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	<title>staatsstreich.atRussland</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
	<lastBuildDate>Tue, 11 Aug 2026 22:30:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>EU-Dissidentin Kneissl im Gespräch</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 22:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#8220;pro-russische&#8221; norwegische Professor Glenn Diesen hat auf seinem &#8220;Substack&#8221; ein bemerkenswertes, etwa 50-minütiges Interview mit Karin Kneissl, einer früheren Diplomatin und Ministerin der Republik Österreich veröffentlicht, der nun in faschistischer bzw. kommunistischer Manier die Staatsbürgerschaft entzogen werden soll. Die Kneissl, die auch der hiesigen Journaille als &#8220;fünfte Kolonne Moskaus&#8221; gilt, sagt in dem Interview ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/eu-dissidentin-kneissl-im-gespraech.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der &#8220;pro-russische&#8221; norwegische Professor Glenn Diesen hat auf seinem &#8220;Substack&#8221; ein bemerkenswertes<a href="https://glenndiesen.substack.com/p/karin-kneissl-energy-wars-and-the">, etwa 50-minütiges Interview mit Karin Kneissl, </a>einer früheren Diplomatin und Ministerin der Republik Österreich veröffentlicht, der nun in faschistischer bzw. kommunistischer Manier die Staatsbürgerschaft entzogen werden soll. Die Kneissl, die auch der hiesigen Journaille als &#8220;fünfte Kolonne Moskaus&#8221; gilt, sagt in dem Interview viel Interessantes und man kann/soll ihr auch in einigen Punkten widersprechen, aber medial verketzert und ausgebürgert zu werden wie weiland Hans Kelsen oder Wolf Biermann hat sie nicht verdient. <iframe title="Karin Kneissl: Energy Wars &amp; the Coming Collapse of Europe" src="https://www.youtube.com/embed/382c2SMxm34" width="1498" height="843" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></span><span id="more-149929"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nicht nur &#8220;nicht verdient&#8221; &#8211; die westlichen Kriegstreiber-Staaten, die sich gern das &#8220;Federl von Rechtsförmigkeit&#8221; an den Hut heften, sind an vorderster Front am Ende von Recht und Gesetz intern und auf globaler Ebene beteiligt, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wie Kneissl erläutert (und erst kürzlich für die EU von Hannes Hofbauer <a href="https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1077316222">in Buchform </a>dokumentiert).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat gegen die ersten 20 Minuten der Ausführungen Kneissls nicht nur nichts einzuwenden, er hat vieles von dem, was die nunmehrige Lehrerin an der Universität Petersburg erläutert, nicht bzw. zu wenig tiefenscharf gewusst,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was beispielsweise den Übergang von der frühneuzeitlichen Piraterie/&#8221;Freibeuterei&#8221; zu sozusagen rechtssicherem Seehandel/Seerecht betrifft </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">oder den Charakter der &#8220;historischen Armut&#8221; Europas.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Kneissl war schon 2017/18, als sie ihr Amt im Wiener Außenministerium antrat, kein <em>Plappermäulchen</em> wie etliche andere (ehemalige) österreichische Minister(innen),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sondern jemand, der (generisches Maskulinum) es verdient ernst genommen zu werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vorsicht würde<em> dieser Blogger</em> aus mehreren Gründen bei den Kneisslschen Aussagen zu den BRICS und der &#8220;Multipolarität&#8221; walten lassen, weil </span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht alles was glänzt, Gold ist</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und der kaum bestreitbare Niedergang des bisherigen Welt-Hegemons bzw. internationaler Strukturen nicht automatisch bedeutet, dass ein adäquater &#8220;Ordnungsmacht-Ersatz da ist&#8221;. Internationales Recht trägt auch nur so weit, als Verstöße dagegen geahndet werden können &#8211; egal, was in unterschiedlichen Hauptstädten als rechtmäßig und/oder gerecht empfunden wird.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Speziell in Zweifel zu ziehen sind Kneissls unausgesprochene Annahmen, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">für die europäische/deutsche Industrie prinzipiell ja genügend &#8220;leistbare Energie&#8221; da wäre oder dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der afrikanische Rohstoffreichtum heute noch das ist, was er einmal war (was <em>mutatis mutandis</em> auch für Russland gilt).</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es ist auch nicht so, dass eine &#8220;Internationale der Peripheriestaaten&#8221; zwingend die Kraft und den Ressourçenreichtum aufbringen kann, internationales Recht und &#8220;globalen Handel und Wandel&#8221; zu garantieren. Das ist eine politisch motivierte Behauptung, deren Beweis erst einmal angetreten werden muss.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kneissls  &#8220;EU-Schelte&#8221; im letzten Teil des Interviews kann <em>dieser Blogger</em> weitgehend nachvollziehen, bis auf eine unausgesprochene Annahme Karin Kneissls auch hier; </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass nämlich die &#8220;Bürokratie&#8221; in Brüssel ideologisch verhetzt und deswegen der &#8220;good governance&#8221; abhold sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kann sein, dass man derlei heute noch vermeint, wenn man in den prägenden jungen Jahren vor 30 Lenzen tagein, tagaus mit eben solchen Bürokraten zu tun hatte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es spricht aber viel dafür, dass die heutige Bürokratie auf nationalstaatlicher und EU-Ebene eine Agenda hat, die der jeweiligen demokratischen Fassade angeblich freiheitlich verfasster Staaten diametral widerspricht.</span></p>
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		<title>Schwach gefüllte Gasspeicher – Wird der Winter zur Zitterpartie?</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 22:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Ende Juli sind bereits vier der sieben Monate zur Auffüllung der Gasspeicher vergangen. Der Füllstand hinkt jenem des Vorjahrs deutlich hinterher, in Österreich bereits um rund 12,5 Prozentpunkte. Besteht deswegen Grund zur Sorge für den kommenden Winter? Einige Szenarien deuten darauf hin, dass ohne milde Temperaturen, mit viel Wind und Regen im Frühjahr 2027 ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/schwach-gefuellte-gasspeicher-wird-der-winter-zur-zitterpartie.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit Ende Juli sind bereits vier der sieben Monate zur Auffüllung der Gasspeicher vergangen. Der Füllstand hinkt jenem des Vorjahrs deutlich hinterher, in Österreich bereits um rund 12,5 Prozentpunkte. Besteht deswegen Grund zur Sorge für den kommenden Winter? Einige Szenarien deuten darauf hin, dass ohne milde Temperaturen, mit viel Wind und Regen im Frühjahr 2027 die Gasversorgung zur Zitterpartie werden könnte. <span style="color: #000000;">Von Gregor Hochreiter.</span></span><span id="more-149599"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Gasjahr folgt einem klaren Rhythmus. Von November bis März leeren sich die Speicher, von April bis Oktober werden sie aufgefüllt. Im Schnitt der Jahre 2015–2025 veränderte sich der Füllstand der Gasspeicher in Österreich wie folgt.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Speichersaldo-Tabelle.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149605 size-full" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Speichersaldo-Tabelle.png" alt="Speichersaldo-Tabelle" width="160" height="249" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es überrascht nicht, dass der Gasverbrauch im Jahresverlauf stark schwankt. Im Winterhalbjahr (Oktober–März bzw. 4. und 1. Quartal) fallen in Österreich mehr als zwei Drittel des Gasverbrauchs an, infolge des Heizbedarfs und der saisonalen Verstromung von Gas. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im Sommerhalbjahr (April–September bzw. 2. und 3. Quartal) wird folglich weniger als ein Drittel des Jahresbedarfs an Gas verbraucht.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Chart_Gasverbrauch-HJ.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149614 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Chart_Gasverbrauch-HJ-300x187.png" alt="Chart_Gasverbrauch HJ" width="300" height="187" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aktueller Füllstand im historischen Vergleich</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die folgende Abbildung vergleicht den Füllstand im laufenden Kalenderjahr mit dem Vorjahr, dem langjährigen Durchschnitt (2015–2025) sowie mit 2016. Da in Österreich die im europäischen Vergleich sehr großzügig bemessenen Gasspeicher eine maximale Kapazität von </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">etwas über 100 TWh aufweisen, entspricht ein Prozent(punkt) rund 1 TWh.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">2016 eignet sich aufgrund des ähnlichen Füllstandminimum von 35,6%, heuer waren es 34,0%, als Vergleichsjahr. Dagegen betrug etwa 2024 das Minimum 73,1%. Ein ähnliches Auffülltempo ist bei einem deutlich höheren Ausgangsniveau nicht zu erwarten. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zudem entspricht der maximale Füllstand von 90,6% im Jahr 2016 zufällig auch den aktuell gültigen EU-rechtlichen Vorgaben. EU-rechtlich muss im Zeitraum zwischen 1. Oktober und 1. Dezember in jedem Mitgliedsstaat ein Füllstand von 90% erreicht werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei schwierigen Marktbedingungen wie hohen Preisen oder Versorgungsproblemen genügt ein Füllstand von maximal 80 Prozent. Weitere 5 Prozentpunkte Flexibilität kann die EU-Kommission zusätzlich gewähren.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Erfüllung abgesenkter rechtlicher Vorgaben ändert allerdings nichts an einer faktisch schlechteren Versorgungslage – und allein diese ist entscheidend, ob Wohnungen geheizt, Strom erzeugt und Industriebetriebe arbeiten können.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/chart_füllstände.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149616 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/chart_füllstände-300x211.png" alt="chart_füllstände" width="300" height="211" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Abbildung zeigt zweierlei:</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Gasspeicher sind aktuell deutlich schlechter gefüllt als in den Vergleichsjahren.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Einspeicherungsrate ist seit Anfang Mai geringer als in den Vergleichsjahren.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> Welcher Füllstand ist Ende Oktober realistisch? – 3 Szenarien</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Einspeicherperiode läuft noch drei Monate bis Ende Oktober. Ausgehend vom Füllstand von etwas über 60% per 29. Juli soll anhand historischer Einspeicherungsraten eine Abschätzung des Gasspeicherstands per Ende Oktober vorgenommen werden. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit Ausnahme </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">von 2022 wurde in jedem November seit 2015 netto bereits Gas den Speichern entnommen, auch wenn der höchste Füllstand mitunter erst in den ersten Novembertagen erreicht wurde. Dieser überstieg die Werte per Ende Oktober allerdings nur marginal.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für die Prognose werden vier Vergleichsjahre herangezogen:</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">das Vorjahr;</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">2016, das Jahr mit einem ähnlichen Ausgangsfüllstand wie heuer;</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ein Szenario auf Basis der jeweils stärksten Zunahme des Speicherstands in der Periode 2015–2025 für jedes der kommenden drei Monate August, September und Oktober („schnellste Einspeicherung“). Das war für den August und den September das Jahr 2017 und für den Oktober das Jahr 2022. Der letzte Monatsrekord wurde somit sogar nach Sprengung der Nord-Stream-Pipelines erzielt;</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein letztes Szenario zieht die jeweils geringste Zunahme pro Monat heran („langsamste Einspeicherung“). Für den August war das das Jahr 2020, für den September das Jahr 2024 und für den Oktober 2016, wobei im September 2024 der Füllstand marginal nachgab, im Oktober 2016 sogar um 2,7 Prozentpunkte.</span></li>
</ul>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Szenarien_Säulendiagramm_Gregor.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149632 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Szenarien_Säulendiagramm_Gregor-300x194.png" alt="Szenarien_Säulendiagramm_Gregor" width="300" height="194" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nimmt die weitere Einspeicherung dieselbe Entwicklung wie im Jahr 2016, würden die Speicher Ende Oktober mit 97,8% nahezu randvoll sein. Im besten Szenario – „schnellste Einspeicherung“ – würde die 100%-Marke theoretisch sogar übertroffen werden. In beiden Szenarien würde damit die EU-Vorgabe eines Füllstands von 90% im Laufe des Oktobers und Novembers erfüllt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Erreicht wie im Vorjahr der Füllstand der Gasspeicher bereits Ende September sein Maximum auf Monatsbasis, würde sich lediglich ein maximaler Füllstand von 71,6% per Ende September ergeben. Ende Oktober würde bereits ein Rückgang auf 70,4% verzeichnet werden. Die EU-Vorgaben würden damit klar verfehlt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Verläuft die weitere Befüllung der Gasspeicher historisch langsam, wären die Gasspeicher Ende Oktober nur zu 57,5% gefüllt und würden ihr Maximum bereits Ende August mit lediglich 60,2% erzielt haben. 2025 betrug der Speicherstand Ende Oktober 82,9%.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eines scheint jedoch sicher. Die Befüllung der Gasspeicher verursacht deutlich höhere Kosten als im Vorjahr. Ende Juli befindet sich der TTF-Gas-Future fast 100% über dem Vorjahresniveau von rund 33 EUR. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Im Vergleich zu den Jahren vor 2019 bewegt sich der TTF-Gas-Future auf einem rund 250% höheren Niveau. Im Vergleich zu russischem Pipelinegas ist der Preisanstieg noch deutlich ausgeprägter, auch wenn offizielle Zahlen zu den vertraglich vereinbarten Preisen nicht bekannt sind.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/ttf_future_linienchart.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149638 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/ttf_future_linienchart-300x200.png" alt="ttf_future_linienchart" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie viel Gas benötigen wir im Winter?