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	<title>staatsstreich.atFinanzen</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
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		<title>Ö: Körberlgeld oder nicht Körberlgeld, das ist hier die Frage</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 22:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der scheidende OMV-Chef, dem bez. Karriere in diesem Haus schon alles wurst sein kann, am Samstag gemeint hat, dass sich der Staat an den Zapfsäulen großzügig selbst bedient, hat der aktuelle Finanzminister, der kompetenteste Amtsinhaber seit langem, erklärt, dass von den erhöhten Ölpreisen der vergangenen Tage beim Fiskus lediglich 1,3 Euro-Cent pro Liter verkauftem Treibstoff ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/oe-koerberlgeld-oder-nicht-koerberlgeld-das-ist-hier-die-frage.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nachdem der scheidende OMV-Chef, dem bez. Karriere in diesem Haus <em>schon alles wurst sein kann,</em> am Samstag gemeint hat, dass sich der Staat an den Zapfsäulen großzügig selbst bedient, hat der aktuelle Finanzminister, der kompetenteste Amtsinhaber seit langem,<a href="https://orf.at/stories/3423982/"> erklärt, dass von den erhöhten Ölpreisen der vergangenen Tage beim Fiskus lediglich 1,3 Euro-Cent pro Liter verkauftem Treibstoff übrig blieben und dass sich die Republik daher keinerlei &#8220;Körberlgeld&#8221; aus den hohen Erdölpreisen<em> heraus schlage</em>. </a>Na gut, wenn man annimmt, dass die Preise für Super und Diesel lediglich um 5 x 1,3 = also 6,5 Euro-Cent pro Liter gestiegen sind &#8211; ok (was vielleicht vor ein paar Tagen einmal der Fall gewesen sein mag, aber seither nimmer. Mittlerweile reden wir über Preiserhöhungren von ca. 50 Cent, also zehn Cent mehr USt. pro Liter). Der eigentliche &#8220;Skandal&#8221; ist freilich, dass der Staat &#8220;schon seit Menschengedenken&#8221; bei Benzin &amp; Co. das<em> Handerl aufhält; </em></span><span id="more-147101"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sodass gut die Hälfte des Endpreises via MöSt., USt. und wohl auch über die neue CO2-Steuer (weiß nicht, nie damit beschäftigt) in die Staatskassa geht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der ÖAMTC, der ja auch keine &#8220;Gesetzeslagen erfinden kann&#8221;, fasst die Sachlage <a href="https://www.oeamtc.at/thema/verkehr/mineraloelsteuer-co2-bepreisung-17914742">folgendermaßen zusammen:</a></span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen bestehen zum einen aus dem Nettopreis, der wiederum die Kosten für Rohöl, Produktion, Vertrieb etc. deckt und einen Gewinnaufschlag beinhaltet, sowie zum anderen aus der MöSt, der zusätzlichen CO<sub>2</sub>-Bepreisung und der Mehrwertsteuer (MwSt). Letztere ist nicht nur für den Nettopreis, sondern auch für die MöSt sowie die zusätzliche CO<sub>2</sub>-Bepreisung zu entrichten. Der &#8220;Steueranteil&#8221;, also der Anteil von MöSt, zusätzlicher CO<sub>2</sub>-Bepreisung und MwSt, lag bei Benzin im Jänner 2026 bei rund 58 Prozent, beim Diesel waren es rund 53 Prozent.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wir scheinen hier also keine<em> Doppel-</em>, wie ich irrtümlich meinte, sondern eine <em>Dreifachbesteuerung</em> zu haben</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und Marterbauer, der ja kein Simpel ist, wie das manche Amtsvorgänger waren, weiß das natürlich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Genauso wie er weiß, dass auch die Raffinerien an dem hohen Ölpreis leiden und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Sache dann leider noch um ein Eck komplizierter wird, weil nicht die &#8220;Raffinerie Schwechat allein notiert&#8221;, sondern der Konzern OMV,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dessen &#8220;Upstream-Bereich&#8221; vlt. erfreut ist,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">während die Raffinerien &#8220;not amused&#8221; sind</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und <em>zum Drüberstreuen</em> gehören der Republik nur mehr 31 Prozent an der OMV,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und weitere ca. 20 Prozent den Emirats-Arabern sowie</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">49 Prozent &#8220;dem Publikum&#8221;, das ja auch &#8220;<em>kein Hund&#8217; ist&#8221;.</em></span></p>
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		<item>
		<title>Auch Steve Keen ist ein BTC-Bär</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 11:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#8220;ökonomische Querdenker&#8221; Steve Keen, von dem dieser Blogger in mehreren Punkten differiert, ist der &#8211; durchaus gut argumentierten &#8211; Meinung, dass alle Kryptowährungen aus energetischen Gründen zum Tod verurteilt sind, er ist sich nur nicht sicher, ob der aktuelle &#8220;BTC-Durchhänger&#8221; es das jetzt gewesen ist oder nicht (vermutlich ja). Englisch-Versteher mit Interesse oder gar Exposure tun ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/auch-steve-keen-ist-ein-btc-baer.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der &#8220;ökonomische Querdenker&#8221; Steve Keen, von dem <em>dieser Blogger</em> in mehreren Punkten differiert, ist der &#8211; durchaus gut argumentierten &#8211; Meinung, dass alle Kryptowährungen aus energetischen Gründen zum Tod verurteilt sind, er ist sich nur nicht sicher, ob der aktuelle &#8220;BTC-Durchhänger&#8221; <em>es das jetzt gewesen ist oder nicht</em> (vermutlich ja). Englisch-Versteher mit <em>Interesse</em> oder gar <em>Exposure</em> tun gut daran, 20 Minuten für das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EDvnkcqGt0g&amp;t=8s">unten eingebundene YT-Video </a>aufzuwenden, weil Keen eine Reihe von <em>validen Punkten </em>bringt. Dazu gehört die Meinung, dass BTC einen fundamentalen Wert von null hat, zu dem es zurück kehren wird, dass BTC mittlerweile Bestandteil des finanzialisierten Systems sei, dass kein Krypto künftig <em>Fiat Money</em> ersetzen werde und das Ganze sowieso ein &#8220;Ponzi scheme&#8221; und mit der Tulpen-Manie in Holland um 1700 vergleichbar sei.</span><iframe title="This could be the end of Bitcoin | Professor Steve Keen" src="https://www.youtube.com/embed/EDvnkcqGt0g" width="1483" height="834" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-146641"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> kann sogar mit Keens Bedauern sympathisieren, dass er vor ca. zehn Jahren kein BTC gekauft habe, als er &#8220;von Max Keiser und Stacie Herbert&#8221; erstmals von dessen Existenz gehört habe, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">also vermutlich zu vierstelligen Dollar-Beträgen das Stück. Aber Keen ist nach eigenen Aussagen ja kein &#8220;gambling man&#8221; (ebensowenig wie <em>dieser Blogger)</em> und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wer nicht zockt, kann leider auch keine Zock-Gewinne einfahren.</span>    <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Keen erklärt, er wisse aber nicht, ob die gegenwärtige BTC-Notierung nur eine kurze Zwischenstation auf dem Weg nach unten sei, oder ob es noch einmal nach oben gehe,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">schließlich sei BTC notorisch volatil.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Letzteres liegt im &#8220;großen Gang der Dinge&#8221; zugegebenermaßen im <em>Bereich des Möglichen,</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es gibt freilich ernst zu nehmende Indizien, die nahe legen, dass <strong><span style="color: #000000;"><em>es das jetzt gewesen ist.</em></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ich kann das aus praktischen Gründen jetzt <a href="https://www.dwds.de/wb/in%20extenso">in extenso</a> nicht ausführen, aber BTC wird IMO &#8220;zeitnah crashen&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weil die tlw. Börse notierten <em>miner</em> nicht aushalten werden, dass BTC ein Dreivierteljahr nach dem letzten <a href="https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/bitcoin-halving-2028-was-ist-bitcoin-halving-und-wann-findet-es-das-naechste-mal-statt/29061320.html">&#8220;Halving&#8221;</a> noch immer nicht mehr als 100.000 US-Dollar kostet</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was sich auf deren Erlöse und &#8220;Assets&#8221; ziemlich negativ auswirken wird, um das gelinde auszudrücken.</span>   <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und ohne <em>miner</em> kracht das ganze System zusammen.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zum Schluss <em>unsystematisch und eher der Vollständigkeit halber</em> noch zwei Punkte, in denen sich <em>dieser Blogger</em> von Steve Keen unterscheidet:</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da ist etwa das &#8220;Fiat Money-System&#8221;, das Keen zwar korrekt benennt, aber positiv konnotiert, weil es für ihn &#8220;echten Kapitalismus&#8221; und Tausch ermöglicht, oder</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die seiner Profession eigentlich sachfremde Neigung zur &#8220;CO2-Wachelei&#8221;. Keen glaubt an das <em>offizielle Klima-Märchen vom anthropogenen CO2</em> und wirft seinen Kollegen, den &#8220;nicht quer denkenden, offiziösen Ökonomen&#8221; vor, die <em>angeblich klimaschädlichen Folgen der Verbrennung von fossilen Energieträgern</em> zu &#8220;verschwurbeln&#8221;. <em>Dieser Blogger</em> hält das Narrativ von Anfang an für<strong><span style="color: #000000;"><em> Humbug.</em></span></strong></span></li>
</ul>
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		<title>Martin Armstrong über Euro-CBDC: Total-Kontrolle für Geldnutzer, Zitat</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 22:15:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;That&#8217;s what the CBDC is really for. It&#8217;s not uh economically better than paper currency. Uh it just gives the government more control. They can control what you buy, what you spend. Um and they can prevent money from moving. And that&#8217;s what this is all about. They will probably cancel not just the paper ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/martin-armstrong-ueber-euro-cbdc-total-kontrolle-fuer-geldnutzer-zitat.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;That&#8217;s what the CBDC is really for. It&#8217;s not uh economically better than paper currency. Uh it just gives the government more control. They can control what you buy, what you spend. Um and they can prevent money from moving. And that&#8217;s what this is all about. They will probably cancel not just the paper currency but uh all you know cryptocurrency like Bitcoin etc.&#8221; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=S0uDAILUnDc">Martin Armstrong im Slobodni-Podcast, via YT</a><span style="color: #ff0000;"> KORR zur Armstrong-Darstellung der dt. Hyperinflation. NACHTRAG zu einer Zwangsanleihe.</span></span><iframe title="Confiscation Claims &amp; CBDCs: Armstrong on Europe’s Next Financial Shock" src="https://www.youtube.com/embed/S0uDAILUnDc?start=246" width="1483" height="834" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-146364"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bezweifle Armstrongs &#8220;<em>Schönfärberei&#8221; zum US-Dollar</em>,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in seiner Charakterisierung von (Hyper-)Inflation als &#8220;systemisches&#8221; statt als ausschließlich &#8220;monetäres&#8221; Phänomen liegt er aber gut, wie am historischen Beispiel der Weimarer Hyperinflation 1923 zu erkennen (siehe u.a.<a href="http://staatsstreich.at/cbdc-co-papiergeld-inflation.html"> hier</a> und <a href="http://staatsstreich.at/nachtrag-zur-zerstoerung-der-mark-sowie-zur-weimarer-hyperinflation.html">hier</a>).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Von der Konfiszierung von 10% der Aktiva der deutschen Staatsbürger zur Bezahlung der Kriegs-Reparationen Ende 1922 hab ich noch nie was gehört,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">schließ&#8217; es aber nicht aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Werde es nachprüfen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sollte das korrekt sein, kann das <em>sehr wohl</em> als &#8220;Brandbeschleuniger&#8221; gewirkt haben;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">als &#8220;psychologischer Brandbeschleuniger&#8221; für das wachsende Missverhältnis von umlaufenden Zahlungsmitteln und umlaufenden Gütern und Dienstleistungen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Armstrongs Erklärung zufolge ist es die zentrale Idee des geplanten digitalen Euro, die Nachfrage und damit die &#8220;Inflation&#8221; bzw. &#8220;Geldentwertung&#8221; in Schach zu halten.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es steht nur zu befürchten, dass es das Grundproblem weltweit und damit auch in den USA geben wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">KORR zum Armstrong-Interview über den Vorabend der deutschen Hyperinflation von 1923: Armstrong spricht davon, dass die deutsche Regierung im December 1922 &#8220;essentially confiscated 10 per cent of everybodys assets und they handed them a bond to make the reparation payments. That&#8217;s why the hyperinflation came in.&#8221; Es würde sich nach dieser Darstellung also um eine &#8220;faktische Konfiszierung&#8221; von Vermögen, nicht von &#8220;Konten&#8221; handeln (die es damals ja noch nicht gegeben hat).<em> Dieser Blogger</em> wird das &#8220;nachlesen&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">NACHTRAG, 19.2.2026, 16.30 Uhr &#8211; Armstrong scheint die Zwangsanleihe einer Ebert-Regierung zu meinen, die (richtigerweise) als faktische Vermögenssteuer charakterisiert wird, siehe dazu u.a. <a href="https://nonvaleurs.de/pdf/zwangsanleihe.pdf">hier. </a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">In Ermangelung genauerer Angaben über die &#8220;Steuerbasis&#8221; dieser Anleihe ist allerdings davon auszugehen, dass ein beträchtlicher Prozentsatz des zwangsbesteuerten Vermögens &#8220;alte Kriegsanleihen&#8221; waren, die zu diesem Zeitpunkt, vier Jahre nach dem Ende des verlorenen Kriegs, <strong><em>bereits &#8220;fiktives Kapital&#8221; waren</em></strong>. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">&#8220;Objektiv&#8221;, wenn man so will. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Es könnte allerdings sein, dass der bei der Zwangsanleihe involvierte Tausch in &#8220;Zahlungsverpflichtungen der neuen Republik&#8221; bei etlichen die Erkenntnis gebracht hat, dass diese <em>alten/neuen Zahlungsversprechungen</em> &#8220;sunk costs&#8221; darstellen, die nie mehr<em> zurück geholt</em> werden können, was auf die &#8211; faktisch nicht mehr mit Gold gedeckte &#8211; Reichsmark transponiert wurde. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Die umlaufende Geldmenge scheint durch diese Maßnahme nicht erhöht worden zu sein, weil ja a) abgeschöpft wurde (und b) das besteuerte Vermögen ohnedies weitgehend <em>nicht liquide</em> war). Das Misstrauen gegen RM und &#8220;Erfüllungs-Regierung&#8221; könnte dadurch jedoch vergrößert worden sein.</span></p>
