220;Golf von Amerika&#8221; im flachen Wasser &#8220;konventionelles&#8221; dieselfähiges Öl gefördert und von nahen Raffinerien an Land verarbeitet wird; Mittelamerika ist geographisch auch nahe und am Wasserweg leicht erreichbar).</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es ist ferner korrekt anzunehmen, dass eine (Wieder)Öffnung der &#8220;Straße/Meeresenge von Hormuz&#8221; die Knappheit von dieselfähigem Erdöl nicht behebt. Die arabischen und iranischen Förder-, Speicher- und Verarbeitungsanlagen sind inzwischen weitgehend dahin.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Johnson hat auch recht, wenn er sagt: &#8220;An export ban would keep fuel at home but deepen someone else’s shortage. It would not produce a single additional barrel of global diesel.&#8221; Aber, wie gesagt, für die kommenden ein oder zwei Monate könnte ein Verbot in den USA selbst sehr wohl Wirkung zeigen und Truckies und Farmer temporär (am 3. November 2026) <em>milde stimmen.</em></span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun zu den &#8220;Desideraten&#8221; von Johnsons bzw. Millers Analyse.</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es sollte den<em> Herrschaften</em> sofort zu denken geben, wenn sie selbst schreiben, dass weltweit täglich 29,4 Millionen Barrel Diesel verbraucht werden, die USA aber nur 1,6 Millionen Barrel (schwefelarmen) Diesel exportieren. Wenn das 20% der weltweiten Dieselexporte sind (wie <em>dieser Blogger</em> <a href="https://x.com/T_Mason_H/status/2102502266800628113?s=20">hier </a>gelesen hat, heißt das, dass pro Tag gut 20 Millionen Barrel von &#8220;lokalen Raffinerien&#8221; produziert werden (wurden). Dagegen sind die ggf. &#8220;verbotenen&#8221; <strong><span style="color: #000000;"><em>US-Exporte Kleinvieh.</em></span></strong></span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Johnsons zentrales Argument, dass  nämlich die 1,6 Millionen Barrel&#8221; bereits &#8220;committed&#8221; wären,<strong><span style="color: #000000;"><em> &#8220;kauft dieser Blogger nicht&#8221;</em></span></strong>. Sie stehen international zur Verfügung.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Während es glaubwürdig ist, dass &#8211; wie im Blog geschrieben wird &#8211; durch &#8220;Russland-Sanktionen&#8221; und &#8220;neuen Golfkrieg&#8221; seit Februar 2026 etwa1,6 mmbd internationale Dieselexporte verloren wurden, sollte man diese Zahl doch auf die insgesamt verbrauchten 29,4 mmbd beziehen, wenn in den USA &#8220;verboten wird&#8221;, halt das Doppelte.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das wären dann rund 11 Prozent.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- aber kein großes Problem, wenn genügend &#8220;feedstock&#8221; für die lokalen Raffinerien da wäre&#8230;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Derlei würde höchstens die Diesel-Notierungen in die Höhe treiben, nicht aber die Verfügbarkeit beschränken.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2021-_Retail_price_of_diesel_fuel_(US).svg">RCraig09</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2021-_Retail_price_of_diesel_fuel_(US).svg">via Wikimedia Commons</a></span></p>
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		<title>Energie: &#8220;Die USA bereiten den perfekten Sturm vor&#8221; &#8211; Zitat</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 04:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Iran blockiert den Transport am Golf, Wolodymyr Selenskyj zerbombt russische Raffinerien und Donnie dreht den (Diesel-)Hahn zu.&#8221; FOX NEWS, Das Gelbe Forum, 26.9.,10.10 Uhr Seh&#8217; ich ähnlich, nur dass der Iran (und der gesamte &#8220;globale Osten&#8221;) auch eine &#8220;agency&#8221; hat. Wer hat eigentlich die ganzen Öl-Anlagen in den (golf)arabischen Staaten zerbombt? Lässt eher an eine &#8220;Kooperation ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-die-usa-bereiten-den-perfekten-sturm-vor-zitat.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Iran blockiert den Transport am Golf, Wolodymyr Selenskyj zerbombt russische Raffinerien und Donnie dreht den (Diesel-)Hahn zu.&#8221; <a href="https://dasgelbeforum.net/index.php?id=687610">FOX NEWS, Das Gelbe Forum, 26.9.,10.10 Uhr</a></span><span id="more-151007"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Seh&#8217; ich ähnlich, nur dass der Iran (und der gesamte &#8220;globale Osten&#8221;) auch eine &#8220;agency&#8221; hat. Wer hat eigentlich die ganzen Öl-Anlagen in den (golf)arabischen Staaten zerbombt? Lässt eher an eine &#8220;Kooperation auf höchster Ebene&#8221; denken.</span></p>
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		<title>US-Schulden: Zins-Teufelskreis und &#8220;Militär-Keynesianismus&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die USA, die soeben ihren &#8220;Eckzinssatz&#8221; angehoben haben (anheben mussten), haben sich schon vor der erneuten Zinswende nach oben in einem &#8220;doom loop&#8221; befunden, bei dem sogar offiziell die massiv steigenden Zinskosten sichtbar werden, die im demnächst zu Ende gehenden Fiskaljahr 2025/26 (&#8220;FY 2026&#8243; von Oktober 2025 bis Ende September 2026) bereits über 1 Billion ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/us-schulden-zins-teufelskreis-und-militaer-keynesianismus.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die USA, die<a href="https://www.cnbc.com/2026/09/16/fed-rate-decision-september-2026.html?irclickid=3A0XGoTTkxyZWirzfuXMxU6LUkrzRkylgyyFSA0&amp;irpid=2447408&amp;irgwc=1&amp;afsrc=1"> soeben ihren &#8220;Eckzinssatz&#8221; angehoben haben (anheben mussten)</a>, haben sich schon vor der erneuten Zinswende nach oben in einem &#8220;doom loop&#8221; befunden, bei dem <em>sogar offiziell</em> die massiv steigenden Zinskosten sichtbar werden, die im demnächst zu Ende gehenden Fiskaljahr 2025/26 (&#8220;FY 2026&#8243; von Oktober 2025 bis Ende September 2026) bereits über 1 Billion Dollar ausgemacht haben. Laut der Studie einer Stiftung sollen sich in den nächsten zehn Jahren die Nettozinskosten&#8221; für das (bundesstaatliche) US-Budget etwa verdoppeln, nachdem sich die (offiziellen) Zinskosten in den vergangenen sieben Jahren bereits etwa verdreifacht haben. <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US_Ausgaben_FY_2026_master_resized_07.jpg" rel="lightbox[150788]"><img class="alignright wp-image-150800 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US_Ausgaben_FY_2026_master_resized_07-300x174.jpg" alt="US_Ausgaben_FY_2026_master_resized_07" width="300" height="174" /></a>Das ergibt ein Vergleich des Budgets 2019 &#8211; ebenfalls unter Präsident Trump &#8211; mit dem (Rumpf-)Budget 2026.</span><span id="more-150788"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Viel geht aus dem verpflichtenden Bericht hervor, den das Finanzministerium in Washington DC Monat für Monat veröffentlichen muss.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der<a href="https://fiscaldata.treasury.gov/static-data/published-reports/mts/MonthlyTreasuryStatement_202608.pdf"> letzte Bericht</a> endet mit dem Stichtag 31. August. Er beinhaltet auch die kumulierten Budgetzahlen für das laufende Fiskaljahr, naturgemäß nur 11 Monate (&#8220;FYTD&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da sich im letzten Zwölftel des FY aber nimmer viel ändern wird, eignet sich dieser Bericht für einen <em>groben Vergleich mit früheren Jahren</em>, den der<a href="https://srsroccoreport.com/us-govt-debt-interest-expense-doom-loop-social-security-trust-fund-deficits-really-increasing/"> US-amerikanische Blogger Steve St. Angelo &#8211; ursprünglich aus privaten Gründen &#8211; auch angestellt hat.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die vorliegende Darstellung ist zwar selbstständig erarbeitet, folgt dem Eintrag im &#8211; kostenpflichtigen &#8211; SRSroccoreport aber weitgehend. Eine weitere wesentliche Verständnisquelle ist <a href="http://staatsstreich.at/100-125-oder-gar-400-so-hoch-sind-die-us-schulden-wirklich.html">dieser Eintrag</a>, den Gastautor Hochreiter hier erst kürzlich veröffentlicht hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aus diesem geht u.a. hervor, dass es sich bei den folgend besprochenen Defiziten/Schulden um</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">welche des Zentralstaats handelt und dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sich diese <em>zentralstaatliche Verschuldung</em> der USA in &#8220;debt held by the public&#8221; und &#8220;intragovernmental holdings&#8221; unterteilt sowie dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">anderswo, auch in der EU, die <strong><em><span style="color: #000000;">gesamtstaatliche Verschuldung</span></em></strong> (mit div.  Teilstaaten und Gebietskörperschaften) auf das Bruttosozialprodukt (BSP/GDP) bezogen wird.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es sollte nach der Lektüre dieses Beitrags auch klar sein, dass es zwar fraglich ist, ob die &#8220;intragovernmental holdings&#8221; den Schulden des Zentralstaats zugeschlagen werden sollen, nicht aber, ob diese <em><span style="color: #000000;"><strong>Schulden</strong> bedient werden müssen</span></em>. <strong><em><span style="color: #000000;">Sie müssen.</span> </em></strong>Der US-Bundesfinanzminister muss Zins- und Tilgungszahlungen beiderlei Art aus den &#8211; zentralstaatlichen &#8211; (Steuer-)Einnahmen und der Neuausgabe von Treasuries finanzieren.