Der “ökonomische Querdenker” Steve Keen, von dem dieser Blogger in mehreren Punkten differiert, ist der – durchaus gut argumentierten – Meinung, dass alle Kryptowährungen aus energetischen Gründen zum Tod verurteilt sind, er ist sich nur nicht sicher, ob der aktuelle “BTC-Durchhänger” es das jetzt gewesen ist oder nicht (vermutlich ja). Englisch-Versteher mit Interesse oder gar Exposure tun gut daran, 20 Minuten für das unten eingebundene YT-Video aufzuwenden, weil Keen eine Reihe von validen Punkten bringt. Dazu gehört die Meinung, dass BTC einen fundamentalen Wert von null hat, zu dem es zurück kehren wird, dass BTC mittlerweile Bestandteil des finanzialisierten Systems sei, dass kein Krypto künftig Fiat Money ersetzen werde und das Ganze sowieso ein “Ponzi scheme” und mit der Tulpen-Manie in Holland um 1700 vergleichbar sei.
Dieser Blogger kann sogar mit Keens Bedauern sympathisieren, dass er vor ca. zehn Jahren kein BTC gekauft habe, als er “von Max Keiser und Stacie Herbert” erstmals von dessen Existenz gehört habe,
also vermutlich zu vierstelligen Dollar-Beträgen das Stück. Aber Keen ist nach eigenen Aussagen ja kein “gambling man” (ebensowenig wie dieser Blogger) und
wer nicht zockt, kann leider auch keine Zock-Gewinne einfahren.
Keen erklärt, er wisse aber nicht, ob die gegenwärtige BTC-Notierung nur eine kurze Zwischenstation auf dem Weg nach unten sei, oder ob es noch einmal nach oben gehe,
schließlich sei BTC notorisch volatil.
Letzteres liegt im “großen Gang der Dinge” zugegebenermaßen im Bereich des Möglichen,
es gibt freilich ernst zu nehmende Indizien, die nahe legen, dass es das jetzt gewesen ist.
Ich kann das aus praktischen Gründen jetzt in extenso nicht ausführen, aber BTC wird IMO “zeitnah crashen”,
weil die tlw. Börse notierten miner nicht aushalten werden, dass BTC ein Dreivierteljahr nach dem letzten “Halving” noch immer nicht mehr als 100.000 US-Dollar kostet
(was sich auf deren Erlöse und “Assets” ziemlich negativ auswirken wird, um das gelinde auszudrücken.
und ohne miner kracht das ganze System zusammen.)
Zum Schluss unsystematisch und eher der Vollständigkeit halber noch zwei Punkte, in denen sich dieser Blogger von Steve Keen unterscheidet:
- Da ist etwa das “Fiat Money-System”, das Keen zwar korrekt benennt, aber positiv konnotiert, weil es für ihn “echten Kapitalismus” und Tausch ermöglicht, oder
- die seiner Profession eigentlich sachfremde Neigung zur “CO2-Wachelei”. Keen glaubt an das offizielle Klima-Märchen vom anthropogenen CO2 und wirft seinen Kollegen, den “nicht quer denkenden, offiziösen Ökonomen” vor, die angeblich klimaschädlichen Folgen der Verbrennung von fossilen Energieträgern zu “verschwurbeln”. Dieser Blogger hält das Narrativ von Anfang an für Humbug.
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