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	<title>staatsstreich.atRussland</title>
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	<description>Österreichs Entführung nach EU-Europa</description>
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		<title>Versorgungssicherheits-Blabla in Ö.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 22:30:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Während sich Politicos mithilfe handzahmer Journos rituell zur &#8220;Versorgungssicherheit&#8221; von fossilen Brennstoffen bekennen, wird auch in Österreich die einzig beobachtbare Lücke, die &#8220;Gaslücke&#8221;, unbeirrt größer. Per. 2. März liegt sie bei 13,6 TWh oder ca. 1,4 Mrd. m3. Natürlich sind weder der &#8220;Energieminister&#8221; noch seine Staatssekretärin am ersatzlosen Auslaufen des Gas-Transitvertrags durch die Ukraine schuld, ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/versorgungssicherheits-blabla-in-oe.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Während sich Politicos mithilfe <em>handzahmer Journos</em> rituell zur &#8220;Versorgungssicherheit&#8221; von fossilen Brennstoffen bekennen, wird auch in Österreich die einzig beobachtbare Lücke, die &#8220;Gaslücke&#8221;, unbeirrt größer. Per. 2. März liegt sie bei 13,6 TWh oder ca. 1,4 Mrd. m3. Natürlich sind weder der &#8220;Energieminister&#8221; noch seine Staatssekretärin am ersatzlosen Auslaufen des Gas-Transitvertrags durch die Ukraine schuld, <strong><em><span style="color: #000000;">aber mitverantwortlich dafür, dass die auf dem Staatsgebiet befindlichen Speicher mit einem Rückstand von 12 Prozentpunkten in die aktuelle Heizsaison gestartet sind</span></em></strong>. Eins ist jedenfalls klar: Nicht die Witterung (oder womöglich &#8220;Russland&#8221;) ist für die hiesige &#8220;Gaslücke&#8221; verantwortlich.</span><span id="more-146802"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Früher wurde im Volksmund die <span style="color: #000000;"><em>institutionalisierte Ratlosigkeit</em> </span>mit &#8220;wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man &#8216;nen Arbeitskreis&#8221; ironisiert,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber heute müsste ein Endreim auf &#8220;Taskforce&#8221; gefunden werden</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- T. wie in <a href="https://orf.at/stories/3422189/">&#8220;Taskforce Versorgungssicherheit&#8221;</a>.</span>              <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das nun beim Wirtschaftsministerium angesiedelte <em>Experten-Panel</em> hat am vergangenen Montag das erste Mal getagt, wonach der<em> Wirtschaftsminister</em>, der auch einen Hut als <em>Energieminister</em> hat, verkündete, dass die Versorgung mit Öl und Gas sicher sei,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was Hattmannsdorfer am Tag danach <a href="https://oe1.orf.at/player/20260303/825223/1772536520000">auch in ein ORF-Mikrofon sagte.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das ist natürlich<strong><span style="color: #000000;"><em> hanebüchener Unsinn</em></span></strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was das Erdöl betrifft, so ist es korrekt, dass die gesamte EU mengenmäßig nur etwa 20 Prozent ihrer diesbezüglichen Einfuhren aus Golf-Staaten wie Saudiarabien oder dem Irak bezieht, aber vielleicht könnte der <em>Herr Energieminister</em> zur Auffrischung seines Wissens einmal <a href="https://theuaob.substack.com/p/paper-barrels-vs-physical-molecules?utm_source=post-email-title&amp;publication_id=7011593&amp;post_id=189771978&amp;utm_campaign=email-post-title&amp;isFreemail=true&amp;r=26quge&amp;triedRedirect=true&amp;utm_medium=email">diesen Artikel</a> durchlesen, der erklärt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass &#8220;Erdöl nicht gleich Erdöl ist&#8221; und WTI-Öl und kanadische Teersande wegen unterschiedlicher Molekülketten unterschiedlich viskos sind;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und dass sich &#8220;light sweet crude&#8221; höchstens als Beimengung zur Produktion von Diesel eignet (z.B. für Trucks, Traktoren, Baumaschinen, Schiffe und Flugzeuge), als Zumischung für schwereres Öl, das</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- Trommelwirbel -</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">aus</span></em><em><span style="color: #000000;"> Russland und dem Arabischen/Persischen Golf kommt (besser: &#8220;kam&#8221;).</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Näher am österreichischen Alltag, speziell im Winter, ist aber das Erdgas, dessen Versorgung ja auch gesichert sein soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da lachen ja die Hühner.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Geschichte des Hinausdrängens russischer Öl- und Gas-Anbieter aus dem europäischen Markt wiederhole ich hier <strong><em><span style="color: #000000;">nicht,</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">schließlich kann man sie in etwa einem Dutzend Einträgen in diesem Blog nachlesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Hattmannsdorfer und die Zehetner spielten bisher im &#8220;Bund&#8221; der kleinen<em> östlichen Alpenrepublik</em> keine große Rolle</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- was sich im Februar vor einem Jahr änderte, als die beiden VP-Politicos das Ministerium übernahmen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Seither sind H. und Z. auch für Erdgas zuständig und haben im Verein mit &#8220;Brüssel&#8221; dazu beigetragen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass die aus Wien regulierten Speicher mit einem beträchtlichen &#8220;Handicap&#8221; in die neue Heizsaison gegangen sind</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(und um Nachfragen zu dieser &#8220;Lücke&#8221; zuvor zu kommen: Darunter wird hier die Differenz von &#8220;gas in storage&#8221; bzw. &#8220;Füllstand&#8221; zwischen heuer und der Vorsaison verstanden,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zunächst ausgedrückt in Terawattstunden und Prozenten. Darüber kann man nur bedingt, etwa hinsichtlich der <em>Richtigkeit von Rechenoperationen</em> debattieren. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das sind Werte, die man glauben muss/kann, oder eben nicht. Sie werden laufend von den Speicherbetreibern gemeldet und vom <a href="https://agsi.gie.eu/">AGSI </a>veröffentlicht (ob diese Daten vollständig sind, ist wieder &#8220;ein anderes Paar Schuhe&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie dem auch sei,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">in <em>diesem Blog</em> wurde mehrfach eine (gesamteuropäische) &#8220;Russenlücke&#8221; berechnet, die durch das Ausbleiben bzw. die Verminderung der russischen Gaslieferungen über das Jamal-Pipelinesystem laufend seit 2019/2020 entstanden ist (auch das soll hier nicht wiederholt werden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Davon differiert die Versorgung &#8220;österreichischer&#8221; (sowie ungarischer und slowakischer) Speicher insofern, als im Süden dieses Pipelinesystems bis Ende 2024 russisches  Gas bezogen wurde</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was Teile der hiesigen Öffentlichkeit inklusive des gewesten <a href="http://staatsstreich.at/oe-ein-hoch-auf-d-eu-botschafter.html">&#8220;EU-Botschafters&#8221;</a> moralisch verwerflich fanden, weil &#8220;Unterstützung für einen Angriffskrieg&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mit dieser Sonderstellung war am 1.1.2025 Schluss,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und seither scheint die &#8220;Russenlücke&#8221; auch in den Speichern in Österreich Einzug gehalten zu haben. Diese aus Wien regulierten Speicher werden vom nördlichen Nachbarn über dessen Pipelines nun &#8220;mit versorgt&#8221;. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dafür können Hattmannsdorfer und Zehetner kaum etwas, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und auch die jetzige Chefin der kleineren Oppositionspartei nur sehr bedingt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- eine Frau, die bis Anfang 2025 &#8220;Energieministerin&#8221; war (die Rolle der Gewessler während des &#8220;Ukraine-Kriegs&#8221; wird weiter unten anhand eines E-Control-Charts noch einmal hinterfragt).</span></p>
<p><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Aber für die &#8220;Speicherlücke&#8221; und die<em> </em><em>Gas-Beschwichtelei</em> der vergangenen Tage können H. und Z. <em>sehr wohl etwas.</em></span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Erstens lässt sich das <strong><em><span style="color: #000000;">milde Wetter</span> </em></strong>der vergangenen zwei Wochen (oder so), das in begünstigten westeuropäischen Staaten eine deutliche Verlangsamung der Füllstands-Rückgänge gebracht hat,<span style="color: #000000;"><em> nicht so ohne weiteres linear fortschreiben.</em></span> &#8220;Frühjahr&#8221; kommt erst in ein paar Monaten.</span></li>
<li><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Zweitens ist ein &#8220;Füllstand&#8221; von 21 Prozent in D und 36 Prozent in Ö  alles andere als beruhigend. Abgesehen vom oben ausgeführten &#8220;Handicap&#8221; zu Beginn der Heizperiode mögen diese niedrigen Speicherstände &#8220;wintertypisch&#8221; sein und müssen nicht unbedingt etwas bedeuten, wenn sich die &#8220;Bescheidwisser&#8221; ganz sicher sind, dass rechtzeitig &#8220;Entsatz&#8221; kommt. Diesen Eindruck macht &#8220;die Politik&#8221; aber eher nicht, sondern den &#8220;lauten Pfeifens im Wald&#8221;.</span></li>
<li><span style="font-family: times new roman, times; font-size: 14pt;">Drittens sind das, was Hattmannsdorfer &#8220;österreichische Speicher&#8221; nennt, nicht wirklich solche, weil fraglich ist, wie viel von dem &#8220;gebunkerten Gas&#8221; österreichischen Haushalten und Betrieben (zumindest außerhalb des Großraums Linz) wirklich zugute käme. Der ehemalige oberösterreichische Landespolitiker H. weiß vermutlich sehr genau, dass gut drei Viertel der &#8220;transparenten österreichischen Gasreserven&#8221; a) wenige Kilometer  von der Grenze entfernt,  in Griffweite des deutschen Militärs liegen und b)  wie viel von den noch vorhandenen 36,1 TWh Gas überhaupt &#8220;echten  österreichischen Endkunden&#8221; gewissermaßen gehört. Die Beantwortung dieser &#8220;Gretchenfrage&#8221; ist aus den offiziellen Verlautbarungen<strong><em><span style="color: #000000;"> nicht ersichtlich.</span></em></strong>  SEFE und Uniper können ebenso für &#8220;österreichische Kunden&#8221; speichern wie die RAG für deutsche. &#8220;The answer, my friend, is blowing am <a href="https://www.e-control.at/econtrol/links/impressum">Rudolfsplatz</a>.&#8221; Die E-Control darf &#8220;Haidach&#8221; und &#8220;Seven Fields&#8221; zwar regulieren, wird im Fall des Falles bezüglich der Verwendung des CH4 aber nicht viel mit zu reden haben. Folgend ein Screenshot der AGSI-HP, der zeigt, dass 78 Prozent des in Frage stehenden Gases relativ grenznahe in Oberösterreich und Salzburg gelagert werden (merk&#8217;s Wien und Graz!).</span></li>
</ul>
<div id="attachment_146850" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Speicher_in_Österreich_hervorgehoben.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146850 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Speicher_in_Österreich_hervorgehoben-300x141.png" alt="Speicher_in_Österreich_hervorgehoben" width="300" height="141" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: GIE-AGSI</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In einer solchen Situation von &#8220;gesicherter Versorgung&#8221; zu reden, ist entweder <em>substanzloses Politico-Gebrabbel</em>, oder der b<em>ewusste Versuch Desinformation zu betreiben.</em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">***</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat sich die zuletzt vergangene Woche &#8220;upgedateten&#8221; Gas-Statistiken für die erste Winter-Hälfte in Österreich angeschaut und aus diesen geht klar hervor, <strong><em><span style="color: #000000;">dass die auch hier am &#8220;Füllstand&#8221; ersichtliche &#8220;Speicher-Malaise&#8221; weder</span></em></strong></span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">an einem besonders erhöhten Inlandsverbrauch</span></em></strong></li>
