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	<title>staatsstreich.atFinanzen</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 Sep 2026 10:16:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>US-Schulden: Zins-Teufelskreis und &#8220;Militär-Keynesianismus&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2026 06:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die USA, die soeben ihren &#8220;Eckzinssatz&#8221; angehoben haben (anheben mussten), haben sich schon vor der erneuten Zinswende nach oben in einem &#8220;doom loop&#8221; befunden, bei dem sogar offiziell die massiv steigenden Zinskosten sichtbar werden, die im demnächst zu Ende gehenden Fiskaljahr 2025/26 (&#8220;FY 2026&#8243; von Oktober 2025 bis Ende September 2026) bereits über 1 Billion ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/us-schulden-zins-teufelskreis-und-militaer-keynesianismus.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die USA, die<a href="https://www.cnbc.com/2026/09/16/fed-rate-decision-september-2026.html?irclickid=3A0XGoTTkxyZWirzfuXMxU6LUkrzRkylgyyFSA0&amp;irpid=2447408&amp;irgwc=1&amp;afsrc=1"> soeben ihren &#8220;Eckzinssatz&#8221; angehoben haben (anheben mussten)</a>, haben sich schon vor der erneuten Zinswende nach oben in einem &#8220;doom loop&#8221; befunden, bei dem <em>sogar offiziell</em> die massiv steigenden Zinskosten sichtbar werden, die im demnächst zu Ende gehenden Fiskaljahr 2025/26 (&#8220;FY 2026&#8243; von Oktober 2025 bis Ende September 2026) bereits über 1 Billion Dollar ausgemacht haben. Laut der Studie einer Stiftung sollen sich in den nächsten zehn Jahren die Nettozinskosten&#8221; für das (bundesstaatliche) US-Budget etwa verdoppeln, nachdem sich die (offiziellen) Zinskosten in den vergangenen sieben Jahren bereits etwa verdreifacht haben. <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US_Ausgaben_FY_2026_master_resized_07.jpg" rel="lightbox[150788]"><img class="alignright wp-image-150800 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US_Ausgaben_FY_2026_master_resized_07-300x174.jpg" alt="US_Ausgaben_FY_2026_master_resized_07" width="300" height="174" /></a>Das ergibt ein Vergleich des Budgets 2019 &#8211; ebenfalls unter Präsident Trump &#8211; mit dem (Rumpf-)Budget 2026.</span><span id="more-150788"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Viel geht aus dem verpflichtenden Bericht hervor, den das Finanzministerium in Washington DC Monat für Monat veröffentlichen muss.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der<a href="https://fiscaldata.treasury.gov/static-data/published-reports/mts/MonthlyTreasuryStatement_202608.pdf"> letzte Bericht</a> endet mit dem Stichtag 31. August. Er beinhaltet auch die kumulierten Budgetzahlen für das laufende Fiskaljahr, naturgemäß nur 11 Monate (&#8220;FYTD&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da sich im letzten Zwölftel des FY aber nimmer viel ändern wird, eignet sich dieser Bericht für einen <em>groben Vergleich mit früheren Jahren</em>, den der<a href="https://srsroccoreport.com/us-govt-debt-interest-expense-doom-loop-social-security-trust-fund-deficits-really-increasing/"> US-amerikanische Blogger Steve St. Angelo &#8211; ursprünglich aus privaten Gründen &#8211; auch angestellt hat.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die vorliegende Darstellung ist zwar selbstständig erarbeitet, folgt dem Eintrag im &#8211; kostenpflichtigen &#8211; SRSroccoreport aber weitgehend. Eine weitere wesentliche Verständnisquelle ist <a href="http://staatsstreich.at/100-125-oder-gar-400-so-hoch-sind-die-us-schulden-wirklich.html">dieser Eintrag</a>, den Gastautor Hochreiter hier erst kürzlich veröffentlicht hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aus diesem geht u.a. hervor, dass es sich bei den folgend besprochenen Defiziten/Schulden um</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">welche des Zentralstaats handelt und dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sich diese <em>zentralstaatliche Verschuldung</em> der USA in &#8220;debt held by the public&#8221; und &#8220;intragovernmental holdings&#8221; unterteilt sowie dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">anderswo, auch in der EU, die <strong><em><span style="color: #000000;">gesamtstaatliche Verschuldung</span></em></strong> (mit div.  Teilstaaten und Gebietskörperschaften) auf das Bruttosozialprodukt (BSP/GDP) bezogen wird.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es sollte nach der Lektüre dieses Beitrags auch klar sein, dass es zwar fraglich ist, ob die &#8220;intragovernmental holdings&#8221; den Schulden des Zentralstaats zugeschlagen werden sollen, nicht aber, ob diese <em><span style="color: #000000;"><strong>Schulden</strong> bedient werden müssen</span></em>. <strong><em><span style="color: #000000;">Sie müssen.</span> </em></strong>Der US-Bundesfinanzminister muss Zins- und Tilgungszahlungen beiderlei Art aus den &#8211; zentralstaatlichen &#8211; (Steuer-)Einnahmen und der Neuausgabe von Treasuries finanzieren.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das monatliche Treasury-Statement der USA führt zwar penibel alle offiziellen Ausgaben der Zentralregierung an, bezieht diese aber <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> auf die (erwartete) Wirtschaftsleistung des Gesamtstaats, die (bisher) ja für die &#8220;Schulden-Tragfähigkeit&#8221; ausschlaggebend ist (die <em>GDP-Rechnung</em> weist übrigens eigene Probleme auf, die hier <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong> angetönt werden sollen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das sind gewissermaßen jene <em>Einschränkungen,</em> mit denen</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">fast alle Daten zentraler US-Stellen und auch</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">St. Angelos Analyse <a href="https://srsroccoreport.com/us-govt-debt-interest-expense-doom-loop-social-security-trust-fund-deficits-really-increasing/">&#8220;US GOVT DEBT &amp; INTEREST EXPENSE DOOM LOOP: Social Security Trust Fund Deficits Really Increasing&#8221;</a> zu verstehen sind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bevor ins Detail gegangen wird, soll hier davor gewarnt werden zu glauben, dass die Daten, die das offizielle Budget ausweist, wirklich alles erfassen. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine erkleckliche weitere Summe ist wohl &#8220;off the books&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und das nicht nur, weil die 50 US-Teilstaaten und die <a href="https://www.staatsverschuldung.de/implizite-verschuldung/">&#8220;implizite Verschuldung&#8221;</a> nicht erfasst werden. Extreme Schätzungen gehen davon aus, dass zu den jährlich gut 7 Billionen USD 50 &#8211; 100% addiert werden müssen, will man dem wahren Ausmaß der US-Bundesschulden nahe kommen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein zentraler Befund des <a href="https://srsroccoreport.com/">US-Bloggers St. Angelo</a> (den <em>dieser Schreiber</em> teilt), ist, dass sich der Bundesstaat der Vereinigten Staaten wegen der Zinsen bereits seit Jahren in einem &#8220;doom loop&#8221;, einem <strong><em><span style="color: #000000;">Teufelskreis</span></em></strong> befindet,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in dem stark steigende Zins- bzw. Tilgungskosten (?) das Budgetdefizit in die Höhe treiben,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was wiederum die einschlägigen Kosten der nächsten Jahre befeuert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Steve belegt dies mit einem Vergleich der Budgetausgaben für das FY 2019 u.a. mit jenen des Rumpfjahrs 2026 (ab ca. 4:20),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der zeigt, dass die Nettozinskosten binnen sieben Jahren von 379 Mrd. US-Dollar im Gesamtjahr auf derzeit bzw. 2025 etwa 1.000 Mrd. Dollar gestiegen sind.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie anhand einer Balkengrafik bei 5:35 gezeigt wird, entspricht das einem Plus von fast 600 Milliarden (FY 2025 gegenüber dem gesamten Fiskaljahr 2019):</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Screenshot_Steve_St_Angelo_SRSrocco-Report_Increase_spending_since_2019.png" rel="lightbox[150788]"><img class="aligncenter wp-image-150844 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Screenshot_Steve_St_Angelo_SRSrocco-Report_Increase_spending_since_2019-300x168.png" alt="Screenshot_Steve_St_Angelo_SRSrocco Report_Increase_spending_since_2019" width="300" height="168" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun &#8220;fehlen&#8221; hier, wie bereits angetönt,</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die &#8220;inflationäre&#8221; Ausweitung des Budgets in diesem Zeitraum sowie</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die &#8211; auch tlw. <em>Kredit getriebene</em> &#8211; Steigerung des Bruttosozialprodukts.</span></li>