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das monatliche Treasury-Statement der USA führt zwar penibel alle offiziellen Ausgaben der Zentralregierung an, bezieht diese aber <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> auf die (erwartete) Wirtschaftsleistung des Gesamtstaats, die (bisher) ja für die &#8220;Schulden-Tragfähigkeit&#8221; ausschlaggebend ist (die <em>GDP-Rechnung</em> weist übrigens eigene Probleme auf, die hier <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> angetönt werden sollen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das sind gewissermaßen jene <em>Einschränkungen,</em> mit denen</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">fast alle Daten zentraler US-Stellen und auch</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">St. Angelos Analyse <a href="https://srsroccoreport.com/us-govt-debt-interest-expense-doom-loop-social-security-trust-fund-deficits-really-increasing/">&#8220;US GOVT DEBT &amp; INTEREST EXPENSE DOOM LOOP: Social Security Trust Fund Deficits Really Increasing&#8221;</a> zu verstehen sind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bevor ins Detail gegangen wird, soll hier davor gewarnt werden zu glauben, dass die Daten, die das offizielle Budget ausweist, wirklich alles erfassen. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine erkleckliche weitere Summe ist wohl &#8220;off the books&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und das nicht nur, weil die 50 US-Teilstaaten und die <a href="https://www.staatsverschuldung.de/implizite-verschuldung/">&#8220;implizite Verschuldung&#8221;</a> nicht erfasst werden. Extreme Schätzungen gehen davon aus, dass zu den jährlich gut 7 Billionen USD 50 &#8211; 100% addiert werden müssen, will man dem wahren Ausmaß der US-Bundesschulden nahe kommen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein zentraler Befund des <a href="https://srsroccoreport.com/">US-Bloggers St. Angelo</a> (den <em>dieser Schreiber</em> teilt), ist, dass sich der Bundesstaat der Vereinigten Staaten wegen der Zinsen bereits seit Jahren in einem &#8220;doom loop&#8221;, einem <strong><em><span style="color: #000000;">Teufelskreis</span></em></strong> befindet,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in dem stark steigende Zins- bzw. Tilgungskosten (?) das Budgetdefizit in die Höhe treiben,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was wiederum die einschlägigen Kosten der nächsten Jahre befeuert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Steve belegt dies mit einem Vergleich der Budgetausgaben für das FY 2019 u.a. mit jenen des Rumpfjahrs 2026 (ab ca. 4:20),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der zeigt, dass die Nettozinskosten binnen sieben Jahren von 379 Mrd. US-Dollar im Gesamtjahr auf derzeit bzw. 2025 etwa 1.000 Mrd. Dollar gestiegen sind.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie anhand einer Balkengrafik bei 5:35 gezeigt wird, entspricht das einem Plus von fast 600 Milliarden (FY 2025 gegenüber dem gesamten Fiskaljahr 2019):</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Screenshot_Steve_St_Angelo_SRSrocco-Report_Increase_spending_since_2019.png" rel="lightbox[150788]"><img class="aligncenter wp-image-150844 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Screenshot_Steve_St_Angelo_SRSrocco-Report_Increase_spending_since_2019-300x168.png" alt="Screenshot_Steve_St_Angelo_SRSrocco Report_Increase_spending_since_2019" width="300" height="168" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun &#8220;fehlen&#8221; hier, wie bereits angetönt,</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die &#8220;inflationäre&#8221; Ausweitung des Budgets in diesem Zeitraum sowie</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die &#8211; auch tlw. <em>Kredit getriebene</em> &#8211; Steigerung des Bruttosozialprodukts.</span></li>
</ul>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Eine von St. Angelo hier NICHT angestellte Prozentrechnung dieses Bloggers zeigt jedoch, dass bezogen auf die Gesamtausgaben</span></em></strong></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">nicht nur absolut, sondern auch relativ die Nettozinskosten von 9,1 auf 13,8 Prozent der Budgetausgaben in die Höhe geschnellt sind</span></em></strong><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> (siehe dazu die jeweiligen Angaben des Finanzministeriums und des &#8220;Congressional Budget Office&#8221;/CBO).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Laut einer Projektion der Peterson Foundation bei etwa 7:00 der Präsentation sollen die Nettozinskosten 2036 mehr als 2.000 Mrd. US-Dollar erreichen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Den Vergleich mit dem jeweiligen GDP-Wachstum hat auch <em>dieser Blogger</em> nicht mehr angestellt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(der Prozentsatz der Neuverschuldung soll stabil bleiben, wird offiziell gerechnet).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Theorie nach müssten auch die deutlich höheren Zinskosten durch mehr Steuereinnahmen und entsprechende Neukreditaufnahme abzudecken sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Problem ist &#8220;nur&#8221;, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die steigenden Steuereinnahmen womöglich <em>reines Wunschdenken</em> der aktuellen Administration sind und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es mehrere Anzeichen dafür gibt, dass künftige Neuausgaben von US-Staatsschulden nicht mehr so einfach sind wie bisher (um das <em>gelinde auszudrücken</em>).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein zweites bemerkenswertes Ergebnis der SRSroccoreport-Analyse betrifft die &#8220;intragovernmental holdings&#8221;, die etwa ein Viertel der Schulden des US-Zentralstaats ausmachen (knapp 8.000 Mrd. USD).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese &#8220;interne Verschuldung&#8221; bei US-Staatsfonds wird <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong>, wie auch <em>dieser Blogger</em> bisher glaubte, weitaus überwiegend vom &#8220;Social Security-Treuhandfonds&#8221; aufgebracht, sondern &#8220;relativ mehrheitlich&#8221; von Fonds von Staatsangestellten i.R.,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">worauf St. Angelo ab etwa 4:20 erstmals hinweist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei etwa 9:30 füttert St. Angelo eine Google-KI mit Daten des Finanzministeriums und erhält folgende Tortengrafik:</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Intragovernmental-Debt-Breakdown-SEP-2026.png" rel="lightbox[150788]"><img class="aligncenter wp-image-150869 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Intragovernmental-Debt-Breakdown-SEP-2026-300x200.png" alt="US-Intragovernmental-Debt-Breakdown-SEP-2026" width="300" height="200" /></a><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Grafk zeigt schlicht und ergreifend, dass nur etwa ein Drittel der &#8220;intragovernmental debt&#8221; vom Treuhandfonds der Sozialversicherung gehalten wird, aber 42,5 Prozent vom Fonds für pensionierte Militärs, jenem für sonstige ehemalige Staatsangestellte sowie einem &#8220;Invaliditätsfonds&#8221;.</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Speziell die Größe des Fonds für nicht mehr aktive Militärs ist <em>Atem beraubend</em>. Dieser kommt größenordnungsmäßig an das &#8220;Kuchenstück&#8221; der Sozialversicherung heran.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In diesem Licht und in jenem der <a href="https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2026/04/rebuilding-our-military-fact-sheet.pdf">für das nächste Fiskaljahr geplanten (zentralstaatlichen) Ausgaben für das Militär (1,5 Billionen Dollar)</a> scheint es angebracht, eine Debatte über den (nur &#8220;aktuellen&#8221;?) US-&#8221;Militär-Keynesianismus&#8221; zu führen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser Terminus ist unter Wirtschaftshistorikern in/für Mitteleuropa mit dem besetzt, was der deutsche Nationalsozialismus in den 1930ern mit &#8220;Wiederbewaffnung&#8221; und &#8220;MEFO-Wechseln&#8221; getan hat</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- im historischen Fall freilich <em>unter den Bedingungen von Diktatur und Geheimhaltung</em>. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der machtpolitische Ausgangspunkt der heutigen USA ist auch ein völlig anderer:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weder haben die Staaten zuvor einen Weltkrieg verloren und einen &#8220;Diktatfrieden&#8221; unterschreiben müssen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">noch hat Nazi-Deutschland damals eine <em>internationale Fiat-Reservewährung</em> gestellt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es gibt also <em>einige sofort ins Auge stechende Unterschiede.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber wie anders denn als &#8220;Militär-Keynesianismus&#8221; lässt es sich bezeichnen, wenn </span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;unser Militär neu aufgebaut&#8221; werden soll und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ein &#8220;Staatsfonds für Soldaten im Ruhestand&#8221; wesentlich dazu beiträgt, die Neuverschuldungsfähigkeit des US-Zentralstaats aufrecht zu halten?</span></li>
</ul>
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		<title>Was seit &#8220;9/11&#8243; geschehen ist</title>