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		<title>Deutschlands fiskalischer Irrweg</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 22:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter Kanzler Friedrich Merz hat Deutschland eine fiskalische 180-Grad-Wende hingelegt. 2019 verzeichnete der Bund in Deutschland noch einen Überschuss von knapp 20 Milliarden Euro, 2026 wird der Bund allein ein Defizit von knapp 180 Milliarden Euro ausweisen. Ein Staatsdefizit von um die 4% ist 2026 sehr wahrscheinlich.Von Gregor Hochreiter. Am 2. Dezember ließ BDI-Präsident Peter Leibinger ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/deutschlands-fiskalischer-irrweg.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Irrweg_AIgen.png" rel="lightbox[145352]"><img class="alignright wp-image-145386 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Irrweg_AIgen-251x300.png" alt="Irrweg_AIgen" width="251" height="300" /></a>Unter Kanzler Friedrich Merz hat Deutschland eine fiskalische 180-Grad-Wende hingelegt. 2019 verzeichnete der Bund in Deutschland noch einen Überschuss von knapp 20 Milliarden Euro, 2026 wird der Bund allein ein Defizit von knapp 180 Milliarden Euro ausweisen. Ein Staatsdefizit von um die 4% ist 2026 sehr wahrscheinlich.Von Gregor Hochreiter.</span><span id="more-145352"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Am 2. Dezember ließ BDI-Präsident Peter Leibinger aufhorchen, als er in einem Interview konstatierte, dass die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase die<a href="https://www.bild.de/politik/inland/industrie-schlaegt-alarm-unsere-wirtschaft-ist-im-freien-fall-692ea1b69372035036979f0b"> „tiefste Krise seit Bestehen der Bundesrepublik“</a> wäre und sich die deutsche Wirtschaft <a href="https://www.bild.de/politik/inland/industrie-schlaegt-alarm-unsere-wirtschaft-ist-im-freien-fall-692ea1b69372035036979f0b">„im freien Fall“</a> befände. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und er warnte auch davor, die aktuelle Krise kleinzureden, da es sich um <a href="https://www.bild.de/politik/inland/industrie-schlaegt-alarm-unsere-wirtschaft-ist-im-freien-fall-692ea1b69372035036979f0b?">„keine konjunkturelle Delle“</a> handle, sondern ein <a href="https://www.bild.de/politik/inland/industrie-schlaegt-alarm-unsere-wirtschaft-ist-im-freien-fall-692ea1b69372035036979f0b?">„struktureller Abstieg“</a> festzustellen sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Einschätzung wird durch die nüchternen Zahlen bestätigt. Besonders problematisch ist aus langfristiger Sicht, dass die privaten Investitionen sich in einem beschleunigenden Abwärtstrend befinden, während der Staatskonsum ungebrochen anwächst. Während das deutsche BIP seit 2015 um weniger als 10% zulegte, ist der Staatskonsum seit 2015 um rund 25% angewachsen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Abkoppelung des Staatskonsums vom BIP vollzog sich bereits 2019 und damit noch vor den staatlichen Ausgabenexzessen während der Corona-Pandemie. In den vergangenen Jahren legte der Staatskonsum um weitere 5 Prozentpunkte zu, während die deutsche Wirtschaftsleistung inflationsbereinigt sogar leicht nachgab. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die privaten Investitionen befinden sich seit 2019 hingegen in einem Sinkflug und haben bereits das Niveau von 2015 erreicht. Damals lag das reale deutsche BIP jedoch knapp 10% niedriger als heute.</span></p>
<div id="attachment_145360" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Staatskonsum_resized.jpg" rel="lightbox[145352]"><img class="wp-image-145360 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Staatskonsum_resized-300x157.jpg" alt="Staatskonsum_resized" width="300" height="157" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Bild.de, ifo</p></div>
<p style="text-align: center;"><span lang="en-US">Merz‘ „Whatever it takes“</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wenige Tage nach der für ihn erfolgreichen Bundestagswahl nahm Friedrich Merz mit seiner Version des „Whatever it takes“ Abschied von der fiskalischen Solidität Deutschlands.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Noch vor der Konstituierung des neuen Bundestags weichte er mit den Mehrheitsverhältnissen des alten Bundestags die Schuldenbremse auf und setzte zudem ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ ein.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser Bruch mit seinem Wahlversprechen und der fiskalischen Tradition Deutschlands einer soliden Haushaltsführung löste eine noch nie dagewesenen Ausgabenschwemme aus. 2019 betrugen die Ausgaben des Bundes lediglich knapp 360 Milliarden Euro waren es 2024 bereits 475 Milliarden Euro oder fast um ein Drittel mehr. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Inflationswelle hat zum kräftigen Anstieg naturgemäß beigetragen, mehr noch aber der Corona-Ausgabenexzess. 2021 gab der Bund in Deutschland 557 Milliarden Euro aus. 2026 werden es mit 525 Milliarden Euro annähernd so viel sein. Gegenüber 2024 ist das ein Anstieg um 10%, gegenüber 2019 liegen die Ausgaben sogar mehr als 40% höher. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bezeichnenderweise sieht das verabschiedete Budget für 2026 sogar noch einige Milliarden Euro an Mehreinnahmen vor als der ursprüngliche Voranschlag von 520 Milliarden Euro noch überschritten. Die Nettokreditaufnahme beträgt fast 180 Milliarden Euro. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Rund 100 Milliarden Euro entfallen auf den Kernhaushalt, knapp 80 Milliarden auf die beiden Sondervermögen „Bundeswehr“ sowie „Infrastruktur und Klimaschutz“. 2019 hatte der damalige Finanzminister Olaf Scholz noch einen Überschuss von 20,1 Milliarden Euro präsentiert.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Ausgabenschwemme des Bundes schlägt sich naturgemäß in einer deutlichen Verschlechterung des Staatsdefizits (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen) nieder.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">2025 dürfte das Staatsdefizit die 3%-Marke reißen, für 2026 prognostiziert die EU-Kommission ein Defizit von 4,0%. Dieses wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gehalten werden können. Denn die Annahme eines Wirtschaftswachstums von 1,2% im nächsten Jahr und einer Arbeitslosenrate von 3,5% sind als optimistisch zu bezeichnen.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Grundsätzlich sind die offiziellen Wachstumsprognosen mit großer Vorsicht zu genießen. Die Prognosen sind notorisch ungenau, insbesondere bei einem längeren Prognosezeitraum.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Länger bedeutet in diesem Fall bereits mehr als ein Jahr. In (geo-)politisch unsicheren Zeiten nimmt die Ungenauigkeit noch weiter zu. Tendenziell werden die Wachstumsaussichten (deutlich)<a href="https://x.com/i/grok?conversation=1996472242583044539"> überschätzt</a><!-- https://x.com/i/grok?conversation=1996472242583044539 -->, wie folgende Übersicht für Deutschland anhand der jeweiligen ifo-Prognose für das übernächste Jahr zeigt:</span></p>
<div id="attachment_145366" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Tabelle_Prognosen.png" rel="lightbox[145352]"><img class="wp-image-145366 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Tabelle_Prognosen-300x92.png" alt="Tabelle_Prognosen" width="300" height="92" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Grok, ifo.de</p></div>
<p style="text-align: center;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Erheblicher Teil fließt in den Konsum</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><span lang="de-AT">Merz hat sich feiern lassen, dass die Einrichtung des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“, </span><span lang="de-AT"><i>zusätzliche </i></span><span lang="de-AT">Investitionen in die zum Teil marode Infrastruktur auslösen wird. Damit soll nicht nur die öffentliche Verärgerung über die erheblichen Verspätungen bei der Deutschen Bahn mindern, sondern auch das langfristige Wachstumspotenzial angehoben werden. </span></span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Allerdings fließt ein nicht unerheblicher Prozentsatz des üppig dotierten Sondervermögens nicht in zusätzliche Investitionen. Vielmehr werden bestehende, aus dem Kernhaushalt zu finanzierende Investitionen durch Mittel aus dem Sondervermögen ersetzt.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In einer konservativen Schätzung geht das ifo davon aus, dass zumindest ein Drittel der geplanten Ausgaben zweckentfremdet werden. Das „Institut der deutschen Wirtschaft“ (IW) schätzt, dass sogar jeder zweite Euro des Sondervermögens zweckentfremdet wird. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine Folge dieser Zweckentfremdung: Die regulären Haushalte des Bundes, der Länder und der Kommunen bekommen Luft für zusätzliche Ausgaben, die schwerpunktmäßig jedoch in den ohnehin schon rekordhohen Staatskonsum fließen. Neue Sozialausgaben wie die Mütter-Rente werden so finanzierbar. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><span lang="de-AT">Ein weiteres Beispiel für diesen Effekt: </span><span lang="de-AT">die gegen den am Ende erfolglosen Widerstand der „Jungen Union“ durchgepeitschte Pensionsreform, die, so Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), nicht die Beitragszahler belastet, sondern den Steuerzahler. Besser kann das vorherrschende verquerte Denken nicht zum Ausdruck gebracht werden.</span></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wobei sich Robert Habeck (Grüne) vor einigen Jahren bereits ähnlich äußerte. Den Umstand, dass die EEG-Umlage nicht mehr von den Kunden, sondern vom Bundeshaushalt bezahlt wird, kommentierte er mit: „Nicht die Bürger zahlen, sondern der Staat.“</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So oder so; die systematische Zweckentfremdung der für Investitionen vorgesehenen zusätzlichen Finanzmittel wird die Sozialausgaben und damit den Staatskonsum weiter befeuern. Dabei weist Deutschland schon jetzt mit einem Anteil der Ausgaben für die soziale Sicherung mit 41% den höchsten Wert in Europa auf, noch vor den skandinavischen Ländern oder auch Österreich.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deutschlands Weg in die Subventionswirtschaft</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Symptombekämpfung statt Strukturreform – so könnte die deutsche Politik, aber nicht nur diese, zusammengefasst werden. Anstatt die strukturellen Probleme mit strukturellen Reformen zu lösen, wird immer öfter die – kostenintensive – Symptombekämpfung gewählt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein besonders Beispiel liefern die Energiepreise, nicht erst seit Habecks oben erwähnter Dreistigkeit. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Günstigeren Strom – Strompreis plus Netzkosten – gibt es strukturell nur, wenn das Angebot dauerhaft erhöht wird. Präzisierend ist hinzuzufügen, dass dauerhaft in diesem Zusammenhang eine zweifache Bedeutung hat: 1.) Die Stromerzeugungskapazitäten müssen für die langfristige Nutzung erhöht werden; 2.) Die Stromerzeugung sollte möglichst geringen Schwankungen unterworfen sein. Anders gesagt: Je stärker die Stromproduktion einer Energiequelle von den Witterungsbedingungen abhängt, desto weniger erfüllt sie dieses Erfordernis. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was allerdings in Deutschland – und nicht nur dort – aktuell passiert, kommt einer Posse gleich, allerdings gefriert einem am Ende das Lachen.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Denn einerseits wird die Elektrifizierung der Wirtschaft – Stichwort Wärmepumpe, E-Auto, grüner Stahl – gefordert und gefördert, andererseits wird das Stromangebot infolge politischer Entscheidungen künstlich verknappt. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So ist die deutsche Stromproduktion seit dem Hoch 2016 bereits um fast 25% gesunken. Der bereits abgeschlossenen Atomausstieg und der eingeleitete Ausstieg aus der Kohleverstromung, der bis 2038 vollständig vollzogen sein soll, fordern ihren Tribut. Höhere Strompreise sind auch deswegen die Folge.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Reagiert wird auf diese vorhersehbare Entwicklung nicht mit einer Ausweitung der sicheren und kostengünstigen Stromversorgung, sondern mit einer die Staatsausgaben belastenden Subventionierung des Strompreises oder, wie bereits erwähnt, mit dem Taschenspielertrick, dass Abgaben wie die EEG-Umlage nicht mehr vom Kunden, sondern aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So belaufen sich die seit 2023 aus dem Bundeshaushalt bestrittenen Ausgaben für die EEG-Umlage aktuell auf rund 18 Milliarden Euro pro Jahr. Damit sinkt zwar der Strompreis um mehr als 4 Cent pro kWh, bezahlt wird diese Entlastung des Stromkunden vom Steuerzahler. Der ab 2026 kommende Industriestrompreis wird den deutschen Bundeshaushalt voraussichtlich mit rund 3 Milliarden Euro pro Jahr belasten. </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Neuerdings soll auch die Nachfrage nach grünem Stahl gefördert werden, nachdem auch schon die Herstellung des grünen Stahls gefördert wird. Dieser kann aufgrund der hohen deutschen Strompreise nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen auf den Markt gebracht werden.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der vor kurzem beschlossene Industriestrompreis soll dieses Manko beheben, durch weitere Subventionen.</span></p>
<p lang="de-AT"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Als Folge dieser symptombekämpfenden statt wurzelbehandelnden Politik bewegt sich Deutschland schnellen Schrittes in eine Staatssubventionswirtschaft. <a href="https://dezernatzukunft.org/growth-and-budget-lab/">So haben sich in sechs Jahren Unternehmenssubventionen gemessen am BIP von knapp unter 0,2% auf etwas über 1,0% mehr als verfünffacht. 2026 soll dieser Anteil ein weiteres Mal deutlich steigen.</a></span></p>