</ul>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">Eine von St. Angelo hier NICHT angestellte Prozentrechnung dieses Bloggers zeigt jedoch, dass bezogen auf die Gesamtausgaben</span></em></strong></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">nicht nur absolut, sondern auch relativ die Nettozinskosten von 9,1 auf 13,8 Prozent der Budgetausgaben in die Höhe geschnellt sind</span></em></strong><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> (siehe dazu die jeweiligen Angaben des Finanzministeriums und des &#8220;Congressional Budget Office&#8221;/CBO).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Laut einer Projektion der Peterson Foundation bei etwa 7:00 der Präsentation sollen die Nettozinskosten 2036 mehr als 2.000 Mrd. US-Dollar erreichen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Den Vergleich mit dem jeweiligen GDP-Wachstum hat auch <em>dieser Blogger</em> nicht mehr angestellt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(der Prozentsatz der Neuverschuldung soll stabil bleiben, wird offiziell gerechnet).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Theorie nach müssten auch die deutlich höheren Zinskosten durch mehr Steuereinnahmen und entsprechende Neukreditaufnahme abzudecken sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Problem ist &#8220;nur&#8221;, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die steigenden Steuereinnahmen womöglich <em>reines Wunschdenken</em> der aktuellen Administration sind und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es mehrere Anzeichen dafür gibt, dass künftige Neuausgaben von US-Staatsschulden nicht mehr so einfach sind wie bisher (um das <em>gelinde auszudrücken</em>).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein zweites bemerkenswertes Ergebnis der SRSroccoreport-Analyse betrifft die &#8220;intragovernmental holdings&#8221;, die etwa ein Viertel der Schulden des US-Zentralstaats ausmachen (knapp 8.000 Mrd. USD).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese &#8220;interne Verschuldung&#8221; bei US-Staatsfonds wird <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong>, wie auch <em>dieser Blogger</em> bisher glaubte, weitaus überwiegend vom &#8220;Social Security-Treuhandfonds&#8221; aufgebracht, sondern &#8220;relativ mehrheitlich&#8221; von Fonds von Staatsangestellten i.R.,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">worauf St. Angelo ab etwa 4:20 erstmals hinweist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei etwa 9:30 füttert St. Angelo eine Google-KI mit Daten des Finanzministeriums und erhält folgende Tortengrafik:</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Intragovernmental-Debt-Breakdown-SEP-2026.png" rel="lightbox[150788]"><img class="aligncenter wp-image-150869 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Intragovernmental-Debt-Breakdown-SEP-2026-300x200.png" alt="US-Intragovernmental-Debt-Breakdown-SEP-2026" width="300" height="200" /></a><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Grafk zeigt schlicht und ergreifend, dass nur etwa ein Drittel der &#8220;intragovernmental debt&#8221; vom Treuhandfonds der Sozialversicherung gehalten wird, aber 42,5 Prozent vom Fonds für pensionierte Militärs, jenem für sonstige ehemalige Staatsangestellte sowie einem &#8220;Invaliditätsfonds&#8221;.</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Speziell die Größe des Fonds für nicht mehr aktive Militärs ist <em>Atem beraubend</em>. Dieser kommt größenordnungsmäßig an das &#8220;Kuchenstück&#8221; der Sozialversicherung heran.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In diesem Licht und in jenem der <a href="https://www.whitehouse.gov/wp-content/uploads/2026/04/rebuilding-our-military-fact-sheet.pdf">für das nächste Fiskaljahr geplanten (zentralstaatlichen) Ausgaben für das Militär (1,5 Billionen Dollar)</a> scheint es angebracht, eine Debatte über den (nur &#8220;aktuellen&#8221;?) US-&#8221;Militär-Keynesianismus&#8221; zu führen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser Terminus ist unter Wirtschaftshistorikern in/für Mitteleuropa mit dem besetzt, was der deutsche Nationalsozialismus in den 1930ern mit &#8220;Wiederbewaffnung&#8221; und &#8220;MEFO-Wechseln&#8221; getan hat</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- im historischen Fall freilich <em>unter den Bedingungen von Diktatur und Geheimhaltung</em>. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der machtpolitische Ausgangspunkt der heutigen USA ist auch ein völlig anderer:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weder haben die Staaten zuvor einen Weltkrieg verloren und einen &#8220;Diktatfrieden&#8221; unterschreiben müssen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">noch hat Nazi-Deutschland damals eine <em>internationale Fiat-Reservewährung</em> gestellt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es gibt also <em>einige sofort ins Auge stechende Unterschiede.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber wie anders denn als &#8220;Militär-Keynesianismus&#8221; lässt es sich bezeichnen, wenn </span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;unser Militär neu aufgebaut&#8221; werden soll und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ein &#8220;Staatsfonds für Soldaten im Ruhestand&#8221; wesentlich dazu beiträgt, die Neuverschuldungsfähigkeit des US-Zentralstaats aufrecht zu halten?</span></li>
</ul>
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		<title>100, 125 oder gar 400% &#8211; So hoch sind die US-Schulden wirklich</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 22:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18. August war es so weit. Der Schuldenstand der USA durchbrach die Marke von 40 Bill. USD. Damit steht die US-Verschuldung bei knapp 125% des BIP. Oder beträgt sie doch nur 100%? Die US-Verschuldungszahlen stiften immer wieder Verwirrung. So oder so: Die Verschuldungslage wird für die USA zur Belastung, und damit auch für die Welt. Von Gregor ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/100-125-oder-gar-400-so-hoch-sind-die-us-schulden-wirklich.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Am 18. August war es so weit. Der Schuldenstand der USA durchbrach die Marke von 40 Bill. USD. Damit steht die US-Verschuldung bei knapp 125% des BIP. Oder beträgt sie doch nur 100%? Die US-Verschuldungszahlen stiften immer wieder Verwirrung. So oder so: Die Verschuldungslage wird für die USA zur Belastung, und damit auch für die Welt. Von Gregor Hochreiter</span><span id="more-150281"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die USA sind die führende Volkswirtschaft der Welt. Die US-Wirtschaftsdaten werden weltweit mit Argusaugen verfolgt wie auch die wirtschaftspolitischen Beschlüsse. US-Schuldverschreibungen sind das Rückgrat des globalen Finanzsystems, so wie der US-Dollar global betrachtet mit Abstand die wichtigste Fiat-Währung ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Umso überraschender ist, dass die vom allgemeinen Standard abweichende Berechnung der öffentlichen Schulden kaum eine Aufmerksamkeit erhält.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Absolute Schuldenhöhe statt relativem Verschuldungsgrad</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die erste Anomalie ist, dass in den USA vorrangig der absolute Schuldenstand Gegenstand der öffentlichen Debatte ist. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So wird das Überschreiten jeder neuen Billion an US-Staatsverschuldung medial und politisch thematisiert wird. (Im weiteren Verlauf wird sich weisen, dass dieser übliche Begriff für die USA normalerweise unzutreffend ist.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Maastricht-Kriterium der Staatsverschuldung von 60% bezieht sich dagegen auf die Höhe der Staatsverschuldung relativ zur Wirtschaftsleistung. Und nahezu alle wirtschaftspolitischen Publikationen ziehen den relativen Verschuldungsgrad für ihre Analysen heran.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In den USA beschränkt hingegen die vom US-Kongress gesetzlich verankerte absolute Schuldenobergrenze eine darüber hinausgehende Schuldenaufnahme. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Derzeit liegt sie bei 41,1 Billionen USD. Mehr Geld darf das US-Finanzministerium nicht aufnehmen. Diese absolute Schuldenobergrenze liefert die Erklärung für die starke Betonung des absoluten Schuldenniveaus in den USA.</span></p>