		<link>http://staatsstreich.at/was-seit-911-geschehen-ist.html</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 20:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Das G&#8217;schichtldrucken über 9/11 ist mittlerweile beim vormals kritisch gestimmten Trump-Publikum angekommen und die Rechte scheint sich endgültig der Staats-Legende von den Heroischen Helfern am Ground Zero bemächtigt zu haben. Die Demokraten &#8220;gedenken&#8221; auch, wenngleich mit etwas anderer Akzentsetzung und Erinnerungspolitik. Im Kern geht es hier wie da um eine &#8220;unprovozierte Attacke&#8221; gegen das Herz des ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/was-seit-911-geschehen-ist.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das G&#8217;schichtldrucken über 9/11 ist mittlerweile beim vormals kritisch gestimmten Trump-Publikum angekommen und die Rechte scheint sich endgültig der Staats-Legende von den <em>Heroischen Helfern am</em> <em>Ground Zero</em> bemächtigt zu haben. Die Demokraten &#8220;gedenken&#8221; auch, wenngleich <em>mit etwas anderer Akzentsetzung und Erinnerungspolitik</em>. Im Kern geht es hier wie da um eine &#8220;unprovozierte Attacke&#8221; gegen das Herz des Imperiums, die, wie die folgenden Jahre zeigten, innen-und außenpolitisch eine Menge bis dahin &#8220;Undenkbares&#8221; rechtfertigte. Die &#8220;patriotische Rechte&#8221; hatte schon 2001 ff. kein Problem mit den &#8220;Kollateralschäden&#8221;, die im Zug des vorgeblichen Abwehrkampfs gegen besagte &#8220;Attackierer&#8221; entstanden sein sollen, sei es im Irak oder daheim und &#8220;liberale Politicos&#8221; kritisierten zwar eine Unmenge von Details, konnten sich aber nie dazu aufraffen, das gesamte, ziemlich durchsichtige Meta-Narrativ in Frage zu stellen, im Gegenteil. Die Staatslegende wurde für eigene politische Zwecke genutzt, etwa bei der Kommandoaktion, mit der 2011 der &#8220;Drahtzieher&#8221; von 9/11 in Pakistan getötet worden sein soll, ein Vorgang der nie unabhängig bestätigt worden ist.</span><iframe title="WATCH: Trump claims he was saved by 2 firemen near Ground Zero wreckage" src="https://www.youtube.com/embed/MdgVrr04xxk" width="1498" height="843" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-150613"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Folgend soll versucht werden, auf die sonst nur mehr für Historiker relevante Frage &#8220;Who&#8217; done it?&#8221; zu verzichten und dafür ein paar &#8220;Megatrends&#8221; anzutönen, die zeitlich nach dem 11. September 2001 eingesetzt haben.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie für<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Assassination_of_John_F._Kennedy"> Dallas 1963</a> gibt es eine Menge orthodoxe und unorthodoxe Theorien für das Ereignis selbst, die hier nicht weiter diskutiert werden sollen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">obwohl <em>dieser Blogger</em> nach wie vor der Ansicht ist, dass das offizielle Narrativ dazu ganz oder weitgehend falsch ist. Speziell unglaubwürdig erscheinen ihm die nachgereichten Theorien zum Kollaps des WTC7.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber die Ereignisse selbst liegen inzwischen fast eine Generation zurück und wie bei den gefälschten Dokumenten des Mittelalters zählt &#8220;zeitnahe&#8221; nur ihre <em>Wirkung</em>,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht aber, wer wann mit welchen Mitteln und aus welchen Motiven gefälscht hat oder fälschen ließ.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die international sichtbarste &#8220;Folge&#8221; der Attacke auf das WTC, das Pentagon und ein Verkehrsflugzeug in Pennsylvania waren zwei US-Kriege gegen (auf dem Papier) inferiore Gegner, die heute &#8211; wenigstens von liberal gestimmten <em>Gedenkdienstlern</em> &#8211; durchaus erwähnt werden:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Kriege gegen Afghanistan (2001) und den Irak (2003). Während in den genannten erinnerungspolitischen Texten nie darauf vergessen wird, dass &#8220;Baby Bush&#8221; und seine Kabale diese Waffengänge maßgeblich betrieben haben,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wird i.d.R. über die damaligen Kriegsermächtigungen im US-Oberhaus auch von allen &#8220;demokratischen Senatoren&#8221; der Mantel des Schweigens gebreitet, siehe <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Authorization_for_Use_of_Military_Force_of_2001">hier</a> und <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Authorization_for_Use_of_Military_Force_Against_Iraq_Resolution_of_2002">hier</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong>Die beiden Kriege</strong> wurden nicht einfach von Präsident Bush und Vizepräsident Cheney &#8220;willkürlich vom Zaun gebrochen&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sondern <strong>waren ein &#8220;bipartisan project&#8221; des Petrodollar-Imperiums,</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">mit dem viele liberale Heuchler prinzipiell ja zufrieden sind,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nur halt nicht, wenn ihnen der amtierende <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Augustus"><em>Caesar Augustus</em></a> nicht genehm ist<em>.</em></span>          <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kritisch erwähnt wird oft auch der 9/11 folgende <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Patriot_Act">Patriot Act</a>, der im Inneren die polizeistaatlichen Befugnisse der Zentralgewalt massiv ausgeweitet hat,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ein Gesetz, für das 2001 <a href="https://clerk.house.gov/evs/2001/roll398.xml">99 Prozent der abstimmenden republikanischen Unterhaus-Abgeordneten und 70 Prozent ihrer demokratischen Kollegen votierten</a>. Die Senatoren stimmten überhaupt gleich 98:1 dafür.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Gesetz, das mehrfach &#8211; auch unter Obama &#8211; verlängert wurde, widmete sich unter &#8220;title III&#8221; auch dem &#8220;money laundering&#8221; , </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">einem Betätigungsf<em>eld, wo der in den Vordergrund gestellte Kampf gegen Terrorismusfinanzierung und OK </em>genutzt werden konnte um gegen angebliche oder wirkliche Steuerhinterzieher, politisch missliebige Individuen und - <em>allgemein</em> - das sonst ständig beschworene Ideal der <em>financial freedom</em> vorzugehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich war die Gesetzeslage im imperialen Zentrum nicht ausreichend. Für die Internationalisierung der &#8220;Title III-Bestimmungen&#8221; des Patriot Act wurde eine bereits in den 1980ern von der G7 gegründete Organisation, die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Financial_Action_Task_Force_on_Money_Laundering">Financial Action Task Force (FATF)</a> genutzt, aufgedoppelt durch Direktiven der <em>ach so unabhängigen EU,</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die sich über die internationale Konkurrenz <a href="https://www.europol.europa.eu/cms/sites/default/files/documents/Europol%20report%20on%20Decoding%20the%20EU-s%20most%20threatening%20criminal%20networks.pdf">durch hunderte OK-Netzwerke besorgt zeigte</a>. Seither müssen Bankkunden, die oft nur Bagatellbeträge überweisen oder abheben wollen, über jedes Stöckchen springen, das ihnen ihre Bank vor hält,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">selbstverständlich unter Hinweis auf den dahinter liegenden guten Zweck und &#8220;internationale Vorgaben&#8221;, die es zu erfüllen gelte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Mythos von der Terrorfinanzierung via Überweisung löste eine regelrechte Kaskade an anderen Vorwänden aus, von denen sich einer besser als der andere anhörte &#8211; meist ganz nach dem Geschmack von <em>Gängelungs-Politicos aller Nationen. </em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Besonders engagiert zeigten sich<em> Sozialstaatsideologen in Europa</em>, denen die angebliche Terrorfinanzierung via bargeldlosem Zahlungsverkehr zwar egal ist, die bis heute aber der Meinung sind, dass nur eine möglichst lückenlose Kontrolle der Kapitalflüsse die Existenz aufgeblähter Staats- und Suprastaatskonglomerate sichern<em> kann.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das ist zwar ein <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Schmarren">Schmarren</a>, weil eine derartige Kontrolle höchstens eine Lebensverlängerung der Sozialstaaten bewirken kann,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sie spielt im gelenkten demokratischen Diskurs aber dennoch eine wichtige Rolle.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">The Name of the Game war von Anfang an Erdöl, das erkannte das <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Project_for_the_New_American_Century">&#8220;Project for a New American Century&#8221; </a>schon richtig</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(der neokonservative Thinktank irrte sich &#8220;nur&#8221; in seiner Überschätzung der Öl-Ausstattung der Kaspischen Region).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Schlüsselrolle von Erdöl (und zunehmend Erdgas) zeigte sich in den Jahren nach 2005/06, als weltweit der <em>peak conventional oil</em> erreicht wurde,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was freilich &#8211; wie sich erwies -  einer weiteren &#8220;extension&#8221; um 20 Jahre nicht im Weg stand</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was durch mehrere Faktoren ermöglicht wurde, z.B. durch die <em>shale revolution</em> in den USA, die weltweite Steigerung des Kredit-Einsatzes und eine internationale Neudefinition, in der &#8220;all liquids&#8221; zu Erdöl mutierten.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die USA selbst scheinen dank des Strohfeuers ihrer Shale-Revolution und der Schweröl-Einfuhren aus Kanada und Venezuela vorerst eher immun,</span></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">aber die internationale Rolle ihrer Landeswährung hängt seit den 1970ern an der Verfügbarkeit von Erdöl für US-Dollars,</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die schlicht nicht mehr gegeben ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das und nicht die angebliche Wertbeständigkeit des USD oder die &#8220;Tiefe der US-Anleihenmärkte&#8221; ist die Basis für den <em>Petrodollar</em> und die <em>Globalisierung US style.