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob die Gasspeicher für den kommenden Winter reichen werden, hängt von vielen Faktoren ab; nachfrageseitig insbesondere von den Durchschnittstemperaturen, aber auch vom Ausmaß der Gasverstromung; angebotsseitig von der Verfügbarkeit hinreichend großer laufender Gaslieferungen. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Angesichts des Ukraine-Krieges und des Konflikts am Persischen Golf mit jeweils gezielten Angriffen auf die Energieinfrastruktur sowie der fortlaufend zunehmenden </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sanktionierung von Energieimporten aus der Russischen Föderation ist die Versorgungslage angespannt. Der Fokus der folgenden Berechnung liegt auf der Nachfrageseite.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Keine Überraschung ist der positive Zusammenhang zwischen Durchschnittstemperatur und dem Rückgang des Gasspeicherstandes im Winterhalbjahr (Oktober–März). Die vergangenen 11 Winterhalbjahre wiesen eine Durchschnittstemperatur von 4,0 °C und einen durchschnittlichen Rückgang der Gasspeicher um 42,5 Prozentpunkte auf.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Schwankungsbreite ist erheblich. In den beiden mit einer Durchschnittstemperatur von 5,0 °C mildesten Winterhalbjahren 2015/16 und 2019/20 ging der Füllstand um 37,2 bzw. nur 26,8 Prozentpunkte zurück. Im Winter-Halbjahr 2022/23 betrug der Rückgang bei einer Durchschnittstemperatur von 4,7 °C sogar nur 12,6 Prozentpunkte. Im mit 2,5 °C kältesten Winter-Halbjahr 2017/18 fielen die Füllstände hingegen um 68,0 Prozentpunkte.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/veränderung_GasFüllstand_Säulenchart.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149645 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/veränderung_GasFüllstand_Säulenchart-300x188.png" alt="veränderung_GasFüllstand_Säulenchart" width="300" height="188" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Allerdings erklärt die Durchschnittstemperatur nur knapp mehr als ein Drittel des saisonal bedingten Rückgangs des Speicherstands. Dennoch ist die Durchschnittstemperatur der einfachste und beste Indikator, um den Gasverbrauch im Winterhalbjahr grob abzuschätzen.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/korelation_füllstand_temperatur.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149648 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/korelation_füllstand_temperatur-300x184.png" alt="korelation_füllstand_temperatur" width="300" height="184" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Gasverstromung als Zünglein an der Waage?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nach dem Ausstieg aus der Kohleverstromung im April 2020 stellt die Gasverstromung in Österreich die letzte größere nicht witterungsbedingte Stromerzeugungsquelle dar. Mit über 90% an der Bruttostromerzeugung sind die Erneuerbaren in Österreich, allen voran die Wasserkraft, das Rückgrat der österreichischen Stromerzeugung.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei einer witterungsbedingten Minderproduktion der Erneuerbaren neben dem Import aus dem Ausland die Gasverstromung einspringen muss. Rund 80% des im Jahresverlauf an Gaskraftwerke abgegebenen Erdgases fällt im Winterhalbjahr an, 2024 und 2025 waren es sogar deutlich mehr. Ein Trend zu einer geringeren Gasverstromung ist im Sommerhalbjahr erkennbar, im Winterhalbjahr trotz des</span><br />
<span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausbaus der Windenergie hingegen nicht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Bandbreite des Gasbedarfs für die Stromproduktion bewegte sich in den vergangenen Winterhalbjahren meist um die 15 TWh. Mit lediglich 10,6 TWh stellt das Winter-Halbjahr 2023/24 einen kleinen Ausreißer nach unten dar. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Höchstwert von 18,7 TWh stammt aus dem Winter-Halbjahr 2016/17. Im vergangenen Winter-Halbjahr wurden 16,4 TWh verstromt. Das entspricht ziemlich genau 16,4 Prozentpunkten bzw. 16,4% der maximalen Gasspeicherkapazität in Österreich und damit rund 20% des durchschnittlichen jährlichen Gasverbrauchs in Österreich.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/abgabe_an_Gaskraftwerke.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149655 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/abgabe_an_Gaskraftwerke-300x183.png" alt="abgabe_an_Gaskraftwerke" width="300" height="183" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Verhältnis zwischen Gas als Input und Strom als Output beträgt dabei rund 2:1. 2 TWh Gas ergeben 1 TWh Strom. Somit wurden in den Winterhalbjahren seit 2015/16 durch Gasverstromung im Schnitt 6,9 TWh an Strom produziert. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Bandbreite reicht von 4,5 TWh im Winter-Halbjahr 2023/24 bis 8,5 TWh im Winter-Halbjahr 2021/22. (Anm.: Die Stromproduktion je nach Stromquelle wird einheitlich auf der y-Achse bis 20.000 GWh </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">skaliert, um optische Verzerrungen hinsichtlich der relativen Bedeutung der jeweiligen Stromquelle zu vermeiden.)</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_gas_nach_HJ_Säulen.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149660 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_gas_nach_HJ_Säulen-300x184.png" alt="stromproduktion_gas_nach_HJ_Säulen" width="300" height="184" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Grundsätzlich ist der Anteil der Erneuerbaren (Lauf- und Speicherwasser, Wind, Solar, Biomasse) an der österreichischen Stromproduktion sehr hoch. Es bestehen jedoch deutliche Unterschiede zwischen Sommer und Winter.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_halbjahre_Säulen.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149663 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_halbjahre_Säulen-300x206.png" alt="stromproduktion_halbjahre_Säulen" width="300" height="206" /></a></p>
<p><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Im Winter-Halbjahr muss Gas die Lücke füllen, die insbesondere Laufwasser und Solar öffnen.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Laufwasser_Säulen.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149666 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Laufwasser_Säulen-300x184.png" alt="Laufwasser_Säulen" width="300" height="184" /></a></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_solar_HJ_Säulen.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149668 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_solar_HJ_Säulen-300x184.png" alt="stromproduktion_solar_HJ_Säulen" width="300" height="184" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wind liefert hingegen im Winterhalbjahr mehr Strom als im Sommerhalbjahr. Im langjährigen Vergleich ist die Stromproduktion durch Windkraft trotz des deutlichen Ausbaus nicht gestiegen. Das Winter-Halbjahr 2023/24 war ein Ausreißer nach oben.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_wind_säulen.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149670 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/stromproduktion_wind_säulen-300x189.png" alt="stromproduktion_wind_säulen" width="300" height="189" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Schwankungen im Tages-, Wochen und Monatsverlauf sind erheblich. Exemplarisch hier die Stromproduktion aus Wind für die zweite Jännerwoche 2026.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/nettostromerzeugung_jänner_2026.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149673 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/nettostromerzeugung_jänner_2026-300x145.png" alt="nettostromerzeugung_jänner_2026" width="300" height="145" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch wenn die Menge an zur Stromerzeugung genutzten Gases 2025 deutlich unter dem Höchstwert von 2019 lag, so war diese spürbar höher als 2015, aber auch als 2023 und 2024.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Abgabe_Gaskraftwerke_Tabelle.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149675 size-full" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Abgabe_Gaskraftwerke_Tabelle.png" alt="Abgabe_Gaskraftwerke_Tabelle" width="186" height="248" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em><span style="color: #000000;">Zwischenfazit:</span> </em>Trotz des massiven Ausbaus von Wind- und Solarenergie ist der Gasbedarf für die Gasverstromung weiterhin erheblich. Die Beendigung der Kohleverstromung im Frühjahr 2020 hat diese Abhängigkeit von Gas als einzige nennenswerte nicht witterungsabhängige Energiequelle verstärkt.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> Erreichen die Füllstände im Frühjahr 2027 ein kritisches Niveau?</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Basierend auf den historischen Werten für die Einspeicherung und die Ausspeicherung können Szenarien für die Höhe des Gasspeicherstandes per Ende März 2027 entwickelt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dazu noch zwei Bemerkungen. Im November 2022 wurde in Österreich eine „Strategische Gasreserve“ in Höhe von 20 TWh (ca. 20% der verfügbaren Gasspeicherkapazitäten in Österreich bzw. 20 Prozentpunkte) eingerichtet. Diese wurde erst vor Kurzem bis 1. April 2029 verlängert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Politisch kritisch wird die Versorgungslage in Österreich bei einer Annäherung an diese Marke, weil deren Freigabe einen politischen Beschluss voraussetzt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Versorgungstechnisch besteht selbst bei Erreichen dieser Marke noch kein Grund zu erhöhter Besorgnis. Die 20 TWh an strategischer Gasreserve entsprechen rund einem Viertel des Jahresverbrauchs Österreichs. Dieser schwankte in den vergangenen Jahren erheblich zwischen etwas über 100 TWh im Jahr 2021 und knapp 76 TWh im Jahr 2024. 2025 lag der Verbrauch bei etwas über 82 TWh.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie bereits in einem <a href="http://staatsstreich.at/oesterreichs-gasreserven-kein-grund-zur-sorge.html">frühen Artikel im Februar </a>erwähnt, stehen die im europäischen Vergleich sehr hohen Gasspeicherkapazitäten in Österreich allerdings österreichischen Kunden bei Weitem nicht in vollem Umfang zur Verfügung.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Anders gesagt: Die Gasreserven in Österreich sind nicht mit den österreichischen Gasreserven gleichzusetzen. Die Diskrepanz ist sogar erheblich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Per 21. Juli waren 58,9 TWh in Gasspeichern in Österreich eingespeichert. Davon entfallen20 TWh auf die strategische Gasreserve. Mit 24,1 TWh war der größte Anteil im Eigentum von nicht-österreichischen Speicherkunden. Das entspricht unter Ausklammerung der strategischen Gasreserve mehr als 60%. Österreichische Speicherkunden stehen direkt und unmittelbar nur 11,4 TWh zur Verfügung.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Theoretisch kann dieses Gas an österreichische Kunden weiterverkauft werden, das trifft mit umgekehrten Vorzeichen jedoch auch auf die nicht-immunisierten Mengen österreichischer Speicherkunden zu.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Eigentumsverhältnisse_pie_chart.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149687 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Eigentumsverhältnisse_pie_chart-229x300.png" alt="Eigentumsverhältnisse_pie_chart" width="229" height="300" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Selbstverständlich wird der laufende Gasbedarf nicht ausschließlich aus den Gasspeichern bestritten. Denn auch im Winter fließt Gas nach Österreich. Gasexporte können aus den Gasspeichern erfolgen, und zwar aus jenen Reserven, die ohnehin für die Nutzung durch ausländische Gaskunden vorgesehen waren. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein Gasexport bedeutet somit nicht zwingend, dass für österreichische Kunden weniger Gas vorhanden ist. Das gilt auch für Gasimporte, die </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">auf das Konto von nicht-österreichischen Speicherkunden erfolgen können.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Nettoimporte_Inlandsgasverbrauch.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149691 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Nettoimporte_Inlandsgasverbrauch-300x178.png" alt="Nettoimporte_Inlandsgasverbrauch" width="300" height="178" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und auch die strategische Gasreserve steht nicht exklusiv österreichischen Kunden zur Verfügung. Eine Solidaritätsklausel sieht vor, dass die strategische Gasreserve für Drittstaaten verwendet werden kann. Durchschnittlich benötigt Deutschland im Jänner und Februar täglich rund 4 TWh Gas, im März etwas weniger als 3 TWh, naturgemäß ebenfalls stark abhängig von den vorherrschenden Temperaturen und dem Gasverstromungsbedarf.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Angesichts des deutschen Gasbedarfs ist die strategische Gasreserve Österreichs nicht mehr großzügig bemessen, sondern deckt lediglich den deutschen Bedarf von rund einer Woche ab. Mit rund 46,5% sind die Gasspeicher in Deutschland per Ende Juli so niedrig befüllt wie noch nie seit 2011.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Füllstand liegt damit mehr als 13 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau, mehr als 21 Prozentpunkte unter dem Niveau von 2022 mit ähnlicher Ausgangslage und 25 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt. Auf den Tiefstand im heurigen Februar umgelegt, würde der Füllstand in Deutschland bereits Ende Jänner 2027 unter 20% fallen, Mitte Februar unter 10%.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Füllstand_D_Liniengrafik.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149695 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Füllstand_D_Liniengrafik-300x191.png" alt="Füllstand_D_Liniengrafik" width="300" height="191" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine Entlastung der strategischen Gasreserve Österreichs würde die Einrichtung einer ebensolchen strategischen Gasreserve in Deutschland bringen. Erste Pläne dafür wurden Anfang Juli vorgestellt. Eine erstmalige Befüllung ist jedoch erst frühestens im Sommer 2027 realistisch.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Sämtliche Berechnungen beziehen sich somit auf die in Österreich eingespeicherten Gasreserven, die nicht zu verwechseln sind mit jenen Gasreserven, die österreichischen Kunden zur Verfügung stehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die folgenden Szenarien kombinieren drei der oben vorgestellten vier Einspeicherungsszenarien mit den Berechnungen zu drei Ausspeicherungsszenarien abhängig von der Durchschnittstemperatur. </span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Szenarien für das Winterhalbjahr 2026/27</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun zu den einzelnen Szenarien, abhängig vom Füllstand am Ende der Einspeicherungsperiode Ende Oktober und der Durchschnittstemperatur des kommenden Winters. Beim Szenario „schnellste Befüllung“ wurde der Füllstand bei 100% gekappt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Farblich hervorgehoben ist in sattem Rot der Fall nicht ausreichender Gasreserven, inklusive Ausnutzung der gesamten strategischen Gasreserve exklusiv für Österreich. In leichtem Rot sind jene Szenarien markiert, in denen auf die strategische Gasreserve zurückgegriffen werden muss, diese aber, sofern sie ausschließlich für österreichische Kunden genutzt wird, ausreicht.