<div id="attachment_145375" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Unternehmenssubventionen_Bund.png" rel="lightbox[145352]"><img class="wp-image-145375 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Unternehmenssubventionen_Bund-300x251.png" alt="Unternehmenssubventionen_Bund" width="300" height="251" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: Dezernat Zukunft</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die deutschen Unternehmen zeigen sich im für die langfristigen Wachstumsaussichten wesentlichen Punkt nahezu völlig unbeeindruckt von den Ankündigungen und Beschlüssen der seit dem Frühjahr amtierenden schwarz-roten Bundesregierung: die Investitionsbereitschaft nimmt nicht zu.</span></p>
<div id="attachment_145380" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Investitionserwartungen.png" rel="lightbox[145352]"><img class="wp-image-145380 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Investitionserwartungen-300x169.png" alt="Investitionserwartungen" width="300" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle:ifo</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><span lang="de-AT">Dieses Nichtanspringen der Investitionen kommt nicht überraschend: </span>Studien des ifo bzw. des „Deutschen Industrie- und Handelskammer“ aus den beiden vergangenen Jahren (<a href="https://www.ifo.de/DocDL/sd-2024-06-schaller-schasching-energieintensive-industrie.pdf">hier</a> und <a href="https://media-publications.bcg.com/Transformation-Paths-for-German-Industry.pdf">hier</a>) zeigen, dass rund 20% der Wertschöpfung der deutschen Industrie direkt von günstigen Energiepreisen und einer sicheren Energieversorgung abhängen </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">bzw. dass zwei von drei Unternehmen ihre Investitionen aufgrund der hohen Energiepreise und der fehlenden Planungssicherheit wegen aufschieben, wenn nicht sogar völlig streichen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vielmehr regiert weiterhin das Prinzip Hoffnung, dass es im Laufe 2026 etwas nach oben gehen wird, einfach nur deswegen, weil es einfach irgendwann besser werden muss. Positiv gewendet, könnte man formulieren, dass die Hoffnung, die bekanntlich als letztes stirbt, zumindest noch nicht gestorben ist.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Fazit: Deutschland auf dem Weg in die Staatssubventionswirtschaft</span></p>
<p><span lang="de-AT">D<span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">a ein Gutteil der erheblichen schuldenfinanzierten Zusatzausgaben in den Konsum fließen wird und nicht in Investitionen, ist nicht davon auszugehen, dass Deutschland mittelfristig die strukturelle Wachstumsschwäche wird ablegen können.</span></span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein kurzfristiges Strohfeuer ist angesichts der markanten Ausweitung der Staatsausgaben nicht auszuschließen. Dennoch, die absehbare Nichtbehebung der strukturellen Mängel und die daraus resultierende Prolongierung höherer Energiepreise wird die Wachstumsschwäche verlängern und den Subventionsbedarf verfestigen.</span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-family: times new roman, times;"><span style="font-size: 14pt;">Ein anhaltend höheres Haushaltsdefizit scheint unvermeidlich.</span> </span></p>
<p><span lang="de-AT" style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Damit wird der bisherige Stabilitätsanker am europäischen Anleihenmarkt Schritt für Schritt geschwächt werden. Höhere Zinsen auf die kräftig steigende Staatsverschuldung werden nicht nur dem deutschen Finanzminister mehr schlaflose Nächte bereiten. Denn Deutschland wird die Anleihezinsen im Allgemeinen nach oben treiben.</span></p>
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		<title>Die Staatsverschuldung ist viel schlimmer als gedacht</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2025 22:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Oktober 2024 äußerte Kristalina Georgieva, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, die mahnenden Worte: „&#8230;unsere Prognosen deuten auf eine unversöhnliche Kombination aus geringem Wachstum und hoher Verschuldung hin – eine schwierige Zukunft“. Diese wurden, wie der Wiener zu sagen pflegt, nicht einmal ignoriert. Zu stark ist die westliche Selbstwahrnehmung von der fiskalpolitischen Unfehlbarkeit geprägt. Schließlich waren es ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/die-staatsverschuldung-ist-viel-schlimmer-als-gedacht.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im Oktober 2024 äußerte Kristalina Georgieva, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, die mahnenden Worte: „&#8230;unsere Prognosen deuten auf eine unversöhnliche Kombination aus geringem Wachstum und hoher Verschuldung hin – eine schwierige Zukunft“. <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/IMF_Diagramm_1.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="alignright wp-image-144436 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/IMF_Diagramm_1-300x297.jpg" alt="IMF_Diagramm_1" width="300" height="297" /></a>Diese wurden, wie der Wiener zu sagen pflegt, nicht einmal ignoriert. Zu stark ist die westliche Selbstwahrnehmung von der fiskalpolitischen Unfehlbarkeit geprägt. Schließlich waren es bislang nahezu ausschließlich Entwicklungs- und </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Schwellenländer, die von Staatsschuldenkrisen geplagt wurden.<span style="color: #000000;"> Von Gregor Hochreiter.</span> </span><span id="more-144432"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Doch zunehmend sind es die führenden Industrieländer, deren Staatsverschuldung nun in sehr problematische Regionen vorzustoßen beginnt. Der überwiegende Anteil des globalen Schuldenanstiegs seit der Corona-Pandemie ist auf die Schuldenentwicklung in den führenden Industriestaaten – inklusive China – zurückzuführen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weithin wird unterschätzt, was für ein dramatischer Einschnitt die Corona-Pandemie für die Staatschuldenentwicklung war. Einerseits hat die Ausgabenflut im Zuge der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie das Niveau der globalen Staatsverschuldung um 5 Prozentpunkte erhöht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Noch schwerer wiegt allerdings, dass die Dynamik in den letzten zwei Jahren beschleunigt hat. Die Mentalität eines „Koste es, was es wolle!“ („Whatever it takes“) ist zur neuen Normalität geworden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die weltweite öffentliche Verschuldung ist hoch und wird wahrscheinlich weiter steigen</span></p>
<div id="attachment_144447" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/imf_2.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="wp-image-144447 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/imf_2-300x283.jpg" alt="imf_2" width="300" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: IWF, WEO und Eigen-Berechnungen</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und ein Ende der Fahnenstange ist bei der Staatsverschuldung nicht in Sicht. Bei näherer Betrachtung sind die Staatsschulden sogar noch in einer deutlich schlimmeren Verfassung, als es die nackten Zahlen vermuten lassen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Die USA geben mehr für Zinsen als für die Verteidigung aus</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In einem vor einigen Monaten veröffentlichten Artikel mit dem Titel <a href="https://www.hoover.org/sites/default/files/research/docs/HAHWGWorkingPaper-212502-Ferguson%27s%20Law-Final.pdf">„Ferguson’s Law: Debt Service, Military Spending, and the Fiscal Limits of Power“</a> erweitert der Historiker Niall Ferguson seine Argumentation bezüglich des durch fiskalische Exzesse ausgelösten Niedergangs von Großmächten.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Hauptthese des Ferguson’schen Gesetzes lautet: Sobald eine Großmacht mehr für Zinszahlungen als für die Verteidigung ausgibt, droht diesem Staat der Niedergang als Großmacht. Das Überschreiten der Ferguson-Grenze, d.h. des Punktes, an dem die Zinsausgaben gleich den Verteidigungsausgaben sind, ist ein zuverlässiger Indikator für den Verlust des Großmachtstatus.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im Jahr 2024 war dieser Moment für die USA gekommen, als sie die Ferguson-Grenze zu verletzen begannen. Im Fiskaljahr 2024 (Oktober 2023–September 2024) gaben die USA 881 Mrd. USD für Zinsen aus und damit mehr als für das Militär (855 Mrd. USD).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Überschreitung im vergangenen Haushaltsjahr war jedoch kein Einzelfall, wie die Prognose auf Basis der Daten des <a href="https://www.cbo.gov/">US-Congressional Budget Office (CBO)</a> für die kommenden Jahrzehnte zeigt.</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/CBO_Incrementum.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144454 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/CBO_Incrementum-300x172.jpg" alt="CBO_Incrementum" width="300" height="172" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Die Staatsverschuldung in der EU ist höher als veröffentlicht</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die EU-Kommission einen erheblichen Betrag an Anleihen zur Finanzierung der NextGenEU-Fonds ausgegeben, insgesamt 750 Mrd. EUR (in Preisen von 2018). Diese Schulden werden jedoch weder als EU-Schulden veröffentlicht – da die EU kein souveräner Staat ist – noch als nationale Schulden, da die EU-Kommission der Schuldner ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die nationale Staatsverschuldung ist also in Wirklichkeit um einige Prozentpunkte höher als offiziell angegeben. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für Deutschland belaufen sich die Schätzungen auf bis zu 6% des BIP. Für die Rückzahlungen, die über einen Zeitraum von 30 Jahren ab 2028 erfolgen sollen, stehen im EU-Haushalt derzeit keine Mittel zur Verfügung. Das österreichische Finanzministerium schätzt, dass auf Österreich zur Tilgung dieser Schulden eine zusätzliche finanzielle Belastung von 12 Mrd. EUR zukommen könnte.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Die Staatsverschuldung in den USA ist höher als üblicherweise berichtet</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die für die USA herangezogenen Verschuldungsdaten weichen mehrfach von der sonst üblichen Berechnung ab. Üblicherweise wird in der Öffentlichkeit die Staatsverschuldung als Maßstab verwendet.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Sektor Staat umfasst die Schulden des Bundes, der Länder bzw. Teilstaaten und der Gemeinden sowie jene der Sozialversicherung. Für die USA werden jedoch normalerweise nur die Schulden des Bundes (= „federal debt“) angeführt, also des Zentralstaats.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Bundesschulden der USA können auf zwei unterschiedliche Arten berechnet werden. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die engere Berechnungsmethode bezieht sich auf die von der Öffentlichkeit gehaltenen Bundesschulden („federal debt held by the public“) und liegt aktuell bei rund 95% des BIP. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Darin nicht enthalten sind die sogenannten „intra-governmentalen Schulden“. Die intra-governmentalen Schulden bezeichnen jene Schulden, die andere staatliche Entitäten, allen voran verschiedene Fonds im Bereich der Sozialversicherung, alten. Die intra-governmentalen Schulden belaufen sich auf etwas mehr als 20% der US-Staatsverschuldung oder 20% des BIP. Rechnet man diese Verschuldung hinzu, erhöht sich die US-Verschuldung auf knapp 120% der US-Wirtschaftsleistung (= „total public debt“).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In rund 10 Jahren werden die meisten dieser Fonds ihr Vermögen für Auszahlungen im Rahmen der Pensions- und Krankenversicherung verwendet haben. Dann wird dieser Unterschied verschwinden.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/FRED01.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144468 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/FRED01-300x108.jpg" alt="FRED01" width="300" height="108" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ebenfalls nicht berücksichtigt in diesen 95 bzw. fast 120% sind die Schulden der Bundesstaaten und Bezirke (Counties). Rechnet man deren Verschuldung von zusammen knapp 12% der US-Wirtschaftsleistung hinzu, liegt die US-Staatsverschuldung bei 110% bzw. 130% und damit im Bereich der Staatsverschuldung Italiens.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/FRED02.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144473 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/FRED02-300x114.jpg" alt="FRED02" width="300" height="114" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Die Primärsalden sind (tief)rot</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Selbst unter Herausrechnung der Zinszahlungen weisen die Haushalte der großen Industrieländer deutliche Defizite aus. Einzige Ausnahme dürfte – wie schon vor der Corona-Pandemie – ab Italien sein, das bereits heuer wieder einen positiven Primärsaldo erzielen dürfte. In Deutschland wird der Primärsaldo angesichts der bevorstehenden Schuldenexplosion in Zukunft dagegen deutlich negativ ausfallen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Incrementum_Grafik_02.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144476 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Incrementum_Grafik_02-300x149.jpg" alt="Incrementum_Grafik_02" width="300" height="149" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Die durchschnittlichen Zinssätze für Staatsschulden liegen (deutlich) unter den aktuellen Emissionsrenditen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> Die Staaten haben in den letzten Jahren erheblich vom Niedrigzinsumfeld profitiert. Die OeNB hat errechnet, dass die Ära der unverantwortlich niedrigen Leitzinsen dem österreichischen Staat <a href="file:///C:/Users/Andi/Downloads/20250325_praesentation_geschaeftsbericht.pdf">51 Mrd. EUR erspart </a>hat. Diese extreme Schönwetterperiode ist </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nun vorbei. Auslaufende Anleihen müssen durch höher verzinste Anleihen ersetzt werden. In den USA liegt per Mitte Oktober die <a href="https://www.ustreasuryyieldcurve.com/">gesamte Renditekurve</a> derzeit über <a href="https://fiscaldata.treasury.gov/interest-expense-avg-interest-rates/">dem durchschnittlichen Zinssatz für US-Staatsanleihen von 3,36%</a>.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/incrementum_Grafik_03.