<p><a href="https://edition.cnn.com/2026/08/23/economy/national-debt-40-trillion"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Hier der Anstieg im Chart eines großen US-Fernsehsenders:</span></a></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_US_Debt_CNN.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150606 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_US_Debt_CNN-300x262.png" alt="Total_US_Debt_CNN" width="300" height="262" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein wenig relativiert sich die Schuldenorgie der USA, wenn man die US-Schuldenentwicklung logarithmisch darstellt. Schließlich ist jede zusätzliche Billion an Schulden relativ betrachtet ein geringerer Anstieg als die vorherige.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausgehend von einem Schuldenstand von 1 Bill. USD entspricht eine Schuldenausweitung um eine weitere Billion einem Anstieg um 100%, ausgehend von einem Schuldenstand von 39 Bill. USD erhöht diese Billion die Verschuldung hingegen nur mehr um 2,6%.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_Pub_Debt_log_FRED.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150608 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Total_Pub_Debt_log_FRED-300x107.png" alt="Total_Pub_Debt_log_FRED" width="300" height="107" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zudem entwertet die Inflation die reale Kaufkraft des US-Dollars. Eine 1970 aufgenommene Billion an US-Schulden entspricht aktuell rund 8,6 Billionen USD.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">100% oder 125% US-Verschuldung? Das ist die Frage</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die nun mehr als 40 Bill. USD an US-Staatsverschuldung entsprechen rund 125% des BIP. Das ist mehr als die Verschuldung Frankreichs. Mitunter wird die US-Staatsverschuldung aber auch mit rund 100% oder rund 32 Bill. USD angegeben. Dementsprechend wird der aktuelle </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zinsendienst der USA das eine Mal mit rund 1 Bill. USD angegeben und das andere Mal mit rund 1,25 Bill. USD. Was ist der Grund für diesen Unterschied?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der niedrigere Wert bezieht sich auf die von der Öffentlichkeit gehaltenen US-Staatsverschuldung, im Englischen „Federal debt held by public“. Diese Schuldtitel können am Sekundärmarkt frei gehandelt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der höhere Wert – „Total public debt“ bezieht nicht-handelbare Schuldtitel mit ein. Rund 95% der insgesamt fast 8 Bill. USD halten öffentliche Treuhandfonds im Bereich der Sozialversicherung, mit dem „Federal Old-Age and Survivors Insurance Trust Fund“ („Social Security) und dem „Military Retirement Fund“ als den beiden größten.</span></p>
<p><a href="https://fiscaldata.treasury.gov/americas-finance-guide/national-debt/"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Überschüsse müssen diese Fonds in verzinste US-Staatsanleihen anlegen. Dabei handelt es sich um „intra-governmentale Schulden“. </span></a></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Intragovernmental_Holdings.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150602 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Intragovernmental_Holdings-274x300.png" alt="Intragovernmental_Holdings" width="274" height="300" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gemäß internationalen Regelwerken werden derartige intra-governmentale Schulden – d.h. wenn der Gläubiger eine staatliche Institution ist, normalerweise herauskonsolidiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">So hat in der Alpenrepublik Finanzminister Marterbauer die Bundesländer und Gemeinden aufgerufen, überschüssige Liquidität in kurzläufige Bundesanleihen der Republik, sogenannte Bundesschätze, anzulegen. Der banale Grund: Von anderen Gebietskörperschaften erworbene </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Staatsanleihen werden gemäß ESVG 2010 sowie Verordnung (EG) <a href="https://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:145:0001:0009:de:PDF">Nr. 479/2009</a> und dem <a href="https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-manuals-and-guidelines/w/ks-gq-23-002">„Manual on Government Deficit and Debt – Implementation of ESA 2010“</a> konsolidiert und <a href="https://www.bundesschatz.at/oeffentliche-einheiten">reduzieren damit die Staatsschuldenquote.</a></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die US-Staatsverschuldung ist nicht die Verschuldung des US-Staats</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bislang wurde der im Kern falsche Begriff „Staatsverschuldung“ für die USA verwendet. Denn für gewöhnlich werden für die USA nur die Bundesschulden („federal debt“) ausgewiesen, in Europa und von den internationalen Organisationen hingegen die Staatsschulden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Sektor Staat umfasst – je nach Staatsaufbau – neben dem Bund bzw. der Zentralregierung auch noch die Bundesländer bzw. Teilstaaten und Gemeinden oder andere lokale Gebietskörperschaften. Die gesetzlichen Sozialversicherungen, sofern diese auf gesetzlich verpflichtenden und politisch kontrollierten Beitragszahlungen und Leistungen beruhen, zählen ebenso zum Sektor Staat.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie hoch sind nun die Staatsschulden der USA?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das kommt darauf an. Internationale Organisationen ziehen bei den Bundesschulden den niedrigeren Wert von rund 100% des BIP heran. Die Verschuldung der Bundesstaaten und die lokalen Gebietskörperschaften muss geschätzt werden, da es kein einheitliches Regelwerk und auch keine Pflicht zur Konsolidierung gibt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Schätzungen schwanken naturgemäß. Der IWF weist für die USA (2024) eine Bundesverschuldung von 102,7% des BIP aus und eine Staatsverschuldung von 120,8%. Das ergibt eine Verschuldung der Bundesstaaten und lokalen Gebietskörperschaften von 18,1% des BIP. Die Sozialversicherungsfonds sind Gläubiger.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aus Sicht des US-Finanzministers ist die Rechnung allerdings eine andere. Dieser muss die 40 Bill. USD refinanzieren und damit eine Verschuldung in der Höhe von 125% des BIP. Rechnet man die 18,1% der sonstigen öffentlichen Verschuldung hinzu, landet man bei knapp </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">140% des BIP. Damit läge die US-Verschuldung sogar über jener Italiens.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Starke Änderung der Gläubigerstruktur</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bemerkenswert ist zudem, wie sich die Gläubigerstruktur der USA verändert hat. Mehr als die Hälfte der US-Bundesschulden werden mittlerweile von privaten US-Investoren gehalten. 2015 lag deren Anteil noch unter 30%.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ebenfalls leicht zugenommen hat der Anteil von </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ausländischen Privatinvestoren, während sich der Anteil ausländischer offizieller Institutionen seit 2008 in einem stetigen Abwärtstrend befindet und von etwas über 40% auf nur mehr etwas über 10% zurückgegangen ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Deutlich im Rückgang befindet sich die Federal Reserve </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">als Gläubiger als Folge der quantitativen Straffung, <a href="https://www.ib.barclays/research.html">wie der Chart einer großen Investmentbank zeigt</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- nach dem starken Anschwellen auf Grund der markanten quantitativen Lockerung während der Corona-Pandemie.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/investoren_treasuries_liniengrafik.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150519 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/investoren_treasuries_liniengrafik-300x184.png" alt="investoren_treasuries_liniengrafik" width="300" height="184" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Quo vadis, US-Verschuldung</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die beiden großen Treiber der US-Verschuldung sind das enorme Defizit und die seit einigen Quartalen kräftig anziehenden Zinsen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Von seiner Ankündigung, den US-Bundeshaushalt in Ordnung zu bringen, ist Donald Trump meilenweit entfernt, nicht zuletzt wegen des höchstgerichtlichen Urteils, das nahezu alle Zölle für ungesetzlich erklärt und die Rückzahlung der zu Unrecht erhobenen Zölle angeordnet hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Folglich könnte sich das Defizit – auf Bundesebene – im mit per Ende September zu Ende gehenden Fiskaljahr 2026 in US-Dollar sogar ausweiten. Relativ zum BIP ist gegenüber dem Vorjahr eine Stabilisierung nun realistisch.