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Szenarien_Tabellen.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149702 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Szenarien_Tabellen-300x226.png" alt="Szenarien_Tabellen" width="300" height="226" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein durchschnittlicher Winter würde nur dann zu Problemen führen, wenn sich die Gasspeicher nicht mehr weiter füllen. Das ist allerdings höchst unwahrscheinlich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei einem kalten Winter ist ein Füllstand Ende Oktober von fast 90% vonnöten, um nicht aufdie strategische Gasreserve zurückgreifen zu müssen. Dazu müsste in den verbliebenen 3 Monaten der Einspeicherung der Füllstand jeden Tag durchschnittlich um 0,33 Prozentpunkte zulegen. Im Juli betrug der tägliche Füllstandzuwachs im Schnitt allerdings nur 0,2 Prozentpunkte, im Juni und Mai jeweils rund 0,25 Prozentpunkte sowie im April nicht einmal 0,16 Prozentpunkte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Seit Beginn der Einspeicherungsperiode beträgt der Schnitt ziemlich genau 0,2 Prozentpunkte pro Tag. Hochgerechnet auf die restliche Einspeicherungsperiode ergibt das einen Füllstand von rund 78% bis Ende Oktober. Ein kalter Winter wie 2017/18 hätte zur Folge, dass auf diestrategische Gasreserve zurückgegriffen werden müsste.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/fortschreibung_einspeicherung_Tabelle.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149706 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/fortschreibung_einspeicherung_Tabelle-300x68.png" alt="fortschreibung_einspeicherung_Tabelle" width="300" height="68" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zu bedenken ist, dass eine witterungsbedingte überdurchschnittliche Gasverstromung aufgrund unterdurchschnittlicher Wasserpegel und anhaltender Schwachwindphasen allerdings der berühmte Tropfen sein kann, der das Fass zum Überlaufen bringt bzw. in diesem Fall, der die Gasspeicher entleert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit 3,3 TWh im langjährigen Mittel 2015–2025 benötigt die Gasverstromung im Jänner am meisten Strom. Der relative Anteil des Gasverbrauchs durch Gasverstromung am gesamten Gasverbrauch fällt in den Monaten des Winterhalbjahres erheblich ins Gewicht.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Monatsdurchschnitt_Gaskraftwerke_Tabelle.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149709 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Monatsdurchschnitt_Gaskraftwerke_Tabelle-248x300.png" alt="Monatsdurchschnitt_Gaskraftwerke_Tabelle" width="248" height="300" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der absolute Mehrverbrauch im Falle einer überdurchschnittlichen Gasverstromung wäre überschaubar, insbesondere bezogen auf den gesamten Füllstand, d. h. inklusive strategischer Gasreserve. Der höchste monatliche Gasbedarf für die Gasverstromung datiert mit 4,1 TWh aus dem Jänner 2020. Das waren gerade einmal 0,8 TWh mehr als im langjährigen Durchschnitt für den Jänner.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bezogen auf die tatsächlich für österreichische Kunden ohne politischen Beschluss zur Freigabe nutzbare Gasmenge machen einige wenige TWh über den gesamten Winter hinweg allerdings dann doch einen großen, womöglich den entscheidenden Unterschied. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Per Mitte Juli standen österreichischen Kunden nur etwas mehr als 11 TWh, inklusive immunisierter Mengen knapp 15 TWh zur Verfügung. In den vergangenen 11 Winter-Halbjahr wurden durchschnittlich 15,5 TWh verstromt, bei einer Bandbreite von mehr als 8 TWh.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Fazit</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der kommende Winter könnte durchaus – wieder – zur Zitterpartie werden. Aktuell liegt der´</span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Füllstand im Vergleich zum Vorjahr um fast 13 Prozentpunkte niedriger, im Vergleich zum </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">langjährigen Durchschnitt um mehr als 7 Prozentpunkte und im Vergleich zu 2016 mit </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ähnlicher Ausgangslage um 13,5 Prozentpunkte niedriger – mit ansteigender Tendenz. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">„Wieder“ deswegen, weil bereits in diesem Frühjahr nur ein milder März eine kritische </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Versorgungslage in Deutschland mit einem wahrscheinlichen Übergreifen auf Österreich </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">verhindert hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die obigen Berechnungen haben nur den Anspruch, eine grobe Einschätzung zu geben. Einige </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">große Risikofaktoren blieben unberücksichtigt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der größte nachfrageseitige Risikofaktor für die Gasreserven in Österreich neben den gänzlich unbeeinflussbaren Witterungsbedingungen ist der Gasspeicherstand Deutschlands. Infolge der geographischen Nähe und der direkten Pipelineanbindung zwischen Österreich und Deutschland müsste Österreich im Falle einer Gasmangellage in Deutschland die strategische Gasreserve dem nördlichen Nachbarn zur Verfügung stellen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese 20 TWh sind in einem solchen Fall schnell aufgebraucht. Im milden März 2026, dessenDurchschnittstemperatur von 6,3 °C um 1,7 °C über dem Klimamittel 1991–2020 lag, verbrauchte Deutschland pro Tag 2,7 TWh, im Februar waren es mehr als 3,5 TWh gewesen und im Jänner knapp 4,5 TWh. Bei einer exklusiven Deckung durch die strategische Gasreserve Österreichs wäre diese in wenigen Tagen aufgebraucht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">2025 hat die Gasverstromung 11,9% zur gesamten deutschen Stromerzeugung beigetragen. Das entspricht einer Stromproduktion von knapp 50 TWh, wofür rund 100 TWh Gas vonnöten sind. Im Jänner 2026 waren es sogar etwas über 20%.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bemerkenswerterweise baut Deutschland neben der 2022 errichteten <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/SiPlaGas/start.html">„Sicherheitsplattform</a> <a href="https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/SiPlaGas/start.html">Gas“</a> eine<a href="https://apollo-news.net/geheimplan-energiekrise-bundesnetzagentur-bereitet-sich-auf-strommangel-ueber-mehrere-tage-bis-wochen-vor/"> „Sicherheitsplattform Strom“</a> auf. Damit soll im Falle einer Strommangellage analog zu einer Gasmangellage die strukturierte Abtrennung von Verbrauchern vom Stromnetz organisiert werden. Der niedrige Gasspeicherstand bedroht eben auch die Stromversorgung.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch europaweit (EU + Serbien, Ukraine, Großbritannien) sind die Gasspeicherstände aktuell deutlich niedriger als im Vergleich zum Vorjahr (ca. -11 Prozentpunkte), zum Vergleichsjahr 2017 mit ähnlicher Ausgangslage (ca. -5 Prozentpunkte) und zum langjährigen Durchschnitt (ca. -15 Prozentpunkte). Auffällig ist, dass auch europaweit das Einspeicherungstempo deutlich schwächelt.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Füllstände_Europa_Liniengrafik.png" rel="lightbox[149599]"><img class="aligncenter wp-image-149722 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/08/Füllstände_Europa_Liniengrafik-300x193.png" alt="Füllstände_Europa_Liniengrafik" width="300" height="193" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die politische Lage im Nahen Osten und in der Ukraine stellt insbesondere angebotsseitig einen erheblichen Risikofaktor dar. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur sowie auf die Schifffahrtswege haben das Potenzial, den Energiemarkt in ein markantes Ungleichgewicht zu stürzen. Die zum Teil erheblichen Schäden an der ukrainischen Gasinfrastruktur sowie der markant gestiegene Gasimport aus Westeuropa wirken sich aber auch nachfrageseitig aus.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zudem sollen im Laufe des nächsten Jahres die russischen Gasimporte völlig eingestellt werden. Die aktuell rekordhohen LNG-Importe aus Russland belegen die angespannte Versorgungslage in der EU, auch wenn die absoluten Mengen der russischen LNG-Importe überschaubar sind.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein regulatorisch bedingtes Versorgungsrisiko speist sich in der EU durch die Methanverordnung, die ab dem Jahreswechsel verschärft wird. Die USA und Katar hatten angedroht, im Falle einer Anwendung der Verordnung die Gasexporte in die EU einzustellen. Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten allerdings angewiesen, bis inklusive 2029 auf die vorgesehenen hohen Strafzahlungen von bis zu 20% des Jahresumsatzes bei einem Verstoß zu verzichten.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kurzum: Die Abhängigkeit Österreichs – aber auch der EU – von günstigen Wetterbedingungen nimmt mit dem verstärkten Fokus auf witterungsabhängige Energiequellen im Rahmen der Energiewende weiter zu.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Günstig ist eine Witterung hinsichtlich der sicheren Versorgung mit Erdgas dann, wenn das Winterhalbjahr überdurchschnittlich warm sowie regen- und windreich ist. Schneefall wäre im Winterhalbjahr im Unterschied zu Regen kontraproduktiv, da Schneefall erst mit Einsetzen der Schneeschmelze die Stromproduktion der Laufkraftwerke erhöhen kann. Eine stotternde Konjunktur schont aufgrund der sinkenden industriellen Nachfrage ebenfalls die Gasspeicher.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Somit verfestigt sich das Prinzip Hoffnung immer mehr zum energiepolitischen Fundament. Im Herbst 2022 hatte der damalige deutsche Wirtschaftsminister diese neue und völlig unbeeinflussbare Abhängigkeit dahingehend kommentiert, dass Deutschland <a href="https://www.ln-online.de/politik/energiekrise-habeck-sieht-guten-winter-wenn-das-wetter-mitspielt-JBT7AFDB6QW7AG4RQZIOVMTML4.html">„ein bisschen Glück mit dem Wetter“</a> benötige, im Dezember 2022 gab er zu, dass er froh darüber wäre, wenn<a href="https://www.sueddeutsche.de/panorama/energiekrise-habeck-noch-ein-jahr-hoehere-gaspreise-aushalten-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-221227-99-31334"> „der Winter nicht so knackig kalt wird“</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Angesichts der dramatischen Auswirkungen eines Gasmangels auf die Wirtschaft und die Gesundheit der Bürger handelt es sich bei dieser energiepolitischen Kehrtwende um ein Spiel mit dem Feuer – besser gesagt: mit dem Ausgehen des Feuers –, mit potenziell desaströsen Folgen.</span></p>
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		<title>Erdgas: Die &#8220;kleine Figur&#8221; der russischen LNG-Exporte in die EU</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 15:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Hätte es noch eines &#8220;Beweises&#8221; bedurft, dass Nicht-Kontextualisierung und Verwirrspielchen mit Zahlen nicht ausschließlich eine Sache der allgemeinen Journaille sind, haben oilprice.com und Zerohedge diesen soeben geliefert.Während oilprice.com die vermehrten russischen LNG-Lieferungen in die EU in der ersten Hälfte 2026 in einen &#8211; nicht näher begründeten &#8211; Zusammenhang mit dem (gefühlt) 100. EU-Sanktionspaket gegen die ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/erdgas-die-kleine-figur-der-russischen-lng-exporte-in-die-eu.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Hätte es noch eines &#8220;Beweises&#8221; bedurft, dass Nicht-Kontextualisierung und Verwirrspielchen mit Zahlen<em> nicht ausschließlich eine Sache der allgemeinen Journaille</em> sind, haben <a href="https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/EUs-Russian-LNG-Imports-Hit-Record-High-Ahead-of-2027-Ban.html">oilprice.com</a> und<a href="https://www.zerohedge.com/energy/eus-russian-lng-imports-hit-record-high-ahead-2027-ban#google_vignette"> Zerohedge</a> diesen soeben geliefert.Während <a href="https://oilprice.com/">oilprice.com</a> die vermehrten russischen LNG-Lieferungen in die EU in der ersten Hälfte 2026 in einen &#8211; nicht näher begründeten &#8211; Zusammenhang mit dem (gefühlt) 100. EU-Sanktionspaket gegen die Russen bringt und überhaupt <em>viel Aufhebens um eine Marginalie macht,</em> wird bei näherer Inspektion der Zahlen klar, dass <span style="color: #000000;">a) die russischen LNG- bzw. Gas-Lieferungen in die EU nicht mehr besonders groß bis vernachlässigbar sind und b) dass die russischen Steigerungen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 <em>deutlich, aber nicht untypisch</em> sind.</span> Die Amis hatten in 1. Halbjahr 2026 um etwa 40% höhere Mehrlieferungen in die EU als die ständig sanktionierten Russen.</span><span id="more-149449"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nämlich 3,1 Mrd. Kubik gegenüber 2,2 Mrd. Kubik mehr beim <em>Russen-Gas aus dem hohen Norden.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das alles sind trotzdem keine weltbewegenden Veränderungen und es stellt sich die Frage, ob derlei überhaupt <em>irgendetwas </em>mit dem &#8220;EU-Sanktionsregime&#8221; oder der &#8220;Straße von Hormuz&#8221; zu tun hat</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- schließlich hat die Union in den ersten 26 Kalenderwochen des Jahres <em>heiße 3,7 Mrd. Kubik</em> mehr eingeführt</span>  <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />     <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">als in den ersten zwei Quartalen 2025.</span></p>
<div id="attachment_149469" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Screenshot_Bruegel_European-natural-gas-imports_Fig_05_bearbeitet.png" rel="lightbox[149449]"><img class="wp-image-149469 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Screenshot_Bruegel_European-natural-gas-imports_Fig_05_bearbeitet-300x247.png" alt="Screenshot_Bruegel_European natural gas imports_Fig_05_bearbeitet" width="300" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">Bruegel, EU Natgas imports, 2.7.2026</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das passierte hauptsächlich im ersten Vierteljahr, in dem zu zwei Dritteln von einem neuen Golfkrieg noch keine Rede war</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(von neuen Sanktionen gegen russisches LNG freilich sehr wohl, das aktuell aber bloß acht Prozent aller EU-Erdgasimporte und etwa den doppelten Prozentsatz aller LNG-Importe ausmacht).</span></p>