<li><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">noch auch an den dramatisch gewachsenen Exporten im Dezember und Jänner liegt, sondern</span></em></strong></li>
</ul>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">weitgehend ein &#8220;Erbstück&#8221; des Vorjahres vor dem (angenommenen) Beginn der hiesigen &#8220;Heizsaison&#8221; per 1. Dezember 2025 ist.</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Doch der Reihe nach.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gasverbrauch im Jahresabstand nur 6,5% höher</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausweislich der <a href="https://www.e-control.at/statistik/g-statistik/charts">E-Control-Zahlen zur Gas-Statistk von Dezember 2025 und Jänner 2026</a> -Jüngeres liegt öffentlich noch nicht vor -, gab es in dieser Periode einen &#8220;Inlandsverbrauch&#8221; von 24,2 Terawattstunden gegenüber einem Konsum von 22,7 TWh in der Vergleichsperiode des Vorjahres.</span></p>
<div id="attachment_146735" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasvverbrauch_master_bearbeitet.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146735 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasvverbrauch_master_bearbeitet-300x247.png" alt="Inlandsgasvverbrauch_master_bearbeitet" width="300" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle:E-Control</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Werte decken sich mit anderen vom Regulator publizierten Zahlenreihen, wo man &#8220;Abgabe an Gaskraftwerke&#8221;, &#8220;Abgabe an sonstige Endkunden&#8221; und &#8220;Netzverluste &amp; Eigenbedarf&#8221; (für Erzeugung und Übertragung) addieren kann.</span></p>
<div id="attachment_146738" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Gasabgabe_alle_Kunden_master_bearbeitet.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146738 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Gasabgabe_alle_Kunden_master_bearbeitet-300x161.png" alt="Gasabgabe_alle_Kunden_master_bearbeitet" width="300" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: E-Control</p></div>
<p><!--EndFragment--></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><!--StartFragment--><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Differenz für den genannten Zeitraum beträgt also etwa 1,5 TWh, oder <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">0,15 Milliarden <!--StartFragment--></a><a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">(150 Mio.)</a></span><!--EndFragment--> Kubikmeter. Das ist im Jahresabstand eine Steigerung von etwa 6,5 Prozent.<!--EndFragment--> Möglich, dass diese Differenz bis Ende Februar 2026 wieder ausgeglichen wurde, aber das ist Spekulation. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Daten für das dritte Viertel des laufenden Winters sind noch etwa drei Wochen nicht erhältlich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auf das Gesamtjahr bezogen, weist die E-Control für 2025 einen &#8220;Inlandsgasverbrauch&#8221; von 82,3 TWh aus, ein Wert, der 2021 noch bei mehr als 100 TWh gelegen war.</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasverbrauch_25_823TWh.png" rel="lightbox[146802]"><img class="aligncenter wp-image-146907 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Inlandsgasverbrauch_25_823TWh-300x204.png" alt="Inlandsgasverbrauch_25_82,3TWh" width="300" height="204" /></a></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gasexporte sind höher, aber auch keine Erklärung für &#8220;Speicherlücke&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der Import-Exportsaldo im Dezember 2025 und Jänner 2026 ist um insgesamt 3,3 TWh höher, das sind <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">etwa 0,34 Mrd. Kubikmeter</a>.</span></p>
<p><!--EndFragment--> <!--StartFragment--><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Import_Exportsaldo_master_hervorgehoben.png" rel="lightbox[146802]"><img class="aligncenter wp-image-146751 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Import_Exportsaldo_master_hervorgehoben-300x273.png" alt="Import_Exportsaldo_master_hervorgehoben" width="300" height="273" /></a><!--EndFragment--></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In der &#8220;Parlanz&#8221; <em>dieses Bloggers</em> entspricht dieser Saldo &#8220;Nettoimporten&#8221;. Nicht zuletzt aufgrund der verwendeten kontraintuitiven Statistik sind für den Betrachtungszeitraum die &#8220;Nettoimporte&#8221; jedoch negativ, was positive &#8220;Nettoexporte&#8221; bedeutet.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese &#8220;Nettoexporte&#8221; fielen in den ersten beiden Wintermonaten 2025/26 um 3,3 TWh höher aus als ein Jahr davor, es wurden &#8220;netto&#8221; also um <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">0,34 Mrd. m3 CH4</a> mehr exportiert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Eine solche Steigerung in zwei Monaten ist &#8220;deutlich&#8221;, hier aber nicht &#8220;Spiel entscheidend&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zusammen mit dem wohl &#8220;witterungsbedingten&#8221; Mehrverbrauch (siehe oben) sind durch diese Mehrexporte von 1. Dezember 2025 bis 31. Jänner 2026 knapp<strong><em><span style="color: #000000;"> 0,5 Milliarden/500 Millionen Kubikmeter mehr verbraucht worden als in der ersten Hälfte der Vorsaison.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die sich aktuell auftuende &#8220;mysteriöse Speicherlücke&#8221; in Österreich ist aber viel größer. Sie beträgt per 31. Jänner 2026 etwa 1,8 Mrd. m3.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie den historischen Daten des <a href="https://agsi.gie.eu/">Aggregated Gas Storage Inventory (AGSI)</a> zu entnehmen ist, wiesen die aus Wien regulierten Gas-Speicher am 31. Jänner 2026 einen Füllstand von 45,5 Prozent aus, was 45,8 TWh entspricht. Ein Jahr vorher gab es noch einen Füllstand von 62,5 Prozent und &#8220;Gas in Storage&#8221; in Höhe von 63,4 TWh. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Differenz entspricht 17,6 Terawattstunden, oder eben 1,8 Mrd. m3,</span></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">aber nur knapp 500 Millionen Kubikmeter davon sind durch den wohl witterungsbedingten Mehrverbrauch der ersten zwei Wintermonate und höhere &#8220;Nettoexporte&#8221; als vor einem Jahr zu erklären.</span></em></strong></p>
<p><!--EndFragment--></p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ersetzung russischer durch deutsche Importe</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und damit speziell die kleinere (heutige) Oppositionspartei nicht zu sehr &#8220;jubelt&#8221;, noch ein Chart der E-Control, der die &#8220;Bruttoimporte&#8221; nach Österreich während der vergangenen fünf Jahre zeigt (der Chart &#8220;Import-/Exportsaldo&#8221; ist wegen letztlich marginaler Gas-Handelspartner Österreichs leider nicht sehr aussagekräftig). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der graue Balken sind Importe aus der Slowakei, die natürlich nicht von dort, sondern ziemlich sicher aus Russland stammen. Der gelbe Balken sind die Importe aus D.</span></p>
<div id="attachment_146773" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/eca_gas02_imex1.png" rel="lightbox[146802]"><img class="wp-image-146773 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/eca_gas02_imex1-300x187.png" alt="eca_gas02_imex(1)" width="300" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Quelle: E-Control</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was als E-Control-Chart nicht vorliegt, ist ein Vergleich der Nettoimporte/Import-Export-Salden von SK und D.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese können aus den zur Verfügung stehenden Daten aber mühsam gewonnen werden. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Folgend eine selbst gemachte Tabelle, die &#8211; hoffentlich richtig übertragen und gerechnet &#8211; die Salden bis ins Jahr 2021 zurück verfolgt. Die mit roten Ellipsen hervorgehobenen Werte legen nahe, dass D im vergangenen Jahr die Nettoimporte aus der SK 2024 (von russischem Gas) 1:1 ersetzt hat. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Gut 70 Prozent dieser Nettoimporte 2025 scheinen für den österreichischen Inlandsgasverbrauch verwendet worden sein,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der Rest wurde exportiert (wie schon im Jahr davor, aber vermutlich woanders hin).</span></p>
<p><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Nettoimporte_2021_2025_Tabelle_master.png" rel="lightbox[146802]"><img class="aligncenter wp-image-146915 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2026/03/Nettoimporte_2021_2025_Tabelle_master-300x96.png" alt="Nettoimporte_2021_2025_Tabelle_master" width="300" height="96" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Noch einmal zur Erläuterung: </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ab Anfang 2025 sind die &#8220;Russenimporte&#8221; wg. des <a href="https://www.bruegel.org/analysis/end-russian-gas-transit-ukraine-and-options-eu">&#8220;Auslaufens des Transitvertrags&#8221;</a> nicht mehr vorhanden, weswegen heute nur mehr ein &#8220;kleiner Grenzverkehr&#8221; mit der Slowakei verbleibt. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Rolle der &#8220;Russenimporte&#8221; für die Gasversorgung für inländische Haushalte und Betriebe (und vlt. auch der <em>de facto deutschen Speicher</em> in Salzburg) war bis zu diesem Zeitpunkt intakt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was die &#8220;Öffentlichkeit&#8221; inkl. des damaligen &#8220;EU-Botschafters&#8221; tlw. als moralisch verwerflich empfunden hat, siehe u.a. <a href="http://staatsstreich.at/oe-ein-hoch-auf-d-eu-botschafter.html">hier</a>).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Augenfällig scheint aus dem Brutto-Chart aber, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die &#8220;Russenimporte&#8221; nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich zurück gegangen sind und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">durch &#8220;Importe aus Deutschland&#8221; teilweise ersetzt worden sind.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ob das ein Amtsvergehen oder sogar &#8220;Verbrechen&#8221; der früheren <em>Energieministerin</em> war, kann <em>dieser Blogger</em> nicht beurteilen. Immerhin waren die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesregierung_Nehammer">Regierung Nehammer</a> und ihre Minister(innen) auf die Verfassung bzw. das Verfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität vereidigt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> würde es jedenfalls gern sehen, wenn sich ein ordentliches Gericht diese Frage vorlegt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was freilich auch in diesem Fall eine &#8220;Auslieferung&#8221; durch den Nationalrat voraussetzen würde.</span>               <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die seltsame Erdgas-Arithmetik der EU, &#8216;Faktencheck&#8217; mit vielen Zahlen</title>
		<link>http://staatsstreich.at/die-seltsame-erdgas-arithmetik-der-eu-faktencheck-mit-vielen-zahlen.html</link>
