Dieser Blogger hätte sich bis jetzt nie träumen lassen, zur “taktischen Unterstützung eines integrierten Energie-Managers” auszurücken, der in seinem Berufsleben wohl nie auch nur einen Tag für “Exploration & Ölproduktion”, Tankstellen, oder wenigstens die Beschaffung von Erdgas zuständig war (bis zum Antritt als OMV-CEO halt).
Er tut dies hiermit dennoch, um dem demnächst gewesten OMV-Chef gewissermaßen ein symbolisches “Daumen hoch” zum Abschied zu geben.
Der Mann hat natürlich recht, wenn er sagt, dass nicht die OMV, sondern Vater Staat sich ein “Körberlgeld” aus der Doppelbesteuerung der Treibstoffe geholt hat.
Stern bringt das Beispiel der MöSt.- und USt.-besteuerten Preise an den Zapfsäulen, was seiner Darstellung zufolge etwa 80 Cent pro Liter Super ausmacht.
Weiß nicht, ob das a) im Detail stimmt und b) ob die staatliche Rechnung für Diesel vergleichbar hoch ausfällt,
aber es wird alles in allem schon richtig sein..
Glaub’ (“ungeprüft”) auch gern, dass die OMV-Raffinerie(n) in den vergangenen Jahren hohe Margen eingesackt haben,
was regelmäßig passiert, wenn die Einkaufspreise für Erdöl niedrig sind
(wie wahrscheinlich auch Adam Riese bestätigen würde, würde er heute noch leben).
Wo dieser Blogger mit “Stern im Ö1-Mittagsjournal” nicht mit kann, ist der ganze milieutypisch-kunstvolle Erklär- und Beschweig-Komplex zur jetzt zweifellos ziemlich schwierigen Situation bei den Treibstoffen, besonders Diesel und wohl auch Kerosin.
Vielleicht hätte man bei dieser Gelegenheit erwähnen können, dass die sich nicht “hinter der Straße von Hormuz” befindlichen Russen 2021 etwa 29,7% des nach “Europa” importierten Rohöls und gut 38 Prozent der eingeführten “raffinierten Produkte” geliefert haben,
Anteile, die bis 2024 auf 6,4% respektive 16,8% zusammen geschnurrt sind (siehe “Statistical Reviews” 2022 und 2025 von BP bzw. dem EI).
Bin mir nicht sicher, ob die Ruskis zu dieser Situation nicht auch beigetragen haben,
aber die Nicht-Ruskis haben sicher namhafte Beiträge geliefert, wenn man sich das EU-Brustgetrommel der vergangenen Jahre vor Augen führt (mittlerweile wenigstens 19 “Sanktionpakete”).
EU-Frömmler pflegen freilich nobel über “derlei Kleinigkeiten” hinweg zu sehen.
Ceterum censeo, dass die Kaufkraft in Dolores gar nix (mehr) heißt.
Bild: VynedJ, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.