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Kumulative_US_Defizite_monatlich.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150524 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Kumulative_US_Defizite_monatlich-300x124.png" alt="Kumulative_US_Defizite_monatlich" width="300" height="124" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mittelfristig erwartet das „Congressional Budget Office“ (CBO), der Budgetdienst des US-Kongresses, eine im Trend leicht abfallende Seitwärtsbewegung des US-Bundeshaushalts in tiefrotem Territorium.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Defizit.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150573 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Defizit-300x180.png" alt="Defizit" width="300" height="180" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Höchst problematisch ist, dass sich der Primärsaldo der USA – also das Haushaltsdefizit ohne Zinszahlungen – weiter deutlich im negativen Bereich bewegt. Italien verzeichnet dagegen seit mehr als 30 Jahren fast durchwegs Primärüberschüsse, sieht man von der Corona-Pandemie und dem Rezessionsjahr nach der Weltfinanzkrise 2007/08 ab. (N. B.: Die Prognose für Frankreich ist hoffnungslos überoptimistisch.)</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Primärsaldo.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150570 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Primärsaldo-300x182.png" alt="Primärsaldo" width="300" height="182" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Geht die Zinswette von Trump und Warsh auf?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wirtschaftspolitisch sind die Trump-Administration und der neue Vorsitzende der Federal Reserve, eine riskante Wette eingegangen. Sie versuchen die Laufzeit der US-Bundesverschuldung zu kürzen. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der erhoffte KI-Boom soll einen Produktivitätsboom auslösen und über eine sinkende Inflation der Federal Reserve Zinssenkungen ermöglichen. Eine kürzere Laufzeit der US-Bundesverschuldung würde es dann möglich machen, kurzläufige Staatsschulden zu niedrigeren Zinsen zu begeben und damit den Zinsendienst reduzieren.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob diese Wette aufgeht, darf bezweifelt werden. Aktuell notieren 6-monatige Treasury Bills bei über 3,85%, 10-jährige Bundesanleihen bei über 4,75% und damit jeweils über dem aktuellen Durchschnittszinsatz der US-Bundesverschuldung von 3,45%. Auslaufende Anleihen müssen daher im Regelfall durch höherverzinste Schuldscheine refinanziert werden, was den Zinsendienst weiter erhöht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei den 10-jährigen US-Bundesanleihen vollzog sich im Herbst 2022 der epochale Wechsel. Nachdem jahrzehntelang neue 10-jährige Bundesanleihen mit einer niedrigeren als der Durchschnittsverzinsung begeben werden konnten, ist seither die Emissionsrendite neuer </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bundesanleihen höher als die Durchschnittsverzinsung.</span> <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Aktuelle-Rendite-Durchschnittsverzinsung.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150572 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Aktuelle-Rendite-Durchschnittsverzinsung-300x180.png" alt="Aktuelle Rendite - Durchschnittsverzinsung" width="300" height="180" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und im nächsten Jahr müssen mehr als 8 Bill. USD an US-Bundesverschuldung refinanziert werden. Das entspricht einem Viertel der handelsfähigen US-Verschuldung von etwas über 32 Bill. USD. Hinzu kommt darüber hinaus der Finanzierungsbedarf für das laufende Defizit, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">das auch im nächsten Jahr vermutlich um die 2 Bill. USD betragen wird. <a href="https://x.com/elerianm/status/2063126018932555805">Hier die Größenordnungen des &#8220;Rollovers&#8221; in einem FT-Char</a>t:</span><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/treasury_roll_over.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150546 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/treasury_roll_over-300x229.png" alt="treasury_roll_over" width="300" height="229" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Prognosen des „Congressional Budget Office“, vergleichbar mit dem Budgetdienst des österreichischen Parlaments, sind hinsichtlich der Entwicklung des Zinsendienstes weniger optimistisch. Dieser ist in den vergangenen Jahren nach Ende der Niedrigzinsphase bereits deutlich gestiegen – und soll weiter scharf ansteigen.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Zinsendienst.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150571 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/US-Zinsendienst-300x180.png" alt="US-Zinsendienst" width="300" height="180" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dabei sind die Annahmen zur Renditeentwicklung des CBO sehr optimistisch. Bis 2036 soll sich die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe von aktuell unterstellten und bereits deutlich zu niedrigen 4,1% auf lediglich 4,4% im Schnitt erhöhen, jene der 3-monatigen Treasury Bill soll von aktuell unterstellten 3,3% auf 3,1% fallen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bezogen auf die Steuereinnahmen des Bundes befindet sich der Zinsendienst mit aktuell rund 33% in diesem Jahrtausend auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau, <a href="https://wolfstreet.com/2026/08/27/quarterly-update-on-the-ugly-fiscal-condition-of-the-us-in-q2-2026/">zeigt Wolf Richter.</a> Historisch betrachtet ist dieser Prozentsatz aber noch weit von den Spitzenwerten jenseits der 50% </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">entfernt.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Interest_payments_tax_receipts_Linie.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150548 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Interest_payments_tax_receipts_Linie-300x228.png" alt="Interest_payments_tax_receipts_Linie" width="300" height="228" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die implizite Verschuldung der USA ist deutlich höher</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es zählt zu den großen polit-ökonomischen Mythen, dass die USA keinen signifikanten Sozialstaat hätten. Die Schuldensituation der USA ist sogar noch dramatischer, wenn man die langfristigen Verpflichtungen der USA der langfristigen Steuereinnahmenentwicklung gegenüberstellt. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die aktuellen Berechnungen des <a href="https://fiscal.treasury.gov/resources/reports-statements">Statement of Long-Term Fiscal Projections</a> des US-Finanzministeriums haben ergeben, dass die ungedeckten Verpflichtungen der USA in den nächsten 75 Jahren mittlerweile auf 88,4 Bill. USD angelaufen sind. 2021 waren es „nur“ 71,0 Bill. USD gewesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das entspricht rund dem rund 2,75-Fachen des aktuellen BIPs der USA. Diese implizite Verschuldung ergibt zusammen mit den explizit ausgewiesenen Schulden von 125% des BIP eine Gesamtverschuldung des Bundes in den USA von zumindest 400% des BIP.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zum Vergleich:<a href="https://www.stiftung-marktwirtschaft.de/inhalte/publikationen/detailansicht/ehrbarer-staat-update-2025-der-generationenbilanz-rentengratifikation-sozialstaatsexpansion-schuldenanstieg/"> Die aktuellen Berechnungen für Deutschland</a> belaufen sich auf eine Gesamtverschuldung von etwas mehr als 450%.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Fazit</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor Kurzem machte US-Finanzminister Scott Bessent eine markige Ankündigung. Er sei optimistisch, dass die USA – sprich die Bundesverschuldung – in den kommenden Jahren aus den Schulden herauswachsen werde. Dazu müsste das Nominalwachstum strukturell höher ausfallen als das Schuldenwachstum. Dies gelang in den mehr als 5 Jahrzehnten seit 1971 allerdings nur selten. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob der von der KI-(R)Evolution erhoffte Wachstumsschub tatsächlich einsetzen wird, wird die Zukunft weisen. Die Aussagen der US-Administration dürfen </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">angesichts der historischen Erfahrungen durchaus als zweckoptimistisch gewertet werden.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Bundesverschuldung-und-Nominalwachstum.