		<comments>http://staatsstreich.at/die-seltsame-erdgas-arithmetik-der-eu-faktencheck-mit-vielen-zahlen.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 11:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die EU hat in den (&#8220;ersten&#8221;?, &#8220;bisherigen&#8221;?) 50 Wochen des heurigen Jahres um etwa 16 Mrd. Kubikmeter Erdgas mehr importiert als im Vergleichszeitraum des Jahres davor, im Oktober und November &#8211; also vor dem Beginn der jeweiligen Heizsaisonen &#8211; aber geringfügig weniger ihren Speichern entnommen (verbraucht). Trotzdem ist im Jahresabstand der &#8220;Füllstand&#8221; ihrer Speicher um ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/die-seltsame-erdgas-arithmetik-der-eu-faktencheck-mit-vielen-zahlen.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die EU hat in den (&#8220;ersten&#8221;?, &#8220;bisherigen&#8221;?) 50 Wochen des heurigen Jahres um etwa 16 Mrd. Kubikmeter Erdgas<strong><em><span style="color: #000000;"> mehr importiert</span></em></strong> als im Vergleichszeitraum des Jahres davor, im Oktober und November &#8211; also <strong><em><span style="color: #000000;">vor</span> </em></strong>dem Beginn der jeweiligen Heizsaisonen &#8211; aber geringfügig <strong><em><span style="color: #000000;">weniger ihren Speichern entnommen (verbraucht)</span></em></strong>. Trotzdem ist im Jahresabstand der &#8220;Füllstand&#8221; ihrer Speicher um gut zehn Prozentpunkte gefallen. Zeit, wie schon <a href="http://staatsstreich.at/erdgaseu-mehr-anlieferung-aber-weniger-fuellstand-wie-geht-das.html">hier,</a> einmal mehr zu fragen: <strong><em><span style="color: #000000;">Wie, bitteschön, soll derlei vonstatten gegangen sein und &#8211; neu &#8211; wo sind die fehlenden ca. 30 Mrd. Kubik geblieben?</span></em></strong></span><span id="more-145460"></span></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vorbemerkung: Dieser Blogger ist bisher davon ausgegangen, dass die ihrerseits auf <a href="https://www.entsog.eu/">ENTSOG</a> zurückgehenden<a href="https://www.bruegel.org/dataset/european-natural-gas-imports"> Importdaten des EU-Think Tanks Bruege</a>l über alle Zweifel erhaben seien</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- ebenso wie jene der<a href="https://agsi.gie.eu/"> Gas Infrastructure Europe (GIE) und ihres Aggregated Gas Storage Inventory</a>.</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieses Vertrauen hat jedoch Risse bekommen, da &#8211; wie unten erläutert &#8211; die Werte dieser beiden Daten-Sets nicht miteinander vereinbar zu sein scheinen, speziell die Entwicklung der &#8220;Füllstände&#8221; der EU-Speicher, die medial zwar durchaus beachtet werden, die &#8220;isoliert&#8221; aber dennoch in die Irre führen können.</span></em></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Mehr-Importe 2025</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausweislich der <a href="https://www.bruegel.org/dataset/european-natural-gas-imports">hier </a>abrufbaren Daten hat die EU-27 in den ersten 50 Wochen des gerade ablaufenden Jahres 300,6 Mrd. Kubikmeter Erdgas importiert, um <strong><em><span style="color: #000000;">16 Milliarden mehr</span></em></strong> als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (284,6 Mrd. m3). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor drei Wochen, Ende November, betrug der <strong><em><span style="color: #000000;">Mehr-Import 2025 noch etwa 15,7 Mrd. Kubikmeter</span></em></strong>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser aktuelle zusätzliche Zufluss erfolgte</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">vor allem aufgrund von 30 Mrd. m3 zusätzlichen LNG-Mengen (regasifiziert; mehrheitlich aus den USA) und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">trotz der Beinahe-Halbierung der russischen Exporte in die EU, anscheinend als Folge der Stillegung der südlichen &#8220;Ukraine-Transit-Route&#8221; via SK (&#8220;Auslaufen des Transitvertrags&#8221;). Dadurch haben sich die Gas-Ausfuhren der RF in die EU-27 von 31,7 Mrd. vor einem Jahr auf aktuell 17,4 Mrd. m3 reduziert (natürlich nur &#8220;50 Wochen&#8221;) und beschränken sich seit Jahresbeginn auf Flüssiggas und die Turkstream-Pipeline durch Bulgarien und Serbien.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun gibt es in diesem via ENTSOG/Bruegel verbreiteten Datensatz nach Wissen <em>dieses Bloggers<strong><span style="color: #000000;"> keine</span></strong></em> Angaben zum Verbrauch in der Union selbst (also von Endverbrauchern und Exporteuren),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sehr wohl aber welche der GIE-AGSI, die ein europäisches Netzwerk von Betreibern unterirdischer Gasspeicher sowie als <a href="https://alsi.gie.eu/">&#8220;ALSI&#8221;</a> von großen LNG-Terminals bildet. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die jeweiligen nationalen Regulierungsbehörden die ihnen zeitnah zu meldenden Daten in &#8220;ihrem Zuständigkeitsgebiet&#8221; an das Netzwerk weiter geben,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und <strong><em><span style="color: #000000;">nicht</span></em></strong>, dass individuelle Betreiber direkt an die <a href="https://www.gie.eu/contact/">&#8220;Avenue de Cortenbergh&#8221;</a> berichten (das HQ der GIE ist übrigens im &#8220;EU-Regierungsviertel&#8221; gelegen, unweit von Kommission und Rat).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vor allem die auf der <a href="https://www.gie.eu/agsi-and-alsi-transparency-platforms/">Transparenzplattform von AGSI </a>abrufbaren &#8220;tagesgenauen Daten&#8221; zur Auslastung der unterirdischen Speicher finden in &#8220;alternativen&#8221;, aber auch einigen &#8220;nicht-alternativen&#8221; Medien Beachtung,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht jedoch andere vorhandene Daten wie beispielsweise die Entnahme aus diesen Speichern, (&#8220;withdrawals in GWh pro Tag&#8221;).</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Minderverbrauch 2025</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat nun mithilfe eines Tabellenprogramms diese Entnahmen zwischen 1.10.2024 und 30.11.2024 einerseits und 1.10.2025 und 30.11.2025 andererseits verglichen und ist zu dem für ihn selbst überraschenden Ergebnis gekommen, dass in der besagten Vergleichsperiode 2024 geringfügig <strong><em><span style="color: #000000;">mehr Gas entnommen wurde</span></em></strong> als ein Jahr später,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nämlich &#8220;brutto&#8221; 143,5 Terawattstunden gegenüber 132,4 TWh aktuell. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Da es durchaus sein kann, dass eine bestimmte Gasmenge aus einem EU-Speicher entnommen und in einen anderen EU-Speicher verfrachtet wird, lohnt sich auch eine &#8220;Nettobetrachtung&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- also eine, in der die &#8220;Brutto-Withdrawals&#8221; um die &#8220;Injections&#8221; im selben Zeitraum bereinigt werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Aber auch hier wurde 2024 um knapp 20 TWh oder 2 Mrd. m3 mehr entnommen als 2025, was bedeutet, <strong><em><span style="color: #000000;">dass die Entnahmen als Erklärung für den jüngsten deutlichen Rückgang des EU-Füllstands also ausscheiden.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese Größenordnungen sind <em>per se</em> <em>nicht besonders bemerkenswert</em>, fällt die Betrachtungsperiode doch in eine &#8211; saisonal bedingte &#8211; verbrauchsarme Zeit, in der</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">noch nicht geheizt wird und auch</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Abgabe an Gaskraftwerke noch nicht besonders hoch ist (im Vergleich zu den Wintermonaten).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieses &#8220;datum&#8221; wirkt jedoch dem verschiedentlich verbreiteten <em>G&#8217;schichterl</em> entgegen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">wonach eine besonders hohe Verstromung in den vergangenen Herbstmonaten am scharfen Rückgang der Speicherstände schuld sei,</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">- das scheint EU-weit aber glatt falsch zu sein.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieses Argument wurde beispielsweise in Österreich bemüht &#8211; siehe <a href="http://staatsstreich.at/erdgaseu-mehr-anlieferung-aber-weniger-fuellstand-wie-geht-das.html">hier</a> und <a href="https://orf.at/av/audio/120181">hier</a> (mittlerweile vom Netz genommen)-,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und es mag<em> regional</em> eine gewisse Gültigkeit haben (keine Ahnung, verfüge nicht über das Herrschaftswissen etwa der E-Control),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Glaubt man aber den EU-weiten Withdrawal-Daten von GIE-AGSI,<strong><em><span style="color: #000000;"> kann &#8211; wie gesagt &#8211; diese Interpretation keinen Bestand haben.</span></em></strong></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Absturz des Füllstands vor Beginn der Heizsaison</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Trotz alledem waren die EU-Speicher am 1. Dezember 2025 nur mehr zu 74,8 Prozent voll, während der Füllstand vom 1. Dezember 2024 noch 85,1 Prozent betragen hatte. Ausweislich der &#8220;historischen Daten&#8221; der AGSI-Transparenzplattform entspricht das einer Differenz von 122,4 TWh, was laut dem <a href="https://unit-converter.gasunie.nl/">Einheiten-Umrechner der niederländischen Gasunie</a><strong><em><span style="color: #000000;"> 12,5 Mrd. Kubikmeter</span></em></strong> wären.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Addiert man diese Menge zu den Mehr-Importen der EU-27 bis Anfang Dezember 2025 (<strong><em><span style="color: #000000;">15,7 Mrd. m3</span></em></strong>, siehe oben) sowie dem marginalen Minder-Verbrauch <strong><em><span style="color: #000000;">(2 Mrd. m3,</span></em></strong> siehe ebenfalls oben),</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><strong><em><span style="color: #000000;">kommt man auf &#8220;fehlende&#8221; 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas.</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vielleicht gibt es<em> &#8220;harmlose Erklärungen&#8221;</em> dafür, bei denen z.B. eine wundersam gesteigerte EU-Eigenproduktion ohne &#8220;Umweg&#8221; über Speicher verstromt wird,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber es gibt auch wesentlich <em>&#8220;weniger harmlose Erklärungen&#8221;</em>. Wo, bitteschön, sind also die fehlenden, rechnerisch ermittelten ca. 30 Mrd. Kubikmeter Erdgas geblieben?</span></p>
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		<item>
		<title>Ö/Gas: Stolz und Vorurteil f. Südost</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 17:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>