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Um zum Leitmotiv dieses Eintrags zurückzukehren:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die zunehmende Knappheit von raffinierbarem Erdöl ist auch eine neue Dynamik, die sich erst nach 2001 entwickelt hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und um meine &#8211; sicherlich grob unvollständige &#8211; Liste abzuschließen:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Verhältnis von (&#8220;westlichen&#8221;) Regierungen zu den Medien hat sich in den vergangenen 25 Jahren fundamental verändert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was die damals junge &#8220;PR-Wissenschaft&#8221; (unter &#8220;demokratischen Verhältnissen&#8221;) im Ersten und Zweiten Weltkrieg des 20. Jahrhunderts punktuell geschafft hat &#8211; &#8220;pazifistische&#8221; westliche Öffentlichkeiten auf Kriegskurs zu bringen -, ist seit 15, 20 Jahren zu einem <em>permanenten Feature</em> geworden:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Statt sich als antagonistische &#8220;vierte Gewalt&#8221; zu begreifen, hilft die Journaille nun den Regierenden bei der &#8220;Darstellung nach außen&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(solange die Regiernden keine Feindbilder sind und/oder gegen den Werte-Kanon der &#8220;Ingroup&#8221; verstoßen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Regierungsferne scheint neuerdings keine journalistische Tugend mehr zu sein und Kritik richtet sich nur selektiv gegen Akteure, die als &#8220;jenseits&#8221; empfunden werden</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- jenseits des jeweiligen ideologischen Burggrabens</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(das hat, wie <em>dieser Blogger</em> aus eigener Erfahrung weiß, auch einen nachvollziehbaren lebensgeschichtlichen Hintergrund:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wer eine Familie zu versorgen hat ist auf ein kontinuierliches Einkommen angewiesen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- notfalls von einer PR-Firma, die ihre Dienstleistungen an kaufkräftige Kunden vergibt).</span></p>
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		<title>&#8220;Der Vorhang zu und alle Fragen offen&#8221;: Die sg. Trump-Dividende</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 16:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[US-Präsident Donald Trump hat den US-Stimmbürgern erneut eine &#8220;Dividende&#8221; versprochen, wenn sie bei den in 2 Monaten anstehenden midterm elections so abstimmen, dass die Republikaner die Mehrheit im Unterhaus behalten und auch den Senat weiterhin kontrollieren. Bisher scheint es nicht möglich gewesen zu sein festzustellen, a) auf welchen Mindereinnahmen bzw. Mehrausgaben das Wahlversprechen des amtierenden ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/der-vorhang-zu-und-alle-fragen-offen-die-sg-trump-dividende.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">US-Präsident Donald Trump hat den US-Stimmbürgern erneut eine &#8220;Dividende&#8221; versprochen, wenn sie bei den in 2 Monaten anstehenden <em>midterm elections</em> so abstimmen, dass die Republikaner die Mehrheit im Unterhaus behalten und auch den Senat weiterhin kontrollieren. Bisher scheint es nicht möglich gewesen zu sein festzustellen, a) auf welchen Mindereinnahmen bzw. Mehrausgaben das Wahlversprechen des amtierenden Präsidenten beruht und ob Trump damit b) eine Direkt-Überweisung bzw. -Zahlung an jeden stimmberechtigten US-Bürger gemeint hat. Von den von Trump bisher versprochenen &#8220;Dividenden&#8221; scheint nur die einmalige Bonus-Zahlung an US-Soldaten Ende 2025<a href="https://mymilitarybenefits.com/benefits/united-states-warrior-dividend-military-bonus-program/"> (&#8220;warrior dividend&#8221;)</a> tatsächlich erfolgt (und <a href="https://govtschemes.org/1776-warrior-dividend/">steuerfrei</a>) zu sein.</span><iframe title="FULL: President Trump’s 2026 RNC Midterm Convention Speech" src="https://www.youtube.com/embed/4ySNeJ_0_s0" width="1498" height="843" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-150627"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Andere zuvor in den Raum gestellte &#8220;cashbacks&#8221; beruhten auf &#8211; wie sich heraus stellte &#8211; falschen Annahmen und/oder setzten auf einem völlig &#8220;anderen Modell&#8221; auf,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">etwa die &#8220;DOGE-Dividende&#8221; seligen Angedenkens, bei der die geplanten Einsparungen durch effizientere Verwaltung teilweise an ca. 80 Millionen (Netto-)Einkommenssteuer zahlende Haushalte zurückgegeben werden sollten (&#8220;Fishback-Plan&#8221;)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(<em>leider</em> erreichten die Einsparungen nicht einmal ansatzweise die<em> im Wahlkampf trompeteten</em> 2.000 Milliarden Dollar).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;Zoll-Rabatte&#8221; hießen zwar anders und sollten die erwarteten Einnahmen durch neue Zölle an die Bürger verteilen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- kamen bisher aber auch nicht zustande,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">u.a. weil das <a href="http://staatsstreich.at/niederlage-oder-bumerang-trump-und-die-us-einfuhrzoelle.html">Höchstgericht unter den bisherigen Zöllen der Trump-Regierung eine nur unzureichende verfassungsrechtliche Kompetenz-Basis gesehen hat.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(dies könnte von einem &#8211; weiterhin &#8211; republikanisch dominierten Unterhaus freilich &#8220;repariert werden&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Immerhin standen/stehen hinter den genannten Beispielen &#8220;ordnungspolitische Vorstellungen&#8221;, die man teilen kann oder nicht</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- die man aber schwerlich als versuchte &#8220;Wählerbestechung&#8221; abtun kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Einschätzung gilt auch für die tlw. erst umzusetzenden Steuererleichterungen der &#8220;Beautiful Big Bill&#8221; (BBB), die Begünstigung kinderreicher Familien und sogar für den (bisher nur geplanten) &#8220;cashback&#8221; für Steuerbürger, die für die Belastungen durch <em>Obamacare</em> vulgo &#8220;Affordable Care Act&#8221; aufkommen mussten.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine &#8211; durchaus fragwürdige &#8211; &#8220;ordnungspolitische Vorstellung&#8221;, scheint im aktuellen Trump-Vorschlag auch dort vorhanden zu sein, wo der orange Mann vom Weißen Haus sagt, dass die 5.000 Dollar pro Person aber &#8220;für US-amerikanische Waren ausgegeben werden müssten&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(Stichworte: &#8220;geplante Reindustrialisierung&#8221;, <em>&#8220;deficit spending nach Keynes-Manier&#8221;</em>).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Derlei lässt sich aber nur dann durchsetzen, wenn</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es entweder keine anderen Produkte als US-amerikanische zu kaufen gibt oder</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">eine volle Regierungskontrolle über das &#8220;Ausgabeverhalten&#8221;/ die &#8220;Finanz-Gebarung&#8221; der (begünstigten) US-Amerikaner da ist, etwa über ein &#8220;programmable digital cash&#8221;.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In der Hauptsache, dem<em> Lockangebot für die US-Stimmbürger</em>, könnte es sich aber um ein mehr oder weniger fundiertes Wahlversprechen bzw. eine <em>versuchte Wählerbestechung </em> handeln, die</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>prima vista</em> nicht ganz ernst zu nehmen sind und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die möglicherweise einen &#8220;rechtlichen Pferdefuß&#8221; aufweisen.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Um herausfinden zu können, auf welcher <em>möglicherweise seriösen Basis</em> der Trump-Sager in einer Wahlkampfveranstaltung ruht,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">bedürfte es einer <em>echten Journalistik</em>, die herausfinden müsste,</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">woher die gut 1.000 Milliarden Dollar kommen sollen, die für besagte &#8220;Dividende&#8221; für ca. 240 Millionen erwachsene US-Bürger notwendig wären und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ob es sich wirklich um einen &#8220;Zuschuss&#8221; für alle US-Bürger handelte oder um eine <em>virtuelle Größe</em>, um die ggf. die Kosten für das US-Staatswesen sinken <strong><em><span style="color: #000000;">müssen</span></em></strong>. Nach den Aussagen Trumps vor der Republikaner-Versammlung in Dallas kann, muss es sich aber nicht um eine Direktzahlung (Überweisung) handeln.</span></li>
</ul>