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144486 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/incrementum_Grafik_03-300x172.jpg" alt="incrementum_Grafik_03" width="300" height="172" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Zolleinnahmen führen nicht zu einem niedrigeren US-Defizit</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im September, dem letzten Monat des Fiskaljahres 2025, nahmen die USA fast 30 Mrd. USD an Zöllen ein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dies hatte eine geringfügige Verbesserung des Defizits im Gesamtjahr zur Folge. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit 1,8 Bill. USD (erste Schätzung) fiel es in absoluten Zahlen einen Hauch geringer als 2024 und leicht geringer als 2023 aus. In relativen Zahlen dürfte es mit 5,9% des BIP unter die 6%-Marke gefallen sein, über der es 2023 mit 6,1% und 2024 mit 6,2% lag. Dieser Rückgang liegt innerhalb gewöhnlicher Schwankungsbreiten und ist kein Anzeichen für eine strukturelle Verbesserung des US-amerikanischen Haushaltssaldos.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/CBO_Grafik.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144488 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/CBO_Grafik-300x187.jpg" alt="CBO_Grafik" width="300" height="187" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da in den ersten Monaten der neuen Amtszeit von Donald Trump die Zolleinnahmen noch spärlich flossen, ist für das neue Fiskal- bzw. Kalenderjahr 2026 mit einem weiteren Einnahmenanstieg zu rechnen. Doch selbst eine Hochrechnung der Zolleinnahmen von September in der Höhe von 30 Mrd. USD auf das Gesamtjahr ergibt nur Gesamteinnahmen von 360 Mrd. USD oder knapp 20% des US-Defizits. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Angesichts erwartbarer und politisch gewünschter Substitutionseffekte von ausländischen Importgütern hin zu „Made in USA“ ist davon auszugehen, dass die Zolleinnahmen strukturell zurückgehen werden.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Deutschlands Abschied von der fiskalischen Besonnenheit</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Entgegen seinem Wahlversprechen und unter Berufung auf das berühmt-berüchtigte „Koste es, was es wolle“-Mantra hat der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die finanziellen Schleusen weit geöffnet. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit einem einzigen Satz hat Friedrich Merz die deutsche Staatsverschuldung um geschätzte 900 Mrd. EUR, also mehr als ein Drittel, erhöht. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das entspricht der Gesamtverschuldung, die Deutschland zwischen 1950 und 2009, also in 59 Jahren, gemacht hat. Der renommierte deutsche Wirtschaftswissenschaftler Lars Feld, ehemaliger Berater des früheren Finanzministers Christian Lindner (FDP), rechnet damit, dass die deutsche Staatsverschuldung von derzeit rund 63% auf bis zu 90% ansteigen wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Noch vor wenigen Jahren präsentierte der damalige Finanzminister Olaf Scholz für das Jahr 2019 einen Überschuss im Bundeshaushalt von 19 Mrd. EUR, das sind gut 0,5% der Wirtschaftsleistung. Inflationsbereinigt entspricht das heute mehr als 23 Mrd. EUR. Das bedeutet, dass sich der Haushaltssaldo des Bundes in weniger als 10 Jahren um fast 200 Mrd. EUR oder rund 4% verschlechtern wird.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Bundesbank_Grafik.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144498 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Bundesbank_Grafik-300x178.jpg" alt="Bundesbank_Grafik" width="300" height="178" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Implizite Schuldenlast ist deutlich höher</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wenn von Staatsverschuldung die Rede ist, sind damit fast ausschließlich die explizit ausgewiesenen Schulden gemeint. Die so genannte implizite Verschuldung bleibt unberücksichtigt – und mit ihr ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Zahlungsverpflichtungen des Staates. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die impliziten Schulden ergeben sich durch die Abzinsung zukünftiger Einnahmen und Ausgaben auf Grundlage der aktuellen Rechtslage. Mit anderen Worten: Die implizite Verschuldung spiegelt vor allem die durch die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen erworbenen Ansprüche wider. Die größten Sozialprogramme sind die Renten- und Krankenversicherungen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich schwanken die Berechnungen aufgrund des langen Berechnungszeitraums stark. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Trend ist jedoch eindeutig. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In fast allen Ländern ist die Schuldenlast (deutlich) höher, wenn man die implizite Verschuldung mit einbezieht. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für die USA schätzt Laurance Kotlikoff, der Vater der Generationenbilanzierung (engl. „generational accounting“), die tatsächliche Haushaltslücke auf 7,0% bis 9,2%, zu deren Schließung je nach Realzins eine Ausgabenkürzung zwischen 21,8% und 31,7% oder eine Steuererhöhung zwischen 25,3% und 35,1% notwendig wäre. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der jüngste „Financial Report of the United States Government“ errechnet für die nächsten 75 Jahre eine Finanzierungslücke von 72,7 Mrd. USD oder fast das Doppelte der expliziten Verschuldung von derzeit 37,5 Mrd. USD, womit sich die öffentliche Schuldenquote der USA auf rund 360% erhöht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die folgende Tabelle zeigt die Gesamtverschuldung der EU-Länder, d. h. die Summe der expliziten Schulden (dunkelgrau) und der impliziten Schulden (blau), ab 2020. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bemerkenswert ist, dass das aufgrund seiner hohen expliziten Schuldenlast viel gescholtene Italien kaum eine implizte Schuldenlast aufweist. Eine Folge der umfassenden und strukturellen Pensionsreform Italiens war die sogenannte „Riforma Fornero“ ( dt. „Fornero-Reform“), die 2011 von der technokratischen Regierung Mario Montis vor dem Hintergrund der Eurokrise und der Notwendigkeit einer Konsolidierung der öffentlichen Finanzen verabschiedet wurde. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zu Recht haben sich die Italiener seither darüber beschwert, dass die EU und viele Politiker in der EU Italien als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6sus">Schuldenkrösus</a> gebrandmarkt haben. Explizite Schulden sind nun einmal nicht alles, sie nehmen meist nur die Spitze des Eisberges in den Blick.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Stiftung_Marktwirtschaft.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144512 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Stiftung_Marktwirtschaft-300x213.jpg" alt="Stiftung_Marktwirtschaft" width="300" height="213" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Der demografische Wandel erhöht die Schuldenlast</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit der Alterung der Bevölkerung wird die Erwerbsbevölkerung schrumpfen, was bedeutet, dass ein immer kleinerer Anteil der Gesamtbevölkerung gezwungen sein wird, die Last der Schuldentilgung und der Zinszahlungen zu tragen. Dadurch wird es immer schwieriger, die Schulden zu bedienen. Und der demografische Wandel wird enorm sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Zuwanderung könnte nur in dem Maße helfen, in dem die Zuwanderer ein ähnliches Produktivitätsniveau wie die einheimische Bevölkerung aufweisen. Aus logischen Gründen ist dies für die meisten Länder ein unmögliches Unterfangen.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/OECD_Incrementum_Grafik.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144515 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/OECD_Incrementum_Grafik-300x182.jpg" alt="OECD_Incrementum_Grafik" width="300" height="182" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine deutsche <a href="https://www.stiftung-marktwirtschaft.de/inhalte/publikationen/detailansicht/ehrbarer-staat-fokus-migration-zur-fiskalischen-bilanz-der-zuwanderung/">Studie</a> des renommierten Ökonomen Prof. Raffelhüschen stellt unter Berücksichtigung der Integrationskosten allerdings selbst diese Schlussfolgerung in Frage.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Fazit</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie zu Beginn möchten wir die Zusammenfassung mit einem Zitat eines (ehemaligen) hochrangigen Vertreters des IWF beginnen. Im September 2024 äußerte sich die damalige erste stellvertretende Geschäftsführerin Gita Gopinath zu den fiskalischen Risiken: „Es ist schlimmer, als Sie denken.“ Die Ausgabe des „Economist“ vom 18. Oktober hat sich der weiterhin überschaubaren Riege der Mahner eingereiht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/economist.jpg" rel="lightbox[144432]"><img class="aligncenter wp-image-144528 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/economist-228x300.jpg" alt="economist" width="228" height="300" /></a><a href="https://www.economist.com/weeklyedition/2025-10-18">https://www.economist.com/weeklyedition/2025-10-18</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vermutlich ist es sogar noch schlimmer, da wir in ein Zeitalter der multiplen Krisen eingetreten sind. Es ist nicht mehr eine Krise, die Regierungen vorrangig beschäftigt, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sondern eine Vielzahl an tatsächlichen oder eingebildeten Krisen: der demographische Wandel, dernWunsch nach einer grünen Wende zur Bekämpfung klimatischer Veränderungen, die Migration, die Zunahme geopolitischer Spannungen mit der einhergehenden Aufrüstungsdynamik und das im Vergleich zu den 2010er-Jahren deutlich höhere Zinsniveau.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Zentralbanken werden der strukturellen fiskalischen Schieflage in vielen Ländern nicht tatenlos begegnen. Die Wiederaufnahme von Staatsanleihenkäufen (QE) oder andere Mittel der finanziellen Repression wie Zinsobergrenzen werden schon bald keine Tabus mehr sein. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit den Zinssenkungen in Zeiten zum Teil weiterhin deutlich erhöhter Inflationsraten hat insbesondere die Federal Reserve schon den Weg gewiesen, der nach Ansicht von Donald Trump allerdings viel zu zaghaft eingeschlagen wurde, zumindest noch. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das sind wahrlich keine guten Aussichten für die künftige Kaufkraft von Fiat-Währungen.</span></p>
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		<title>Unbar-Zahlung &amp; Cash-Abschaffung</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 22:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Lesefrüchte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ähnlich wie die vormals &#8220;vormärzliche&#8221; Zensur kein &#8220;staatliches Comeback&#8221;, sondern eines als &#8220;private public partnership&#8221; (PPP) macht(e), könnte sich auch eine in der nahen Zukunft liegende faktische Abschaffung des Bargelds präsentieren: Als scheinbar freier Willensakt seitens großer, der Privatautonomie unterliegender nicht-staatlicher Akteure, die sich dafür entscheiden könnten, auf das Geschäft mit Nur-Barzahlern zu verzichten. Das ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/unbar-zahlung-cash-abschaffung.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ähnlich wie die vormals &#8220;vormärzliche&#8221; Zensur kein &#8220;staatliches Comeback&#8221;, sondern eines als &#8220;private public partnership&#8221; (PPP) macht(e), könnte sich auch eine in der nahen Zukunft liegende <strong><em>faktische Abschaffung des Bargelds</em></strong> präsentieren: <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/08/cover_bargeld_resized.jpg" rel="lightbox[142790]"><img class="alignright wp-image-142798 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/08/cover_bargeld_resized-189x300.jpg" alt="cover_bargeld_resized" width="189" height="300" /></a>Als scheinbar freier Willensakt seitens großer, der Privatautonomie unterliegender nicht-staatlicher Akteure, die sich dafür entscheiden könnten, auf das Geschäft mit Nur-Barzahlern zu verzichten. Das ist beispielsweise in D. &amp; A. zwar &#8220;nicht nachhaltig&#8221;, aber ein paar Wochen lang nicht zu trinken und zu essen ist auch &#8220;nicht nachhaltig&#8221;. Über einen <a href="https://www.amazon.de/Krieg-gegen-das-Bargeld-Geldscheine/dp/3910568211/ref=sr_1_1?crid=33V7S7S8QGWZY&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.oAz7-nLpMdalF3CI7KyPFKohy_5sGZd-qpl-hSHgXW-i-JpRAO8Bsnnt5mgfjoZpmoRvCsQwuwnT2MJXzmaSNyKmFQDYG2wvTSLIq-Ux9creMfmgoaiz_GdCxJkcX87MHp_R8JAY4aGJqvp5B3OcNYoBzqfEFF6PSnsU7tMQdsFcHEeOXRXLV5Q1nWYv1PRNIsUheTkinHPELGhiGV4H1ACuQ7dhoHxOk2DhYznxD5Y.SHB8p_MqreO26K9LnHQa6GbPUNYx_yVGEAT43nKbORI&amp;dib_tag=se&amp;keywords=hakon+von+holst+krieg+gegen+das+bargeld&amp;qid=1754886276&amp;sprefix=%2Caps%2C106&amp;sr=8-1">kurzen Text </a>zur real bereits existierenden &#8220;unbaren Zahlungsweise&#8221;</span>.<span id="more-142790"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das vor eineinhalb Monaten erschienene Büchlein von Hakon von Holst &#8211; wohl ein Pseudonym &#8211; hebt nicht das &#8220;Mode-Thema CBDC&#8221; ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit, sondern die bereits seit langem bestehenden Möglichkeiten zur bargeldlosen Bezahlung, inklusive deren tatsächlich jüngeren, auf E-Commerce zugeschnittenen Weiterungen wie <a href="https://www.paypal.com/at/home">Paypal</a> oder <a href="https://pay.google.com/intl/de_de/about/">Google Pay</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es geht also primär um die &#8220;Produkte&#8221; der US-amerikanischen Konzerne <a href="https://www.visaeurope.at/">Visa</a> und <a href="https://www.mastercard.at/de-at.html">Mastercard</a>, die sich ja auch hinter den von einzelnen,  hierzulande  &#8220;vertrauten Banken&#8221; ausgestalteten &#8220;Debit-Karten&#8221; verbergen. Zumindest für den &#8220;einfachen Konsumenten-Nutzer&#8221; ist dieses Service vom z.B. in der EU weiter verfolgten &#8220;CBDC-Projekt&#8221; <strong><span style="color: #000000;"><em>nicht unterscheidbar</em></span></strong>, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Ununterscheidbarkeit gilt natürlich auch für die &#8220;wichtigsten Pferdefüße&#8221; der bisherigen unbaren Zahlungsweise:</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es handelt sich, erstens, <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> mehr um eine &#8220;anonyme&#8221; Zahlung und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">einzelne Karten bzw. deren User sind, zweitens, &#8220;technisch einfach&#8221;, quasi per Maus-Klick <em>abzuschalten</em>, wogegen es<em> langsam wirksame Rechtsmittel geben mag,</em> die &#8220;der Gesperrte&#8221; freilich nur ausschöpfen kann, sofern er bis zu seinem ev. gerichtlichen Erfolg<em> überlebt</em>.   <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nach allem, was in der üblicherweise propagandistischen &#8220;Literatur&#8221; darüber zu lesen ist, lassen sich die unbaren Überweisungen mit herkömmlichen Währungen nicht &#8220;programmieren&#8221; &#8211; und das könnte, drittens, tatsächlich ein relevantes Unterscheidungsmerkmal zu den digitalen Zentralbank-Währungen sein. <em>Dieser Blogger</em> hat freilich Zweifel, ob mögliche Zwecke einer staatlichen &#8220;Nudging-Programmierung&#8221; nicht weitgehend schon von der bisherigen Technologie bewältigt werden können &#8211; beispielsweise über die Ausnahme bestimmter Warengruppen von der Bezahlung mittels Karte (z.B. Treibstoffe, Fette, Zucker). Das müsste mit einer entsprechenden <em>Software-Lösung</em> relativ einfach zu erledigen sein.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zentralbanken wie die EZB beteuern, viertens, dass der Kartenzahler bei den CBDC fürderhin lediglich &#8220;pseudonym&#8221; aufscheine und nur auf richterlichen Beschluss &#8220;enttarnt&#8221; werden könne (was in einer Welt, in der schwerwiegende Eingriffe in Verfassungsrechte durch Ermittlungsbehörden bereits stattgefunden haben, und zwar <strong><span style="color: #000000;"><em>mit</em></span></strong> richterlichem Beschluss, aber ohne rechtskräftige Verurteilung &#8211; Stichwort: <a href="https://www.diepresse.com/6283691/ex-identitaeren-sprecher-martin-sellner-erneut-freigesprochen">Martin Sellner</a>, siehe auch <a href="https://www.kleinezeitung.at/international/5922925/ChristchurchAttentat_Aus-fuer-Verfahren-gegen-Identitaere-wegen">hier</a>). Dieses EZB-Argument wird hierorts daher als <em>besonders dämliches Argument</em> empfunden.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die CBDC wollen nun, wieder nach Darstellung der EZB, den beiden marktbeherrschenden US-Finanzdienstleistern <a href="https://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=jemandem%20in%20die%20Parade%20fahren&amp;gawoe=an&amp;sp0=rart_ou&amp;sp1=rart_varianten_ou"><em>in die Parade fahren</em></a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ein<em> hehrer wettbewerbspolitischer Zweck</em> also, gegen den &#8220;aus europäischer&#8221; (und &#8220;Konsumenten-&#8221;) Sicht eigentlich wenig einzuwänden wäre</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">-<strong><em><span style="color: #000000;"> wären die EZB bzw. die diversen europäischen Gesetzgeber &#8220;vertrauenswürdig&#8221; oder wenigstens &#8220;berechenbar&#8221; und &#8220;zukunftssicher&#8221;.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">Ist IMO aber nicht der Fall</span></em></strong> (was ich mit einer langen Einlassung argumentieren könnte, aber nicht tue).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Faktum bleibt, dass eine allein auf eine Bezahl-Karte angewiesene Person der Gnade <em>der Zentralgewalt</em> ausgeliefert wäre, wenn diese z.B. entsprechende &#8220;Beschlüsse&#8221; fasste (die ja durchaus &#8220;legal&#8221; sein können). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Papiergeld ist zwar noch kein Schutz gegen eine langsame oder schnelle Entwertung, bietet aber doch eine relative Sicherheit gegen staatliche Willkür.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Von Holsts &#8220;Krieg gegen das Bargeld&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Hakon von Holst macht das anhand eines prominenten &#8220;westlichen&#8221; und eines &#8220;östlichen Beispiels&#8221; deutlich (Snowden, Hongkonger Proteste gegen Auslieferungsgesetze an Pekinger Polizeibehörden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Er zeigt beispielsweise aber auch, was von dem beliebten, auf eine Presseaussendung eines Kreditkartenumnternehmens zurückzuführenden Argument zu halten ist, dass <strong><em><span style="color: #000000;">Bargeld</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">schmutzig und keimverseucht</span> </em></strong>sei</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- nämlich nix. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Er tut das, indem er eine in Oxford kalkulierte Keimanzahl auf einer Euro-Banknote auf den Quadratzentimeter<em> herunter rechnet</em> und diesen Wert mit den oft vielfach höheren auf Küchenutensilien vergleicht (ein ähnliches PR-Süppchen wollten organisierte Interessen auf dem Feuer der <em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie">Pseudo-Seuche </a>2020 ff.</em> kochen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Autor ist jedenfalls ausreichend realitätsverankert um zu bedenken zu geben, dass Milliarden Keime ständig um und in uns sind, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass es aber trotzdem <em>g&#8217;scheiter</em> ist, <span style="color: #000000;"><em>keine Münzen zu essen oder sich mit Covid-Erregern getränkte Geldscheine als Maske vor den Mund zu hängen </em></span></span> <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(<em>dieser Blogger</em> erlaubt sich noch, den Tipp<span style="color: #000000;"><em> Händewaschen </em></span></span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zu ergänzen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Büchlein macht ferner deutlich, dass es zwar </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zahlreiche &#8220;Bargeldabschaffungs-Verbündete&#8221; <em>in der Politik und im Tiefen Staat</em> gibt, dass diese wg. der Unpopularität dieses Vorhabens aber gerne <a href="https://newsv1.orf.at/100203-47620/?href=https%3A%2F%2Fnewsv1.orf.at%2F100203-47620%2F47621txt_story.html">&#8220;andere voran gehen lassen&#8221;</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die meisten <em>Politicos</em> sowie der &#8220;administrative Staat&#8221; wollen aus einer Reihe von &#8211; meist nicht offen kommunizierten &#8211; Gründen Bargeld durch Plastik-Geld ersetzt wissen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ähnlich wie ein guter Teil der <em>Notenbanker aller Nationen</em>, die sich vom Verschwinden des Bargelds die Möglichkeit erhoffen, dauerhaft negative Realzinsen durchsetzen zu können (weil es keinen &#8220;Notausgang&#8221; mehr gäbe).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In der Öffentlichkeit wird von willfährigen Journos dann meist das &#8211; mittlerweile weitgehend überkommene &#8211; Bild verbreitet, dass es beim &#8220;Krieg gegen das Bargeld&#8221; eigentlich um einen Schachzug gegen die Politische und Organisierte Kriminalität handle, die dank der Banknoten besser <em>Terror finanzieren und Drogen- und anderes &#8220;schmutziges Geld&#8221; waschen könne,</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ggf. vermehrt um den erhobenen Zeigefinger der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Financial_Action_Task_Force_on_Money_Laundering">&#8220;Financial Action Task Force on Money Laundering&#8221; (FATF)</a>, die vor Vertragsbrüchigkeit warnt und mit einer schwarzen Liste droht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Ganze ist ein <em>unsterblicher Mythos</em> wie hierzulande der<em> schwarze Geldkoffer des<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bela_Rabelbauer"> Bela Rabelbauer.</a></em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dem gegenüber weist von Holst darauf hin, dass die &#8220;OK&#8221; inzwischen etliche &#8220;alternative Wege&#8221; gefunden hat, illegal erlangte Profite zu &#8220;waschen&#8221;, beispielsweise</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">über die Vergabe von nie zurück zu zahlenden Krediten,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">überhöhte Kaufpreise von <em>was auch immer</em>, oder</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">den Ankauf von fiktiven Dienstleistungen, die letztlich nicht erbracht werden.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bleibt die berühmte &#8220;Schattenwirtschaft&#8221;, die tatsächlich zu einem spürbaren Einnahmenverlust des Fiskus führen könnte</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(und die den <em>benachbarten Fliesenleger</em> und den <em>Facharzt für was auch immer</em> in einem Begriff zusammenführt).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch derlei &#8220;austrocknen&#8221; zu wollen, ist wenig populär, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zumal wirklich die Gefahr besteht, dass ohne Bargeld viele Fliesen dann eben nicht mehr verlegt oder medizinisch notwendige (oder wenigstens angezeigte) Behandlungen nicht mehr durchgeführt würden </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(man kann die für dort kalkulierten Auftragssummen jedenfalls <strong><span style="color: #000000;"><em>nicht</em></span></strong> in einer<em> Hätti-wari-Rechnung</em> einfach in &#8220;supersaubere Umsätze bzw. Staatseinnahmen&#8221; mit ESt. und SV-Abgaben umrechnen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die niedrigen &#8220;Bargeld-Obergrenzen&#8221; in Ländern des europäischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Club_Med">&#8220;Club Mediterranée&#8221;</a> könnten dafür zeugen, dass die dort besonders populäre &#8220;Schattenwirtschaft&#8221; und nicht der Vorwand des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Organisierte_Kriminalit%C3%A4t">Organisierten Verbrechens </a>das hauptsächliche Movens der <em>Bargeldabschafferei</em> durch Politicos und Tiefen Staat ist.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein &#8220;Abschaffungs-Szenario&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun ist Hakon von Holst hörbar skeptisch, dass angesichts eines solch &#8220;mächtigen Truppen-Aufmarsches&#8221; von an der Bargeldabschaffung interessierten Mächten, das physische Cash noch gerettet werden kann, wobei für ihn freilich</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">junge, sich modern dünkende Alterskohorten, die vorzugsweise mit Karte zahlen sowie</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Einzelhandel, dem das unbare Umsatz-Management günstiger kommt, den Ausschlag geben. Um wie viel günstiger, dazu scheint der Autor keine &#8220;belastbaren Zahlen&#8221; gefunden zu haben &#8211; günstiger aber auf jeden Fall.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser <em>Blogger-Rezensent</em> teilt durchaus eine solche eher pessimistische Einschätzung der Zukunftsaussichten von Bargeld,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">glaubt allerdings<strong><em><span style="color: #000000;"> nicht,</span></em></strong> dass es zu dessen formeller Abschaffung kommen wird, die offene Gesetzgebungsakte mit Verfassungsmehrheit erfordern würde (den &#8211; ohnedies unwahrscheinlichen &#8211; Fortbestand der Stromnetze einmal vorausgesetzt).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine solche Abschaffung des Bargelds durch den Gesetzgeber oder auch nur einen &#8220;Zentralbankrat&#8221; wäre</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht nur höchst unbeliebt und würde sg. Rechtspopulisten weiteren Rückenwind verschaffen, sondern</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">auch ein hohes Risiko zu scheitern bergen.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wahrscheinlicher ist da schon &#8211; und das sagt <strong><span style="color: #000000;"><em>nicht</em></span></strong> der Buchautor, sondern <em>dieser Blogger</em> -, dass der Annahmezwang für Papiergeld &#8220;geräuscharm&#8221; beseitigt wird, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;weil es jetzt (dann) ja eh einen digitalen Euro von EZB-Gnaden gibt&#8221;, und dass der Einzelhandel dem <em>Cash</em> den Gnadenstoß versetzt, indem er nur mehr Kartenzahlungen akzeptiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das hätte den Vorteil, dass niemand mit dem Finger auf <em>Politicos und Zentralbanker</em> zeigen könnte und würde <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cum_grano_salis">cum grano salis</a> dem Vorbild der &#8220;ausgelagerten Zensur&#8221; in der Ära des US-Präsidenten Joe Biden folgen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(ob und was sein Nachfolger, der damals <em>Opfer</em> war, diesbezüglich &#8220;aufbieten kann&#8221;, wird man sehen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im Wesentlichen wurden damals &#8220;social media-Plattformen&#8221;<em> hinter den Kulissen staatlich genötigt,</em> ihren Dienst von angeblicher Desinformation zu &#8220;reinigen&#8221;, was sich als &#8220;ausgelagerte Zensur&#8221; beschreiben lässt. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das tut u.a. auch ein deutscher Rechtsanwalt, dessen <a href="https://www.amazon.de/Die-digitale-Bevormundung-vorschreiben-schreiben/dp/3959725701/ref=sr_1_1?crid=29TJSRT0ARK8C&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.D6L-kbGnxa8z3MugGFRh5DZmBF5ftVA7qE8LfS0OPMM.U8i-EPHQKEV_u56t0_kMxAhUS6-1MFbM7cK7bIAIRfs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=die+digitale+bevormundung+steinh%C3%B6fel&amp;qid=1754937286&amp;sprefix=Steinh%C3%B6fel+Bevormundung%2Caps%2C112&amp;sr=8-1">jüngstes Buch-Elaborat</a> demnächst hier besprochen wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im vorliegenden Fall wäre es freilich nicht &#8220;Big Tech&#8221;, das sich auf sein <em>Hausrecht</em> berufen würde, sondern der Einzelhandel, der sich im Rahmen seiner &#8220;Privatautonomie&#8221; ja aussuchen kann, mit wem er Geschäfte machen will</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(mit Barzahlern eben nicht mehr, vielleicht auch nimmer mit Rothaarigen oder Gehbehinderten </span>   <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />  <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">).</span></p>