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		<description><![CDATA[Die OMV, seit 2004 kontrollierende Eigentümerin der rumänischen Petrom, hat mit einem vergangene Woche kommunizierten Deal mit der Regierung in Bukarest ihre Interessen als börsenotierte AG gewahrt (ebenso wie der ebenfalls börsenotierte Verbund über dessen Tochter GasConnect Austria mit seinem damit in Zusammenhang stehenden &#8220;Nicht-Handeln&#8221; das tut &#8211; siehe unten). Der frühere OMV-General Gerhard Roiss, ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/oegas-stolz-und-vorurteil-f-suedost.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die OMV, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Petrom">seit 2004 kontrollierende Eigentümerin der rumänischen Petrom</a>, hat mit einem vergangene Woche kommunizierten Deal mit der Regierung in Bukarest ihre Interessen als börsenotierte AG gewahrt (ebenso wie der ebenfalls börsenotierte Verbund über dessen Tochter GasConnect Austria mit seinem damit in Zusammenhang stehenden &#8220;Nicht-Handeln&#8221; das tut &#8211; siehe unten). Der frühere OMV-General Gerhard Roiss, dem u.a. <a href="http://staatsstreich.at/oegas-im-zentrum-der-heuchelei.html">hier</a> Heuchelei attestiert wurde, motzt trotzdem herum, weil damit Lebensinteressen in Ö. verletzt würden (siehe ebenfalls unten).<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Logopetrom.jpg" rel="lightbox[145257]"><img class="alignright wp-image-145272 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/12/Logopetrom-300x270.jpg" alt="Logopetrom" width="300" height="270" /></a> Sollte Roiss wirklich glauben, die OMV sei dazu da österreichische Lebensinteressen zu wahren, hat er entweder zu viel getrunken, oder er war zumindest 2011-15 <em>fehl besetzt</em>. Derweil<em> lassen </em>Politicos in Österreich ebenfalls <em>heucheln,</em> <em>dass sich die Balken biegen.</em></span><span id="more-145257"></span></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vorbemerkung: Das Grundproblem von Geschichten wie dieser ist, dass sie zwar eine einfache &#8220;Kern-Message&#8221; haben, dass diese wg. zahlreichter &#8220;technischer Details&#8221; UND &#8220;(known) Unknowns&#8221; aber schwierig zu vermitteln ist &#8211; wenigstens für Leser mit<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung"> beeinträchtigter Aufmerksamkeitsspanne.</a> Im vorliegenden Fall lautet die zentrale Nachricht, dass ab 2027 kein rumänisches Erdgas ins &#8220;westliche Mitteleuropa&#8221; strömen wird, </span></em><span style="font-family: times new roman, times;"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-size: 14pt;">dass dies aber ohnedies egal ist, weil es &#8220;das Kraut auch nicht fett machen&#8221; würde</span><em><span style="font-size: 14pt;">.</span></em></span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Also, die OMV gab vergangene Woche über <a href="https://www.omv.com/de/medien/pressemitteilungen/2025/251210-omv-petrom-schlaegt-neues-kapitel-fuer-die-energieversorgungssicherheit-rumaeniens-auf">Aussendung</a> und<a href="https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/omv-secures-key-milestone-for-major-gas-venture/68415716"> ad hoc</a> bekannt, dass sie mit der &#8220;rumänischen Politik&#8221; zu einer Zwischen-Einigung im schon lange schwelenden Streit um die Petrom gekommen sei, die das Offshore-Erdgas-Projekt &#8220;Neptun&#8221; und die Petrom-Abgaben an Rumänien betrifft (zumindest wurde nur<strong><span style="color: #000000;"><em> das</em></span></strong> offen kommuniziert).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Folge waren einige Berichte in hiesigen Medien, entlang der Linie<em> Gottseidank, jetzt ist hoffentlich mal eine Weile Ruh&#8217; mit den ständigen Petrom-Troubles,</em> wobei als selbstverständlich vorausgesetzt wurde, dass das ab 2027 im Schwarzen Meer zu fördernde Erdgas &#8211; eh nicht besonders viel -, an Kunden im östlichen Mitteleuropa verkauft werden würde (keine Überraschung, offiziell seit längerem bekannt).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein oder zwei Tage später kommt die<a href="https://www.nachrichten.at/"> OÖN</a> daher &#8211; vielleicht auch nur, um &#8220;versäumte News aufzufangen und neu aufzuziehen&#8221; &#8211; und schreibt, dass dieses Gas Baumgarten aber nie erreichen werde, weil man es schon ins östliche Mitteleuropa verkauft haben würde</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(was aus Sicht der börsenotierten OMV AG und deren Aktionären aus mehreren Gründen rational ist:<em> Lizenzen, künftige Explorationen, geringere Kosten für den Abtransport des Gases, etc.</em>). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;Nachrichten&#8221; haben für diese ihre <a href="https://www.nachrichten.at/wirtschaft/oesterreich-bekommt-kein-gas-aus-dem-omv-gasfeld-neptun;art15,4117808#Echobox=1765612270">Story</a> entweder direkt oder &#8220;indirekt, als Aussendungsschreiber&#8221;, Ex-OMV-GD Roiss zitiert, der sich darüber mokiert, dass das in seiner CEO-Zeit entdeckte Offshore-Gasfeld kein CH4 nach Ö. liefern werde, wo doch</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">der österreichische Staat 31,5% an der OMV halte, die wiederum </span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">51 Prozent an der Petrom besitze, die wiederum</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">50 Prozent an besagtem Gasfeld halte und außerdem</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Konsortialführer bei den Untersee-Bohrungen sei.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bumsti, klare &#8220;moralische Verpflichtung&#8221;!</span>              <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das wurde in Ö. aus mehreren Gründen (siehe auch oben) medial nicht mehr &#8220;weiter gezogen&#8221; und vlt. spielte es dabei eine Rolle, dass man</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;die Pferde nicht kopfscheu machen&#8221; wollte</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(&#8220;die Pferde&#8221; soll heißen: die Millionen österreichischen Gaskonsumenten, die auch demnächst wieder<em> Stocki, Andi und Beate</em> wählen sollen und NICHT Herbertl; für die hiesigen paar Zehntausend OMV-Aktionäre bestünde sowieso kein Grund, die Verfrachtung von rumänischem Gas nach Ö. besonders gut zu finden).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weil aber der Mythos von den <em>wohltätigen (Fast-)Staatskonzernen</em> noch immer bedient werden will und Teile des Elektorats (und vlt auch Hr. Roiss) noch immer glauben, dass OMV, Verbund &amp; Co. zu ihrem Wohl da seien, setzte sofortige <em>Hyper-Heuchelei</em> ein, indem der OMV-Konzern auf Anfrage versicherte, dass es für ihn</span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;höchste Priorität (habe), stets ein zuverlässiger Lieferant für die Kunden zu sein&#8221; (merke: nicht ö. Kunden, sondern einfach nur KUNDEN. Die OMV Petrom hatte ja schon Tage davor (halb)wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass sie <a href="https://www.omvpetrom.com/en/investors/news-and-events/2025/omv-petrom-entering-the-next-chapter-of-romanias-energy-security">&#8220;das nächste Kapitel von Rumäniens Energie(Versorgungs)sicherheit aufschlage&#8221;</a>,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass aber <em>schon wieder</em> die Orban-Ungarn an der Misere Schuld trügen, weil sie sich der Umkehrung des Gasflusses in einer österreichischen Pipeline (&#8220;HAG&#8221;) widersetzten.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Immerhin war die Verbund-Tochter GasConnect dann aber so anständig festzustellen, dass man zwar Pipeline-Kapazitäten durch Ungarn hätte buchen können, man aber festgestellt habe, dass es keine &#8220;Nachfrage&#8221; nach rumänischem Gas gebe (da man sich anderweitig gut versorgt wähnt): &#8220;Es besteht gegenwärtig weder in Ungarn noch in Österreich ein Marktinteresse an einem Ausbau der HAG.&#8221;</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Abgesehen davon, dass man bei solchem &#8220;Markt&#8221; <em>im Allgemeininteresse</em> durchaus &#8220;Ross und Reiter hätte nennen können&#8221;, war auch das Wording der GasConnect &#8220;perfekt&#8221;, bedeutete es doch: a) &#8220;Hei, nicht WIR, der &#8216;Markt&#8217; ist schuld&#8221; und b) &#8220;Wir jedenfalls bürden unserem börsenotierten Mutterkonzern keine unnötigen Kosten auf!&#8221;</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Stellt sich zum Schluss nur die Frage: </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie kommt es, dass sich auch beim Lesen des OÖN-Artikels der Eindruck aufdrängt, </span></p>
<ul style="list-style-type: square;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass die Orban-Ungarn üblicherweise<em> schuld seien</em>, wenigstens aber</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Rumänen, die das vor der eigenen Küste geförderte Gas im Land behalten wollen, speziell jetzt, wo&#8217;s mit Russland gewissermaßen <em>ganz aus is&#8217;.</em></span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild: Maroc21, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC BY-SA 4.0,</a> via Wikimedia Commons</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Öl/Gas: H-Orban bei US-Trump &#8211; Nicht alles Hinkende ist e. Vergleich</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2025 23:55:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ungarische Premier Viktor Orbán, zweifellos ein &#8220;lieber Freund&#8221; des amtierenden US-Präsidenten, hat die Befreiung seines Landes von Öl-und Gas-Sanktionen der Staaten erreicht und die Journaille führt das auf die guten Beziehungen Orbáns zu Trump zurück, der in besagter Sache übrigens ebenso umfassend heuchelt wie etwa Brüssel. Um ein bisschen glaubwürdig zu bleiben, sollten westliche Schmieranten ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/oelgas-h-orban-bei-us-trump-nicht-alles-hinkende-ist-e-vergleich.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der ungarische Premier Viktor Orbán, zweifellos ein &#8220;lieber Freund&#8221; des amtierenden US-Präsidenten, hat die Befreiung seines Landes von Öl-und Gas-Sanktionen der Staaten erreicht und die <em>Journaille</em> führt das auf die guten Beziehungen Orbáns zu Trump zurück, der in besagter Sache übrigens ebenso<em> umfassend heuchelt</em> wie etwa Brüssel. Um ein <em>bisschen glaubwürdig</em> zu bleiben, sollten westliche Schmieranten freilich drauf hinweisen, dass selbst die EU a) russische Öl-Lieferungen über Pipeline nie &#8220;verboten&#8221; und Brüssel H und SK erst jüngst wieder von weiteren &#8220;Selbstmordsanktionen&#8221; ausgenommen hat sowie b) dass es sich, <!--StartFragment-->was das Öl betrifft, b<!--EndFragment-->ei den Lieferungen nach H und SK um eher marginale Mengen handelt, verglichen mit dem gesamten Exportgeschäft von Rosneft und Lukoil. Warum sollte der orange Mann im WH, dem die &#8220;Probleme&#8221; der Union am A. vorbei gehen, einen Job erledigen, den die Vasallenkönige in Brüssel nicht tun können oder wollen?</span><iframe title="LIVE: Trump meets with Hungarian Prime Minister Viktor Orbán" src="https://www.youtube.com/embed/n0rRNJ7OOr0" width="1218" height="685" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-144643"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Interessenten können anhand von Google und Youtube ja selbst eine Nachlese des Treffens im Weißen Haus veranstalten,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber der Tenor unserer<em> als Journos getarnten Informationskrieger</em> ist, dass Trump &#8220;ungewohnt zahm&#8221; gewesen sei (wohl ähnlich wie bei F. Merz</span>  <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />   <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">) und dass die &#8220;Ausnahme&#8221; wegen der seit langem guten Beziehungen der beiden Politicos erfolgt sei.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das kann sein und wäre man eine Fliege an der Wand des Oval Office, könnte man das zuverlässig wissen. Für &#8220;Normalsterbliche&#8221; sichtbar war nur, dass ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=0BBzOfFafSM">Watschentanz</a> à la Selenski und Ramaphosa ausgeblieben ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nur, bitteschön, &#8220;die Kirche sollte hier schon im Dorf belassen werden&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch diversen &#8220;Hauptstadt-Korrespondenten&#8221; müsste ein schneller Check von Export-/Importzahlen und/oder rezenten Gipfel-Ergebnissen zumutbar sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wäre diese &#8220;Kontextualisierung&#8221; erfolgt, hätte man wenigstens &#8220;à propos berichten&#8221; müssen, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">auch die EU bis heute den Import von Russen-Öl über die Druschba-Süd nicht verboten oder mit &#8220;Sanktionen&#8221; belegt und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass solches für Ungarn und die Slowakei auch beim jüngst beschlossenen <a href="https://commission.europa.eu/news-and-media/news/eu-adopts-new-sanctions-against-russia-2025-10-23_en">&#8220;19. Sanktionspaket&#8221; </a>nicht stattgefunden hat, weil das Ding sonst nicht verabschiedet worden wäre.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Auch das über die &#8220;Turkstream&#8221; fließende russische Erdgas wurde nicht sanktioniert, das im Vergleich zu früheren Transporten in die Union sowieso eher geringfügig ist und das für Ungarn und die SK ev. reichte, nicht aber für weitere, sowie dass</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die Öl-Lieferungen der von den USA kürzlich <em>bestraften</em> russischen Exporteure nach H und SK sowieso &#8220;überschaubar sind&#8221;.