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		<title>100, 125 oder gar 400% &#8211; So hoch sind die US-Schulden wirklich</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 22:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18. August war es so weit. Der Schuldenstand der USA durchbrach die Marke von 40 Bill. USD. Damit steht die US-Verschuldung bei knapp 125% des BIP. Oder beträgt sie doch nur 100%? Die US-Verschuldungszahlen stiften immer wieder Verwirrung. So oder so: Die Verschuldungslage wird für die USA zur Belastung, und damit auch für die Welt. Von Gregor ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/100-125-oder-gar-400-so-hoch-sind-die-us-schulden-wirklich.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Am 18. August war es so weit. Der Schuldenstand der USA durchbrach die Marke von 40 Bill. USD. Damit steht die US-Verschuldung bei knapp 125% des BIP. Oder beträgt sie doch nur 100%? Die US-Verschuldungszahlen stiften immer wieder Verwirrung. So oder so: Die Verschuldungslage wird für die USA zur Belastung, und damit auch für die Welt. Von Gregor Hochreiter</span><span id="more-150281"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die USA sind die führende Volkswirtschaft der Welt. Die US-Wirtschaftsdaten werden weltweit mit Argusaugen verfolgt wie auch die wirtschaftspolitischen Beschlüsse. US-Schuldverschreibungen sind das Rückgrat des globalen Finanzsystems, so wie der US-Dollar global betrachtet mit Abstand die wichtigste Fiat-Währung ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Umso überraschender ist, dass die vom allgemeinen Standard abweichende Berechnung der öffentlichen Schulden kaum eine Aufmerksamkeit erhält.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Absolute Schuldenhöhe statt relativem Verschuldungsgrad</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die erste Anomalie ist, dass in den USA vorrangig der absolute Schuldenstand Gegenstand der öffentlichen Debatte ist. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So wird das Überschreiten jeder neuen Billion an US-Staatsverschuldung medial und politisch thematisiert wird. (Im weiteren Verlauf wird sich weisen, dass dieser übliche Begriff für die USA normalerweise unzutreffend ist.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Maastricht-Kriterium der Staatsverschuldung von 60% bezieht sich dagegen auf die Höhe der Staatsverschuldung relativ zur Wirtschaftsleistung. Und nahezu alle wirtschaftspolitischen Publikationen ziehen den relativen Verschuldungsgrad für ihre Analysen heran.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In den USA beschränkt hingegen die vom US-Kongress gesetzlich verankerte absolute Schuldenobergrenze eine darüber hinausgehende Schuldenaufnahme. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Derzeit liegt sie bei 41,1 Billionen USD. Mehr Geld darf das US-Finanzministerium nicht aufnehmen. Diese absolute Schuldenobergrenze liefert die Erklärung für die starke Betonung des absoluten Schuldenniveaus in den USA.</span></p>
<p><a href="https://edition.cnn.com/2026/08/23/economy/national-debt-40-trillion"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Hier der Anstieg im Chart eines großen US-Fernsehsenders:</span></a></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_US_Debt_CNN.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150606 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_US_Debt_CNN-300x262.png" alt="Total_US_Debt_CNN" width="300" height="262" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein wenig relativiert sich die Schuldenorgie der USA, wenn man die US-Schuldenentwicklung logarithmisch darstellt. Schließlich ist jede zusätzliche Billion an Schulden relativ betrachtet ein geringerer Anstieg als die vorherige.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausgehend von einem Schuldenstand von 1 Bill. USD entspricht eine Schuldenausweitung um eine weitere Billion einem Anstieg um 100%, ausgehend von einem Schuldenstand von 39 Bill. USD erhöht diese Billion die Verschuldung hingegen nur mehr um 2,6%.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_Pub_Debt_log_FRED.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150608 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_Pub_Debt_log_FRED-300x107.png" alt="Total_Pub_Debt_log_FRED" width="300" height="107" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zudem entwertet die Inflation die reale Kaufkraft des US-Dollars. Eine 1970 aufgenommene Billion an US-Schulden entspricht aktuell rund 8,6 Billionen USD.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">100% oder 125% US-Verschuldung? Das ist die Frage</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die nun mehr als 40 Bill. USD an US-Staatsverschuldung entsprechen rund 125% des BIP. Das ist mehr als die Verschuldung Frankreichs. Mitunter wird die US-Staatsverschuldung aber auch mit rund 100% oder rund 32 Bill. USD angegeben. Dementsprechend wird der aktuelle </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zinsendienst der USA das eine Mal mit rund 1 Bill. USD angegeben und das andere Mal mit rund 1,25 Bill. USD. Was ist der Grund für diesen Unterschied?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der niedrigere Wert bezieht sich auf die von der Öffentlichkeit gehaltenen US-Staatsverschuldung, im Englischen „Federal debt held by public“. Diese Schuldtitel können am Sekundärmarkt frei gehandelt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der höhere Wert – „Total public debt“ bezieht nicht-handelbare Schuldtitel mit ein. Rund 95% der insgesamt fast 8 Bill. USD halten öffentliche Treuhandfonds im Bereich der Sozialversicherung, mit dem „Federal Old-Age and Survivors Insurance Trust Fund“ („Social Security) und dem „Military Retirement Fund“ als den beiden größten.</span></p>
<p><a href="https://fiscaldata.treasury.gov/americas-finance-guide/national-debt/"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Überschüsse müssen diese Fonds in verzinste US-Staatsanleihen anlegen. Dabei handelt es sich um „intra-governmentale Schulden“. </span></a></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Intragovernmental_Holdings.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150602 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Intragovernmental_Holdings-274x300.png" alt="Intragovernmental_Holdings" width="274" height="300" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gemäß internationalen Regelwerken werden derartige intra-governmentale Schulden – d.h. wenn der Gläubiger eine staatliche Institution ist, normalerweise herauskonsolidiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So hat in der Alpenrepublik Finanzminister Marterbauer die Bundesländer und Gemeinden aufgerufen, überschüssige Liquidität in kurzläufige Bundesanleihen der Republik, sogenannte Bundesschätze, anzulegen. Der banale Grund: Von anderen Gebietskörperschaften erworbene </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Staatsanleihen werden gemäß ESVG 2010 sowie Verordnung (EG) <a href="https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:145:0001:0009:de:PDF">Nr. 479/2009</a> und dem <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-manuals-and-guidelines/w/ks-gq-23-002">„Manual on Government Deficit and Debt – Implementation of ESA 2010“</a> konsolidiert und <a href="https://www.bundesschatz.at/oeffentliche-einheiten">reduzieren damit die Staatsschuldenquote.</a></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die US-Staatsverschuldung ist nicht die Verschuldung des US-Staats</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bislang wurde der im Kern falsche Begriff „Staatsverschuldung“ für die USA verwendet. Denn für gewöhnlich werden für die USA nur die Bundesschulden („federal debt“) ausgewiesen, in Europa und von den internationalen Organisationen hingegen die Staatsschulden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Sektor Staat umfasst – je nach Staatsaufbau – neben dem Bund bzw. der Zentralregierung auch noch die Bundesländer bzw. Teilstaaten und Gemeinden oder andere lokale Gebietskörperschaften. Die gesetzlichen Sozialversicherungen, sofern diese auf gesetzlich verpflichtenden und politisch kontrollierten Beitragszahlungen und Leistungen beruhen, zählen ebenso zum Sektor Staat.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie hoch sind nun die Staatsschulden der USA?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das kommt darauf an. Internationale Organisationen ziehen bei den Bundesschulden den niedrigeren Wert von rund 100% des BIP heran. Die Verschuldung der Bundesstaaten und die lokalen Gebietskörperschaften muss geschätzt werden, da es kein einheitliches Regelwerk und auch keine Pflicht zur Konsolidierung gibt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Schätzungen schwanken naturgemäß. Der IWF weist für die USA (2024) eine Bundesverschuldung von 102,7% des BIP aus und eine Staatsverschuldung von 120,8%. Das ergibt eine Verschuldung der Bundesstaaten und lokalen Gebietskörperschaften von 18,1% des BIP. Die Sozialversicherungsfonds sind Gläubiger.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aus Sicht des US-Finanzministers ist die Rechnung allerdings eine andere. Dieser muss die 40 Bill. USD refinanzieren und damit eine Verschuldung in der Höhe von 125% des BIP. Rechnet man die 18,1% der sonstigen öffentlichen Verschuldung hinzu, landet man bei knapp </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">140% des BIP. Damit läge die US-Verschuldung sogar über jener Italiens.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Starke Änderung der Gläubigerstruktur</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bemerkenswert ist zudem, wie sich die Gläubigerstruktur der USA verändert hat. Mehr als die Hälfte der US-Bundesschulden werden mittlerweile von privaten US-Investoren gehalten. 2015 lag deren Anteil noch unter 30%.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ebenfalls leicht zugenommen hat der Anteil von </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ausländischen Privatinvestoren, während sich der Anteil ausländischer offizieller Institutionen seit 2008 in einem stetigen Abwärtstrend befindet und von etwas über 40% auf nur mehr etwas über 10% zurückgegangen ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deutlich im Rückgang befindet sich die Federal Reserve </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">als Gläubiger als Folge der quantitativen Straffung, <a href="https://www.ib.barclays/research.html">wie der Chart einer großen Investmentbank zeigt</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- nach dem starken Anschwellen auf Grund der markanten quantitativen Lockerung während der Corona-Pandemie.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/investoren_treasuries_liniengrafik.