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150600 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/Bundesverschuldung-und-Nominalwachstum-300x181.png" alt="Bundesverschuldung und Nominalwachstum" width="300" height="181" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für die US-Wirtschaft im Gesamten ist es eine gewisse Erleichterung, dass die gesamtgesellschaftliche Verschuldung (Staat, Unternehmen, private Haushalte) sich seit Ende der Rezession im Jahr 2009 im Anschluss an die Weltfinanzkrise 2007/08 – von Corona einmal abgesehen – nur eine leichte Aufwärtsentwicklung aufweist. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese ergab sich auch nur, weil nach dem kräftigen Corona-Ausreißer die gesellschaftliche Gesamtverschuldung nicht ganz auf das Ausgangsniveau zurückkehrte.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/gesellschaftliche-Gesamtverschuldung.png" rel="lightbox[150281]"><img class="aligncenter wp-image-150599 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/09/gesellschaftliche-Gesamtverschuldung-300x199.png" alt="gesellschaftliche Gesamtverschuldung" width="300" height="199" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Anders gesagt: Während sich die öffentliche Hand in den USA kräftiger verschuldet, reduzieren die Unternehmen und die privaten Haushalte sukzessive ihre Schuldenlast. Die Schuldenlast wird in den USA zwischen den ökonomischen Sektoren somit vornehmlich verschoben.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und diese Verschiebung könnte auch wieder in die andere Richtung gehen. An der Problematik der markant anziehenden Zinsen, ändert das natürlich nichts</span>.</p>
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		<title>Ein deutschstämmiger &#8220;Auskenner&#8221; zur Lage an den Finanzmärkten</title>
		<link>http://staatsstreich.at/ein-deutschstaemmiger-auskenner-zur-lage-an-den-finanzmaerkten.html</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 22:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein aus Bayern stammender Princeton-Professor, der demnächst in Jackson Hole ein Referat halten wird, spricht in einem deutschsprachigen Interview u.a. über die Probleme des USD und der internationalen Finanzmärkte. Dieser Blogger sieht vieles anders, als &#8220;aktueller Problemaufriss&#8221; scheint das eiugebettete YT-Video aber gut geeignet.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein aus Bayern stammender Princeton-Professor, der demnächst in<a href="https://www.fondsprofessionell.de/news/maerkte/headline/analyse-was-jackson-hole-fuer-den-markt-bedeutet-253062/"><em> Jackson Hole</em> </a>ein Referat halten wird, spricht in einem deutschsprachigen Interview u.a. über die Probleme des USD und der internationalen Finanzmärkte. <em>Dieser Blogger</em> sieht vieles anders, als &#8220;aktueller Problemaufriss&#8221; scheint das eiugebettete YT-Video aber gut geeignet.</span><iframe title="USA: KI oder K.O.? Dr. Andreas Beck &amp; Prof. Markus Brunnermeier: Worum geht es in Jackson Hole?" src="https://www.youtube.com/embed/pHy5wnh3icc" width="1180" height="664" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-150148"></span></p>
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		<title>Energie: 70 USD für e. Versprechen sind noch immer viel zu viel</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 15:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Blogosphäre wird seit Tagen darüber spekuliert, wie es sein kann, dass der &#8220;Ölpreis&#8221; derart einbricht, wo doch a) bisher keine nennswerten &#8220;outbound-Mengen&#8221; durch die &#8220;Strait of Hormuz&#8221; gehen (mit Ausnahme von einigen wenigen iranischen/chinesischen Tankern) und b) dies aus mehreren Gründen auch künftig nicht der Fall sein wird/kann. Dieser Blogger hat sich jüngst ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-70-usd-fuer-e-versprechen-sind-noch-immer-viel-zu-viel.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_149230" style="width: 222px" class="wp-caption alignright"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-27-at-17-07-36-File-RL34625-IA-RL34625-crs.pdf-Wikimedia-Commons.png" rel="lightbox[149208]"><img class="wp-image-149230 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/06/Screenshot-2026-06-27-at-17-07-36-File-RL34625-IA-RL34625-crs.pdf-Wikimedia-Commons-212x300.png" alt="Screenshot 2026-06-27 at 17-07-36 File RL34625 (IA RL34625-crs).pdf - Wikimedia Commons" width="212" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">CRS-Report 2008, public dom.</p></div>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">In der <em>Blogosphäre</em> wird seit Tagen darüber spekuliert, wie es sein kann, dass der &#8220;Ölpreis&#8221; derart einbricht, wo doch a) bisher keine nennswerten &#8220;outbound-Mengen&#8221; durch die &#8220;Strait of Hormuz&#8221; gehen (mit Ausnahme von einigen wenigen iranischen/chinesischen Tankern) und b) dies aus mehreren Gründen auch künftig nicht der Fall sein wird/kann. <span style="color: #000000;"><em>Dieser Blogger</em></span> hat sich jüngst über ein <a href="http://staatsstreich.at/ex-trader-ueber-d-realitaetsverlust-d-oelmaerkte-praes-trump-zitat.html">Zita</a>t an diesen Spekulationen beteiligt, <span style="color: #000000;"><em>gelobt jetzt aber Besserung</em></span>. Er <span style="color: #000000;"><em>spekuliert zum Abschluss nur mehr ein einziges Mal </em></span>und meint<em>, </em>dass der sg. Ölpreis gar nicht (nicht mehr) der Preis für ein physisches Barrel ist. Ähnliches scheint jahrzehntelang für gewisse &#8220;Rohstoffe&#8221; funktioniert zu haben. <span style="color: #000000;"><em>Blöderweise</em></span> sind die &#8220;gewissen Rohstoffe&#8221; keine Verbrauchsgüter, Öl/Treibstoffe aber schon.</span></p>
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		<title>Ex-Trader über d. &#8220;Realitätsverlust&#8221; d. Ölmärkte &amp; Präs. Trump &#8211; Zitat</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 10:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;What&#8217;s happened for the past three months? Every time you buy oil at $90, 95 dollars, Trump announces some crazy, you know,  they&#8217;ve got the outlines of a deal. Oil falls 6 or $7 overnight, and you lose 6 or $7,000 for every lot of oil that you&#8217;re long. That&#8217;s an instantaneous loss that you ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/ex-trader-ueber-d-realitaetsverlust-d-oelmaerkte-praes-trump-zitat.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;What&#8217;s happened for the past three months? Every time you buy oil at $90, 95 dollars, Trump announces some crazy, you know,  they&#8217;ve got the outlines of a deal. Oil falls 6 or $7 overnight, and you lose 6 or $7,000 for every lot of oil that you&#8217;re long. That&#8217;s an instantaneous loss that you take. You sit there and you&#8217;re sitting on a premium that the president of The United States with his mouth can destroy you with, every time you take a position like this.&#8221; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yqo8OsT3f5c">Dan Dicker in: Ölvorräte in der Gefahrenzone, Bloomberg Podcasts (ab 5:35), 22.6.2026</a></span></span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=yqo8OsT3f5c"><iframe title="Ölvorräte in der Gefahrenzone" src="https://www.youtube.com/embed/yqo8OsT3f5c?start=536" width="1102" height="620" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-149068"></span></a></p>