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was das TS-Gas betrifft, könnten sich kompetente Journos schnell darüber informieren, dass in den ersten drei Quartalen 2025 &#8220;heiße&#8221; 13,1 Mrd. m3 CH4 geflossen sind und was man mit lei(s)tungsstärkeren Pipelines etwa in den ersten neun Monaten 2019 vergleichen könnte. Über die Nordstream (natürlich nur &#8220;eins&#8221;) kamen damals 44,1 Mrd. m3 in die Union und über diverse &#8220;Ukraine Transit&#8221;-Leitungen gar 65,7 Milliarden</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- was die Beschränktheit der heutigen TS-Lieferungen deutlich macht.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und was die Öllieferungen von Rosneft &amp; Lukoil in die beiden europäischen Binnenstaaten angeht, können diese sowieso nicht allzu groß sein, wenn H &amp; SK zusammen einen Jahresverbrauch von 267.000 b/d haben <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(&#8220;total liquids&#8221; gemäß Statistical Review of Energy 2025, p. 25) </span>.</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was die EU-Erdgasimporte nach neun Monaten besagen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 09:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Blogger hat sich die neu erschienen Gas-Importzahlen in die EU im dritten Quartal 2025 angeschaut, diese mit den ersten beiden Vierteljahren &#8220;gemixt&#8221; und das Ergebnis &#8220;mit früher verglichen&#8221;. Dabei wurde auf &#8220;breiterer Datenbasis&#8221; das bisherige Große Bild der Marktanteile, des &#8220;Umfangs der Russenlücke&#8221; und der allgemeinen Minderbelieferungen nach dem Brechen der russischen &#8220;Gas-Hegemonie&#8221; bestätigt &#8211; also: Statt ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/was-die-eu-erdgasimporte-nach-neun-monaten-besagen.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Gas_Marktanteile_2019_master_resized_reduced.jpg" rel="lightbox[143839]"><img class="alignleft wp-image-143856 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Gas_Marktanteile_2019_master_resized_reduced-300x175.jpg" alt="Gas_Marktanteile_2019_master_resized_reduced" width="300" height="175" /></a><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dieser Blogger</span></em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> hat sich die neu erschienen Gas-Importzahlen in die EU im dritten Quartal 2025 angeschaut, diese mit den ersten beiden Vierteljahren &#8220;gemixt&#8221; und das Ergebnis &#8220;mit früher verglichen&#8221;. Dabei wurde auf &#8220;breiterer Datenbasis&#8221; <a href="http://staatsstreich.at/umgekrempelt-oder-konsensual-gemanagt-erdgasimporte-i-d-eu.html">das bisherige <span style="color: #000000;"><strong><em>Große Bild</em></strong></span> </a>der Marktanteile, des &#8220;Umfangs der Russenlücke&#8221; und der allgemeinen Minderbelieferungen nach dem Brechen der russischen &#8220;Gas-Hegemonie&#8221; <a href="http://staatsstreich.at/umgekrempelt-oder-konsensual-gemanagt-erdgasimporte-i-d-eu.html">bestätigt</a> &#8211; also: Statt wie früher einen einzelnen <em>mächtigen Lieferanten</em>, gibt es nun ein norwegisch-US-amerikanisches Duopol, das mitsamt dessen &#8220;Hilfstruppen&#8221; (QA, UK) zwei Drittel der einschlägigen Importe in die EU kontrolliert; die durch das Abdrängen der Russen bzw. deren Rückzug verursachte &#8220;Lücke&#8221; wird 2025 brutto gut 160 Mrd. Kubikmeter betragen, was etwa der <a href="https://www.energyinst.org/statistical-review">Hälfte des EU-Gasverbrauchs im Jahr 2024</a> entspricht. <a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Gas_Marktanteile_2025_master_resized_B_reduced.jpg" rel="lightbox[143839]"><img class="alignright wp-image-143857 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/10/Gas_Marktanteile_2025_master_resized_B_reduced-300x178.jpg" alt="Gas_Marktanteile_2025_master_resized_B_reduced" width="300" height="178" /></a>Der weitgehende Ausfall der russischen Lieferungen wurde bisher freilich zu knapp 60% mit anderen Mehrlieferungen primär aus den USA kompensiert. Dennoch fällt die Versorgung der EU mit Gas um gut 20% geringer aus als im letzten &#8220;Normaljahr vor Corona&#8221;.</span><span id="more-143839"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zunächst ein kleines <em>Caveat</em>: Bei den auch den Grafiken zugrunde liegenden Zahlen handelt es sich (am Anfang) um <span style="color: #000000;"><strong><em>Erdgasimporte in die EU</em></strong></span>, die freilich &#8220;nur&#8221; 90 Prozent des Aufkommens ausmachen. Etwa 10 Prozent wurden 2024 in der EU noch aus eigener Förderung abgedeckt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(ein Thema, das bei näherer Betrachtung freilich ein &#8220;Trauerspiel&#8221; ist &#8211; siehe unten). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Quelle der Importzahlen sind die <a href="https://www.bruegel.org/dataset/european-natural-gas-imports">&#8220;European Natural Gas Imports&#8221;</a> der<em> Brüssel-nahen Denkfabrik Bruegel</em>. Die Veröffentlichung macht es seit kurzem möglich, auch die Einfuhren im dritten Quartal 2025 zu quantifizieren und die ersten neun Monate 2025 mit Vorperioden zu vergleichen </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(das ginge mit anderen Quellen zwar auch, aber vlt. nicht so schnell und einfach).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es handelt sich hier um eine Art von <em>Datenjournalismus</em>, der einerseits das &#8220;Große Bild&#8221;, andererseits aber auch komplexere Details vermitteln möchte. Eigentlich wäre derlei die Aufgabe bezahlter Journos, die diese aber <span style="color: #000000;"><strong><em>nicht erfüllen</em></strong></span></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- aus welchen Gründen immer.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Rückgang der Importe in die EU</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">In den jeweils ersten drei Quartalen sind<!--StartFragment--> zwischen 2019 und 2025 <!--EndFragment-->die gesamten europäischen Erdgas-Importe um 62,8 Mrd. Kubikmeter oder 21% gesunken </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(obwohl im selben Zeitraum die &#8220;Shale-Revolution in den USA&#8221; fortgesetzt wurde und der Ausbau der LNG-Exportterminals und die Anschaffungen spezieller Tankschiffe ebendort verstärkt stattgefunden hat).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Vereinfacht annualisiert&#8221; kann man von einer Minderbelieferung Europas <!--StartFragment--><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">2025 </span><!--EndFragment-->in Höhe von mehr als 83 Mrd. Kubikmetern sprechen (62,8 Mrd. m3 x 1,33). Diese &#8220;vereinfachte Berechnung&#8221; reflektiert allfällige &#8220;saisonale Lieferverzerrungen&#8221; natürlich nicht</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(die sehr wohl möglich sind, wenn es etwa im 4. Quartal immer wieder zu besonders umfangreichen oder auch unterdurchschnittlichen Lieferungen käme; solche Denkmöglichkeiten sollen aus Gründen der Simplifizierung hier vernachlässigt werden.)</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die <em>oben naturgemäß nur errechneten jährlichen Minderbelieferungen</em> bis Ende 2025 korrespondieren größenordnungsmäßig mit dem Verbrauchsrückgang, den es (fast) zeitgleich laut <a href="https://www.energyinst.org/statistical-review">Statistical Review of World Energy</a> in der Union gegeben hat, nämlich um 18 Prozent von 392,6 Mrd. (2019) auf 323 Mrd. Kubikmeter (2024). Drei Prozentpunkte Unterschied sind bei einer groben Überschlagsrechnung wie dieser nicht besonders bemerkenswert.</span></p>
<p><strong><span style="color: #000000;"><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es darf freilich bezweifelt werden, dass dieser Rückgang von Belieferung und Verbrauch primär auf ein paar milde Wintermonate zurückzuführen ist, wie überall suggeriert wird.</span></em></span></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Begründung für diesen Zweifel liegt in der in <a href="http://staatsstreich.at/oeerdgas-fuellstaende-warmwinter-und-andere-desinformation.html">diesem Eintrag gebrachten</a> &#8220;Aufmacher-Grafik&#8221;. <span style="color: #000000;"><strong><em>Wenn &#8211; über&#8217;s Jahr gerechnet &#8211; selbst in einem Alpenland mit tendenziell kontinentalem Klima weniger als 30 Prozent des Erdgases für Raumwärme etc. verwendet werden, wie sollen sich dann zwei, drei &#8220;schwache Heizsaisonen&#8221; in Rückgängen von etwa 20 Prozent niederschlagen?</em></strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Müssen da nicht andere Faktoren wie &#8220;Deindustrialisierung&#8221; dazu kommen, die sich zunächst im Rückgang des Prozesswärme-Bedarfs sowie in weiterer Folge des Gas-Bedarfs für die Strom-Erzeugung niederschlagen? </span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Effizienzgewinne&#8221; mögen eine Rolle spielen, der &#8220;Paarflug&#8221; von gesunkener Anlieferung und gesunkenem Verbrauch deutet aber <span style="color: #000000;"><strong><em>nicht</em> </strong></span>in diese Richtung. Bei angeblich in etwa<a href="https://tradingeconomics.com/euro-area/industrial-production"> gleich bleibender industrieller Produktion (bitte &#8220;5Y&#8221; anklicken!) </a>müsste der Verbrauch stärker fallen als das zur Verfügung stehende Gas-Angebot.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;Russenlücke&#8221;, brutto</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die russischen Minderlieferungen in den ersten drei Quartalen 2025 ggü. dem Vergleichszeitraum 2019 betrugen 122,8 Mrd. Kubikmeter (also 150,4 Mrd. minus 27,6 Mrd. m3).</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wiederum &#8220;vereinfacht annualisiert&#8221; kann man 2025 also von einer Jahres-Russenlücke in Höhe von brutto etwa 163 Mrd. m3 sprechen (122,8 Mrd. m3 x 1,33).</span></em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dies kam hauptsächlich durch den Wegfall bisheriger Pipeline-Lieferungen zustande (also jener über die Jamal-Leitungen durch Polen, Tschechien sowie zuletzt Österreich) sowie den kompletten Lieferausfall über die &#8220;Nordstream 1&#8243;.</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das wurde wiederum durch ein wenig vermehrte russische LNG-Lieferungen sowie</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">über die neue Turkstream-Pipeline im Südosten <em>&#8220;teilkompensiert&#8221;, freilich nur geringfügig</em> (die EU plant bekanntermaßen jetzt einen beschleunigten Abbau von russischen LNG-Lieferungen, siehe dazu <a href="http://staatsstreich.at/eugas-propaganda-und-unsinn.html">hier</a> und <a href="http://staatsstreich.at/polit-poker-um-zoelle-fuer-die-usa-und-russen-fluessiggas-in-der-eu.html">hier</a>). Schon die bisherigen beiden &#8220;Teilkompensierungs-Posten&#8221; haben jährlich zusammen aber nicht viel mehr als 20 Mrd. Kubikmeter ausgemacht.</span></li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;Russen-Lücke&#8221;, netto: Größter Linderungsfaktor USA</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der bei weitem größte Faktor dafür, dass die &#8211; von wem oder wodurch auch immer verursachten &#8211; Lieferausfälle aus der RF in der EU nicht voll zu Buch&#8217; schlugen, war <em>wundersam aufpoppendes</em> zusätzliches Flüssiggas aus den Vereinigten Staaten.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ausweislich der Bruegel-Zahlen haben die USA in den ersten drei Quartalen 2019 8,8 Mrd. m3 LNG in die Union geliefert und in den ersten neun Monaten 2025 61,3 Milliarden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ergibt ein Plus von 52,5 Mrd. m3, die aufs Kalenderjahr gerechnet 69,8, also ungefähr 70 Mrd. m3 betragen werden.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das ist auf die oben errechnete Brutto-Russenlücke von 163 Mrd. m3 zu beziehen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es lässt sich hier sagen, dass zusätzliche LNG-Lieferungen aus den USA in der EU aktuell 42,8 Prozent des russischen Lieferausfalls brutto kompensieren.