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150519 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/investoren_treasuries_liniengrafik-300x184.png" alt="investoren_treasuries_liniengrafik" width="300" height="184" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Quo vadis, US-Verschuldung</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die beiden großen Treiber der US-Verschuldung sind das enorme Defizit und die seit einigen Quartalen kräftig anziehenden Zinsen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Von seiner Ankündigung, den US-Bundeshaushalt in Ordnung zu bringen, ist Donald Trump meilenweit entfernt, nicht zuletzt wegen des höchstgerichtlichen Urteils, das nahezu alle Zölle für ungesetzlich erklärt und die Rückzahlung der zu Unrecht erhobenen Zölle angeordnet hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Folglich könnte sich das Defizit – auf Bundesebene – im mit per Ende September zu Ende gehenden Fiskaljahr 2026 in US-Dollar sogar ausweiten. Relativ zum BIP ist gegenüber dem Vorjahr eine Stabilisierung nun realistisch.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Kumulative_US_Defizite_monatlich.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150524 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Kumulative_US_Defizite_monatlich-300x124.png" alt="Kumulative_US_Defizite_monatlich" width="300" height="124" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mittelfristig erwartet das „Congressional Budget Office“ (CBO), der Budgetdienst des US-Kongresses, eine im Trend leicht abfallende Seitwärtsbewegung des US-Bundeshaushalts in tiefrotem Territorium.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Defizit.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150573 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Defizit-300x180.png" alt="Defizit" width="300" height="180" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Höchst problematisch ist, dass sich der Primärsaldo der USA – also das Haushaltsdefizit ohne Zinszahlungen – weiter deutlich im negativen Bereich bewegt. Italien verzeichnet dagegen seit mehr als 30 Jahren fast durchwegs Primärüberschüsse, sieht man von der Corona-Pandemie und dem Rezessionsjahr nach der Weltfinanzkrise 2007/08 ab. (N. B.: Die Prognose für Frankreich ist hoffnungslos überoptimistisch.)</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Primärsaldo.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150570 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Primärsaldo-300x182.png" alt="Primärsaldo" width="300" height="182" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Geht die Zinswette von Trump und Warsh auf?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wirtschaftspolitisch sind die Trump-Administration und der neue Vorsitzende der Federal Reserve, eine riskante Wette eingegangen. Sie versuchen die Laufzeit der US-Bundesverschuldung zu kürzen. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der erhoffte KI-Boom soll einen Produktivitätsboom auslösen und über eine sinkende Inflation der Federal Reserve Zinssenkungen ermöglichen. Eine kürzere Laufzeit der US-Bundesverschuldung würde es dann möglich machen, kurzläufige Staatsschulden zu niedrigeren Zinsen zu begeben und damit den Zinsendienst reduzieren.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob diese Wette aufgeht, darf bezweifelt werden. Aktuell notieren 6-monatige Treasury Bills bei über 3,85%, 10-jährige Bundesanleihen bei über 4,75% und damit jeweils über dem aktuellen Durchschnittszinsatz der US-Bundesverschuldung von 3,45%. Auslaufende Anleihen müssen daher im Regelfall durch höherverzinste Schuldscheine refinanziert werden, was den Zinsendienst weiter erhöht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei den 10-jährigen US-Bundesanleihen vollzog sich im Herbst 2022 der epochale Wechsel. Nachdem jahrzehntelang neue 10-jährige Bundesanleihen mit einer niedrigeren als der Durchschnittsverzinsung begeben werden konnten, ist seither die Emissionsrendite neuer </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bundesanleihen höher als die Durchschnittsverzinsung.</span> <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Aktuelle-Rendite-Durchschnittsverzinsung.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150572 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Aktuelle-Rendite-Durchschnittsverzinsung-300x180.png" alt="Aktuelle Rendite - Durchschnittsverzinsung" width="300" height="180" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und im nächsten Jahr müssen mehr als 8 Bill. USD an US-Bundesverschuldung refinanziert werden. Das entspricht einem Viertel der handelsfähigen US-Verschuldung von etwas über 32 Bill. USD. Hinzu kommt darüber hinaus der Finanzierungsbedarf für das laufende Defizit, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">das auch im nächsten Jahr vermutlich um die 2 Bill. USD betragen wird. <a href="https://x.com/elerianm/status/2063126018932555805">Hier die Größenordnungen des &#8220;Rollovers&#8221; in einem FT-Char</a>t:</span><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/treasury_roll_over.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150546 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/treasury_roll_over-300x229.png" alt="treasury_roll_over" width="300" height="229" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Prognosen des „Congressional Budget Office“, vergleichbar mit dem Budgetdienst des österreichischen Parlaments, sind hinsichtlich der Entwicklung des Zinsendienstes weniger optimistisch. Dieser ist in den vergangenen Jahren nach Ende der Niedrigzinsphase bereits deutlich gestiegen – und soll weiter scharf ansteigen.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Zinsendienst.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150571 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Zinsendienst-300x180.png" alt="US-Zinsendienst" width="300" height="180" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dabei sind die Annahmen zur Renditeentwicklung des CBO sehr optimistisch. Bis 2036 soll sich die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe von aktuell unterstellten und bereits deutlich zu niedrigen 4,1% auf lediglich 4,4% im Schnitt erhöhen, jene der 3-monatigen Treasury Bill soll von aktuell unterstellten 3,3% auf 3,1% fallen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bezogen auf die Steuereinnahmen des Bundes befindet sich der Zinsendienst mit aktuell rund 33% in diesem Jahrtausend auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau, <a href="https://wolfstreet.com/2026/08/27/quarterly-update-on-the-ugly-fiscal-condition-of-the-us-in-q2-2026/">zeigt Wolf Richter.</a> Historisch betrachtet ist dieser Prozentsatz aber noch weit von den Spitzenwerten jenseits der 50% </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">entfernt.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Interest_payments_tax_receipts_Linie.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150548 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Interest_payments_tax_receipts_Linie-300x228.png" alt="Interest_payments_tax_receipts_Linie" width="300" height="228" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die implizite Verschuldung der USA ist deutlich höher</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es zählt zu den großen polit-ökonomischen Mythen, dass die USA keinen signifikanten Sozialstaat hätten. Die Schuldensituation der USA ist sogar noch dramatischer, wenn man die langfristigen Verpflichtungen der USA der langfristigen Steuereinnahmenentwicklung gegenüberstellt. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die aktuellen Berechnungen des <a href="https://fiscal.treasury.gov/resources/reports-statements">Statement of Long-Term Fiscal Projections</a> des US-Finanzministeriums haben ergeben, dass die ungedeckten Verpflichtungen der USA in den nächsten 75 Jahren mittlerweile auf 88,4 Bill. USD angelaufen sind. 2021 waren es „nur“ 71,0 Bill. USD gewesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das entspricht rund dem rund 2,75-Fachen des aktuellen BIPs der USA. Diese implizite Verschuldung ergibt zusammen mit den explizit ausgewiesenen Schulden von 125% des BIP eine Gesamtverschuldung des Bundes in den USA von zumindest 400% des BIP.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zum Vergleich:<a href="https://www.stiftung-marktwirtschaft.de/inhalte/publikationen/detailansicht/ehrbarer-staat-update-2025-der-generationenbilanz-rentengratifikation-sozialstaatsexpansion-schuldenanstieg/"> Die aktuellen Berechnungen für Deutschland</a> belaufen sich auf eine Gesamtverschuldung von etwas mehr als 450%.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Fazit</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor Kurzem machte US-Finanzminister Scott Bessent eine markige Ankündigung. Er sei optimistisch, dass die USA – sprich die Bundesverschuldung – in den kommenden Jahren aus den Schulden herauswachsen werde. Dazu müsste das Nominalwachstum strukturell höher ausfallen als das Schuldenwachstum. Dies gelang in den mehr als 5 Jahrzehnten seit 1971 allerdings nur selten. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob der von der KI-(R)Evolution erhoffte Wachstumsschub tatsächlich einsetzen wird, wird die Zukunft weisen. Die Aussagen der US-Administration dürfen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">angesichts der historischen Erfahrungen durchaus als zweckoptimistisch gewertet werden.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Bundesverschuldung-und-Nominalwachstum.