<div id="attachment_149476" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/EU_Natgas_Importe-gesamt_inkl_W26_2026.png" rel="lightbox[149449]"><img class="wp-image-149476 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/EU_Natgas_Importe-gesamt_inkl_W26_2026-290x300.png" alt="EU_Natgas_Importe gesamt_inkl_W26_2026" width="290" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bruegel, Natgas Import Tracker, Wochen 1 &#8211; 26, eigene Bearbeitung</p></div>
<div id="attachment_149477" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Russia_LNG_1_HJ_2026.png" rel="lightbox[149449]"><img class="wp-image-149477 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/07/Russia_LNG_1_HJ_2026-300x291.png" alt="Russia_LNG_1_HJ_2026" width="300" height="291" /></a><p class="wp-caption-text">Bruegel, Natgas Import Tracker, RF-LNG, 1. HJ 2023 &#8211; &#8217;26, eigene Bearbeitung</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gas, dessen Verkauf sich für die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Novatek">Novatek</a> sowieso kaum rentieren kann, sofern sie die Kosten für die neuen Terminals und die Eisbrecher berücksichtigen muss.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Rein kommerziell betrachtet, müssten die Russen über weitere EU-Sanktionen gegen ihr LNG eigentlich froh sein,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber Geld scheint in Moskau keine Rolle mehr zu spielen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sonst täte es keine<a href="https://attaqa.net/2026/06/14/%d8%a8%d8%b9%d9%8a%d8%af%d9%8b%d8%a7-%d8%b9%d9%86-%d9%82%d9%86%d8%a7%d8%a9-%d8%a7%d9%84%d8%b3%d9%88%d9%8a%d8%b3-%d9%88%d8%ac%d9%86%d9%88%d8%a8-%d8%a3%d9%81%d8%b1%d9%8a%d9%82%d9%8a%d8%a7-%d8%b4%d8%ad/"> LNG-Tanker mit Eisbrecher-Begleitung durch die Bering-Straße schicken</a>. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für Propagandazwecke scheint den Ruskis das Teuerste grad&#8217; gut genug zu sein.</span></p>
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		<title>Energie: Peak Oil, Staatslügen &amp; &#8220;(un)plausible Dementierbarkeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 10:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wenigstens ein jüngerer Propagandaforscher beschrieben hat &#8211; siehe hier und hier -, zählt die NATO die &#8220;kognitive Kriegsführung&#8221; mittlerweile zu einem der großen &#8220;Schlachtfelder&#8221;, gleichberechtigt neben dem von klassischen Waffengattungen abgedeckten Land-, See- und Luftkrieg &#8211; und wovon die NATO ausgeht, sehen augenscheinlich auch deren Widersacher ähnlich, deren Militärdoktrinen weniger &#8220;öffentlich zugänglich&#8221; sind, also ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-peak-oil-staatsluegen-unplausible-dementierbarkeit.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_149318" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/06/Fire_at_the_Moscow_Oil_Refinery_on_June_18_2026_20260618_131954.jpg" rel="lightbox[149238]"><img class="wp-image-149318 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/06/Fire_at_the_Moscow_Oil_Refinery_on_June_18_2026_20260618_131954-300x195.jpg" alt="Fire_at_the_Moscow_Oil_Refinery_on_June_18,_2026_(20260618_131954)" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Raffinerie in Moskau, 18.6.2026</p></div>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Wie wenigstens ein jüngerer Propagandaforscher beschrieben hat &#8211; siehe <a href="http://staatsstreich.at/die-kognitive-kriegsfuehrung-der-generation-raumschiff-enterprise.html">hier</a> und <a href="https://www.amazon.de/Kognitive-Kriegsf%C3%BChrung-Neueste-Manipulationstechniken-Waffengattung/dp/3864894220/ref=sr_1_1?crid=3FOZ1BVH53ZP9&amp;keywords=t%C3%B6gel+kognitive+kriegsf%C3%BChrung&amp;qid=1703444081&amp;sprefix=t%C3%B6gel+kriegsf%C3%BChrung%2Caps%2C115&amp;sr=8-1">hier</a> -, zählt die NATO die &#8220;kognitive Kriegsführung&#8221; mittlerweile zu einem der großen &#8220;Schlachtfelder&#8221;, gleichberechtigt neben dem von klassischen Waffengattungen abgedeckten Land-, See- und Luftkrieg &#8211; und wovon die NATO ausgeht, sehen augenscheinlich auch deren Widersacher ähnlich, deren Militärdoktrinen weniger &#8220;öffentlich zugänglich&#8221; sind, also z.B. die <em>Russische Föderation</em>. Ein solches Vorgehen bringt <em>direkte und indirekte</em> <em>Staats-Lügen</em> bzw -<em>Teilwahrheiten mit</em> sich (die indirekten sind &#8220;glaubwürdiger&#8221;). Nicht weil &#8220;der Westen&#8221; keine Staatslügen verwendet &#8211; er tut es -, sondern, weil russische speziell unglaubwürdig sind, konzentriert sich dieser Eintrag auf diese.</span><span id="more-149238"></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;"><em>Vorbemerkung: Westliche Staats- bzw. Suprastaats-Lügen sind in Zeiten des neuen Golfkriegs gewissermaßen an der Tagesordnung, die zeithistorisch bemerkenswerteste ist aber wohl die israelische Position, &#8220;man&#8221; sei vom jahrelang vorbereiteten Angriff der Hamas am 7./8. Oktober 2023 &#8220;überrascht worden&#8221;. </em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;"><em>Derlei wurde ursprünglich von einem Staat verzapft, der in <span style="color: #000000;">real time</span> u.a.  die Hotelzimmernummern iranischer Verhandler in Katar wusste. Als die ursprüngliche Staatslüge ruchbar wurde, ging Tel Aviv auf eine I<span style="color: #000000;">nkompetenz-/Kommunikationsproblem-Theorie</span> seiner Dienste über, die bis heute offiziell vertreten wird (und die zu wenig folgenreichen &#8220;Rücktritten&#8221; führte).</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das jüngste Narrativ &#8211; und der Anlassfall dieses Postings &#8211; ist der <a href="https://www.theguardian.com/world/2026/jun/28/putin-admits-ukrainian-strikes-driving-russian-fuel-shortages">russischerseits mittlerweile hoch offiziell bestätigte</a> Nexus von ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien und Treibstoffknappheiten in diesem Land. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Je nach Perspektive des Kommentierenden </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">ist das entweder eine<em> legitime Kriegshandlung</em> oder ein auf westliches Betreiben durchgeführtes <em>Schurkenstück</em>, das <em>gegen die Interessen des &#8220;russischen Volks&#8221;</em> gerichtet sei.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Ein Problem ist hier nun, dass die ukrainischen Angriffe <em>per se</em> keine Lüge sind, und wohl auch nicht die logistische und &#8220;Zielerfassungs-Hilfe&#8221; des Westens.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Offenkundig authentische, spektakuläre &#8220;Amateur-Footage&#8221; von Explosionen in russischen Raffinerie-Komplexen sind Beweis genug für die Angriffe.</span><span style="font-family: times new roman, times;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Zugelassene Drohnen-Angriffe?</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das eigentliche Problem ist, dass die Wahrheit der aktuellen <em>feindlichen Drohnenangriffe</em> auf einem Jahrzehnte alten, tlw. in die Sowjetzeit zurückreichenden, <em>fragwürdigen Fundament</em> steht, das die &#8220;faktische Staatslüge&#8221; aktuell bekräftigt:</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Dass Russland nämlich über schier unershöpfliche Bodenschätze verfüge,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">die bisher quasi wie von Zauberhand für menschlichen ( = in- und ausländischen/westlichen) Konsum bereit gestanden seien.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Die <em><span style="color: #000000;">Behauptung</span></em> über die Ressourçen in der Erdkruste mag<em> per se</em> stimmen (oder auch nicht),</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;"><em>real entscheidend</em> ist jedoch der &#8220;Flow&#8221;, also: </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">wie viel und mit welchen Mitteln (und welchem Aufwand) heute gefördert werden und in &#8220;gesellschaftlich nützlichen Output&#8221; umgewandelt werden kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das gilt für Erze/Metalle ebenso wie für Erdöl bzw. Erdgas (&#8220;Treibstoffe&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Auch wenn die &#8220;russischen Bürger&#8221; es nicht gerne hören,</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">es bedarf &#8220;echten Kapitals&#8221;, &#8220;einschlägiger Technologie&#8221; und unterschiedlicher Treibstoffe/&#8221;Energie&#8221; um an die vorgeblich unerschöpflichen Bodenschätze (Erze, Öl, Gas) zu kommen bzw. diese zu &#8220;raffinieren&#8221;. Das gilt auch für &#8220;alte Hasen&#8221;, deren Namen wechseln mögen und die heute z.B.<a href="https://www.rosneft.com/"> Rosneft </a>heißen.</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Die russischen Konzerne mögen eine Weile von &#8220;alten Errungenschaften zehren&#8221; und &#8220;für die vorfindliche Natur beispielloses Know How haben&#8221; , <strong><em><span style="color: #000000;">aber ohne ständige Erweiterungs- und Verbesserungs-Investitionen wird die Erz- bzw. Rohölausbeute ständig zurückgehen</span></em></strong>, sodass</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">bald nicht einmal mehr der Eigenbedarf des Landes gedeckt werden kann.</span></li>
<li><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;natürliche Erschöpfung&#8221;<em> per se</em> kann freilich nicht aufgehalten, sondern nur verzögert werden (&#8220;eigenes Dogma&#8221;)</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">An der Stelle des soeben angeführten &#8220;vierten Punkts&#8221; kommen Angriffe des <em>Feinds</em> auf Raffinerien gerade recht,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">können diese doch erklären, warum es in einem Land mit vermeintlich unerschöpflichen Bodenschätzen zu Treibstoffknappheiten kommen kann. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Käme jemand auf die Idee die Lieferfähigkeit der staatsnahen Konzerne mit Erdöl zu bezweifeln,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">könnte dies zweifellos &#8220;plausibel dementiert&#8221; werden (&#8220;plausible deniability&#8221;),<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">zumindest für die Ohren der Anhänger des <em>Mythos vom unerschöpflichen Rohstoffreichtum Russlands.</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das Narrativ ist objektiv jedenfalls als<em> Staatslüge</em> zu sehen, ohne dass der russische Staat hier offiziell je gelogen haben mag</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">(es ist auf alle Fälle glaubwürdiger, wenn z.B. geheimdienstlich gefütterte&#8221;Experterl&#8221; derlei behaupten. Die wahren Zahlen wissen ja ohnedies nur ein paar &#8220;Ministeriale&#8221; und Manager in staatsnahen Konzernen)</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Wie sich im Ukraine-Krieg immer wieder erwiesen hat, operiert das russische Militär im Nachbarland jedenfalls ständig mit Drohnen, ohne dass es freilich in der Lage zu sein scheint, seine Raffinerien im näher gelegenen &#8220;russischen Kernland&#8221; mit billigem Luftabwehr-Fluggerät zu schützen</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">(obwohl Moskau seit Monaten eigentlich vorgewarnt sein müsste).</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das alles ist zwar <span style="color: #000000;"><em>extrem seltsam</em></span>, aber die russische Öffentlichkeit scheint eher geneigt allen möglichen (Pseudo-)Erklärungen Glauben zu schenken, </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">als vom <em>Mythos des &#8220;unerschöpflichen Rohstoffreichtums von Mütterchen Russland&#8221;</em> abzulassen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">An dieser Stelle sei noch einmal an zwei <em>alte &#8220;pro-russische Narrative&#8221;</em> erinnert, die entweder unmöglich oder wenig glaubwürdig sind:</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Indien-Exporte, &#8220;die Hundertste&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Da ist zum einen der <em>&#8220;Mythos der russischen Schattenflotte&#8221;</em>, die etwa im Jahr 2024 rund 87,5 Millionen Tonnen russisches Rohöl nach Indien geliefert haben soll (EI, Statistical Review of World Energy 2025, p 34)<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">was <em>seltsamerweise</em> von westlichen <em>Auskennern</em> bis heute &#8220;geschluckt wird&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Diese angeblichen Lieferungen sollen die Lieferausfälle in die EU nach 2022 ungefähr zur Hälfte kompensiert haben.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">87,5 Millionen Tonnen jährlich sind ausweislich des<a href="https://www.sodir.no/en/about-us/use-of-content/conversion-table/"> norwegischen Offshore-Direktorats etwa 1,8 mmbd,</a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">also 1,8 Millionen Barrel Tag für Tag.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das ist lächerlich und alle <em>Experterl</em> müssen das wissen. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Moskau hat dieses Narrativ &#8220;wg. der <em>Experterl</em>&#8221; jedenfalls nicht &#8220;groß pushen&#8221; müssen.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Besagte Lieferleistung soll mit zusammengekauften Öltankern bewerkstelligt worden sein, die um das Jahr 2000 erstmals in Dienst gestellt wurden.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Behauptet wird mit diesem Narrativ u.a., dass das russische Ural-Öl von Primorsk sozusagen in einem &#8220;Shuttle-Dienst&#8221; &#8220;Europa&#8221; umrundet hat und durch die Meeresenge von Gibraltar gesegelt ist, ehe sie den Suezkanal, das Rote Meer und die Meeresenge von Aden passiert hat,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">um dann Kurs auf Mumbai zu nehmen.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das wäre eine Seereise von gut 16.000 Kilometern oder 35 Tagen,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">wogegen es vor 2022 von Primorsk nach Rotterdam 1.200 nautische Meilen oder drei Tage gebraucht hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Möglich, dass der eine oder andere Schrottkahn der &#8220;Schattenflotte&#8221; eine solche Reise erfolgreich absolviert hat,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">aber, bitteschön, nicht drei oder vier pro Tag!</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Coda Prigoschin&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Das dritte G&#8217;schichterl, das hier nur kurz erwähnt werden soll, ist die angebliche oder wirkliche Meuterei des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jewgeni_Wiktorowitsch_Prigoschin">Jewgeni Prigoschin,</a></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">die freilich nicht mehr sehr aktuell ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Der Mann ist angeblich ja tot, und was die Meinung <em>dieses Bloggers</em> betrifft,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">so war das alles <em>sehr wohl eine Meuterei (westlich unterstützt oder nicht),</em></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">allerdings eine eingehegte, &#8220;kontrollierte&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">ähnlich dem &#8220;Absprengen&#8221; von natürlich entstandenen Lawinen/Schneebrettern in den Alpen.</span></p>