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		<title>Vergleich d. Gold/Silber-&#8221;Minings&#8221; mit jenem von BTC</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 05:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Blogger Steve St. Angelo, der auch der Edelmetall-Szene &#8220;immer wieder mit dem A. ins Gesicht fährt&#8221;, hat in einem jüngeren Posting Einnahmen und Kosten von Edelmetall-Schürfern und BTC-Minern verglichen und kommt zu dem Ergebnis, dass &#8220;primäre&#8221; PM-Schürfer einerseits massiv profitabel sind, deren BTC-Gegenstücke aber gut doppelt so hohe Kosten als Einnahmen haben (werden) und ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/ein-vergleich-des-goldsilber-minings-mit-jenem-von-btc.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_148843" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/06/Top-Gold-Silver-Bitcoin-Miners-Cost-vs-Market-Price-JUNE-5-2026_Resized.jpg" rel="lightbox[148836]"><img class="wp-image-148843 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/06/Top-Gold-Silver-Bitcoin-Miners-Cost-vs-Market-Price-JUNE-5-2026_Resized-300x197.jpg" alt="Top-Gold-Silver-Bitcoin-Miners-Cost-vs-Market-Price-JUNE-5-2026_Resized" width="300" height="197" /></a><p class="wp-caption-text">srsroccoreport.com</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der <a href="https://srsroccoreport.com/">US-amerikanische Blogger Steve St. Angelo</a>, der auch der <em>Edelmetall-Szene</em> &#8220;immer wieder mit dem A. ins Gesicht fährt&#8221;, hat in einem <a href="https://srsroccoreport.com/bitcoin-collapses-precious-metals-still-the-best-safe-haven-bitcoin-mining-industry-bankruptcies-ahead/">jüngeren Posting</a> Einnahmen und Kosten von Edelmetall-Schürfern und BTC-Minern verglichen und kommt zu dem <strong><em>Ergebnis, dass &#8220;primäre&#8221; PM-Schürfer einerseits massiv profitabel sind, deren BTC-Gegenstücke aber gut doppelt so hohe Kosten als Einnahmen haben (werden) und daher Verluste machen</em></strong>, speziell nach dem jüngsten &#8220;sell off&#8221;. Der <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Casus_knacksus">&#8220;casus knacksus&#8221;</a> dürfte ein anderer &#8220;Kosten-Ansatz&#8221; sein. Mittlerweile liegen die zu erwartenden Einnahmen der <em>Krypto-Mineure</em> aber auch unterhalb der weithin als &#8220;gemeinsame Währung&#8221; akzeptierten &#8220;cash costs&#8221;, die für St.Angelo schon immer völlig ungenügend waren.</span><span id="more-148836"></span></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vorbemerkung: Um die folgende Argumentation Steve St. Angelos voll zu verstehen, müsste man nicht nur über das &#8220;intellektuelle Rüstzeug&#8221; eines Analysten (generisches Maskulinum) verfügen, sondern auch die Debatte über die Bewertung von Edelmetall-Aktien kennen, die während der vergangenen 10 &#8211; 15 Jahre geführt wurde und in der St. Angelo anscheinend bis heute eine Minderheitsmeinung vertritt. </span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Trotzdem ist die Beschäftigung auch interessierter Laien mit dem von Srsroccoreport gezeichneten Bild sinnvoll, weil IMO aus der Gegenüberstellung u.a. klar wird, dass <span style="color: #000000;">Schürfer von gold-und silberhaltigen Erzen</span> über einen viel dickeren &#8220;Gewinn-Polster&#8221; verfügen, mit dem sie Rückgänge in den Preisen ihres Hauptprodukts &#8220;abfedern&#8221; können. Das hier diskutierte Slide entstammt den letzten Minuten <a href="https://srsroccoreport.com/bitcoin-collapses-precious-metals-still-the-best-safe-haven-bitcoin-mining-industry-bankruptcies-ahead/"> dieser</a> Präsentation St. Angelos und wird hier mit Genehmigung des Autors verwendet, wofür gedankt wird.</span></em></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Obzwar dieser Chart den letzten Minuten der Präsentation de Angelos entstammt, empfiehlt es sich doch, sich <strong><em><span style="color: #000000;">alles anzuhören</span></em></strong>, ebenso wie Teile <a href="https://srsroccoreport.com/the-great-u-s-bitcoin-mining-scam-on-the-verge-of-collapse-investors-the-american-public-sold-out-now-fireworks-begin/">dieses Postings</a> von Anfang Mai (Achtung, &#8220;Paywall&#8221;!).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In beiden Fällen wird ein Ende März erschienener <a href="https://coinshares.com/corp/insights/research-data/bitcoin-mining-report-q1-2026/">Coinshares-Report über das letzte Quartal 2025</a> verwendet, dem Steve freilich die &#8220;All in costs&#8221; und nicht die bloß halb so hohen &#8220;Cash Costs&#8221; entnimmt, wie viele BTC-Freunde das wohl bevorzugen würden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Folge ist, dass die auf produzierte Bitcoins herunter gebrochenen Kosten der <em>Krypto-Mineure</em> tlw. deutlich höher sind als deren Einnahmen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(im Gegensatz zu den wie immer berechneten Kosten/Einnahmen/Gewinnen von Newmont &amp; Co, die auf Feinunzen herunter gebrochen werden.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Neben diesem Research-Report, der in beiden Fällen <em>nicht ganz sauber</em> zitiert wird, macht Steve auf 8:30 die seiner Meinung nach unvollständigen durchschnittlichen Kosten pro BTC geltend, die ein<a href="https://en.macromicro.me/"> Datenprovider</a> den Krypto-Mineuren zurechnet und kontrastiert diese mit den revenues nach dem<em> sell off</em> des vergangenen Wochenendes</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(wenig überraschend sind hier die Kosten pro BTC laut MacroMicro um 50 Prozent höher als die Einnahmen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und gewissermaßen als &#8220;Beweisstück Nr. 3&#8243;  sieht sich de Angelo die Quartalszahlen der börsenotierten CleanSpark, eines großen US&#8211;amerikanischen Krypto-Mineurs an (des ersten Quartals 2026); dies auch deswegen, wei CLSK Q1/2026 bei ihm bisher noch nicht &#8220;gewürdigt&#8221; worden ist (in Gegensatz z.B. zu den &#8220;Riot Platforms&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">St. Angelo unterzieht die CLSK-Zahlen einer Analyse und macht geltend, dass die allgemeinen und &#8220;administrative costs&#8221; sowie die Abschreibung zusammengenommen fast so hoch seien wie die (&#8220;historischen&#8221;) Umsätze des Unternehmens</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(wobei direkte Kosten wie etwa der Strom noch gar nicht enthalten seien).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Als zweiten Schritt passt de Angelo die Einnahmen CleanSparks (pro BTC) an den fast 20-prozentigen Kursrückgang von Anfang Juni an,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was das Gesamtbild vollends &#8220;grimmig&#8221; macht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im &#8220;krönenden Abschluss-Chart&#8221; ab Minute 15 schließlich kontrastiert de Angelo die Einnahmen-/Kostenstrukturen der Abbaubetriebe von Gold und Silber einerseits mit jenen der BTC-Mineure andererseits.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Er verwendet für Letztere die gerundeten &#8220;All in-Kosten&#8221; der Coinshares-Analyse sowie den BTC-Kurs nach dem großen Rückgang von (vor)vergangenem Wochenende.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gold und Silber haben beim großen Abverkauf von vor einer Woche auch gehörig<em> eins auf die Nase bekommen</em>, die der gebrachte Vergleichschart zeigt aber, dass die &#8220;primären precious metals miner&#8221; aber noch immer nur etwa die Hälfte ihrer Einnahmen für Kosten aufwenden müssen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wohingegen die (&#8220;All in&#8221;-)Kosten der <em>Krypto-Mineure</em> deren Umsätze um mehr als 160 Prozent übersteigen sollen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat zwar Zweifel, ob die von de Angelo ins Treffen geführten Kosten nicht doch zu hoch gegriffen sind, er hält dessen Argument jedoch grundsätzlich für stichhaltig. Mittlerweile übersteigen ja schon die bei Coinshares festgestellten &#8220;cash costs&#8221; von Ende 2025 die &#8220;revenues&#8221; der BTC-Miner (jeweils pro produziertem Bitcoin).</span></p>
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		<title>Goldreport 2026 02: Indizien für Remonetarisierung, Dollar-Problem</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2026 15:34:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Autorenteam des heuer zum 20. Mal erschienenen Goldreports erwartet keine Renaissance konventionell goldgedeckter Währungen bzw. von Goldmünzen als Zahlungsmittel, erklärte Mark Valek, Co-Autor des Berichts und Fondsmanager bei Incrementum. Valek und Stöferle sehen eine andere Form der Monetarisierung von Gold, die praktisch ausschließlich auf die Wert-Aufbewahrungsfunktion heutiger Goldanlagen bzw. der Funktion von &#8220;Finanzgold&#8221; für Notenbanken ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/goldreport-2026-02-indizien-fuer-remonetarisierung-dollar-problem.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Autorenteam des heuer zum 20. Mal erschienenen Goldreports erwartet <strong><em><span style="color: #000000;">keine</span></em></strong> Renaissance konventionell goldgedeckter Währungen bzw. von Goldmünzen als Zahlungsmittel,<!--StartFragment--> erklärte Mark Valek, Co-Autor des Berichts und Fondsmanager bei Incrementum. Valek und Stöferle sehen eine <strong><em><span style="color: #000000;">andere Form der Monetarisierung</span></em></strong> von Gold, die praktisch ausschließlich auf die Wert-Aufbewahrungsfunktion heutiger Goldanlagen bzw. der Funktion von &#8220;Finanzgold&#8221; für Notenbanken und Private abhebt. </span><span id="more-148593"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Tendenzen zur Renaissance von physischem Gold als Zahlungsmittel für Handels-Transaktionen wurden in der IGWT-PK nicht erwähnt (und scheinen real auch nicht stattzufinden, im Gegenteil). Konkret wurden von Stöferle und Valek &#8220;6 Vektoren der Remonetarisierung&#8221; angeführt:</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Erstens ein Bedeutungsgewinn von als &#8220;Gold&#8221; verbuchten Assets in den Bilanzen der Zentralbanken (was primär mit der Steigerung des Goldpreises v.a. im Jahr 2025 zu tun haben dürfte).