</span></em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die &#8220;Russen-Lücke&#8221;, netto: Kleinere Linderungsfaktoren</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Unter den kleineren Linderungsfaktoren in den vergangenen fünf bzw. sechs Jahren befanden sich Lieferzuwächse des aktuellen &#8220;Marktführers&#8221;, <span style="color: #000000;"><strong><em>Norwegen.</em></strong></span></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="http://www.laenderkuerzel.co/norwegen/">NO</a> kontrolliert aktuell, wie aus der Grafik &#8220;über dem Falz&#8221; hervorgeht, 31 Prozent des EU-&#8221;Markts&#8221;, was in den ersten drei Quartalen 2025 71,9 Mrd. m3 Erdgas entsprach</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(der Löwenanteil davon wird über unterseeische Pipelines geliefert).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">2019 lieferten die &#8220;West-Wikinger&#8221; im Vergleichszeitraum noch 68,8 Mrd. m3, was einem Zuwachs von 3,1 Mrd. m3 entspricht -<span style="color: #000000;"><em><strong> auf&#8217;s Jahr gerechnet also gut 4 Mrd. m3</strong></em></span>. So gering dieser <em>&#8220;Beitrag&#8221;</em> auch erscheint, ist er dennoch <em>hoch einzustufen,</em></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">muss die norwegische Produktions- und Exportleistung doch mit jener des benachbarten Großbritannien verglichen werden, das das Ende der &#8220;Nordsee-Bonanza&#8221; um 2000 wesentlich schlechter gemanagt hat (oder auch nur &#8220;unglücklicher war&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><span style="color: #000000;"><strong><em>Algerien</em></strong></span> ist der zweitgrößte verbliebene (unsanktionierte) &#8220;regional supplier&#8221; der Union<!--StartFragment-->, der &#8211; absolut gesehen &#8211; freilich immer schon weniger als die Hälfte Norwegens in die EU liefert.<!--EndFragment--></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dennoch kommt laut Statistik Algerien heuer wohl auf einen Zuwachs von 7 Mrd. Kubikmetern im Vergleich zu 2019. Die Mathematik dahinter:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="http://www.laenderkuerzel.co/algerien/">DZ</a> hat im Gesamtjahr 2019 ca. 31,5 Mrd. m3 in die Union geliefert und 2025 bis Anfang Oktober 29 Milliarden. Dies würde nach der bisher verwendeten &#8220;Formel&#8221; heuer auf 38,6 Mrd. m3 hinauslaufen, was um<span style="color: #000000;"><strong><em> gut</em></strong></span> <span style="color: #000000;"><strong><em>7 Mrd. Kubikmeter</em></strong></span> mehr als 2019 wäre.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der &#8220;Sieger in dieser Kategorie&#8221; ist aber <span style="color: #000000;"><strong><em>Aserbaidschan</em></strong></span>. Das am Kaspischen Meer gelegene Land hat 2019 noch kein Gas in die EU geliefert, in den ersten drei Quartalen 2025 aber 9,1 Mrd. Kubikmeter, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was sich bis zum Jahresende auf <span style="color: #000000;"><strong><em>gut 12 Mrd</em></strong></span>. <span style="color: #000000;"><strong><em>m3</em></strong></span> aufsummieren lässt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Diese zusammen genommen gut 23 Mrd. Kubikmeter müssen zum US-Plus von erwartet 70 Mrd. Kubikmetern (siehe oben) gezählt werden.<span style="color: #000000;"><strong><em> 93 Mrd. m3 aber machen nur rund 57 Prozent der &#8220;Brutto-Russenlücke&#8221; von 163 Mrd. m3 aus </em></strong>(siehe ebenfalls oben<strong><em>).</em></strong></span></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Damit ist die <em>Prozession der Einflussfaktoren</em> aber leider noch nicht zu Ende. &#8220;Zur Abwechslung&#8221; soll zunächst das Augenmerk auf eine weitere Größe gerichtet werden, die</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">erstens <span style="color: #000000;"><strong><em>nicht</em></strong></span> in die Kategorie &#8220;Importe&#8221; fällt und die</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">zweitens nichtsdestotrotz ein überaus wichtiger Faktor ist  &#8211; freilich im Negativen.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und drittens beruht die folgende Darstellung <span style="color: #000000;"><strong><em>nicht</em></strong></span> auf mehr oder weniger zeitnahen EU-Angaben über die Einfuhr, sondern auf Ganzjahreszahlen der <a href="https://www.energyinst.org/statistical-review">Statistical Review of World Energy von BP bzw. dem Energy Institute.</a></span></li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Rapider Rückgang der EU-Eigenproduktion</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Europäische Union hat im vergangenen Jahr selbst nur 33 Mrd. von 323 Mrd. m3 verbrauchtem Erdgas produziert, was einem <span style="color: #000000;"><em><strong>Selbstversorgungsgrad von 10,2%</strong> </em></span>entsprach,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und nach der Ausgabe der Statistical Review des Jahres 2020, Seite 34, hat die Union 2019 immerhin noch 101 Mrd. m3 Erdgas selbst produziert. <!--StartFragment-->Das entspricht <!--StartFragment--><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">im analysierten Zeitraum 2019 &#8211; 2025 </span><!--EndFragment-->einem <span style="color: #000000;"><em><strong>Verlust von 70 Mrd. m3</strong></em></span>. Damit ist der (eigen)produktionsseitige Rückgang der Förderung von Erdgas der größte Einzelfaktor, bedeutsamer als die oben erwähnten massiven Importzuwächse von US-amerikanischem LNG seit 2021.<!--EndFragment--></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Je weiter man zurück geht, desto schlimmer wird die Sache freilich. Ausweislich der BP Statstical Review 2015, pp. 22 und 23,  produzierte die EU 2004, als &#8220;Nordsee offshore&#8221; noch außerordentlich ergiebig und das UK noch in der EU war, 229,5 Mrd. Kubikmeter selbst und verbrauchte 491 Mrd. Kubikmeter, in beiden Fällen deutlich mehr als heute. Eine solche Förderung entsprach noch einer <span style="color: #000000;"><strong><em>Eigenversorgung von fast 47 Prozent</em></strong></span></span><span style="color: #000000;"><strong><em>.</em></strong></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ein ähnlicher Vorgang fand/findet in der EU bei Stahl bzw. dessen &#8220;Vorläufer&#8221; Eisenerz statt, der im Detail hier freilich nicht nachrecherchiert und mit konkreten Zahlen belegt werden kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Grob gesprochen wird in der Union heute zu einem hohen Prozentsatz nur mehr Stahl aus Recycling hergestellt, </span><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">mit Ausnahme von Schweden und Ländern im anderen Skandinavien, wo auch noch Eisenerz abgebaut wird (Sorry, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erzberg">Erzberg &amp; Voestalpine</a>, Nordschweden ist essentieller).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zur überaus wichtigen Rolle von (&#8220;gutem&#8221;) Stahl für unsere heutige Zivilisation siehe vorzugsweise <a href="https://www.amazon.de/Wie-die-Welt-wirklich-funktioniert/dp/3406800556/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=353C4C90V7IMD&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.Zg0RJvJ9VRDmNYPGur-DtWTNxBGGNfS--8aAXTnDTbOI2RgVKKP-0TQHk3Rm65fBrDLwqTOZwk_yd3sBm0byTk2xsSF4SMGS-Jp3c_HaApVofkxH2CnsAK5iMz1ud0ZZ2HEDctI_Xf02qFozleacoOdvd4I6vQuVmQ09_b2ZHwTEBrdmE0b-39y-w98ClYjLiAn6bHU9Ug-ZZFOeVZj4x-37Vi8gDAlRpAoq4SqeLSzX7QsJESQloG1409aLpSSsJ2UQYuwif64vGBPV_8IPWQE59hpBiLFRa4D1u2tIGhU.IbI2k4mUShr5UjuByMYkFBkK4wJ4QvY0rbP80vnr4Rw&amp;dib_tag=se&amp;keywords=smile+funktioniert&amp;qid=1759558552&amp;sprefix=smil+funtioniert%2Caps%2C92&amp;sr=8-2">Vaclav Smils &#8220;Wie die Welt wirlich funktioniert&#8221;</a> (deutsche Übersetzung von 2023, Original von 2022).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wer dazu lieber ein journalistisches Produkt lesen will, siehe<a href="https://www.zerohedge.com/markets/steel-real-no-steel-production-means-no-military-power-no-industrial-backbone-no"> hier</a>: Stahl wird in diesem Artikel freilich nur in der Headline und im ersten Absatz erwähnt </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">und von der Unterscheidung zwischen &#8220;gutem&#8221; und &#8220;weniger gutem&#8221; Stahl ist schon gar nicht die Rede.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Was in Europa für Hochqualitätsstahl noch an Eisenerz fehlt, importiert man heute aus Kanada und Brasilien.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Für die quasselnde westliche <em>Journaille</em> ist das alles anscheinend kein Thema</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- es sei denn, es muss einmal eine<a href="https://www.youtube.com/watch?v=_BIqfVjQ53s"> Kirche verschoben werden, wie im August im schwedischen Kiruna geschehen</a>.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die von der <em>Spektakel-Journaille</em> vermittelte &#8220;Moral von der G&#8217;schicht&#8221; läuft hier natürlich auf &#8220;Das kommt halt von der Extraktionsindustrie&#8221; hinaus.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Kein Fünkchen Problembewusstsein. &#8220;<a href="https://de.wiktionary.org/wiki/tschingderassabum">Tschingderassabum</a>&#8221; rules,  auch und besonders in den sg. <em>Qualitätsmedien</em>.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> &#8220;Schlechte Prognosen&#8221; und kleinere Ungunstfaktoren</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Damit sind die<em> schlechten Nachrichten</em> für &#8220;Europa&#8221; aber noch nicht zu Ende.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nicht nur, dass dort eine Kehrtwende bei der Eigenproduktion aus geologischen und politischen Gründen praktisch ausgeschlossen werden kann</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- auch beim Groß-Importeur USA stehen die Dinge in Sachen Shale-Revolution nicht zum Besten. Im Süden, von wo die Belieferung der LNG-Terminals an der Golf-Küste am einfachsten erfolgen kann,</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">scheint speziell im <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Permian_Basin">Permian</a> der Vorrat an <a href="https://www.statista.com/statistics/607725/number-of-drilled-but-uncompleted-oil-and-gas-wells-in-the-united-states-by-oil-play/">&#8220;DUCs&#8221;</a> und künftigen mutmaßlichen &#8220;sweet spots&#8221; erschöpft zu sein, während</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sich nennenswerte Förder-Zuwächse mittlerweile auf wenige <em>Counties</em> in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Mexico">New Mexico</a> konzentrieren.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Außerdem dürfte ein Teil der älteren Bohrungen dort bereits &#8220;ausgasen&#8221;,</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">was momenthaft für den LNG-Export günstig sein mag, was aber das Überschreiten eines &#8220;Förder-Peaks&#8221; und das Ende der US-Shale-Revolution in den nächsten Jahren signalisieren kann.