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150600 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Bundesverschuldung-und-Nominalwachstum-300x181.png" alt="Bundesverschuldung und Nominalwachstum" width="300" height="181" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für die US-Wirtschaft im Gesamten ist es eine gewisse Erleichterung, dass die gesamtgesellschaftliche Verschuldung (Staat, Unternehmen, private Haushalte) sich seit Ende der Rezession im Jahr 2009 im Anschluss an die Weltfinanzkrise 2007/08 – von Corona einmal abgesehen – nur eine leichte Aufwärtsentwicklung aufweist. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese ergab sich auch nur, weil nach dem kräftigen Corona-Ausreißer die gesellschaftliche Gesamtverschuldung nicht ganz auf das Ausgangsniveau zurückkehrte.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/gesellschaftliche-Gesamtverschuldung.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150599 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/gesellschaftliche-Gesamtverschuldung-300x199.png" alt="gesellschaftliche Gesamtverschuldung" width="300" height="199" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Anders gesagt: Während sich die öffentliche Hand in den USA kräftiger verschuldet, reduzieren die Unternehmen und die privaten Haushalte sukzessive ihre Schuldenlast. Die Schuldenlast wird in den USA zwischen den ökonomischen Sektoren somit vornehmlich verschoben.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und diese Verschiebung könnte auch wieder in die andere Richtung gehen. An der Problematik der markant anziehenden Zinsen, ändert das natürlich nichts</span>.</p>
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		<title>Energie: Neuer Trump/Chevron-Trick m. venezolanischem Schweröl</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 15:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[US-Präsident Donald Trump und die Post Maduro-Chavisten in Venezuela starten einen neuen Anlauf um die berühmt-berüchtigte 300 Milliarden-Reserve-Schimäre in die Wirklichkeit umzusetzen. Nach dem angeblich &#8220;größten Öl-Deal der Geschichte&#8221;, für den sich das Pentagon gleich mehrere falsche Bärte umgehängt hat, ist die Reihe nun an Chevron, Milliarden &#8211; &#8220;rein private&#8221; &#8211; Investoren-Dolores in den Dschungel ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-neuer-trumpchevron-trick-m-venezolanischem-schweroel.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">US-Präsident Donald Trump und die Post Maduro-Chavisten in Venezuela starten einen neuen Anlauf um die berühmt-berüchtigte <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Oil_reserves_in_Venezuela"><em>300 Milliarden-Reserve-Schimäre</em></a> in die Wirklichkeit umzusetzen. <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/chevron_Logo.png" rel="lightbox[150328]"><img class="alignright wp-image-150385 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/chevron_Logo-269x300.png" alt="chevron_Logo" width="269" height="300" /></a>Nach dem angeblich &#8220;größten Öl-Deal der Geschichte&#8221;, für den sich das Pentagon gleich mehrere falsche Bärte umgehängt hat, ist die Reihe nun an Chevron, Milliarden &#8211; &#8220;rein private&#8221; &#8211; Investoren-Dolores in den Dschungel zu werfen. Wenigstens ist es a) eh nicht so viel und b) muss nicht der viel zitierte &#8220;US-Steuerzahler&#8221; die Rechnung begleichen.</span><span id="more-150328"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie praktisch alle Mainstream-Medien berichtet haben, z.B.<a href="https://www.reuters.com/business/energy/chevron-expands-venezuela-position-plans-7-billion-investment-2026-09-02/"> hier</a>, will Chevron in den kommenden fünf Jahren kumuliert gut 7 Mrd. Dolores in die Erschließung ölhaltigen Erdreichs im Orinoco-Gürtel stecken,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der einer <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-e&amp;q=urban+legend+definition">urbanen Legende</a> zufolge die größten &#8220;proved reserves&#8221; des Planeten stellt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wie auch Caracas seit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Ch%C3%A1vez">Hugo Chávez</a> behauptet.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine erste gute Nachricht ist, dass 7,2 Mrd. durch 5 = 1,44 Milliarden USD pro Jahr für einen &#8220;Supermajor&#8221;, der<a href="https://www.chevron.com/newsroom/2025/q4/chevron-announces-2026-capex-budget-of-18-to-19-billion"> jährlich 18 &#8211; 19 Mrd. CAPEX</a>  und einen freien Cash-flow von 25 Mrd. Dolores hat, nicht so rasend viel Geld ist,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nur eine Art Mietbestandteil, wenn man seit 100 Jahren westlich des Maracaibo-Sees Erdöl fördert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gutes, billig zu förderndes Öl, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">das freilich bald einmal &#8220;aus sein wird&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deswegen steckt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mike_Wirth">Mike Wirth,</a> der in fünf Jahren vermutlich sowieso <a href="https://www.dwds.de/wb/%C3%BCber%20alle%20Berge"><em>über alle Berge ist</em></a>,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die sieben Milliarden nicht in <a href="https://www.chevron.com/worldwide/venezuela">Petroboscán</a>, das in <a href="https://www.google.com/search?client=firefox-b-e&amp;q=zulia+venezuela">Zulia</a> 300.000 Barrel pro Tag fördert,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sondern primär in das JV Petroindependencia, das von den Post Maduro-Chavisten soeben neue Claims im Dschungel erhalten hat</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(vielleicht könnte man Chevron auch ein paar alte Brücken verkaufen</span>    <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />      <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber gut, <em>dieser Blogger</em> gibt zu, dass es schwierig ist, sich das Wohlwollen von &#8211; in diesem Fall gleich zwei &#8211; Regierungen zu sichern und gleichzeitig mit dem Geld der Aktionäre hauszuhalten.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wahrscheinlich glaubt der orange Mann im Weißen Haus <em>auch</em> an die <em>urbane Legende</em> von den enormen venezolanischen Ölreserven und er will einfach nur &#8220;zukunftssicher handeln&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>zukunftssicherer</em> jedenfalls als die restlichen Supermajors, die anscheinend keine Lust haben, so schnell wieder nach Venezuela zurückzukehren<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(Chevron ist <em>post Chávez</em> übrigens nie gegangen/rausgeworfen worden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber es ist schon wahr:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">schweres und saures Öl ist für die Produktion von Diesel unverzichtbar</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und die Raffinerien an der Golfküste (natürlich &#8220;von Amerika&#8221;) benötigen derlei, um Treibstoff für Erntemaschinen, Panzer und (Militär-)Flieger zu brauen.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>El presidente</em> (der Estados Unidos) hat zugegebenermaßen heuer ja schon was für besagte Raffinerien (und die eigene Diesel-Produktion) getan, nachdem er vergangenen Jänner <em>el presidente</em> (von Venezuela) hatte entführen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und die US-Sanktionen aufheben lassen (nein, nicht gegen die US-Raffinerien, gegen Venezuela).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Seither gibt&#8217;s wieder dieselfähiges schwereres und saureres Öl aus Venezuela in den USA,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was sicherlich eine nette Abwechslung zu den Ölsanden von Alberta ist, von denen nach wie vor pro Tag vier Millionen Barrel &#8220;bruttoimportiert&#8221; werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser auch für &#8220;Post Maduro-Caracas&#8221; bekömmliche <em>Flow</em> von Öl v.a. aus der Maracaibo-Region in die USA</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">hatte zudem die nette Eigenschaft den zeitgleich eintretenden Ausfall der  &#8211; natürlich &#8220;schwereren&#8221; &#8211; US-Bruttoimporte aus dem Persischen Golf zu kompensieren, guckst Du <a href="https://www.eia.gov/dnav/pet/hist/LeafHandler.ashx?n=PET&amp;s=MTTIMUSPG2&amp;f=M">hier</a> und <a href="https://www.eia.gov/dnav/pet/hist/LeafHandler.ashx?n=PET&amp;s=MTTIMUSVE2&amp;f=M">hier</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich glatter Zufall.</span>     <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />     <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ist zugegebenermaßen im großen Gang der Dinge aber nicht so relevant,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">so lange Kanada, wie gesagt, seine täglich vier Millionen Barrel liefert</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(Trump arbeitet freilich daran auch das zu unterbinden)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Ausfall von 700 &#8211; 800.000 Barrel pro Tag von hinter der Straße von Hormuz wäre für die heutige USA zweifellos auch ohne Venezuela leicht zu verkraften,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">leichter noch als der Ausfall in der EU, das bis vergangenen März täglich etwa 1,1 mmbd aus Saudiarabien und dem Irak importierte </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und das heute auf jeden Tropfen schwereren Öls von &#8220;<a href="https://www.norskpetroleum.no/en/facts/field/johan-sverdrup/">Johan Sverdru</a>p&#8221; und &#8220;Kasachstan&#8221; angewiesen ist&#8230;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">um von Asien erst gar nicht anzufangen (&#8220;Don&#8217;t get me going!&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild: Wikimedia Commons, public domain</span></p>