</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zweitens eine beginnende private bzw. institutionelle Nachfrage.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Drittens neue begünstigende Regeln zur Bilanzierung und Rekapitalisierung.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Viertens die aktuelle Tendenz zur Gold-Deckung von Bonds.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Fünftens die zunehmende Bereitschaft auch &#8220;klassisch-westlicher&#8221; Zentralbanken zum Erwerb von Goldanlagen und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sechstens &#8220;Digitalisierung&#8221; und &#8220;Tokenisierung&#8221;, die (angebliches) Gold <em>leichter handelbar</em> machen.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In diesem Zusammenhang wird die manchmal vertetene These von einer Konkurrenz von Bitcoin/Kryptos und Edelmetallen zurück gewiesen und stattdessen eine gleich gerichtete Wirkung gesehen, etwa über die 4,5-prozentige Gold-Deckung des &#8220;Stablecoins&#8221; von <a href="https://tether.to/en/">Tether</a>, die schon bisher die Nachfragewirkung einer Zentralbank im Mittelfeld verursacht haben soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Generell sehen die Lead-Autoren des Goldreports den Goldpreis als eine Funktion der Nachfrage nach dem, was in den heutigen Notenbankenbilanzen als &#8220;Gold und Goldforderungen&#8221; bezeichnet wird</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(eine Definition, die nicht alle teilen. Ausweislich einschlägiger IWF-Bilanzierungsregeln dürfen, wie gesagt, auch die &#8220;Forderungen&#8221; an Gegenparteien in der nämlichen Bilanzzeile verbucht werden, was zur Frage des Verhältnisses von physischen Goldbeständen und &#8220;Papiergold&#8221; führt.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Selbstredend wurden von Valek &amp; Stöferle auch geopolitische Faktoren, wie das sich abzeichnende Ende der &#8220;Pax Americana&#8221;, die BRICS oder die Kriege in der Ukraine und am Arabischen/Persischen Golf angeführt, die sich im Wesentlichen in den Anleihemärkten, besonders bei den (&#8220;ungedeckten&#8221;) US-Treasuries niederschlagen dürften.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nach wie vor befinde sich Gold in einem &#8220;Bullen-, aber keinem Bubble-Markt&#8221;, meinte der frühere Erstebank-Analyst Stöferle, der einerseits begründete, warum seiner Ansicht nach der Goldpreis kaum auf den Kriegsbeginn um die Straße von Hormuz reagiert hat, der andererseits aber meinte, dass pro futuro ein Ende dieses Kriegs den Goldpreis befeuern könnte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Empfohlen werden von Incrementum ähnlich wie im vergangenen Jahr Rohstoffe, Silber (&#8220;Performance-Gold&#8221;) und Minenaktien, wobei speziell die beiden Letzteren bereits in den vergangenen 12 Monaten gut performt hätten. Dennoch seien z.B. Minenaktien noch immer vergleichsweise billig, wenn man sie mit dem allgemeinen Aktienmarkt vergleicht (KGV von unter 20).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kurzfristig könne es bei steigenden Renditen und einem andauernden Krieg am Golf zu &#8220;Rücksetzern&#8221; kommen, langfristig sprächen aber die &#8220;fundamentals&#8221; für Edelmetalle.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">An ihren vor Jahren ausgegebenen Preiszielen halten die Incrementum-Manager fest</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- obwohl der Goldpreis aktuell das &#8220;Inflations-Szenario&#8221; der Prognose (2026) bereits übertrifft. Für das errechnete &#8220;Basis-Szenario&#8221; wird &#8220;konservativ&#8221; weiter von einem Unzenpreis von mehr als 8.900 USD bis Ende 2030 ausgegangen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Unte<a href="https://ingoldwetrust.report/in-gold-we-trust-report/?lang=en">r diesem Link </a>sind die englischsprachigen Versionen des aktuellen Reports herunterzuladen, auch anders- (deutschsprachige) Versionen sind als Kompakt- und Vollausgabe (als File) kostenfrei erhältlich.</span></p>
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		<title>Goldreport 2026 erschienen</title>
		<link>http://staatsstreich.at/goldreport-2026-erschienen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2026 11:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch ist in Wien der mittlerweile 20. Goldreport von Incrementum veröffentlicht worden und die Autoren, Ronni Stöferle und Mark Valek, Manager des Liechtensteiner Investmenthauses, können auf ein gutes, wenngleich nicht spektakuläres Gold-Rumpfjahr 2026 verweisen. Der Report steht heuer unter dem Motto &#8220;Back to the Monetary Future&#8221;, eine Anspielung auf SciFi-Filme aus den Achtzigerjahren des ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/goldreport-2026-erschienen.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Am Mittwoch ist in Wien der mittlerweile 20. Goldreport von<a href="https://www.incrementum.li/"> Incrementum</a> veröffentlicht worden und die Autoren, Ronni Stöferle und Mark Valek, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Manager des Liechtensteiner Investmenthauses, können auf ein gutes,<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/05/cover_igwt_2026B_resized.jpg" rel="lightbox[148569]"><img class="alignright wp-image-148578 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/05/cover_igwt_2026B_resized-212x300.jpg" alt="cover_igwt_2026B_resized" width="212" height="300" /></a> wenngleich nicht spektakuläres Gold-Rumpfjahr 2026 verweisen. Der Report steht heuer unter dem Motto &#8220;Back to the Monetary Future&#8221;, eine Anspielung auf SciFi-Filme aus den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Leitmotiv des heuer 500 Seiten starken Berichts ist die &#8220;schleichende Remonetarisierung von Gold&#8221;. <span style="color: #ff0000;">KORR zum &#8220;Goldpreis&#8221;.</span></span><span id="more-148569"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Bericht (&#8220;In Gold We Trust&#8221;), der auch heuer wieder von einem vor etwa einem Monat erschienen Chartbook aus demselben Haus begleitet wird, soll ab den Nachmittagsstunden des Mittwoch auf der Hompage von Incrementum in mehreren Versionen herunterladbar sein (Links dzt. noch nicht vorhanden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nach der Rechnung der Autoren hat Gold  von Jahresbeginn bis 17.4. 2026 in US-Dollars und Euro jeweils um etwa 12 Prozent gewonnen (während BTC im selben Zeitraum um etwa 15% verloren hat &#8211; eigene Rechnung).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Konkret steht der auf einem Futures-Markt ermittelte Goldpreis derzeit bei etwa 4.489 USD bzw. 3.873 Euro pro Unze.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich kann der &#8220;echte Wert&#8221; des Golds ohnedies nur schwer in einer &#8220;Fiat-Währung&#8221; wie Euro oder Dollar bemessen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der neue IGWT-Goldreport enthält u.a. auch ein Interview mit der US-Finanzexpertin Judy Shelton über die Zukunft der US-amerikanischen Währung, wie ähnlich bereits vor einigen Jahren.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #ff0000;">Korrektur, 20.3., 15.40 Uhr: Der Derivativ-Goldpreis in USD steht aktuell bei kapp 4.500, in Euro bei den erwähnten (mittlerweile) 3.873 &#8211; die in der ersten Version fälschlicherweise dem US-Dollar zugeschrieben wurden.</span></p>
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		<title>Ö: Körberlgeld oder nicht Körberlgeld, das ist hier die Frage</title>