<p>Bild: Rotafinus,<a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en"> CC 1.0 Universal Deed,</a> via Wikimedia Commons</p>
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		<title>Energie: Hormuz-Enge &amp; Co. im Spiegelkabinett d. &#8216;Öl-Buchhaltung&#8217;</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2026 22:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus einer reinen Angebots/Nachfrage-Perspektive ist nicht eingängig, warum die Sperre der Straße von Hormuz einen Kollaps des weltweiten Systems bedeuten muss, macht der absehbare Ausfall der Lieferungen durch die &#8220;Strait&#8221; doch lediglich 13- 14 Prozent des weltweit verbrauchten &#8220;definitorischen Erdöls&#8221; aus. Ganz anders ist die Sachlage freilich, wenn man a) die russischen Exporteinbußen durch die ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/energie-hormuz-enge-co-im-spiegelkabinett-d-oel-buchhaltung.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aus einer reinen Angebots/Nachfrage-Perspektive ist nicht eingängig, warum die Sperre der <em>Straße von Hormuz</em> einen Kollaps des weltweiten Systems bedeuten muss, macht der absehbare Ausfall der Lieferungen durch die &#8220;Strait&#8221; doch lediglich 13- 14 Prozent des weltweit verbrauchten &#8220;definitorischen Erdöls&#8221; aus. Ganz anders ist die Sachlage freilich, wenn man a) die russischen Exporteinbußen durch die Sanktionen nach &#8217;22 speziell in &#8220;Europa&#8221; addiert und b) den Ausfall am Arabischen/Persischen Golf und die wahren russischen Exportausfälle auf schwereres, &#8220;dieselfähiges&#8221; Rohöl bezieht. Dann kommt man auf gut 25 Prozent.</span><span id="more-148890"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das scheinen wegen der unangenehmen politischen Schlussfolgerungen weder <em>West</em> noch <em>Ost</em> anerkennen zu wollen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ein Unterfall der hie wie da verbreiteten <em>fake news</em> durch Auslassungen und Verschweigen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Mathematik hinter dieser meiner Tatsachenbehauptung im Vorspann ist folgende:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gemäß dem <a href="https://www.eia.gov/outlooks/steo/">&#8220;Short Term Energy Outlook&#8221; der US-EIA von Juni 2026</a> hat die weltweite Produktion von &#8220;all liquids&#8221; im vergangenen Jahr etwa 106 mmbd und jene von &#8220;Crude Oil&#8221; 79 mmbd betragen (Tabelle 3a des STEO, Quartalszahlen addiert &amp; dividiert).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Von diesen (gerundet) 80 mmbd sollte man &#8211; ebenfalls gerundet &#8211; sofort aber etwa 25 Prozent abziehen, weil dieser Anteil beispielsweise  von der ENI  als &#8220;light &amp; sweet&#8221; klassifiziert wird</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><span style="color: #000000;"><em>- ein &#8220;Stratum&#8221;, das kaum zur Produktion von Diesel verwendet werden kann</em></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(höchstens nach Beimischung von schwererem, schwefelhältigerem Öl), siehe dazu u.a. <a href="https://www.eni.com/visual-design/infographics/en-IT/world-energy-review-highlights#/landing">&#8220;World Energy Review 2025&#8243;</a>, Unterkapitel &#8220;production quality world&#8221;, ab p96 im PDF.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auf diese verbleibenden 60 mmbd muss man die Minderlieferungen von hinter der &#8220;Straße von Hormuz&#8221; (13,5 mmbd) sowie die realen Exportverluste der Russischen Föderation nach 2021 beziehen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Während für ersteren Faktor Schätzungen mindestens eines US-Investmenthauses existieren, muss zweiteres mühsam und mit einigen Unsicherheiten berechnet werden. Das ist so, weil z.B. die behaupteten russischen Lieferungen nach Indien/Mumbai praktisch nicht durchführbarer Larifari sind,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">anscheinend eine <em>regierungsamtliche Propagandalüge</em>, die vom &#8220;Westen&#8221;akzeptiert und sogar noch verstärkt wird. Nach Berechnungen<em> dieses Bloggers</em> haben die Russen seit 2021 etwa 3 mmbd Rohöl an Lieferungen nach &#8220;Europa&#8221; verloren &#8211; noch bevor der &#8220;Südarm&#8221; der Druschba zur Jahreswende 2024/25 gänzlich &#8220;abgedreht wurde&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Mathematik dahinter ist, dass die RF 2021 noch 4,3 mmbd nach Europa geliefert hat, 2024 aber nur mehr 1,3 mmdb (beides inklusive &#8220;angepasstem&#8221; Rohöl-Anteil für raffinierte Produkte &#8211; &#8220;Raffineriegewinn&#8221;). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese 3 mmbd mögen marginal noch durch Mehrlieferungen an China über die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ostsibirien-Pazifik-Pipeline">ESPO</a> bzw. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kom%C3%A1rno">Komárno</a> <em>teilkompensiert</em> worden sein, aber wohl nicht allzu stark. Auf der anderen Seite steht z.B. der erst ab 2025 wirksam werdende Exportstopp ggü. H und SK, sowie der erst  mit Verzögerung wirksam werdende EUAbnahmeboykott für russischen Diesel,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sodass ein Verlust von 3 mmdb in Europa heute daher konservativ erscheint; die für 2024 behaupteten knapp 1,8 mmbd russisches Erdöl für Indien scheinen<em> diesem Blogger</em> jedenfalls<em> propagandistischer Quatsch</em> zu sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In beiden Fällen handelt es sich &#8211; in &#8220;Konkordanz&#8221; mit den beiden Produktionprofilen, ENI  &#8211; um mittelschweres, saures Öl, das zur Herstellung von &#8220;Mitteldestillaten&#8221; wie Diesel oder Kerosin geeignet ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bezieht man die kumuliert 16 &#8211; 17 mmdb auf die oben erläuterten 60 mmdb &#8220;dieselfähigen Rohöls&#8221;, kommt man auf den Ausfall von mehr als 25 Prozent jenes &#8220;Stoffs&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aus dem &#8220;das Herzblut unserer Industriegesellschaften&#8221; produziert werden kann.</span></p>
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		<title>Ein Triumvirat z. &#8220;Weltenende&#8221;?</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2026 22:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den chinesisch-US-amerikanischen Gipfel in Peking ist nicht viel &#8220;gestreut worden&#8221;, aber Ikonographie, Protokoll-Details und Verlautbarungen im &#8220;zeitlichen Umfeld&#8221; des Gipfels legen nahe, dass dieser die erste Hälfte eines diesmal &#8220;weltweiten Triumvirats&#8221; markiert, zumindest eines Versuchs davon. Die zweite Hälfte dürfte in &#8220;trockene Tücher gebracht werden&#8221;, wenn Putin nächste Woche Peking besucht. Das Organ des ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/ein-triumvirat-z-weltenende.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Über den chinesisch-US-amerikanischen Gipfel in Peking ist nicht viel &#8220;gestreut worden&#8221;, aber<em> Ikonographie, Protokoll-Details und Verlautbarungen im &#8220;zeitlichen Umfeld&#8221;</em> des Gipfels legen nahe, dass dieser die erste Hälfte eines diesmal &#8220;weltweiten Triumvirats&#8221; markiert,<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/05/960px-P20260514DT-1213.jpg" rel="lightbox[148482]"><img class="alignright wp-image-148518 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/05/960px-P20260514DT-1213-300x200.jpg" alt="960px-P20260514DT-1213" width="300" height="200" /></a> zumindest eines Versuchs davon. Die zweite Hälfte dürfte in &#8220;trockene Tücher gebracht werden&#8221;, wenn Putin nächste Woche Peking besucht.</span><span id="more-148482"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Organ des chinesischen CCP-ZK, die <a href="https://en.people.cn/">Volkstageszeitung</a>, hat in einem Editorial vom 13. Mai ja unverblümt ausgedrückt, was jetzt (und nächste Woche ähnlich) Sache war (und sein wird): &#8220;Staatschef-Diplomatie eröffnet ein neues Kapitel der chinesisch-US-amerikanischen Beziehungen.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Kreml-Astrologie</em> gewissermaßen? Ein bisserl.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber man darf davon ausgehen, dass es<em> kein Zufall</em> ist, dass sich Peking schon länger von Kriegen/Konflikten in der &#8220;US-Hemisphäre&#8221; fern hält und die USA und das Weiße Haus Taiwan unter den Bus  werfen&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wie ein<a href="https://x.com/i/status/2055428604389933280"><em> zum Wertungsexzess neigender Beobachter von Fox-Sendungen meint</em></a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Sicher behaupten&#8221; kann man natürlich nix, solange man keine <em>verlässlichen Vöglein</em> in einem Washingtoner Außen- oder Kriegsministerium oder dessen chinesischen Gegenstücken hat,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber die <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Circumstantial_evidence">&#8220;circumstantial evidencc&#8221;</a> der These ist doch <em>beachtlich</em> und wird von Tag zu Tag beachtlicher.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Trump-Amis wollen bei sich und in ihrem Hinterhof ohne Einmischung von außen regieren,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was auch die Chinesen und Russen in ihren jeweiligen &#8220;Hemisphären&#8221; wollen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Man kann derlei, wenn man will, als &#8220;Triumvirat&#8221; bezeichnen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">lässt es, wenn man einer der &#8220;Triumviren&#8221; ist, aber besser bleiben, weil das Muster schon in der römischen Republik <em>nicht gerade ein Erfolgsmodell</em> war.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Trotzdem würde ein solches Triumvirat zunächst schlechte Nachrichten etwa für </span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>lateinamerikanische Leftisten bedeuten, </em></span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die sich daran gewöhnen sollten, nach der Pfeife der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Yankee"><em>Yanquis</em></a> zu tanzen, aber auch</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">für die <em>Iraner</em>, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die sich zwar auf einen Abzug der US-Navy im Golf von Oman freuen dürfen, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die sich aber nicht allzu sehr auf die Unterstützung von Peking oder auch Moskau verlassen sollten, wenn sie sich</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">mit einem gewissen zänkischen Nachbarstaat in der Region militärisch auseinandersetzen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Schließlich steht den USA was für die Erkenntnis zu, dass Taiwan nur 59 Meilen vom Festland entfernt ist, während die Staaten 9.500 Meilen von Taiwan weg sind.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie dem auch sei,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">man sollte mit den gipfelnden <em>Kaisers von China</em> nicht allzu harsch sein, denn beide sind</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Präsidenten von <em>Fiat Money-Mächten,</em> deren Zeit gekommen ist</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- vielleicht ein bisschen später als in den &#8220;Staaten im Rest der Welt&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber doch auch <em>bald</em></span>.</p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die besten Karten von den zweien hat aber wohl Putin.       </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild:The White House, Public domain, via Wikimedia Commons</span></p>
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		<title>Versorgungssicherheits-Blabla in Ö.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 22:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Während sich Politicos mithilfe handzahmer Journos rituell zur &#8220;Versorgungssicherheit&#8221; von fossilen Brennstoffen bekennen, wird auch in Österreich die einzig beobachtbare Lücke, die &#8220;Gaslücke&#8221;, unbeirrt größer. Per. 2. März liegt sie bei 13,6 TWh oder ca. 1,4 Mrd. m3. Natürlich sind weder der &#8220;Energieminister&#8221; noch seine Staatssekretärin am ersatzlosen Auslaufen des Gas-Transitvertrags durch die Ukraine schuld, ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/versorgungssicherheits-blabla-in-oe.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Während sich Politicos mithilfe <em>handzahmer Journos</em> rituell zur &#8220;Versorgungssicherheit&#8221; von fossilen Brennstoffen bekennen, wird auch in Österreich die einzig beobachtbare Lücke, die &#8220;Gaslücke&#8221;, unbeirrt größer. Per. 2. März liegt sie bei 13,6 TWh oder ca. 1,4 Mrd. m3. Natürlich sind weder der &#8220;Energieminister&#8221; noch seine Staatssekretärin am ersatzlosen Auslaufen des Gas-Transitvertrags durch die Ukraine schuld, <strong><em><span style="color: #000000;">aber mitverantwortlich dafür, dass die auf dem Staatsgebiet befindlichen Speicher mit einem Rückstand von 12 Prozentpunkten in die aktuelle Heizsaison gestartet sind</span></em></strong>. Eins ist jedenfalls klar: Nicht die Witterung (oder womöglich &#8220;Russland&#8221;) ist für die hiesige &#8220;Gaslücke&#8221; verantwortlich.</span><span id="more-146802"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Früher wurde im Volksmund die <span style="color: #000000;"><em>institutionalisierte Ratlosigkeit</em> </span>mit &#8220;wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man &#8216;nen Arbeitskreis&#8221; ironisiert,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber heute müsste ein Endreim auf &#8220;Taskforce&#8221; gefunden werden</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- T. wie in <a href="https://orf.at/stories/3422189/">&#8220;Taskforce Versorgungssicherheit&#8221;</a>.</span>              <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das nun beim Wirtschaftsministerium angesiedelte <em>Experten-Panel</em> hat am vergangenen Montag das erste Mal getagt, wonach der<em> Wirtschaftsminister</em>, der auch einen Hut als <em>Energieminister</em> hat, verkündete, dass die Versorgung mit Öl und Gas sicher sei,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was Hattmannsdorfer am Tag danach <a href="https://oe1.orf.at/player/20260303/825223/1772536520000">auch in ein ORF-Mikrofon sagte.