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		<title>&#8220;Eskalationsfalle Wirtschaftskrieg&#8221; &#8211; historisch und im Iran</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2026 22:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Der in Chicago lehrende Politikwissenschaftler Robert Pape &#8211; siehe auch dessen Substack &#8211; argumentiert anhand von historischen Fallbeispielen, dass Wirtschaftskrieg, Sanktionen und Seeblockaden keine Alternative zu militärischen Kriegshandlungen seien, sondern deren Vorgänger bzw. &#8220;Begleiter&#8221;. Sie führten geradewegs in eine größere militärische Auseinandersetzung und lüden, sofern &#8220;erfolgreich&#8221;, das Ziel geradezu zu einem &#8220;lash back&#8221; (backlash) ein ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/eskalationsfalle-wirtschaftskrieg-historisch-und-im-iran.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der in Chicago lehrende Politikwissenschaftler <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Pape">Robert Pape</a> &#8211; siehe auch dessen <a href="https://substack.com/@professorrobertpape">Substack</a> &#8211; argumentiert anhand von historischen Fallbeispielen, dass Wirtschaftskrieg, Sanktionen und Seeblockaden keine Alternative zu militärischen Kriegshandlungen seien, sondern deren Vorgänger bzw. &#8220;Begleiter&#8221;. Sie führten geradewegs in eine größere militärische Auseinandersetzung und lüden, sofern &#8220;erfolgreich&#8221;, das Ziel geradezu zu einem &#8220;lash back&#8221; (backlash) ein &#8211; wie jetzt den Iran, der mit Raketen z.B. gegen die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/United_Arab_Emirates">Vereinigten Arabischen Emirate</a> <em>zurück schlagen</em> könnte.</span><iframe title="TRUMP'S SANCTIONS &quot;THE ULTIMATE ESCALATION TRAP&quot;, WAR NOW IMMINENT - w/ Prof. Robert Pape" src="https://www.youtube.com/embed/V4Afj-8x0EY" width="1180" height="664" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-150165"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Oben eingebettet ist ein<a href="https://www.youtube.com/live/V4Afj-8x0EY"> auf YT abrufbares Pape-Interview von Mario Nawfal</a>, dem <em>Host</em> einer reichweitenstarken Sendung auf <a href="https://x.com/">x.com, vormals Twitter</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausgangspunkt ist die <em>Ankündigung eines totalen Wirtschaftskriegs</em> des US-Imperiums gegen den Iran bzw. gegen dessen Regime, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="https://de.euronews.com/2026/08/25/us-finanzminister-economic-outcast-isolation-iran">getätigt von Trumps Finanzminister</a> bzw. dem orangen Mann im Weißen Haus selbst (&#8220;regime change is back&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Scott Bessent suggerierte vor drei Tagen, dass Teheran mit der &#8220;Operation Economic Outcast&#8221; der USA, umfassenden, auch &#8220;sekundären&#8221; Sanktionen, in die Knie gezwungen werden könnte und dass derlei eine Alternative zu einem militärischen Vorgehen sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Schon die Formulierungen Bessents waren freilich verräterisch, sprach der US-Finanzminister doch von einem &#8220;D Day&#8221;, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">womit weiland der Tag der alliierten Landung in der Normandie 1944 bezeichnet wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Freilich soll es gemäß Bessent diesmal <em>nur</em> ein <!--StartFragment-->&#8220;wirtschaftlicher D Day&#8221; werden, bei dem die ganze Welt vor die Wahl gestellt werden soll:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sie oder wir.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Iran reagierte prompt mit einer Gegen-Drohung speziell an die Golfaraber,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">indem er erklärte, dass jede (&#8220;materielle&#8221;) Unterstützung der USA als Kriegshandlung verstanden werde,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;kein Tropfen Öl&#8221; mehr durch die Meeresenge von Hormuz gehen werde</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und indem &#8211; &#8220;durch die Blume&#8221; &#8211; ein weiterer Raketenbeschuss angekündigt wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Pape meint nun mit Verweis auf drei historische Beispiele aus dem 20. und zwei aus dem 21. Jahrhundert, dass ein totaler Wirtschaftskrieg kein Ersatz, sondern nur eine Ergänzung militärischen Vorgehens sei </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und dass ein &#8220;lash back des targets&#8221;, ein <em>verzweifelter Gegenschlag</em>, umso sicherer erfolge, je &#8220;erfolgreicher&#8221; die ökonomischen Kriegshandlungen seien.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es gebe historisch kein Beispiel, in dem ein Regime durch ökonomische Kriegsführung allein zum Abdanken gezwungen worden sei</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(der Fall der Sowjetunion erforderte eine eigene Diskussion, scheint aber nicht wirklich anwendbar).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Reigen von Papes Beispielen beginnt mit der Seeblockade Großbritanniens gegen das kaiserliche Deutschland im Ersten Weltkrieg </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und setzt sich mit der Erdöl-Blockade gegen Japan und der Attacke auf Pearl Harbour im Zweiten Weltkrieg fort</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(ein Fall, den Pape wie seine Westentasche zu kennen scheint. Der Mann hat zumindest die von den USA erbeuteten Archivbestände des kaserlichen Japan sowie die Sekundärliteratur darüber &#8220;im kleinen Finger&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der nächste Beispielfall sind die Internationalen Sanktionen nach dem ersten Krieg gegen den Irak, die in den zweiten Irak-Krieg 2003 münden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In allen diesen Fällen, sagt Pape, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">war der Wirtschaftskrieg eine wesentliche Vorbereitung, einen &#8220;Sieg&#8221; bzw. &#8220;regime change&#8221; hätten die Verbündeten bzw. die USA aber erst mit militärisch-kinetischer Kriegsführung erzielen können.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Realhistorisch &#8220;noch offen&#8221; sind Papes jüngste Beispiele:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Iran selbst, der seit der Revolution 1979 (bzw. ein paar Jahre danach) bis heute &#8220;sanktioniert wird&#8221; und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Russland seit 2022 (&#8220;Ukraine-Krieg&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sowohl in dem einen wie im anderen Fall laufe nun alles auf einen militärischen Konflikt hinaus</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(wobei dieser nicht zwingend in einen Einsatz von &#8220;menschlichen Bodentruppen&#8221; münden muss).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Verbleibt zuletzt nur mehr der obligatorische &#8220;Senf&#8221;, den <em>dieser Blogger</em> dazu abzugeben hat, nämlich:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In den &#8220;beiden noch offenen aktuellen Beispielfällen&#8221; scheinen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">erstens, die weiteren &#8220;Erfolgsfaktoren&#8221; von WK I, WK II und Irak-Kieg II nicht gegeben zu sein und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zweitens spielen aktuell am Arabischen Golf historisch beispiellose Dynamiken mit, die mit dem <em>Petrodollar</em>, dem damit verzahnten, <em>weltweiten Fiat-Dollar-Imperium</em>,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der essenziellen Bedeutung von Erdöl für alle Gesellschaften und die <em>Globalisierung</em>, sowie mit &#8220;Peak Oil&#8221; zu tun haben.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So plausibel die historischen Beispielfälle des Professors auch sein mögen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- letztgenannte Vektoren hat er &#8220;nicht auf dem Schirm&#8221;.</span></p>
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		<title>Ex-Trader über d. &#8220;Realitätsverlust&#8221; d. Ölmärkte &amp; Präs. Trump &#8211; Zitat</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 10:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;What&#8217;s happened for the past three months? Every time you buy oil at $90, 95 dollars, Trump announces some crazy, you know,  they&#8217;ve got the outlines of a deal. Oil falls 6 or $7 overnight, and you lose 6 or $7,000 for every lot of oil that you&#8217;re long. That&#8217;s an instantaneous loss that you ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/ex-trader-ueber-d-realitaetsverlust-d-oelmaerkte-praes-trump-zitat.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;What&#8217;s happened for the past three months? Every time you buy oil at $90, 95 dollars, Trump announces some crazy, you know,  they&#8217;ve got the outlines of a deal. Oil falls 6 or $7 overnight, and you lose 6 or $7,000 for every lot of oil that you&#8217;re long. That&#8217;s an instantaneous loss that you take. You sit there and you&#8217;re sitting on a premium that the president of The United States with his mouth can destroy you with, every time you take a position like this.&#8221; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yqo8OsT3f5c">Dan Dicker in: Ölvorräte in der Gefahrenzone, Bloomberg Podcasts (ab 5:35), 22.6.2026</a></span></span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=yqo8OsT3f5c"><iframe title="Ölvorräte in der Gefahrenzone" src="https://www.youtube.com/embed/yqo8OsT3f5c?start=536" width="1102" height="620" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-149068"></span></a></p>
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