		<link>http://staatsstreich.at/oe-koerberlgeld-oder-nicht-koerberlgeld-das-ist-hier-die-frage.html</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 22:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der scheidende OMV-Chef, dem bez. Karriere in diesem Haus schon alles wurst sein kann, am Samstag gemeint hat, dass sich der Staat an den Zapfsäulen großzügig selbst bedient, hat der aktuelle Finanzminister, der kompetenteste Amtsinhaber seit langem, erklärt, dass von den erhöhten Ölpreisen der vergangenen Tage beim Fiskus lediglich 1,3 Euro-Cent pro Liter verkauftem Treibstoff ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/oe-koerberlgeld-oder-nicht-koerberlgeld-das-ist-hier-die-frage.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nachdem der scheidende OMV-Chef, dem bez. Karriere in diesem Haus <em>schon alles wurst sein kann,</em> am Samstag gemeint hat, dass sich der Staat an den Zapfsäulen großzügig selbst bedient, hat der aktuelle Finanzminister, der kompetenteste Amtsinhaber seit langem,<a href="https://orf.at/stories/3423982/"> erklärt, dass von den erhöhten Ölpreisen der vergangenen Tage beim Fiskus lediglich 1,3 Euro-Cent pro Liter verkauftem Treibstoff übrig blieben und dass sich die Republik daher keinerlei &#8220;Körberlgeld&#8221; aus den hohen Erdölpreisen<em> heraus schlage</em>. </a>Na gut, wenn man annimmt, dass die Preise für Super und Diesel lediglich um 5 x 1,3 = also 6,5 Euro-Cent pro Liter gestiegen sind &#8211; ok (was vielleicht vor ein paar Tagen einmal der Fall gewesen sein mag, aber seither nimmer. Mittlerweile reden wir über Preiserhöhungren von ca. 50 Cent, also zehn Cent mehr USt. pro Liter). Der eigentliche &#8220;Skandal&#8221; ist freilich, dass der Staat &#8220;schon seit Menschengedenken&#8221; bei Benzin &amp; Co. das<em> Handerl aufhält; </em></span><span id="more-147101"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sodass gut die Hälfte des Endpreises via MöSt., USt. und wohl auch über die neue CO2-Steuer (weiß nicht, nie damit beschäftigt) in die Staatskassa geht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der ÖAMTC, der ja auch keine &#8220;Gesetzeslagen erfinden kann&#8221;, fasst die Sachlage <a href="https://www.oeamtc.at/thema/verkehr/mineraloelsteuer-co2-bepreisung-17914742">folgendermaßen zusammen:</a></span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen bestehen zum einen aus dem Nettopreis, der wiederum die Kosten für Rohöl, Produktion, Vertrieb etc. deckt und einen Gewinnaufschlag beinhaltet, sowie zum anderen aus der MöSt, der zusätzlichen CO<sub>2</sub>-Bepreisung und der Mehrwertsteuer (MwSt). Letztere ist nicht nur für den Nettopreis, sondern auch für die MöSt sowie die zusätzliche CO<sub>2</sub>-Bepreisung zu entrichten. Der &#8220;Steueranteil&#8221;, also der Anteil von MöSt, zusätzlicher CO<sub>2</sub>-Bepreisung und MwSt, lag bei Benzin im Jänner 2026 bei rund 58 Prozent, beim Diesel waren es rund 53 Prozent.&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wir scheinen hier also keine<em> Doppel-</em>, wie ich irrtümlich meinte, sondern eine <em>Dreifachbesteuerung</em> zu haben</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und Marterbauer, der ja kein Simpel ist, wie das manche Amtsvorgänger waren, weiß das natürlich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Genauso wie er weiß, dass auch die Raffinerien an dem hohen Ölpreis leiden und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Sache dann leider noch um ein Eck komplizierter wird, weil nicht die &#8220;Raffinerie Schwechat allein notiert&#8221;, sondern der Konzern OMV,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dessen &#8220;Upstream-Bereich&#8221; vlt. erfreut ist,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">während die Raffinerien &#8220;not amused&#8221; sind</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und <em>zum Drüberstreuen</em> gehören der Republik nur mehr 31 Prozent an der OMV,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und weitere ca. 20 Prozent den Emirats-Arabern sowie</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">49 Prozent &#8220;dem Publikum&#8221;, das ja auch &#8220;<em>kein Hund&#8217; ist&#8221;.</em></span></p>
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		<title>Auch Steve Keen ist ein BTC-Bär</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2026 11:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#8220;ökonomische Querdenker&#8221; Steve Keen, von dem dieser Blogger in mehreren Punkten differiert, ist der &#8211; durchaus gut argumentierten &#8211; Meinung, dass alle Kryptowährungen aus energetischen Gründen zum Tod verurteilt sind, er ist sich nur nicht sicher, ob der aktuelle &#8220;BTC-Durchhänger&#8221; es das jetzt gewesen ist oder nicht (vermutlich ja). Englisch-Versteher mit Interesse oder gar Exposure tun ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/auch-steve-keen-ist-ein-btc-baer.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der &#8220;ökonomische Querdenker&#8221; Steve Keen, von dem <em>dieser Blogger</em> in mehreren Punkten differiert, ist der &#8211; durchaus gut argumentierten &#8211; Meinung, dass alle Kryptowährungen aus energetischen Gründen zum Tod verurteilt sind, er ist sich nur nicht sicher, ob der aktuelle &#8220;BTC-Durchhänger&#8221; <em>es das jetzt gewesen ist oder nicht</em> (vermutlich ja). Englisch-Versteher mit <em>Interesse</em> oder gar <em>Exposure</em> tun gut daran, 20 Minuten für das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=EDvnkcqGt0g&amp;t=8s">unten eingebundene YT-Video </a>aufzuwenden, weil Keen eine Reihe von <em>validen Punkten </em>bringt. Dazu gehört die Meinung, dass BTC einen fundamentalen Wert von null hat, zu dem es zurück kehren wird, dass BTC mittlerweile Bestandteil des finanzialisierten Systems sei, dass kein Krypto künftig <em>Fiat Money</em> ersetzen werde und das Ganze sowieso ein &#8220;Ponzi scheme&#8221; und mit der Tulpen-Manie in Holland um 1700 vergleichbar sei.</span><iframe title="This could be the end of Bitcoin | Professor Steve Keen" src="https://www.youtube.com/embed/EDvnkcqGt0g" width="1483" height="834" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-146641"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> kann sogar mit Keens Bedauern sympathisieren, dass er vor ca. zehn Jahren kein BTC gekauft habe, als er &#8220;von Max Keiser und Stacie Herbert&#8221; erstmals von dessen Existenz gehört habe, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">also vermutlich zu vierstelligen Dollar-Beträgen das Stück. Aber Keen ist nach eigenen Aussagen ja kein &#8220;gambling man&#8221; (ebensowenig wie <em>dieser Blogger)</em> und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wer nicht zockt, kann leider auch keine Zock-Gewinne einfahren.</span>    <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Keen erklärt, er wisse aber nicht, ob die gegenwärtige BTC-Notierung nur eine kurze Zwischenstation auf dem Weg nach unten sei, oder ob es noch einmal nach oben gehe,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">schließlich sei BTC notorisch volatil.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Letzteres liegt im &#8220;großen Gang der Dinge&#8221; zugegebenermaßen im <em>Bereich des Möglichen,</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es gibt freilich ernst zu nehmende Indizien, die nahe legen, dass <strong><span style="color: #000000;"><em>es das jetzt gewesen ist.</em></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ich kann das aus praktischen Gründen jetzt <a href="https://www.dwds.de/wb/in%20extenso">in extenso</a> nicht ausführen, aber BTC wird IMO &#8220;zeitnah crashen&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">weil die tlw. Börse notierten <em>miner</em> nicht aushalten werden, dass BTC ein Dreivierteljahr nach dem letzten <a href="https://www.wiwo.de/finanzen/boerse/bitcoin-halving-2028-was-ist-bitcoin-halving-und-wann-findet-es-das-naechste-mal-statt/29061320.html">&#8220;Halving&#8221;</a> noch immer nicht mehr als 100.000 US-Dollar kostet</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was sich auf deren Erlöse und &#8220;Assets&#8221; ziemlich negativ auswirken wird, um das gelinde auszudrücken.</span>   <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und ohne <em>miner</em> kracht das ganze System zusammen.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zum Schluss <em>unsystematisch und eher der Vollständigkeit halber</em> noch zwei Punkte, in denen sich <em>dieser Blogger</em> von Steve Keen unterscheidet:</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da ist etwa das &#8220;Fiat Money-System&#8221;, das Keen zwar korrekt benennt, aber positiv konnotiert, weil es für ihn &#8220;echten Kapitalismus&#8221; und Tausch ermöglicht, oder</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die seiner Profession eigentlich sachfremde Neigung zur &#8220;CO2-Wachelei&#8221;. Keen glaubt an das <em>offizielle Klima-Märchen vom anthropogenen CO2</em> und wirft seinen Kollegen, den &#8220;nicht quer denkenden, offiziösen Ökonomen&#8221; vor, die <em>angeblich klimaschädlichen Folgen der Verbrennung von fossilen Energieträgern</em> zu &#8220;verschwurbeln&#8221;. <em>Dieser Blogger</em> hält das Narrativ von Anfang an für<strong><span style="color: #000000;"><em> Humbug.</em></span></strong></span></li>
</ul>
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