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das ist natürlich<strong><span style="color: #000000;"><em> hanebüchener Unsinn</em></span></strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was das Erdöl betrifft, so ist es korrekt, dass die gesamte EU mengenmäßig nur etwa 20 Prozent ihrer diesbezüglichen Einfuhren aus Golf-Staaten wie Saudiarabien oder dem Irak bezieht, aber vielleicht könnte der <em>Herr Energieminister</em> zur Auffrischung seines Wissens einmal <a href="https://theuaob.substack.com/p/paper-barrels-vs-physical-molecules?utm_source=post-email-title&amp;publication_id=7011593&amp;post_id=189771978&amp;utm_campaign=email-post-title&amp;isFreemail=true&amp;r=26quge&amp;triedRedirect=true&amp;utm_medium=email">diesen Artikel</a> durchlesen, der erklärt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass &#8220;Erdöl nicht gleich Erdöl ist&#8221; und WTI-Öl und kanadische Teersande wegen unterschiedlicher Molekülketten unterschiedlich viskos sind;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und dass sich &#8220;light sweet crude&#8221; höchstens als Beimengung zur Produktion von Diesel eignet (z.B. für Trucks, Traktoren, Baumaschinen, Schiffe und Flugzeuge), als Zumischung für schwereres Öl, das</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- Trommelwirbel -</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">aus</span></em><em><span style="color: #000000;"> Russland und dem Arabischen/Persischen Golf kommt (besser: &#8220;kam&#8221;).</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Näher am österreichischen Alltag, speziell im Winter, ist aber das Erdgas, dessen Versorgung ja auch gesichert sein soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da lachen ja die Hühner.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Geschichte des Hinausdrängens russischer Öl- und Gas-Anbieter aus dem europäischen Markt wiederhole ich hier <strong><em><span style="color: #000000;">nicht,</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">schließlich kann man sie in etwa einem Dutzend Einträgen in diesem Blog nachlesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Hattmannsdorfer und die Zehetner spielten bisher im &#8220;Bund&#8221; der kleinen<em> östlichen Alpenrepublik</em> keine große Rolle</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- was sich im Februar vor einem Jahr änderte, als die beiden VP-Politicos das Ministerium übernahmen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Seither sind H. und Z. auch für Erdgas zuständig und haben im Verein mit &#8220;Brüssel&#8221; dazu beigetragen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass die aus Wien regulierten Speicher mit einem beträchtlichen &#8220;Handicap&#8221; in die neue Heizsaison gegangen sind</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(und um Nachfragen zu dieser &#8220;Lücke&#8221; zuvor zu kommen: Darunter wird hier die Differenz von &#8220;gas in storage&#8221; bzw. &#8220;Füllstand&#8221; zwischen heuer und der Vorsaison verstanden,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zunächst ausgedrückt in Terawattstunden und Prozenten. Darüber kann man nur bedingt, etwa hinsichtlich der <em>Richtigkeit von Rechenoperationen</em> debattieren. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das sind Werte, die man glauben muss/kann, oder eben nicht. Sie werden laufend von den Speicherbetreibern gemeldet und vom <a href="https://agsi.gie.eu/">AGSI </a>veröffentlicht (ob diese Daten vollständig sind, ist wieder &#8220;ein anderes Paar Schuhe&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie dem auch sei,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in <em>diesem Blog</em> wurde mehrfach eine (gesamteuropäische) &#8220;Russenlücke&#8221; berechnet, die durch das Ausbleiben bzw. die Verminderung der russischen Gaslieferungen über das Jamal-Pipelinesystem laufend seit 2019/2020 entstanden ist (auch das soll hier nicht wiederholt werden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Davon differiert die Versorgung &#8220;österreichischer&#8221; (sowie ungarischer und slowakischer) Speicher insofern, als im Süden dieses Pipelinesystems bis Ende 2024 russisches  Gas bezogen wurde</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was Teile der hiesigen Öffentlichkeit inklusive des gewesten <a href="http://staatsstreich.at/oe-ein-hoch-auf-d-eu-botschafter.html">&#8220;EU-Botschafters&#8221;</a> moralisch verwerflich fanden, weil &#8220;Unterstützung für einen Angriffskrieg&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit dieser Sonderstellung war am 1.1.2025 Schluss,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und seither scheint die &#8220;Russenlücke&#8221; auch in den Speichern in Österreich Einzug gehalten zu haben. Diese aus Wien regulierten Speicher werden vom nördlichen Nachbarn über dessen Pipelines nun &#8220;mit versorgt&#8221;. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dafür können Hattmannsdorfer und Zehetner kaum etwas, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und auch die jetzige Chefin der kleineren Oppositionspartei nur sehr bedingt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- eine Frau, die bis Anfang 2025 &#8220;Energieministerin&#8221; war (die Rolle der Gewessler während des &#8220;Ukraine-Kriegs&#8221; wird weiter unten anhand eines E-Control-Charts noch einmal hinterfragt).</span></p>
<p><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Aber für die &#8220;Speicherlücke&#8221; und die<em> </em><em>Gas-Beschwichtelei</em> der vergangenen Tage können H. und Z. <em>sehr wohl etwas.</em></span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Erstens lässt sich das <strong><em><span style="color: #000000;">milde Wetter</span> </em></strong>der vergangenen zwei Wochen (oder so), das in begünstigten westeuropäischen Staaten eine deutliche Verlangsamung der Füllstands-Rückgänge gebracht hat,<span style="color: #000000;"><em> nicht so ohne weiteres linear fortschreiben.</em></span> &#8220;Frühjahr&#8221; kommt erst in ein paar Monaten.</span></li>
<li><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Zweitens ist ein &#8220;Füllstand&#8221; von 21 Prozent in D und 36 Prozent in Ö  alles andere als beruhigend. Abgesehen vom oben ausgeführten &#8220;Handicap&#8221; zu Beginn der Heizperiode mögen diese niedrigen Speicherstände &#8220;wintertypisch&#8221; sein und müssen nicht unbedingt etwas bedeuten, wenn sich die &#8220;Bescheidwisser&#8221; ganz sicher sind, dass rechtzeitig &#8220;Entsatz&#8221; kommt. Diesen Eindruck macht &#8220;die Politik&#8221; aber eher nicht, sondern den &#8220;lauten Pfeifens im Wald&#8221;.</span></li>
<li><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Drittens sind das, was Hattmannsdorfer &#8220;österreichische Speicher&#8221; nennt, nicht wirklich solche, weil fraglich ist, wie viel von dem &#8220;gebunkerten Gas&#8221; österreichischen Haushalten und Betrieben (zumindest außerhalb des Großraums Linz) wirklich zugute käme. Der ehemalige oberösterreichische Landespolitiker H. weiß vermutlich sehr genau, dass gut drei Viertel der &#8220;transparenten österreichischen Gasreserven&#8221; a) wenige Kilometer  von der Grenze entfernt,  in Griffweite des deutschen Militärs liegen und b)  wie viel von den noch vorhandenen 36,1 TWh Gas überhaupt &#8220;echten  österreichischen Endkunden&#8221; gewissermaßen gehört. Die Beantwortung dieser &#8220;Gretchenfrage&#8221; ist aus den offiziellen Verlautbarungen<strong><em><span style="color: #000000;"> nicht ersichtlich.</span></em></strong>  SEFE und Uniper können ebenso für &#8220;österreichische Kunden&#8221; speichern wie die RAG für deutsche. &#8220;The answer, my friend, is blowing am <a href="https://www.e-control.at/econtrol/links/impressum">Rudolfsplatz</a>.&#8221; Die E-Control darf &#8220;Haidach&#8221; und &#8220;Seven Fields&#8221; zwar regulieren, wird im Fall des Falles bezüglich der Verwendung des CH4 aber nicht viel mit zu reden haben. Folgend ein Screenshot der AGSI-HP, der zeigt, dass 78 Prozent des in Frage stehenden Gases relativ grenznahe in Oberösterreich und Salzburg gelagert werden (merk&#8217;s Wien und Graz!).</span></li>
</ul>
<div id="attachment_146850" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Speicher_in_Österreich_hervorgehoben.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146850 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Speicher_in_Österreich_hervorgehoben-300x141.png" alt="Speicher_in_Österreich_hervorgehoben" width="300" height="141" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: GIE-AGSI</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In einer solchen Situation von &#8220;gesicherter Versorgung&#8221; zu reden, ist entweder <em>substanzloses Politico-Gebrabbel</em>, oder der b<em>ewusste Versuch Desinformation zu betreiben.</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat sich die zuletzt vergangene Woche &#8220;upgedateten&#8221; Gas-Statistiken für die erste Winter-Hälfte in Österreich angeschaut und aus diesen geht klar hervor, <strong><em><span style="color: #000000;">dass die auch hier am &#8220;Füllstand&#8221; ersichtliche &#8220;Speicher-Malaise&#8221; weder</span></em></strong></span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">an einem besonders erhöhten Inlandsverbrauch</span></em></strong></li>
<li><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">noch auch an den dramatisch gewachsenen Exporten im Dezember und Jänner liegt, sondern</span></em></strong></li>
</ul>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">weitgehend ein &#8220;Erbstück&#8221; des Vorjahres vor dem (angenommenen) Beginn der hiesigen &#8220;Heizsaison&#8221; per 1. Dezember 2025 ist.</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Doch der Reihe nach.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gasverbrauch im Jahresabstand nur 6,5% höher</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausweislich der <a href="https://www.e-control.at/statistik/g-statistik/charts">E-Control-Zahlen zur Gas-Statistk von Dezember 2025 und Jänner 2026</a> -Jüngeres liegt öffentlich noch nicht vor -, gab es in dieser Periode einen &#8220;Inlandsverbrauch&#8221; von 24,2 Terawattstunden gegenüber einem Konsum von 22,7 TWh in der Vergleichsperiode des Vorjahres.</span></p>
<div id="attachment_146735" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasvverbrauch_master_bearbeitet.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146735 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasvverbrauch_master_bearbeitet-300x247.png" alt="Inlandsgasvverbrauch_master_bearbeitet" width="300" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle:E-Control</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Werte decken sich mit anderen vom Regulator publizierten Zahlenreihen, wo man &#8220;Abgabe an Gaskraftwerke&#8221;, &#8220;Abgabe an sonstige Endkunden&#8221; und &#8220;Netzverluste &amp; Eigenbedarf&#8221; (für Erzeugung und Übertragung) addieren kann.</span></p>
<div id="attachment_146738" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Gasabgabe_alle_Kunden_master_bearbeitet.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146738 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Gasabgabe_alle_Kunden_master_bearbeitet-300x161.png" alt="Gasabgabe_alle_Kunden_master_bearbeitet" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: E-Control</p></div>
<p><!--EndFragment--></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><!--StartFragment--><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Differenz für den genannten Zeitraum beträgt also etwa 1,5 TWh, oder <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">0,15 Milliarden <!--StartFragment--></a><a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">(150 Mio.)</a></span><!--EndFragment--> Kubikmeter. Das ist im Jahresabstand eine Steigerung von etwa 6,5 Prozent.<!--EndFragment--> Möglich, dass diese Differenz bis Ende Februar 2026 wieder ausgeglichen wurde, aber das ist Spekulation. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Daten für das dritte Viertel des laufenden Winters sind noch etwa drei Wochen nicht erhältlich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auf das Gesamtjahr bezogen, weist die E-Control für 2025 einen &#8220;Inlandsgasverbrauch&#8221; von 82,3 TWh aus, ein Wert, der 2021 noch bei mehr als 100 TWh gelegen war.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasverbrauch_25_823TWh.png" rel="lightbox[146802]"><img class="aligncenter wp-image-146907 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasverbrauch_25_823TWh-300x204.png" alt="Inlandsgasverbrauch_25_82,3TWh" width="300" height="204" /></a></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gasexporte sind höher, aber auch keine Erklärung für &#8220;Speicherlücke&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Import-Exportsaldo im Dezember 2025 und Jänner 2026 ist um insgesamt 3,3 TWh höher, das sind <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">etwa 0,34 Mrd. Kubikmeter</a>.</span></p>
<p><!--EndFragment--> <!--StartFragment--><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Import_Exportsaldo_master_hervorgehoben.png" rel="lightbox[146802]"><img class="aligncenter wp-image-146751 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Import_Exportsaldo_master_hervorgehoben-300x273.png" alt="Import_Exportsaldo_master_hervorgehoben" width="300" height="273" /></a><!--EndFragment--></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In der &#8220;Parlanz&#8221; <em>dieses Bloggers</em> entspricht dieser Saldo &#8220;Nettoimporten&#8221;. Nicht zuletzt aufgrund der verwendeten kontraintuitiven Statistik sind für den Betrachtungszeitraum die &#8220;Nettoimporte&#8221; jedoch negativ, was positive &#8220;Nettoexporte&#8221; bedeutet.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese &#8220;Nettoexporte&#8221; fielen in den ersten beiden Wintermonaten 2025/26 um 3,3 TWh höher aus als ein Jahr davor, es wurden &#8220;netto&#8221; also um <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">0,34 Mrd. m3 CH4</a> mehr exportiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine solche Steigerung in zwei Monaten ist &#8220;deutlich&#8221;, hier aber nicht &#8220;Spiel entscheidend&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zusammen mit dem wohl &#8220;witterungsbedingten&#8221; Mehrverbrauch (siehe oben) sind durch diese Mehrexporte von 1. Dezember 2025 bis 31. Jänner 2026 knapp<strong><em><span style="color: #000000;"> 0,5 Milliarden/500 Millionen Kubikmeter mehr verbraucht worden als in der ersten Hälfte der Vorsaison.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die sich aktuell auftuende &#8220;mysteriöse Speicherlücke&#8221; in Österreich ist aber viel größer. Sie beträgt per 31. Jänner 2026 etwa 1,8 Mrd. m3.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie den historischen Daten des <a href="https://agsi.gie.eu/">Aggregated Gas Storage Inventory (AGSI)</a> zu entnehmen ist, wiesen die aus Wien regulierten Gas-Speicher am 31. Jänner 2026 einen Füllstand von 45,5 Prozent aus, was 45,8 TWh entspricht. Ein Jahr vorher gab es noch einen Füllstand von 62,5 Prozent und &#8220;Gas in Storage&#8221; in Höhe von 63,4 TWh. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Differenz entspricht 17,6 Terawattstunden, oder eben 1,8 Mrd. m3,</span></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">aber nur knapp 500 Millionen Kubikmeter davon sind durch den wohl witterungsbedingten Mehrverbrauch der ersten zwei Wintermonate und höhere &#8220;Nettoexporte&#8221; als vor einem Jahr zu erklären.</span></em></strong></p>