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das Thema ist komplex und auch innerhalb der &#8220;Szene&#8221; umstritten, speziell unter den Drillern selbst, der Trump-Administration samt deren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Wright_(Politiker)">Energie-Minister</a> sowie unter vielen Experten in der EIA. Alle diese gehen von weiteren starken Zuwächsen bei &#8220;shale oil and natgas&#8221; aus,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;vorausgesetzt, die Energiepolitik stimmt&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> sieht das völlig anders und geht davon aus, dass der US-Lieferansturm nach Europa nach 2022 ein baldiges Ende finden wird</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(aber weniger wegen &#8220;Nachfrager-Konkurrenz aus Asien&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Zweitens ist das <em>weitere Potenzial</em> der Lieferanten-Länder aus dem Subkapitel &#8220;kleinere Linderungsfaktoren&#8221;<em> beschränkt</em>, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aus einer Reihe von geologischen, demographischen und politischen Gründen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Norwegen führt schon seit langem ein (erfolgreiches) Rückzugsgefecht gegen die &#8220;depletion&#8221; in seinen Nordsee-Gebieten,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">ein Kampf, der letztlich aber aussichtslos ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Bei Algerien tritt zu den &#8220;natürlichen Förderrückgängen&#8221; noch Kapitalmangel und eine rasch wachsende jugendliche Bevölkerung (siehe dazu Jeffrey Browns &#8220;Export Land Model&#8221;) und</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">für Aserbaidschan zeigt sich ein <em>Einmaleffekt</em> nach der Inbetriebnahme der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Trans_Adriatic_Pipeline">Transadriatischen Pipeline</a>. Wenn die Zuwächse im Betrachtungszeitraum auch beachtlich waren &#8211; siehe Subkapitel &#8220;kleinere Linderungsfaktoren&#8221; -, sieht es so aus, als würde die TAP auch heuer unterhalb der Lieferleistung der ebenfalls neuen Turkstream bleiben, dieses Mal noch deutlicher.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und drittens hat sich bereits in den vergangenen fünf Jahren das &#8220;enden wollende Potenzial&#8221; zweier anderer ehemaliger Hoffnungsträger für die EU gezeigt:</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">etwa bei Libyen, wo das &#8220;Tröpfeln&#8221; des Jahres 2019 bürgerkriegsbedingt fast völlig versiegt ist</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sowie &#8211; wichtiger &#8211; beim Niedergang der Kategorie des &#8220;bereinigten LNG&#8221; (ohne USA, RF, DZ und NO). Diese Kategorie, in der u.a. der ehemalige Hoffnungsträger Katar zu finden ist, hat in den ersten drei Quartalen 2025 lediglich 21,7 Mrd. m3 geliefert &#8211; gegenüber noch 32,5 Milliarden in den ersten neun Monaten 2019 (minus 33 Prozent).</span></li>
</ul>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Fazit</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die aus &#8220;natürlichen Gründen rohstoffarme EU&#8221; scheint sich speziell bei <em>Fossil-Energie</em> (Kohle, Öl, Gas) komplett von Russland &#8220;abnabeln&#8221; zu wollen, das zwar auch &#8220;Peak-Probleme&#8221; hat, bei dem aber wohl noch einiges im Boden liegt und des für die Erschließung notwendigen Kapitals und der nötigen Technologien harrt. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die EU kann sich eine solche Politik selbst kurzfristig aber nur leisten, wenn sie</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">genügend verlässliche Alternativ-Lieferanten an der Hand hat,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">gewiss sein kann, dass die Sicherheit ihrer Nachschub-Routen bzw. des&#8221;Weltmarkts&#8221; gewährleistet ist und</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass sie auch künftig über ein Zahlungsmittel verfügt, das von Anbietern von &#8220;Fossil-Energie&#8221; auch genommen wird.</span></li>
</ul>
<div><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Jede dieser Annahmen ist aus Sicht <em>dieses Bloggers</em> mit einem Fragezeichen zu versehen.</span></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Polit-Poker um Zölle für die USA und Russen-Flüssiggas in der EU</title>
		<link>http://staatsstreich.at/polit-poker-um-zoelle-fuer-die-usa-und-russen-fluessiggas-in-der-eu.html</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2025 22:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Blogger hat sich vor ein paar Tagen über den Unsinn im gefühlt 105. Sanktionspaket der EU gegen Russland gewundert - zu einem Zeitpunkt, als ihm die gegen die Union gerichtete &#8220;gravierende Drohkulisse&#8221; seitens der USA noch nicht sehr bewusst war.  Jetzt sieht er, dass nach einem neuen US-Gesetz a) Brüssel auch über Stöckchen hüpfen möchte, ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/polit-poker-um-zoelle-fuer-die-usa-und-russen-fluessiggas-in-der-eu.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_143611" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/09/President_Volodymyr_Zelenskyy_meets_with_US_Senators_Lindsey_Graham_and_Richard_Blumenthal_reduziert.jpg" rel="lightbox[143600]"><img class="wp-image-143611 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/09/President_Volodymyr_Zelenskyy_meets_with_US_Senators_Lindsey_Graham_and_Richard_Blumenthal_reduziert-300x200.jpg" alt="President_Volodymyr_Zelenskyy_meets_with_US_Senators_Lindsey_Graham_and_Richard_Blumenthal_reduziert" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Blumenthal, Selenski, Graham</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em> hat sich vor ein paar Tagen über den<a href="http://staatsstreich.at/eugas-propaganda-und-unsinn.html"> Unsinn im gefühlt 105. Sanktionspaket der EU gegen Russland gewundert</a> - zu einem Zeitpunkt, als ihm die gegen die Union gerichtete<em> &#8220;gravierende Drohkulisse&#8221; seitens der USA noch nicht sehr bewusst war.</em>  Jetzt sieht er, dass nach einem neuen US-Gesetz a) Brüssel auch über Stöckchen hüpfen möchte, die objektiv nicht zu überspringen sind und b), dass die im US-Senat eingebrachte <a href="https://newsukraine.rbc.ua/news/europe-urged-to-support-trump-s-call-to-hit-1757889789.html">Bill</a> &#8211; siehe auch <a href="https://newsukraine.rbc.ua/news/new-russia-sanctions-bill-set-for-introduction-1758297796.html">hier</a> &#8211; dem in Europa ungeliebten US-Präsidenten die rechtlichen Mittel an die Hand gibt, den vor zwei Monaten groß trompeteten<a href="http://staatsstreich.at/warum-der-handels-deal-der-usa-und-der-eu-eine-luftnummer-ist.html"> <em>Luftnummern-Handelsdeal</em></a><em> </em>mit der EU<em> </em>in <a href="https://www.dwds.de/wb/etw.%20in%20die%20Tonne%20treten">die Tonne zu treten</a><em>.</em> Hinter all der Staats-Posiererei steht aber wohl etwas noch Größeres: Das Ende des Öl-Zeitalters, zunächst für Europa und etwas später für die USA und Russland.</span><span id="more-143600"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen"> gefönte Urschl</a> und ihre Beamten (sg.<a href="https://www.wikiwand.com/de/articles/Experte"> <em>Experten</em></a>) versuchen der hiesigen Öffentlichkeit das weitere Vorgehen gegen russisches LNG einerseits mit dem Hinweis zu verkaufen, dass die EU ihre angeblich fortbestehende &#8220;Abhängigkeit&#8221; von russischem Erdgas reduzieren müsse um &#8220;Putins Kriegsmaschinerie zu treffen&#8221;,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> wo doch a) <a href="http://staatsstreich.at/eulng-framing-ungenauigkeit.html">von den russischen LNG-Umsätzen sowieso nur ein kleiner Teil in Kriegsanstrengungen fließen könnte</a> und b) nach EU-Angaben selbst heuer höchstens acht oder neun Prozent ihrer Gasimporte aus russischem Flüssiggas bestehen, siehe z.B. <a href="https://www.msn.com/en-us/money/markets/eu-plans-to-phase-out-russian-lng-more-quickly-after-us-push/ar-AA1MPy90">hier</a> oder noch besser <a href="https://www.bloomberg.com/news/newsletters/2025-09-19/global-lng-surge-gives-europe-nerve-to-quit-russian-supply-early">hier.</a></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der zweite <em>Köder,</em> den die Kommission verwendet, scheint die halbwahre Behauptung zu sein, dass all dies auf Druck des US-Präsidenten geschehe, was (nicht nur) in der EU-Journaille eine ähnliche Reaktion <em>triggert</em> wie die Erwähnung des <a href="https://www.alltagskultur.lwl.org/de/blog/der-kohlenklau/">Kohlenklaus</a> unter Goebbels-Journos &#8220;anno nazimal&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Dabei tut der Donald in dieser Sache nichts anderes als was er immer tut (und was auch im Judo gang und gäbe ist): nämlich die Kraft seiner unterschiedlichen<a href="https://www.dict.cc/?s=frenemy"> &#8220;frenemies&#8221;</a> für eigene Zwecke verwenden. Man könnte auch <a href="https://www.amazon.de/Trump-Art-Deal-Donald-J/dp/0399594493/ref=sr_1_1?crid=1SIVY7SU8R8N3&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.y5Ln0I9EtiEgd_knVZrDTCrBTdyybRwhSyb91U63Q97pI6zPWymEa6GDLXtRurALCz1_XXSSZPkfLYgRE4DZ_jJbWJn3OYAJ9hX0qNrHNp8dtilrDeVSWm3wb8C6wxOdaezkOuMUYaSgQlwRBvP_4hDeVqkYzejrWD7kqT6C7LnK1D2rcmuDIoOlRcHvFvCcgiAZqB4VcjM_wujynaOmeZmYWZ7ie5O1Z0cyWVXHl7k.XKjdVc-N-xY9Cs7uR9GbaOjiMyFPj12SsBATgKj7tNs&amp;dib_tag=se&amp;keywords=art+of+the+deal&amp;qid=1758882001&amp;sprefix=Art+of+the+Deal%2Caps%2C110&amp;sr=8-1">&#8220;Art of the Deal&#8221;</a> dazu sagen. Im vorliegenden Fall kann er auf diese Weise die &#8220;Luftnummer&#8221; vom Juli, die auch bei ihm daheim heftig kritisiert wurde, &#8220;entsorgen&#8221;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">-  und zwar auf &#8220;rechtlich supersaubere Weise&#8221;, wie man unter Zuhilfenahme eines <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Grasser"><em>Grasserismuses</em></a> formulieren könnte. Schließlich macht der Donald mit der Unterzeichnung des Gesetzes dann nichts anderes, als das, was &#8220;sein Parlament&#8221; von ihm verlangt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- &#8220;demokratischer&#8221; geht&#8217;s nimmer.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die <strong><em><span style="color: #000000;">&#8220;führenden&#8221; treibenden Kräfte</span></em></strong> der Chose sind freilich die <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?search=Lindsey+Graham+Richard+Blumenthal&amp;title=Special%3ASearch&amp;profile=advanced&amp;fulltext=1&amp;ns0=1&amp;ns6=1&amp;ns12=1&amp;ns14=1&amp;ns100=1&amp;ns106=1&amp;searchToken=4g521lvf03shz6lwz0zv19u3c">US-Senatoren Lindsey Graham (R) und Richard Blumenthal (D), die u.a. &#8220;über dem Falz&#8221; mit UA-Selenski zu besichtigen sind.</a> </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die beiden haben ein Gesetz <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sponsor_(legislative)">&#8220;(co)gesponsert&#8221;</a>, das besagt, dass die Lieferungen all jener Nationen mit einem <a href="https://newsukraine.rbc.ua/news/us-prepares-major-sanctions-hit-on-kremlin-1743549203.html">US-Zoll von 500 Prozent zu belegen sind</a>, die mit Staaten (frei)handeln, die selbst russisches Öl, Ölprodukte, Erdgas oder Uran mehr oder weniger offiziell von der RF erwerben (&#8220;secondary sanctions&#8221;).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die<strong><span style="color: #000000;"><em> &#8220;normalen&#8221; treibenden Kräfte</em></span></strong> des Gesetzes sollen mehr als 80 (von 100) US-Senatoren beider Kongress-Parteien sein, die für diese Bill stimmen werden. Genauere Abstimmenden-Zahlen weiß man noch nicht, weil der<em> vote</em> a) anscheinend noch nicht stattgefunden hat und b) weil dessen genaues Ergebnis noch von <em>Manövern</em> von &#8220;Kohlenklau Trump&#8221; abhängt, für die zu schildern nicht allzuviel Platz aufgewendet werden soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Ist aber egal</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- die einfache Mehrheit scheinen sie auf jeden Fall zu haben, was letztlich eine neue <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/One_Big_Beautiful_Bill_Act">&#8220;beautiful bill&#8221;</a> ergeben wird, die für den US-Präsidenten bindend ist.