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		<title>CBDC &amp; Co., Papiergeld &amp; Inflation</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2025 22:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Blogger, der &#8211; wie immer wieder ersichtlich &#8211; zu den Verteidigern des Bargelds gehört (zuletzt siehe ein Zitat hier) leidet nicht an einer Persönlichkeitsspaltung. Es ist ihm bewusst, dass die bisher bekannten Hyperinflationen mit einer Schwemme von rasch wertlos werdendem Papiergeld verbunden waren und er hat u.a. hier und hier über die Hyperinflation in der ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/cbdc-co-papiergeld-inflation.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em>, der &#8211; wie immer wieder ersichtlich &#8211; zu den <strong><em><span style="color: #000000;">Verteidigern des Bargelds</span> </em></strong>gehört (zuletzt siehe ein Zitat <a href="http://staatsstreich.at/bargeldabschaffung-scheidendes-vorbild-oenb-zitat-des-tages.html">hier</a>) leidet<strong><em><span style="color: #000000;"> nicht</span> </em></strong><em>an einer Persönlichkeitsspaltung.</em> Es ist ihm bewusst, dass die bisher bekannten Hyperinflationen mit einer Schwemme von rasch wertlos werdendem Papiergeld verbunden waren und er hat u.a. <a href="http://staatsstreich.at/ein-wort-zur-deutschen-hyperinflation-1923.html">hier</a> und <a href="http://staatsstreich.at/nachtrag-zur-zerstoerung-der-mark-sowie-zur-weimarer-hyperinflation.html">hier</a> über die<strong><em><span style="color: #000000;"> Hyperinflation</span></em></strong> in der &#8220;Weimarer Republik&#8221; geschrieben. Aber in Banken entstehendes Papiergeld, obwohl von Übel, ist immer noch &#8220;besser&#8221; als von Zentralbanken herausgegebene Digitalwährungen &#8211; und vermutlich auch diverse &#8220;Kryptos&#8221; -,<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/08/512px-In_a_Berlin_Bank_LCCN2014716642.jpg" rel="lightbox[142679]"><img class="alignright wp-image-142697 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/08/512px-In_a_Berlin_Bank_LCCN2014716642-300x215.jpg" alt="512px-In_a_Berlin_Bank_LCCN2014716642" width="300" height="215" /></a> weil Papiergeld u.a. anonymes Zahlen ermöglicht und nicht programmierbar ist. Das mag ggü. <em>Räubern &amp; Co. </em>Nachteile bringen, verringert aber staatliche Gängelungsmöglichkeiten. <span style="color: #ff0000;">NB zum Unterschied Papiergeld und CBDCs.</span></span><span id="more-142679"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im Regelfall geht die Inflation/Geldentwertung langsam vor sich und wird von den Zentralbanken sogar gewünscht. Ähnlich wie in hyperinflationären Episoden sind auch bei der &#8220;langsamen Inflation&#8221;</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die (Veränderung der) Menge der umlaufenden Zahlungsmittel sowie</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die (Veränderung der) Menge der angebotenen Güter und Dienstleistungen</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wichtige Einflussfaktoren. Dazu treten noch Dutzende andere &#8211; manchmal &#8220;bloß psychologische&#8221; &#8211; Einflussfaktoren, beispielsweise Sicherheitsgefühl/Verunsicherung, Sparneigung, Verfügbarkeit von Kredit, &#8220;Markt- und Einkommensverhältnisse&#8221;,  Veränderungen der &#8220;Produktivkräfte&#8221; etc.,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was konkret billigere Textilien oder Elektronik bedeuten kann, beispielsweise dank einem &#8220;weiteren Globalisierungsschritt&#8221;. Das hat nach 2000 die Kaufkraft der <em>Walmart- und Target-Kunden</em> erhöht und sich in einer niedrigeren &#8220;Verbraucherpreisinflation&#8221; niedergeschlagen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es gibt neben den &#8220;westlichen Konsumenten&#8221; freilich noch etliche andere Interessenten an einem niedrigen &#8220;CPI&#8221;, beispielsweise westliche Staaten, Unternehmen und Pensionskassen, die Jahr für Jahr Löhne, Pensionen und allerlei &#8220;Einkaufsgut&#8221; <span style="color: #000000;"><em>valorisieren müssen</em></span>. Auch die Konditionen, zu denen Geld aufgenommen werden kann, variieren mit der &#8220;Verbraucherpreisinflation&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch deshalb ist es naiv zu glauben, dass &#8220;Inflation gleich Inflation ist&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Verbraucherpreisinflation ist nicht Inflation an und für sich &#8211; und zwar <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> aus &#8220;doktrinären Gründen der &#8216;Wiener Schule&#8217;&#8221;.</span></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Es gibt eine &#8220;Asset Inflation&#8221;, die durch das Mengenwachstum der Geldmenge(n)&#8221; getrieben zu sein scheint, beispielsweise bei Aktien und Immobilien.</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zumindest Zweiteres ist für die Lebenshaltung von Otto und Grete Normalverbraucher relevant, wird aber nicht gebührend im Verbraucherpreisindex abgebildet.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aus diesem und anderen Gründen gibt es Ökonomen unterschiedlicher Couleur, die aus diversen Gründen glauben, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die aktuelle CPI-Messung viel zu niedrig ausfällt und dass das in den Staaten seit den 1980er-Jahren zunehmend so war, ermöglicht durch eine Reihe von &#8220;Reformen&#8221; in der Ermittlung der Verbraucherpreise (siehe <a href="https://www.shadowstats.com/">John Williams, shadowstats.com</a>) oder</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass der &#8220;Deflator&#8221;, mit dem das <em>reale BIP</em> ermittelt wird, die für die Endverbraucher/Sparer relevante, wirkliche Inflation &#8220;bagatellisiert&#8221; ( etwa <a href="https://surplusenergyeconomics.wordpress.com/">Tim Morgan, &#8220;SEEDS&#8221;</a>)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was immer davon zutreffen mag </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- die medienübliche &#8220;monatliche Inflationsrate&#8221; <em>ist nicht in Stein gemeißelt</em>, sondern hängt von Konventionen und Annahmen ab, die in der Berichterstattung vielfach unreflektiert übernommen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Man müsste sich u.a. den hiesigen &#8220;Warenkorb&#8221; genauer anschauen, <em>diesem Blogger</em> fehlt allerdings die Zeit (und wohl auch das erforderliche &#8220;statistische Rüstzeug&#8221;) dazu.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und was für die &#8220;normale, relativ gutartige Inflation&#8221; gilt, gilt verschärft noch für die Hyperinflation, in der binnen kürzester Zeit auch die Funktion von &#8220;Geld als Tauschmittel&#8221; in Frage gestellt wird (die Funktion &#8220;Mittel der Wertspeicherung&#8221; sowieso).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der in diesem Blog mehrfach thematisierte &#8220;Fall Weimar 1923&#8243; (gilt vlt. auch für &#8220;Wien 1923&#8243;) hat<em> diesem Blogger</em> zur Ansicht verholfen, dass das &#8220;Gelddrucken der Zentralbank&#8221; ein wichtiger, aber nicht der einzige Bestandteil der Geschichte ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der andere Teil scheint die Verfügbarkeit von Waren allgemein bzw. jene von Energie speziell zu sein (im Fall von &#8220;Weimar&#8221; Kohle).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Insofern würde <em>dieser Blogger</em> <strong><span style="color: #000000;"><em>nicht</em></span></strong> in einen &#8220;Chor&#8221; einstimmen, der behauptet, dass &#8220;Inflation immer und überall (nur) ein monetäres Phänomen ist&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Inflation &#8211; die Hyper-Variante eingeschlossen &#8211; dürfte nicht nur mit der Geldmenge und deren Umschlaggeschwindigkeit, sondern auch mit dem <em>Warenangebot</em> zusammenhängen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das ging in den vergangenen 200 Jahren im Regelfall nach oben, weil durch den technischen Fortschritt die Arbeitsproduktivität gestiegen ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das muss aber nicht immer so sein. Die Arbeitsproduktivität kann auch wieder sinken, wenn beispielsweise der Treibstoff für verbesserte Maschinen fehlt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dann könnte auch die Menge der disponiblen Waren und Dienstleistungen sinken</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- mit entsprechenden Folgen für den &#8220;Geldwert&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dagegen würde nicht einmal Gold helfen, das höchstens gegen den Zuwachs des Zeichengelds durch Kreditschöpfung im Bankenapparat (oder <em>parastaatliche Druckorgien</em>) hilft. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gold kann nicht beliebig vermehrt werden wie z.B. von der Zentralbank ausgegebenes Papiergeld.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deswegen tut sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gold">Au</a> bei der<strong><span style="color: #000000;"><em> Hyperinflationierung schwerer, die &#8220;am Ende des Tages&#8221; aber auch nicht unmöglich ist.</em></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bild: Bain News Service, publisher, Public domain, via Wikimedia Commons</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Nachbemerkung, 6. August 2025, 6.45 Uhr: Vielleicht sollte man &#8211; auch wegen des Titels &#8211; noch anfügen, dass Central Bank Digital Currencies (CBDC) für die ZBs ähnlich niedrige &#8220;Gestehungskosten&#8221;  haben wie Banknoten; eigentlich noch weniger als die Bruchteile eines Cent, die bisher eine Banknote kostet. Die Unterschiede wären freilich:</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Kein anonymes Zahlen mehr</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Neue, bis dahin ungeahnte Möglichkeiten für (para)staatliches &#8220;Nudging&#8221;, </span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;"><!--StartFragment--><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> sowie die neue Möglichkei</span><!--EndFragment-->t &#8220;widerspenstige Nutzer&#8221; per Mausklick von &#8220;Zahlungsmitteln&#8221; auszuschließen &#8211; ohne Gerichtsbeschluss, Kontrolle und (&#8220;zeitnah wirksame&#8221;) Berufungsmöglichkeiten.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Dagegen hülfen auch keine &#8220;Komittees von außen&#8221;, die im CBDC-Fall den Kurs der Zentralbank bestimmen, im Gegenteil. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Man stelle sich nur einmal vor, wie schon heute ein &#8220;divers&#8221;, auch zivilgesellschaftlich besetztes solches Komitee mit &#8220;klimaschädlichen&#8221; (Treibstoffe) oder &#8220;ungesunden&#8221; Ausgaben (Zigaretten, Zucker) verfahren würde. Analoges gilt für eine Geldschöpfung durch die ZB, wenn als Argument der &#8220;Investitionsbedarf der Wirtschaft&#8221; ins Treffen geführt würde.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Und schließlich, zur Vermeidung eventueller Unklarheiten: Bargeld aus Papier entsteht in der bzw. im Auftrag der Zentralbanken. Im bisherigen Normalfall konnte in den Banken geschaffenes Kreditgeld freilich problemlos zu Bargeld gemacht werden.</span></p>
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		<title>Bargeldabschaffung: &#8220;Scheidendes Vorbild&#8221; OeNB &#8211; Zitat des Tages</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2025 10:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das Beispiel Österreich zeigt jedoch, dass die (deutsche) Bundesbank Möglichkeiten hätte, ihr eigenes Zahlungsmittel zu verteidigen – und nicht nur zu reden (&#8230;) Der scheidende (österreichische) Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann forderte schon 2023 eine zwingende Annahmepflicht für Bargeld (&#8230;) Trotzdem möchte die Nationalbank eine Trendwende und handelt: Bis zu 120 Automaten stellt die Notenbank in Eigeninitiative in unterversorgten ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/bargeldabschaffung-scheidendes-vorbild-oenb-zitat-des-tages.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Das Beispiel Österreich zeigt jedoch, dass die (deutsche) Bundesbank Möglichkeiten hätte, ihr eigenes Zahlungsmittel zu verteidigen – und nicht nur zu reden (&#8230;)<strong><span style="color: #000000;"> Der scheidende (österreichische) Nationalbank-Gouverneur</span></strong> Robert Holzmann forderte schon 2023 eine zwingende Annahmepflicht für Bargeld (&#8230;) Trotzdem möchte die Nationalbank eine Trendwende und handelt: Bis zu 120 Automaten stellt die Notenbank in Eigeninitiative in unterversorgten Gebieten auf. Das erste Gerät steht seit dem 1. Juli in einer Kommune in Niederösterreich. In Österreich besitzt das Bargeld (noch) einen echten Anwalt. Wenn die (deutschen) Politiker im Bundesbank-Vorstand das Bargeld schützen wollen, sollten sie sich dort ein Vorbild nehmen.&#8221; <a href="https://www.amazon.de/Krieg-gegen-das-Bargeld-Geldscheine/dp/3910568211/ref=sr_1_1?crid=17U1OIB571JOP&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.UKLytJcExhLthyn-Zy7FtUFc5Ia3xVFp7uLHW6NomYuccpCKfdy5r7Rr32df_eEQJwHVKi7H1Xz8IzqZ-iJ_I0kOl8Qq5DQFShWrxfJqohRIW8ypQhR9uWyCDexHSMR1LTczQf6OGnrBphSiQ05KFiWX7FrXH__6mF3RW7siKEFBkha5xFdypBOwTkFC2Esnm4keZjKnKMMx2PFewCKlzRVb1gGuSB2pFBjUGHY9eAs.HgbGRKQr_NZPqeuG0wAx2-JXSE7VQSYfIMIIM7DiFQw&amp;dib_tag=se&amp;keywords=hakon+von+holst+krieg+gegen+das+bargeld&amp;qid=1754216487&amp;sprefix=hakon%2Caps%2C112&amp;sr=8-1">Hakon von Holst</a>, Wie Bundesbanker zu Komplizen der Bargeldabschaffer wurden, in <a href="https://www.berliner-zeitung.de/open-source/wie-die-bundesbank-das-bargeld-vernachlaessigt-li.2341021">Berliner Zeitung</a> (27.7.) und <a href="https://norberthaering.de/bargeld-widerstand/bundesbank-und-bargeld/">Häring-Blog (30.7.2025)</a>.</span><span id="more-142661"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wieder einmal das angebliche oder wirkliche &#8220;Vorbild Österreich&#8221;. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Problem ist &#8220;nur&#8221;, dass die Amtszeit des &#8220;Bargeldschützers Holzmann&#8221; Ende August ausläuft und der von der &#8220;getarnten Großen Koalition&#8221; bestellte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Kocher">Nachfolger</a>, ein ehemaliger Minister, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wohl &#8220;nachhupfen wird&#8221;, was ihm von den Bargeldabschaffern in Ö. und im EZB-Direktorium vorgegeben wird.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Krieg allen Digital-Junkies und deren Unterstützern </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- in Wien, Frankfurt und anderswo!</span></p>