<p><!--EndFragment--></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ersetzung russischer durch deutsche Importe</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und damit speziell die kleinere (heutige) Oppositionspartei nicht zu sehr &#8220;jubelt&#8221;, noch ein Chart der E-Control, der die &#8220;Bruttoimporte&#8221; nach Österreich während der vergangenen fünf Jahre zeigt (der Chart &#8220;Import-/Exportsaldo&#8221; ist wegen letztlich marginaler Gas-Handelspartner Österreichs leider nicht sehr aussagekräftig). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der graue Balken sind Importe aus der Slowakei, die natürlich nicht von dort, sondern ziemlich sicher aus Russland stammen. Der gelbe Balken sind die Importe aus D.</span></p>
<div id="attachment_146773" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/eca_gas02_imex1.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146773 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/eca_gas02_imex1-300x187.png" alt="eca_gas02_imex(1)" width="300" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: E-Control</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was als E-Control-Chart nicht vorliegt, ist ein Vergleich der Nettoimporte/Import-Export-Salden von SK und D.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese können aus den zur Verfügung stehenden Daten aber mühsam gewonnen werden. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Folgend eine selbst gemachte Tabelle, die &#8211; hoffentlich richtig übertragen und gerechnet &#8211; die Salden bis ins Jahr 2021 zurück verfolgt. Die mit roten Ellipsen hervorgehobenen Werte legen nahe, dass D im vergangenen Jahr die Nettoimporte aus der SK 2024 (von russischem Gas) 1:1 ersetzt hat. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gut 70 Prozent dieser Nettoimporte 2025 scheinen für den österreichischen Inlandsgasverbrauch verwendet worden sein,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Rest wurde exportiert (wie schon im Jahr davor, aber vermutlich woanders hin).</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Nettoimporte_2021_2025_Tabelle_master.png" rel="lightbox[146802]"><img class="aligncenter wp-image-146915 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Nettoimporte_2021_2025_Tabelle_master-300x96.png" alt="Nettoimporte_2021_2025_Tabelle_master" width="300" height="96" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Noch einmal zur Erläuterung: </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ab Anfang 2025 sind die &#8220;Russenimporte&#8221; wg. des <a href="https://www.bruegel.org/analysis/end-russian-gas-transit-ukraine-and-options-eu">&#8220;Auslaufens des Transitvertrags&#8221;</a> nicht mehr vorhanden, weswegen heute nur mehr ein &#8220;kleiner Grenzverkehr&#8221; mit der Slowakei verbleibt. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Rolle der &#8220;Russenimporte&#8221; für die Gasversorgung für inländische Haushalte und Betriebe (und vlt. auch der <em>de facto deutschen Speicher</em> in Salzburg) war bis zu diesem Zeitpunkt intakt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was die &#8220;Öffentlichkeit&#8221; inkl. des damaligen &#8220;EU-Botschafters&#8221; tlw. als moralisch verwerflich empfunden hat, siehe u.a. <a href="http://staatsstreich.at/oe-ein-hoch-auf-d-eu-botschafter.html">hier</a>).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Augenfällig scheint aus dem Brutto-Chart aber, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die &#8220;Russenimporte&#8221; nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich zurück gegangen sind und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">durch &#8220;Importe aus Deutschland&#8221; teilweise ersetzt worden sind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob das ein Amtsvergehen oder sogar &#8220;Verbrechen&#8221; der früheren <em>Energieministerin</em> war, kann <em>dieser Blogger</em> nicht beurteilen. Immerhin waren die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesregierung_Nehammer">Regierung Nehammer</a> und ihre Minister(innen) auf die Verfassung bzw. das Verfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität vereidigt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> würde es jedenfalls gern sehen, wenn sich ein ordentliches Gericht diese Frage vorlegt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was freilich auch in diesem Fall eine &#8220;Auslieferung&#8221; durch den Nationalrat voraussetzen würde.</span>               <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die seltsame Erdgas-Arithmetik der EU, &#8216;Faktencheck&#8217; mit vielen Zahlen</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 11:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die EU hat in den (&#8220;ersten&#8221;?, &#8220;bisherigen&#8221;?) 50 Wochen des heurigen Jahres um etwa 16 Mrd. Kubikmeter Erdgas mehr importiert als im Vergleichszeitraum des Jahres davor, im Oktober und November &#8211; also vor dem Beginn der jeweiligen Heizsaisonen &#8211; aber geringfügig weniger ihren Speichern entnommen (verbraucht). Trotzdem ist im Jahresabstand der &#8220;Füllstand&#8221; ihrer Speicher um ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/die-seltsame-erdgas-arithmetik-der-eu-faktencheck-mit-vielen-zahlen.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die EU hat in den (&#8220;ersten&#8221;?, &#8220;bisherigen&#8221;?) 50 Wochen des heurigen Jahres um etwa 16 Mrd. Kubikmeter Erdgas<strong><em><span style="color: #000000;"> mehr importiert</span></em></strong> als im Vergleichszeitraum des Jahres davor, im Oktober und November &#8211; also <strong><em><span style="color: #000000;">vor</span> </em></strong>dem Beginn der jeweiligen Heizsaisonen &#8211; aber geringfügig <strong><em><span style="color: #000000;">weniger ihren Speichern entnommen (verbraucht)</span></em></strong>. Trotzdem ist im Jahresabstand der &#8220;Füllstand&#8221; ihrer Speicher um gut zehn Prozentpunkte gefallen. Zeit, wie schon <a href="http://staatsstreich.at/erdgaseu-mehr-anlieferung-aber-weniger-fuellstand-wie-geht-das.html">hier,</a> einmal mehr zu fragen: <strong><em><span style="color: #000000;">Wie, bitteschön, soll derlei vonstatten gegangen sein und &#8211; neu &#8211; wo sind die fehlenden ca. 30 Mrd. Kubik geblieben?</span></em></strong></span><span id="more-145460"></span></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vorbemerkung: Dieser Blogger ist bisher davon ausgegangen, dass die ihrerseits auf <a href="https://www.entsog.eu/">ENTSOG</a> zurückgehenden<a href="https://www.bruegel.org/dataset/european-natural-gas-imports"> Importdaten des EU-Think Tanks Bruege</a>l über alle Zweifel erhaben seien</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ebenso wie jene der<a href="https://agsi.gie.eu/"> Gas Infrastructure Europe (GIE) und ihres Aggregated Gas Storage Inventory</a>.</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieses Vertrauen hat jedoch Risse bekommen, da &#8211; wie unten erläutert &#8211; die Werte dieser beiden Daten-Sets nicht miteinander vereinbar zu sein scheinen, speziell die Entwicklung der &#8220;Füllstände&#8221; der EU-Speicher, die medial zwar durchaus beachtet werden, die &#8220;isoliert&#8221; aber dennoch in die Irre führen können.</span></em></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mehr-Importe 2025</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausweislich der <a href="https://www.bruegel.org/dataset/european-natural-gas-imports">hier </a>abrufbaren Daten hat die EU-27 in den ersten 50 Wochen des gerade ablaufenden Jahres 300,6 Mrd. Kubikmeter Erdgas importiert, um <strong><em><span style="color: #000000;">16 Milliarden mehr</span></em></strong> als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (284,6 Mrd. m3). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor drei Wochen, Ende November, betrug der <strong><em><span style="color: #000000;">Mehr-Import 2025 noch etwa 15,7 Mrd. Kubikmeter</span></em></strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser aktuelle zusätzliche Zufluss erfolgte</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">vor allem aufgrund von 30 Mrd. m3 zusätzlichen LNG-Mengen (regasifiziert; mehrheitlich aus den USA) und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">trotz der Beinahe-Halbierung der russischen Exporte in die EU, anscheinend als Folge der Stillegung der südlichen &#8220;Ukraine-Transit-Route&#8221; via SK (&#8220;Auslaufen des Transitvertrags&#8221;). Dadurch haben sich die Gas-Ausfuhren der RF in die EU-27 von 31,7 Mrd. vor einem Jahr auf aktuell 17,4 Mrd. m3 reduziert (natürlich nur &#8220;50 Wochen&#8221;) und beschränken sich seit Jahresbeginn auf Flüssiggas und die Turkstream-Pipeline durch Bulgarien und Serbien.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun gibt es in diesem via ENTSOG/Bruegel verbreiteten Datensatz nach Wissen <em>dieses Bloggers<strong><span style="color: #000000;"> keine</span></strong></em> Angaben zum Verbrauch in der Union selbst (also von Endverbrauchern und Exporteuren),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sehr wohl aber welche der GIE-AGSI, die ein europäisches Netzwerk von Betreibern unterirdischer Gasspeicher sowie als <a href="https://alsi.gie.eu/">&#8220;ALSI&#8221;</a> von großen LNG-Terminals bildet. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden die ihnen zeitnah zu meldenden Daten in &#8220;ihrem Zuständigkeitsgebiet&#8221; an das Netzwerk weiter geben,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong>, dass individuelle Betreiber direkt an die <a href="https://www.gie.eu/contact/">&#8220;Avenue de Cortenbergh&#8221;</a> berichten (das HQ der GIE ist übrigens im &#8220;EU-Regierungsviertel&#8221; gelegen, unweit von Kommission und Rat).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor allem die auf der <a href="https://www.gie.eu/agsi-and-alsi-transparency-platforms/">Transparenzplattform von AGSI </a>abrufbaren &#8220;tagesgenauen Daten&#8221; zur Auslastung der unterirdischen Speicher finden in &#8220;alternativen&#8221;, aber auch einigen &#8220;nicht-alternativen&#8221; Medien Beachtung,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht jedoch andere vorhandene Daten wie beispielsweise die Entnahme aus diesen Speichern, (&#8220;withdrawals in GWh pro Tag&#8221;).</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Minderverbrauch 2025</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat nun mithilfe eines Tabellenprogramms diese Entnahmen zwischen 1.10.2024 und 30.11.2024 einerseits und 1.10.2025 und 30.11.2025 andererseits verglichen und ist zu dem für ihn selbst überraschenden Ergebnis gekommen, dass in der besagten Vergleichsperiode 2024 geringfügig <strong><em><span style="color: #000000;">mehr Gas entnommen wurde</span></em></strong> als ein Jahr später,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nämlich &#8220;brutto&#8221; 143,5 Terawattstunden gegenüber 132,4 TWh aktuell. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da es durchaus sein kann, dass eine bestimmte Gasmenge aus einem EU-Speicher entnommen und in einen anderen EU-Speicher verfrachtet wird, lohnt sich auch eine &#8220;Nettobetrachtung&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- also eine, in der die &#8220;Brutto-Withdrawals&#8221; um die &#8220;Injections&#8221; im selben Zeitraum bereinigt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber auch hier wurde 2024 um knapp 20 TWh oder 2 Mrd. m3 mehr entnommen als 2025, was bedeutet, <strong><em><span style="color: #000000;">dass die Entnahmen als Erklärung für den jüngsten deutlichen Rückgang des EU-Füllstands also ausscheiden.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Größenordnungen sind <em>per se</em> <em>nicht besonders bemerkenswert</em>, fällt die Betrachtungsperiode doch in eine &#8211; saisonal bedingte &#8211; verbrauchsarme Zeit, in der</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">noch nicht geheizt wird und auch</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Abgabe an Gaskraftwerke noch nicht besonders hoch ist (im Vergleich zu den Wintermonaten).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieses &#8220;datum&#8221; wirkt jedoch dem verschiedentlich verbreiteten <em>G&#8217;schichterl</em> entgegen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">wonach eine besonders hohe Verstromung in den vergangenen Herbstmonaten am scharfen Rückgang der Speicherstände schuld sei,</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">- das scheint EU-weit aber glatt falsch zu sein.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieses Argument wurde beispielsweise in Österreich bemüht &#8211; siehe <a href="http://staatsstreich.at/erdgaseu-mehr-anlieferung-aber-weniger-fuellstand-wie-geht-das.html">hier</a> und <a href="https://orf.at/av/audio/120181">hier</a> (mittlerweile vom Netz genommen)-,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und es mag<em> regional</em> eine gewisse Gültigkeit haben (keine Ahnung, verfüge nicht über das Herrschaftswissen etwa der E-Control),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Glaubt man aber den EU-weiten Withdrawal-Daten von GIE-AGSI,<strong><em><span style="color: #000000;"> kann &#8211; wie gesagt &#8211; diese Interpretation keinen Bestand haben.</span></em></strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Absturz des Füllstands vor Beginn der Heizsaison</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Trotz alledem waren die EU-Speicher am 1. Dezember 2025 nur mehr zu 74,8 Prozent voll, während der Füllstand vom 1. Dezember 2024 noch 85,1 Prozent betragen hatte. Ausweislich der &#8220;historischen Daten&#8221; der AGSI-Transparenzplattform entspricht das einer Differenz von 122,4 TWh, was laut dem <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">Einheiten-Umrechner der niederländischen Gasunie</a><strong><em><span style="color: #000000;"> 12,5 Mrd. Kubikmeter</span></em></strong> wären.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Addiert man diese Menge zu den Mehr-Importen der EU-27 bis Anfang Dezember 2025 (<strong><em><span style="color: #000000;">15,7 Mrd. m3</span></em></strong>, siehe oben) sowie dem marginalen Minder-Verbrauch <strong><em><span style="color: #000000;">(2 Mrd. m3,</span></em></strong> siehe ebenfalls oben),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">kommt man auf &#8220;fehlende&#8221; 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vielleicht gibt es<em> &#8220;harmlose Erklärungen&#8221;</em> dafür, bei denen z.B. eine wundersam gesteigerte EU-Eigenproduktion ohne &#8220;Umweg&#8221; über Speicher verstromt wird,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber es gibt auch wesentlich <em>&#8220;weniger harmlose Erklärungen&#8221;</em>. Wo, bitteschön, sind also die fehlenden, rechnerisch ermittelten ca. 30 Mrd. Kubikmeter Erdgas geblieben?