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		<title>Zweierlei Gold, Lieferdruck und Finanzstabilitätsrisiko &#8211; Zitat</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2025 09:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;While gold prices are driven by many factors, investors showed high demand for gold as a safe-haven asset and, at the beginning of 2025, a notable preference for gold futures contracts to be settled physically (&#8230;)  Should extreme events materialise, there could be adverse effects on financial stability arising from gold markets (&#8230;) Margin calls ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/zweierlei-gold-lieferdruck-und-finanzstabilitaetsrisiko-zitat.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;While gold prices are driven by many factors, investors showed high demand for gold as a safe-haven asset and, at the beginning of 2025, a notable preference for gold futures contracts to be settled physically (&#8230;)  Should extreme events materialise, there could be adverse effects on financial stability arising from gold markets (&#8230;) Margin calls and the unwinding of leveraged positions could lead to liquidity stress among market participants, potentially propagating the shock through the wider financial system. Additionally, disruptions in the physical gold market could increase the risk of a squeeze. In this case, market participants could be subject to significant margin calls and/or have trouble sourcing and transporting appropriate physical gold for delivery in derivatives contracts, leaving themselves exposed to potentially large losses.&#8221; <a href="https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/fsr/ecb.fsr202505~0cde5244f6.en.pdf">ECB, Financial Stability Review, May 2025</a></span><span id="more-141998"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="https://www.austrianforforeigners.com/2015/04/na-no-na-net.html">No na net</a> erhöht der faule Papiergoldzauber die Risiken für die Finanzmarkstabilität, ganz ohne Donald Trump, Zölle und Krieg in Nahost.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Man muss auch kein von der EZB besoldeter Volkswirt sein, um das zu erkennen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- <a href="http://staatsstreich.at/die-trump-hyperventilierer-und-das-internationale-finanzsystem.html"><em>einfacher Blogger</em></a> oder <a href="https://www.sprottmoney.com/blog/comex-gold-deliveries-continue">&#8220;<em>professioneller pm bug&#8221;</em></a> reicht völlig.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und wenn jene Fiat Money-Zentralbank, die das Leasing-System vermutlich erst aufgezogen hat, vor dessen Folgen &#8220;warnt&#8221;, scheint auch ein Teil der Finanz-Journaille genug Verstand aufzubringen das zu <a href="https://www.google.de/search?q=finanzmarktstabilit%C3%A4t&amp;sca_esv=60584680c5ec3be5&amp;source=lnt&amp;tbs=qdr:m&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwiBpv_MwPqNAxWta_EDHTXmGPEQpwV6BAgDEBQ&amp;biw=1920&amp;bih=899&amp;dpr=1">thematisieren</a>.</span></p>
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		<title>Ordnet Trumps Zollpolitik die Weltwirtschaft neu?</title>
		<link>http://staatsstreich.at/ordnet-trumps-zollpolitik-die-weltwirtschaft-neu.html</link>
		<comments>http://staatsstreich.at/ordnet-trumps-zollpolitik-die-weltwirtschaft-neu.html#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 22:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines der Ziele von Trumps Zollhammer, mit typisch US-amerikanischen Pathos von Donald Trump selbst als „Liberation Day“ bezeichnet, ist der deutliche Abbau des US-Handelsbilanzdefizits. Sollte Trump dies gelingen, hätte dies weitreichende Folgen für die Volkswirtschaften in den USA – und im Rest der Welt. Von Gregor Hochreiter. Grundsätzlich sollte man Aussagen von Donald Trump nicht allzu ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/ordnet-trumps-zollpolitik-die-weltwirtschaft-neu.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/Trump_showing_a_chart_with_reciprocal_tariffs.jpg" rel="lightbox[141754]"><img class="alignright wp-image-141767 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/Trump_showing_a_chart_with_reciprocal_tariffs-300x200.jpg" alt="Trump_showing_a_chart_with_reciprocal_tariffs" width="300" height="200" /></a>Eines der Ziele von Trumps Zollhammer, mit typisch US-amerikanischen Pathos von Donald Trump selbst als „Liberation Day“ bezeichnet, ist der deutliche Abbau des US-Handelsbilanzdefizits. Sollte Trump dies gelingen, hätte dies weitreichende Folgen für die Volkswirtschaften in den USA – und im Rest der Welt. Von Gregor Hochreiter.</span><span id="more-141754"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Grundsätzlich sollte man Aussagen von Donald Trump nicht allzu viel Gewicht beimessen. Dennoch lohnt sich angesichts wiederholter Aussagen, wonach die USA wegen ihres Handelsbilanzdefizits „ausgebeutet“ würden, ein Blick darauf, welche Auswirkungen eine tatsächliche Verringerung des US-Handelsbilanzdefizits oder gar ein Ende der Epoche von US-Leistungsbilanzdefiziten auf die Weltwirtschaft hätte. Die Konsequenzen wären weitreichend.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das allerdings nicht in einem normativen Sinn einer Verbesserung oder Verschlechterung, sondern in der faktischen Veränderung der Handelsströme und damit auch der globalen Produktionsstrukturen. Wie die einzelnen Länder eine derartigen fundamentalen Wandel bewerkstelligen würden, liegt naturgemäß in der Verantwortung jedes einzelnen Staates.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Grundlegend verändern würde sich jedoch die Verfügbarkeit von US-Dollar, der mit Abstand wichtigsten Handels- und Reservewährung, im Rest der Welt. Der Rest der Welt würde nicht mehr zu den bisher vergleichsweise günstigen Konditionen mit US-Dollar versorgt werden, was das Ende des US-Dollar-Zeitalters beschleunigen dürfte.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Zahlungsbilanz</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Debatten um Handelsbilanzdefizite gründen meist in der irrtümlichen Auffassung, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass eine positive Handelsbilanz auch normativ positiv, im Sinne von gut, vorteilhaft </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wäre, während eine negative Handelsbilanz schlecht oder nachteilig wäre. Dem ist </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber nicht so. Schließlich muss jede Bilanz immer und ausschließlich ausgeglichen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sein. Des einen Überschuss ist zwingend des anderen Defizit und umgekehrt. Anders </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">formuliert: Die Zahlungsbilanz legt bloß dar, womit die auf der Passivseite verbuchten </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Einkäufe aus dem Ausland, die Importe, auf der Aktivseite durch Exporte bezahlt werden. Oder noch einfacher formuliert: Jeder Kauf aus dem Ausland (=Import) muss </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">naturgemäß auch bezahlt werden (= Export).</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Des Irrtums Wurzel</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Irrtum, wonach eine positive Handelsbilanz vorteilhaft und eine negative </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Handelsbilanz nachteilig wäre, stammt aus Zeiten des Merkantilismus und einer </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Goldwährung. Bei einer Goldwährung generiert ein Handelsbilanzüberschuss </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Goldflüsse ins Inland und erhöhte derart das Vermögen des Landes, während ein </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Handelsbilanzdefizit zu einem Abfluss von Gold führte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zudem wäre der sich in einem Land mit fortlaufenden Handelsbilanzüberschüssen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aufbauende Goldschatz früher oder später für die Ausweitung der Importe verwendet </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">worden. Denn niemand baut Ersparnisse auf, so er diese nicht irgendwann </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">verwenden will. Somit hätte selbst im Merkantilismus ein Ausgleich der </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zahlungsbilanzen über die Zeit stattgefunden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zweifelsohne erweiterte ein sich aufbauender Goldschatz zwischenzeitlich die </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">finanziellen und politischen Handlungsmöglichkeiten. Insofern war in Zeiten der </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Goldwährung und des Merkantilismus ein Handelsbilanzüberschuss für den </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Herrscher durchaus vorteilhaft.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Doch die Zeiten der Goldwährung sind vorbei, das Denken in diesen Kategorien jedoch offensichtlich nicht. Hinzu kommt dafür eine neue Fehlerquelle: Bei der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts erhöhen Exporte das BIP, während Importe es reduzieren. Das hängt schlicht damit zusammen, dass das BIP sämtliche im Inland produzierten Güter und Dienstleistungen abbildet. Ärmer macht ein Import ein Land deswegen noch lange nicht, denn mittel- und langfristig hängt der Wohlstand eines Landes von dessen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ab. Der Import einer die Produktionskapazitäten ausweitenden Maschine erhöht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, auch wenn der Importvorgang selbst das BIP drückt.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Zahlungsbilanz</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was besagt die Zahlungsbilanz jetzt genau? Die Zahlungsbilanz erfasst alle </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Transaktionen zwischen zwei Ländern. Eine vereinfachte Zahlungsbilanz gliedert </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sich wie folgt:</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart1.png" rel="lightbox[141754]"><img class="aligncenter wp-image-141848 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart1-300x125.png" alt="chart1" width="300" height="125" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine erste Aufteilung wird in der Zahlungsbilanz zwischen dem Transfer von </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">gegenwärtigen Gütern (= Leistungsbilanz) und Forderungen auf künftige Zahlungen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(=Kapital(verkehrs)bilanz) vorgenommen. Die Leistungsbilanz wird weiter </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aufgegliedert in Waren und Dienstleistungen. Zu den Dienstleistungen zählen etwa </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Tourismus. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausländische Touristen, die im Inland einen Urlaub verbringen, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">werden als Dienstleistungsexport verbucht. Sie bringen dem Zielland eine Einnahme, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">„exportiert“ werden die Dienstleistungen „Erholung“ und „kulturelle Vermittlung“. </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Österreich hat aufgrund seines bedeutsamen Tourismussektors traditionellerweise </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">einen deutlichen Überschuss in der Dienstleistungsbilanz. Weitere Dienstleistungen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sind etwa die Zurverfügungstellung von Software und Patenten an das Ausland, eine </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">klassische Domäne der USA.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Kapital(verkehrs)bilanz ist das Spiegelbild der Leistungsbilanz</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Unter Ausblendung des Posten „Devisenreserven“ ergibt sich zwingend, dass ein </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Überschuss in der Leistungsbilanz, also ein höherer Betrag auf der linken Seite der </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bilanz als auf der rechten, in der Kapital(verkehrs)bilanz zu einem höheren Betrag </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">auf der rechten Seite führen muss, und zwar in exakt derselben Höhe. Verwirrend ist </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Tatsache, dass in der Kapital(verkehrs)bilanz die Ausgabenseite als </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">„Kapitalexport“ bezeichnet wird, die Einnahmenseite hingegen als „Kapitalimport“, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">also gegengleich zur Leistungsbilanz.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Grund ist der folgende: In der Kapital(verkehrs)bilanz werden nicht bereits </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">bestehende Güter – bereits produzierte Waren oder unmittelbar nutzbare</span><br />
<span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> Dienstleistungen – verbucht, sondern im Ausland erworbene Forderungen auf </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">künftige Zahlungen wie Dividenden aus Aktienbeteiligungen, Anleihezinsen oder </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">künftige Gewinne aus Direktinvestitionen. Um diese Kapitalgüter – Aktien, Anleihen, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Unternehmen – zu erwerben, fließt Kapital aus dem Inland ins Ausland, wird also </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">„exportiert“. Anders gesagt: Ein Land, das einen Überschuss in der Leistungsbilanz </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aufweist, investiert diesen Überschuss in Kapitalgüter im Ausland. Nochmals anders </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">gesagt: Ein Land, das mehr Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland importiert, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">als es exportiert, bezahlt den Differenzbetrag in der Bilanz heutiger Güter mit </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">künftigen Gütern.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein Kapitalimport führt demnach zu einer Abnahme der Forderungen bzw. zu einer </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland. Ein Kapitalexport erhöht </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Forderungen bzw. mindert die Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine individuelle Zahlungsbilanz</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Konzept der Zahlungsbilanz lässt sich problemlos auf die individuelle Ebene </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">herunterbrechen. Ein Physiotherapeut bezahlt sein Defizit in der Handelsbilanz mit </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dem Supermarkt durch einen Überschuss in der Dienstleistungsbilanz, das sich </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dadurch ergibt, dass der Physiotherapeut den Supermarkteigentümer massiert, aber </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">vom Supermarkteigentümer keine Dienstleistung bezieht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein Investor gleicht sein Defizit in der Leistungsbilanz mit einem Jungunternehmen, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">das sich durch das Zurverfügungstellen von heutigen Betriebsmitteln – meist in Form </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">von Geld – durch einen Überschuss in der Kapital(verkehrs)bilanz aus, das sich </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">durch die Übertragung von Eigentumsanteilen an den Investor ergibt.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Falsche Auffassungen führen zu politischen Konflikten</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Klarerweise können nicht alle Länder gleichzeitig Handelsbilanzüberschüsse </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">anstreben, geschweige denn realisieren, schließlich ist der Überschuss des einen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Landes das Defizit aller anderen Länder. Die Ausbreitung der Auffassung, wonach </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Handels- bzw. Leistungsbilanzüberschüsse vorteilhaft und erstrebenswert wären, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">provoziert in weiterer Folge politische Konflikte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Selbiges trifft auf eine Überbetonung von Zahlungsbilanzungleichgewichten zu. Die </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zahlungsbilanz bildet nur die relativen Ströme zwischen den Staaten ab. Zwar ist die </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aussage zutreffend, wonach Länder mit einem Leistungsbilanzdefizit mehr Güter und </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dienstleistungen konsumieren als sie produzieren und Länder mit einem </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanzüberschuss mehr produzieren als sie konsumieren. Somit ist eine </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aussage über die relative Gewichtung von gegenwärtigem Konsum im Vergleich zu </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">künftigem Konsum im Vergleich der Länder untereinander zulässig. Die </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zahlungsbilanzströme sagen jedoch nichts darüber aus, ob ein Land mit einem </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanzdefizit nicht unabhängig von den Zahlungsbilanzströmen sein </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Produktionsniveau absolut steigern kann.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Fallbeispiel Aufbau Ost</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es ist naheliegend, dass Länder mit einem erheblichen Finanzierungsbedarf ein </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanzdefizit aufweisen, nicht notwendigerweise weil sie exzessiv</span><br />
<span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> konsumieren, sondern infolge des hohen Investitionsbedarfs. So hatte Deutschland </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in den 1990er-Jahren einige Jahre lang ein Leistungsbilanzdefizit, denn schließlich </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">musste nach der Wiedervereinigung der Aufbau Ost finanziert werden. Dazu zapfte </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deutschland Finanzmittel aus dem Ausland an. Die Leistungsbilanz wurde negativ, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Kapital(verkehrs)bilanz positiv.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart2.png" rel="lightbox[141754]"><img class="aligncenter wp-image-141850 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart2-300x202.png" alt="chart2" width="300" height="202" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(Bezeichnenderweise explodierte der deutsche Leistungsbilanzüberschuss mit der </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Einführung des Euro, da dieser für Deutschland deutlich zu weich war – und auch </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weiterhin ist. Dies führte zu einem Crowding-Out zugunsten der Exportindustrie auf </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kosten der sonstigen Wirtschaftsbereiche. Eine Folge davon ist der miserable </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zustand der Infrastruktur in den alten Bundesländern.)</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Den USA auf den Zahn gefühlt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Unstrittig ist: Der Leistungsbilanzsaldo der USA ist seit Jahrzehnten deutlich negativ.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart3.png" rel="lightbox[141754]"><img class="aligncenter wp-image-141852 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart3-300x186.png" alt="chart3" width="300" height="186" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine genauere Auflösung zeigt, dass die Dienstleistungsbilanz einen Überschuss </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aufweist, während die Handelsbilanz deutlich negativ ist, was zusammen genommen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">den deutlich negativen Saldo in der Leistungsbilanz ergibt. Der Überschuss in der </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dienstleistungsbilanz ergibt sich insbesondere aus den Überschüssen bei </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Finanzdienstleistungen, Lizenzeinnahmen aus intellektuellem Eigentum sowie </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sonstigen Unternehmensdienstleistungen.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart4.png" rel="lightbox[141754]"><img class="aligncenter wp-image-141854 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/06/chart4-300x176.png" alt="chart4" width="300" height="176" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dominiert die Leistungsbilanz die Kapital(verkehrs)bilanz oder umgekehrt?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun stellt sich die Frage, ob sich die USA so ein hohes Leistungsbilanzdefizit leisten </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">können, weil Investitionen in die USA – Direktinvestitionen, Aktien, (Staats-)Anleihen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">– so attraktiv sind, oder ob die USA so viele Beteiligungen an das Ausland veräußern </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und Schuldscheine begeben müssen, weil sie deutlich mehr konsumieren wollen, als </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sie produzieren.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eugen von Böhm-Bawerk prägte 1914 den Satz: </span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Zahlungsbilanz [i.e. Kapitalbilanz] befiehlt, die Handelsbilanz [i.e. Leistungsbilanz] gehorcht, nicht umgekehrt.“ („Unsere passive Handelsbilanz“, in: Gesammelte Schriften von Eugen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">von Böhm-Bawerk, hrsg. v. Franz X. Weiss,1914, S. 508). </span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Damit wäre das hohe </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanzdefizit der USA die Belohnung dafür, dass der Investitionsstandort </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">USA und die USA als Schuldner für ausländische Anleger so attraktiv sind, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zumindest (deutlich) attraktiver als die anderen Investitionsstandorte und Schuldner.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanz und globale Nachfrage nach US-Dollar</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Hinzu kommt die Rolle des US-Dollar als weiterhin unangefochtene globale Handels- </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und Reservewährung. Mit ihrem Leistungsbilanzdefizit – das sich genau genommen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nur aus der Handelsbilanz speist, während die Dienstleistungsbilanz einen deutlichen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Überschuss ausweist – in Kombination mit dem Fiat-Geld-Regime befriedigen die </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">USA die Nachfrage des Rests der Welt nach US-Dollar. Analog dazu wiesen in Zeiten der Goldwährung die Goldförderländer zwingend ein Handelsbilanzdefizit auf, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weil nur so zusätzliche Einheiten des internationalen Zahlungsmittels Gold dem Rest </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Welt zur Verfügung gestellt werden konnten. Anders gesagt: Der Rest der Welt </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">bezahlt heutzutage die USA für die Zurverfügungstellung von Zahlungsmitteln für den </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">internationalen Handel sowie für den Aufbau von Devisenreserven mit der Lieferung </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">von sofort konsumierbaren Waren.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In gleichem Maße stellen die USA mit ihrem strukturell hohen Budgetdefizit dem Rest </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Welt US-Staatsanleihen zur Verfügung und damit den mit Abstand wichtigsten </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sichersten Vermögenswert für Finanzmärkte rund um die Welt.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die US-Zwillingsdefizite als Segen?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das US-amerikanische Zwillingsdefizit – Budget- und Leistungsbilanzdefizit – wäre </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">somit Ausdruck der Tatsache, dass die USA dem Rest der Welt Liquidität zur </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Verfügung stellen, die der Rest der Welt dringend benötigt. Bezüglich des </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanzdefizits ist noch eine Einschränkung vorzunehmen. Würde die US-</span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dollar-Geldmenge nicht so stark ausgeweitet werden, hätte die starke Nachfrage des </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auslands nach US-Dollar einen deutlich stärkeren US-Dollar zur Folge gehabt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die wesentlich kleinere Schweiz, die aber unter Anlegern als sicherer Hafen gilt, ist </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">diesbezüglich ein gutes Anschauungsbeispiel. Die Schweiz zeigt aber auch, dass mit </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">einer relativ starken Währung der Industriestandort gesichert werden kann und ein </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Leistungsbilanzüberschuss erzielt werden kann. Das trifft auch auf Deutschland zu.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die weitreichenden Folgen des Drehen der Zahlungsbilanzen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Folgen einer Reduktion des Leistungsbilanzdefizits liegen somit auf der Hand, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die umso einschneidender wären, sollte der US-Leistungsbilanzsaldo sogar positiv </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">werden.</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein geringeres Leistungsbilanzdefizit übersetzt sich in geringere Kapitalzuflüsse in die USA. Das wird die Aktien- und Anleihemärkte sowie die</span><br />
<span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> ausländischen Direktinvestitionen (FDI) negativ treffen.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dem Rest der Welt werden weniger US-Dollar zu den bisher vergleichsweise günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Sofern die Federal Reserve.nicht gegensteuert und das Interesse am US-Dollar als Handels- und Reservewährung außerhalb des US-Raums nicht zurückgeht, sollte ein Rückgang des Leistungsbilanzdefizits tendenziell zu einer Aufwertung des US- Dollar führen. Insbesondere in US-Dollar verschuldete Ausländer müssen zur Bedienung ihrer Schulden an die knapper werdende Ressource „US-Dollar“ gelangen, zu nahezu jedem Preis. Andererseits sinkt die Nachfrage nach US-Dollar im Gleichklang mit dem sinkenden Interesse an US-Vermögenswerten.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sollte die Attraktivität einer Anlage in US-Finanzvermögen strukturell zurückgehen, könnte dies zu einem globalen Abbau der US-Währungsreserven führen. Fließen diese in die US-Leistungsbilanz, wovon auszugehen ist, ist mit einer deutlichen Verbesserung der US-Handelsbilanz und US-Leistungsbilanz zu rechnen. Das wäre jedoch kein wirtschaftspolitischer Erfolg, sondern der Ausdruck für die Flucht aus dem US-Dollar. Zudem sollte der Inflationsdruck in den USA deutlich zunehmen.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine Umkehrung der US-Leistungsbilanz – oder auch nur der US-Handelsbilanz – würde die vom Export lebenden Länder insofern treffen, als ihr Exportsektor mit erheblichen Umsatzausfällen zu rechnen hätte. Daher müssten entweder der Export in andere Länder gefördert werden oder aber der heimische Exportsektor schrumpfen, während nicht-exportorientierte Wirtschaftszweige eine Ausweitung erfahren sollten, um den Beschäftigungsrückgang im Exportsektor aufzufangen.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor dem Hintergrund von Böhm-Bawerks Diktum, wonach die Kapital(verkehrs)bilanz den Takt vorgibt, ergibt sich, dass Trump das Leistungsbilanzdefizit der USA weniger durch Zölle bekämpfen kann oder durch eine Währungsabwertung, sondern das US-Leistungsbilanzdefizit schwinden wird, insofern die USA für Anleger unattraktiver werden. Das Handelsbilanzdefizit verschwindet dann gleichsam von selbst, weil der Rest der Welt es nicht mehr akzeptiert, von den USA für Warenexporte mit Forderungen auf künftige Erträge aus Anlagen in Aktien, (Staats-)Anleihen und Direktinvestitionen bezahlt zu werden, sondern umgehend mit Waren und Dienstleistungen.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bildquelle: The White House, Public domain, via Wikimedia Commons</span></p>
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