</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ö/Gas: Stolz und Vorurteil f. Südost</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 17:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Die OMV, seit 2004 kontrollierende Eigentümerin der rumänischen Petrom, hat mit einem vergangene Woche kommunizierten Deal mit der Regierung in Bukarest ihre Interessen als börsenotierte AG gewahrt (ebenso wie der ebenfalls börsenotierte Verbund über dessen Tochter GasConnect Austria mit seinem damit in Zusammenhang stehenden &#8220;Nicht-Handeln&#8221; das tut &#8211; siehe unten). Der frühere OMV-General Gerhard Roiss, ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/oegas-stolz-und-vorurteil-f-suedost.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die OMV, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Petrom">seit 2004 kontrollierende Eigentümerin der rumänischen Petrom</a>, hat mit einem vergangene Woche kommunizierten Deal mit der Regierung in Bukarest ihre Interessen als börsenotierte AG gewahrt (ebenso wie der ebenfalls börsenotierte Verbund über dessen Tochter GasConnect Austria mit seinem damit in Zusammenhang stehenden &#8220;Nicht-Handeln&#8221; das tut &#8211; siehe unten). Der frühere OMV-General Gerhard Roiss, dem u.a. <a href="http://staatsstreich.at/oegas-im-zentrum-der-heuchelei.html">hier</a> Heuchelei attestiert wurde, motzt trotzdem herum, weil damit Lebensinteressen in Ö. verletzt würden (siehe ebenfalls unten).<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Logopetrom.jpg" rel="lightbox[145257]"><img class="alignright wp-image-145272 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Logopetrom-300x270.jpg" alt="Logopetrom" width="300" height="270" /></a> Sollte Roiss wirklich glauben, die OMV sei dazu da österreichische Lebensinteressen zu wahren, hat er entweder zu viel getrunken, oder er war zumindest 2011-15 <em>fehl besetzt</em>. Derweil<em> lassen </em>Politicos in Österreich ebenfalls <em>heucheln,</em> <em>dass sich die Balken biegen.</em></span><span id="more-145257"></span></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vorbemerkung: Das Grundproblem von Geschichten wie dieser ist, dass sie zwar eine einfache &#8220;Kern-Message&#8221; haben, dass diese wg. zahlreichter &#8220;technischer Details&#8221; UND &#8220;(known) Unknowns&#8221; aber schwierig zu vermitteln ist &#8211; wenigstens für Leser mit<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung"> beeinträchtigter Aufmerksamkeitsspanne.</a> Im vorliegenden Fall lautet die zentrale Nachricht, dass ab 2027 kein rumänisches Erdgas ins &#8220;westliche Mitteleuropa&#8221; strömen wird, </span></em><span style="font-family: times new roman, times;"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: 14pt;">dass dies aber ohnedies egal ist, weil es &#8220;das Kraut auch nicht fett machen&#8221; würde</span><em><span style="font-size: 14pt;">.</span></em></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Also, die OMV gab vergangene Woche über <a href="https://www.omv.com/de/medien/pressemitteilungen/2025/251210-omv-petrom-schlaegt-neues-kapitel-fuer-die-energieversorgungssicherheit-rumaeniens-auf">Aussendung</a> und<a href="https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/omv-secures-key-milestone-for-major-gas-venture/68415716"> ad hoc</a> bekannt, dass sie mit der &#8220;rumänischen Politik&#8221; zu einer Zwischen-Einigung im schon lange schwelenden Streit um die Petrom gekommen sei, die das Offshore-Erdgas-Projekt &#8220;Neptun&#8221; und die Petrom-Abgaben an Rumänien betrifft (zumindest wurde nur<strong><span style="color: #000000;"><em> das</em></span></strong> offen kommuniziert).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Folge waren einige Berichte in hiesigen Medien, entlang der Linie<em> Gottseidank, jetzt ist hoffentlich mal eine Weile Ruh&#8217; mit den ständigen Petrom-Troubles,</em> wobei als selbstverständlich vorausgesetzt wurde, dass das ab 2027 im Schwarzen Meer zu fördernde Erdgas &#8211; eh nicht besonders viel -, an Kunden im östlichen Mitteleuropa verkauft werden würde (keine Überraschung, offiziell seit längerem bekannt).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein oder zwei Tage später kommt die<a href="https://www.nachrichten.at/"> OÖN</a> daher &#8211; vielleicht auch nur, um &#8220;versäumte News aufzufangen und neu aufzuziehen&#8221; &#8211; und schreibt, dass dieses Gas Baumgarten aber nie erreichen werde, weil man es schon ins östliche Mitteleuropa verkauft haben würde</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was aus Sicht der börsenotierten OMV AG und deren Aktionären aus mehreren Gründen rational ist:<em> Lizenzen, künftige Explorationen, geringere Kosten für den Abtransport des Gases, etc.</em>). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;Nachrichten&#8221; haben für diese ihre <a href="https://www.nachrichten.at/wirtschaft/oesterreich-bekommt-kein-gas-aus-dem-omv-gasfeld-neptun;art15,4117808#Echobox=1765612270">Story</a> entweder direkt oder &#8220;indirekt, als Aussendungsschreiber&#8221;, Ex-OMV-GD Roiss zitiert, der sich darüber mokiert, dass das in seiner CEO-Zeit entdeckte Offshore-Gasfeld kein CH4 nach Ö. liefern werde, wo doch</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der österreichische Staat 31,5% an der OMV halte, die wiederum </span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">51 Prozent an der Petrom besitze, die wiederum</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">50 Prozent an besagtem Gasfeld halte und außerdem</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Konsortialführer bei den Untersee-Bohrungen sei.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bumsti, klare &#8220;moralische Verpflichtung&#8221;!</span>              <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das wurde in Ö. aus mehreren Gründen (siehe auch oben) medial nicht mehr &#8220;weiter gezogen&#8221; und vlt. spielte es dabei eine Rolle, dass man</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;die Pferde nicht kopfscheu machen&#8221; wollte</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(&#8220;die Pferde&#8221; soll heißen: die Millionen österreichischen Gaskonsumenten, die auch demnächst wieder<em> Stocki, Andi und Beate</em> wählen sollen und NICHT Herbertl; für die hiesigen paar Zehntausend OMV-Aktionäre bestünde sowieso kein Grund, die Verfrachtung von rumänischem Gas nach Ö. besonders gut zu finden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weil aber der Mythos von den <em>wohltätigen (Fast-)Staatskonzernen</em> noch immer bedient werden will und Teile des Elektorats (und vlt auch Hr. Roiss) noch immer glauben, dass OMV, Verbund &amp; Co. zu ihrem Wohl da seien, setzte sofortige <em>Hyper-Heuchelei</em> ein, indem der OMV-Konzern auf Anfrage versicherte, dass es für ihn</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;höchste Priorität (habe), stets ein zuverlässiger Lieferant für die Kunden zu sein&#8221; (merke: nicht ö. Kunden, sondern einfach nur KUNDEN. Die OMV Petrom hatte ja schon Tage davor (halb)wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass sie <a href="https://www.omvpetrom.com/en/investors/news-and-events/2025/omv-petrom-entering-the-next-chapter-of-romanias-energy-security">&#8220;das nächste Kapitel von Rumäniens Energie(Versorgungs)sicherheit aufschlage&#8221;</a>,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass aber <em>schon wieder</em> die Orban-Ungarn an der Misere Schuld trügen, weil sie sich der Umkehrung des Gasflusses in einer österreichischen Pipeline (&#8220;HAG&#8221;) widersetzten.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Immerhin war die Verbund-Tochter GasConnect dann aber so anständig festzustellen, dass man zwar Pipeline-Kapazitäten durch Ungarn hätte buchen können, man aber festgestellt habe, dass es keine &#8220;Nachfrage&#8221; nach rumänischem Gas gebe (da man sich anderweitig gut versorgt wähnt): &#8220;Es besteht gegenwärtig weder in Ungarn noch in Österreich ein Marktinteresse an einem Ausbau der HAG.&#8221;</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Abgesehen davon, dass man bei solchem &#8220;Markt&#8221; <em>im Allgemeininteresse</em> durchaus &#8220;Ross und Reiter hätte nennen können&#8221;, war auch das Wording der GasConnect &#8220;perfekt&#8221;, bedeutete es doch: a) &#8220;Hei, nicht WIR, der &#8216;Markt&#8217; ist schuld&#8221; und b) &#8220;Wir jedenfalls bürden unserem börsenotierten Mutterkonzern keine unnötigen Kosten auf!&#8221;</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Stellt sich zum Schluss nur die Frage: </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie kommt es, dass sich auch beim Lesen des OÖN-Artikels der Eindruck aufdrängt, </span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass die Orban-Ungarn üblicherweise<em> schuld seien</em>, wenigstens aber</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Rumänen, die das vor der eigenen Küste geförderte Gas im Land behalten wollen, speziell jetzt, wo&#8217;s mit Russland gewissermaßen <em>ganz aus is&#8217;.</em></span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild: Maroc21, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0,</a> via Wikimedia Commons</span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Öl/Gas: H-Orban bei US-Trump &#8211; Nicht alles Hinkende ist e. Vergleich</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 23:55:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ungarische Premier Viktor Orbán, zweifellos ein &#8220;lieber Freund&#8221; des amtierenden US-Präsidenten, hat die Befreiung seines Landes von Öl-und Gas-Sanktionen der Staaten erreicht und die Journaille führt das auf die guten Beziehungen Orbáns zu Trump zurück, der in besagter Sache übrigens ebenso umfassend heuchelt wie etwa Brüssel. Um ein bisschen glaubwürdig zu bleiben, sollten westliche Schmieranten ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/oelgas-h-orban-bei-us-trump-nicht-alles-hinkende-ist-e-vergleich.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der ungarische Premier Viktor Orbán, zweifellos ein &#8220;lieber Freund&#8221; des amtierenden US-Präsidenten, hat die Befreiung seines Landes von Öl-und Gas-Sanktionen der Staaten erreicht und die <em>Journaille</em> führt das auf die guten Beziehungen Orbáns zu Trump zurück, der in besagter Sache übrigens ebenso<em> umfassend heuchelt</em> wie etwa Brüssel. Um ein <em>bisschen glaubwürdig</em> zu bleiben, sollten westliche Schmieranten freilich drauf hinweisen, dass selbst die EU a) russische Öl-Lieferungen über Pipeline nie &#8220;verboten&#8221; und Brüssel H und SK erst jüngst wieder von weiteren &#8220;Selbstmordsanktionen&#8221; ausgenommen hat sowie b) dass es sich, <!--StartFragment-->was das Öl betrifft, b<!--EndFragment-->ei den Lieferungen nach H und SK um eher marginale Mengen handelt, verglichen mit dem gesamten Exportgeschäft von Rosneft und Lukoil. Warum sollte der orange Mann im WH, dem die &#8220;Probleme&#8221; der Union am A. vorbei gehen, einen Job erledigen, den die Vasallenkönige in Brüssel nicht tun können oder wollen?</span><iframe title="LIVE: Trump meets with Hungarian Prime Minister Viktor Orbán" src="https://www.youtube.com/embed/n0rRNJ7OOr0" width="1218" height="685" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-144643"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Interessenten können anhand von Google und Youtube ja selbst eine Nachlese des Treffens im Weißen Haus veranstalten,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber der Tenor unserer<em> als Journos getarnten Informationskrieger</em> ist, dass Trump &#8220;ungewohnt zahm&#8221; gewesen sei (wohl ähnlich wie bei F. Merz</span>  <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />   <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">) und dass die &#8220;Ausnahme&#8221; wegen der seit langem guten Beziehungen der beiden Politicos erfolgt sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das kann sein und wäre man eine Fliege an der Wand des Oval Office, könnte man das zuverlässig wissen. Für &#8220;Normalsterbliche&#8221; sichtbar war nur, dass ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0BBzOfFafSM">Watschentanz</a> à la Selenski und Ramaphosa ausgeblieben ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nur, bitteschön, &#8220;die Kirche sollte hier schon im Dorf belassen werden&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch diversen &#8220;Hauptstadt-Korrespondenten&#8221; müsste ein schneller Check von Export-/Importzahlen und/oder rezenten Gipfel-Ergebnissen zumutbar sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wäre diese &#8220;Kontextualisierung&#8221; erfolgt, hätte man wenigstens &#8220;à propos berichten&#8221; müssen, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">auch die EU bis heute den Import von Russen-Öl über die Druschba-Süd nicht verboten oder mit &#8220;Sanktionen&#8221; belegt und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass solches für Ungarn und die Slowakei auch beim jüngst beschlossenen <a href="https://commission.europa.eu/news-and-media/news/eu-adopts-new-sanctions-against-russia-2025-10-23_en">&#8220;19. Sanktionspaket&#8221; </a>nicht stattgefunden hat, weil das Ding sonst nicht verabschiedet worden wäre.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch das über die &#8220;Turkstream&#8221; fließende russische Erdgas wurde nicht sanktioniert, das im Vergleich zu früheren Transporten in die Union sowieso eher geringfügig ist und das für Ungarn und die SK ev. reichte, nicht aber für weitere, sowie dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Öl-Lieferungen der von den USA kürzlich <em>bestraften</em> russischen Exporteure nach H und SK sowieso &#8220;überschaubar sind&#8221;.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was das TS-Gas betrifft, könnten sich kompetente Journos schnell darüber informieren, dass in den ersten drei Quartalen 2025 &#8220;heiße&#8221; 13,1 Mrd. m3 CH4 geflossen sind und was man mit lei(s)tungsstärkeren Pipelines etwa in den ersten neun Monaten 2019 vergleichen könnte. Über die Nordstream (natürlich nur &#8220;eins&#8221;) kamen damals 44,1 Mrd. m3 in die Union und über diverse &#8220;Ukraine Transit&#8221;-Leitungen gar 65,7 Milliarden</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- was die Beschränktheit der heutigen TS-Lieferungen deutlich macht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und was die Öllieferungen von Rosneft &amp; Lukoil in die beiden europäischen Binnenstaaten angeht, können diese sowieso nicht allzu groß sein, wenn H &amp; SK zusammen einen Jahresverbrauch von 267.000 b/d haben <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(&#8220;total liquids&#8221; gemäß Statistical Review of Energy 2025, p. 25) </span>.</span></p>
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