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Letzterer hat schlau, wie er nun mal ist (sorry, Journaille!), schon Anfang September <a href="https://www.reuters.com/business/energy/trump-pressures-european-leaders-over-russian-oil-purchases-white-house-official-2025-09-04/">erklärt</a>, dass &#8220;Europa&#8221; selbst mit dessen angeblichen oder wirklichen Russen-Importen &#8220;Putins Kriegsmaschinerie&#8221; schmiere und dass &#8220;die Euro-Politicos&#8221; zuerst einmal aufhören müssten, russische Fossil-Brennstoffe zu kaufen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das &#8220;hinkt&#8221; schon einmal<em> rein faktisch,</em> weil</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">es prinzipiell zwar korrekt ist, dass der EU angehörende Staaten weiterhin russisches Gas und vlt. auch Erdöl kaufen, dies aber in <em>marginalen Mengen</em> tun &#8211; beispielsweise bei Gas zusammen etwa 13 Prozent aller die Unions-Staaten erreichenden Auslands-Lieferungen. Dies passiert in Form von LNG oder über die Turkstream, eine Pipeline, die nach Ungarn und vielleicht auch ein bisserl in die Slowakei und nach Österreich liefert. Alle anderen Exportrouten sind <strong><em><span style="color: #000000;">bereits gekappt,</span></em></strong> sei es per Schiff (Erdöl &#8211; &#8220;sanctions for seaborne crude&#8221;) oder per Pipeline (Erdöl &#8211; &#8220;Druschba&#8221;, siehe dazu den <a href="https://www.bruegel.org/dataset/russian-crude-oil-tracker">letzten Erdöl-Tracker von Bruegel</a>, Fig.4; <a href="http://staatsstreich.at/die-russen-die-amis-und-das-europaeische-erdgas.html">Erdgas weiters über die Jamal-Pipeline, seit 2025 auch deren &#8220;Südarm&#8221;</a>). Die Amis &#8211; Graham inklusive &#8211; <span style="color: #000000;"><em>wissen das ganz genau</em></span> und <a href="https://www.politico.eu/article/top-us-senator-lindsey-graham-warns-hungary-and-slovakia-over-russian-gas-purchases/">verwenden trotzdem z.B. 2024er-Zahlen, </a>ein Jahr, in dem der &#8220;Südarm&#8221; der Jamal noch intakt (und das Transitabkommen durch die Ukraine noch aufrecht) war.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Selbst für den Fall, dass H &#8220;nicht pariert und seine Turkstream-Importe nicht einstellt&#8221; bzw. dass Ungarn noch &#8220;zeitgerecht&#8221; aus der EU ausgeschlossen werden kann (vlt. gleich mitsamt der SK),  <strong><span style="color: #000000;"><em>gibt es freilich ein Pseudo-Argument, gegen das rational nicht anzuargumentieren ist</em></span></strong>: die <em>Mär</em> vom indischen &#8220;Ölveredelungsverkehr&#8221; mit der EU. Die ist zwar <strong><em><span style="color: #000000;">Unsinn</span></em></strong>, weil es a) weder eine direkte russische Ölpipeline nach Indien gibt noch b) weil die <em>Schrottkähne von Putins fabelhafter &#8220;Schattenflotte&#8221;</em> keine täglich 1,7 bis 1,8 Mio. Barrel (zur Konversion siehe z.B. <a href="https://whycalculator.com/tons-to-barrels-calculator/">hier</a> und <a href="https://www.coolstuffshub.com/weight/convert/metric-tons-(or-tonnes)-to-us-barrels-(oil)/">hier)</a> nach Indien transportieren können &#8211; aber <strong><em>&#8220;es steht ja überall&#8221;</em></strong>: natürlich in diversen Nachrichtendiensten, aber auch in der &#8220;Energie-Bibel&#8221;, der <a href="https://www.energyinst.org/statistical-review">&#8220;Statistical Review of World Energy&#8221;</a>; selbst dort findet sich auf den Seiten 34 und 35 der 2025er-Ausgabe, dass Indien vergangenes Jahr 27,7 Mio. Tonnen &#8220;raffinierte Produkte&#8221; in die EU geliefert und 87,5 Mio. Tonnen Rohöl aus Russland bekommen hat. <strong><em><span style="color: #000000;"><a href="https://en.wiktionary.org/wiki/gotcha">Gotcha!</a> </span></em></strong>Jedes kleine Kind inklusive der sg. <em>Ölmarktexperten</em> <span style="color: #000000;"><em>weiß heute sicher</em></span>, dass Indien jede Menge russisches Rohöl bezieht und dass seine Raffinerien dies in Treibstoffe umwandeln, die wiederum &#8220;nach Europa&#8221; liefern.    <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />      <em> Dieser Blogger</em> hält diese Mär, ehrlich gesagt, für eine ursprünglich russische Propagandalüge, die <em>teuflisch clever umgedreht</em> und gegen Indien und &#8220;Europa&#8221; gerichtet wurde.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die EU, die bez. dieser &#8220;Ölveredelungsverkehrs-Lüge&#8221; ziemlich sicher <em>im Bild ist</em>,  glaubt nun, mit ostentativ gutem Willen den für die eigenen Exporteure tatsächlich nicht so schlimmen &#8220;Luftnummern-Handelsdeal&#8221; retten zu können und scheint gewillt, wenigstens über das hin gehaltene Stöckchen &#8220;russische LNG-Lieferungen&#8221; zu springen, ohne sich Rechenschaft darüber abzulegen, dass das nächste Stöckchen dann halt ein <em>wenig höher sein</em> wird und schließlich das &#8220;höchste Stöckchen&#8221; nicht zu überspringen ist, weil die &#8220;Ölveredelungsverkehrs-Lüge&#8221; mittlerweile den Rang eines <a href="https://www.collinsdictionary.com/dictionary/english/established-fact">&#8220;etablierten Faktums&#8221; </a>einnimmt. Relevanter als der Handel mit Indien ist freilich der &#8220;europäische Handel&#8221; mit China. EU-Staaten sollen nach Trumps Vorstellungen gegenüber China Einfuhrzölle von bis zu 100 Prozent erheben (die USA halten derzeit bei 30 Prozent Einfuhrzoll, jedenfalls so lange der &#8220;truce&#8221; währt).</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">All das ist nach Ansicht <em>dieses Bloggers</em> freilich nur der <strong><span style="color: #000000;"><em>Auftakt zu einem epochalen Wandel</em></span></strong>, der sich wohl großteils &#8220;hinter dem Rücken der Akteure&#8221; abspielt</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- nämlich das &#8220;im Westen&#8221; vielfach ersehnte <strong><em><span style="color: #000000;">Ende des Öl-Zeitalters</span></em></strong>, das unschwer in Statistiken zur Erdölförderung, historischen <a href="https://ourworldindata.org/global-energy-200-years">Grafiken zur konsumierten Primärenergie</a> oder auch in gewissen militärischen Zielen im russisch-ukrainischen Krieg &#8211; siehe z.B. <a href="https://kyivindependent.com/ukrainian-drones-strike-afipsky-oil-refinery-in-russias-krasnodar-krai/">hier</a> &#8211; zu erkennen ist. Trotzdem mag jede der beteiligten Parteien im unerschütterlichen Glauben agieren &#8220;recht zu haben&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild: President.gov.ua,<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"> CC BY 4.0, </a>via Wikimedia Commons</span></p>
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		<title>EU/Gas: Propaganda und Unsinn</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2025 22:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Kontersprüche]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn&#8217;s ans Eingemachte geht, scheint die Europäische Union nicht vor eklatanten Fake News zurückzuschrecken (und die Journaille nicht davor, propagandistischen Unsinn aus Brüssel ungeprüft, aber zugespitzt weiter zu geben) &#8211; wie beispielsweise die Nachricht, dass beim nächsten, gefühlt 105. Sanktionspaket geplant wird, auch russische LNG-Importe in die Union zu verbieten. Überraschung aber auch! Genau das propagieren ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/eugas-propaganda-und-unsinn.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_143499" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/09/Tor_icebreaker_2225296_resized.jpg" rel="lightbox[143488]"><img class="wp-image-143499 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/09/Tor_icebreaker_2225296_resized-300x199.jpg" alt="Tor_icebreaker_(2225296)_resized" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Russischer Eisbrecher</p></div>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wenn&#8217;s ans Eingemachte geht, scheint die Europäische Union nicht vor eklatanten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fake_News">Fake News</a> zurückzuschrecken (und die Journaille nicht davor, propagandistischen Unsinn aus Brüssel ungeprüft, aber zugespitzt weiter zu geben) &#8211; wie beispielsweise die Nachricht, dass beim nächsten, <em>gefühlt 105. Sanktionspaket </em><a href="https://finanzmarktwelt.de/eu-plant-raschen-lng-ausstieg-russland-verliert-energieeinfluss-364517/">geplant wird, auch russische LNG-Importe in die Union zu verbieten.</a> Überraschung aber auch! Genau das propagieren antirussische Aktivisten schon seit Monaten, jetzt aber soll der Universal-Sündenbock Donald an der &#8220;beschleunigten timeline&#8221; schuld sein (siehe u.a. <a href="http://staatsstreich.at/warum-der-handels-deal-der-usa-und-der-eu-eine-luftnummer-ist.html">Luftnummer EU/USA-Handelsdeal</a>). Ziel des gefühlt 105. Sanktionspakets der EU soll sein, die &#8220;Abhängigkeit&#8221; von russischem Erdgas &#8220;schneller zu kappen&#8221;, die nach eigenen (also EU-)Angaben 2025 bloße 13 Prozent beträgt, davon die Hälfte per Pipeline (vielleicht sollt&#8217; man noch erwähnen, dass Norwegen und die USA im gleichen Zeitraum einen Marktanteil von jeweils etwa 30 Prozent haben, was natürlich<strong> nicht</strong> erwähnt wird).</span><span id="more-143488"></span></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wobei man der Fairness halber sagen sollte, dass die Fake News der EU üblicherweise  mit richtigen statistischen Zahlen arbeiten, dass das &#8220;fake&#8221; an den gleichnamigen &#8220;news&#8221; aber durch &#8220;Hyperbole&#8221;, emotionale Sprache, fehlende Vergleiche und Einordnungen usw. hergestellt wird</span></em></p>
<p><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">- also mit dem &#8220;Erwecken eines (falschen) Eindrucks&#8221;</span>.</em></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Diese Form des Schwindelns wird in vorliegendem Blog oft &#8220;Lügen, ohne buchstäblich die Unwahrheit zu sagen&#8221; genannt &#8211; siehe u.a. <a href="http://staatsstreich.at/usa-trump-und-die-fake-news-der-liberal-demokratischen-journaille.html">hier</a>. Man darf spekulieren, welche Gruppierung diese Form der Lüge bevorzugt</em>.</span>   <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" /> </p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Glaubt man der liberal-demokratischen Journaille, wollen die gefönte Urschl &amp; ihre Konsorten russisches LNG jetzt deswegen &#8220;beschleunigt abbauen&#8221;, weil</span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><a href="https://finanzmarktwelt.de/eu-plant-raschen-lng-ausstieg-russland-verliert-energieeinfluss-364517/">(d)ie Regierung unter Donald Trump (&#8230;) Europa aufgefordert (hat), den Ausstieg aus russischen Brennstoffimporten zu beschleunigen(&#8230;)</a>&#8220;.</span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Natürlich könnte man an dieser Stelle auch noch den Luftnummern-Handelsdeal (Link siehe oben) erwähnen,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">aber das wäre wohl kontraproduktiv, weil selbst <em>dämliche Bloomberg- und Finanzmarktwelt-Leser</em> auf die Idee kommen könnten zu fragen:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Warum sollte die EU in den nächsten Jahren ihre Fossilenergiekäufe aus den USA <a href="http://staatsstreich.at/warum-der-handels-deal-der-usa-und-der-eu-eine-luftnummer-ist.html">verdoppeln</a> und wie soll sie das bewerkstelligen, wo es doch in den nächsten Jahren ein Überangebot von Erdgas geben soll und der &#8216;Markt&#8217; ausweislich des <a href="https://oilprice.com/">aktuellen Derivativpreises von Erdöl </a>jetzt schon in ebendiesem &#8216;ertrinkt&#8217;?&#8221;</span></p></blockquote>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die ernsthafte Antwort ist:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Weil Kommission und Journaille ihre Leser/Seher für A&#8230;löcher halten, die nicht imstande sind sich an etwas zu erinnern, was vor zwei Monaten trompetet  wurde, glaubt man ungestraft G&#8217;schichterln sonder Zahl auftischen zu können,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">wie beispielsweise eben die Story über das geplante, gefühlt 105. Sanktionspaket der Union.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wenigstens ein, wahrscheinlich aber beide der oben antizipierten künftigen &#8220;Fakten&#8221; wird (vermutlich) nämlich <strong>nicht stattfinden:</strong></span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht, dass EU-Käufer bis Ende 2028/Jänner 2029 750 Mrd. Dollar für Öl-, Gas- und Kohlekäufe in den USA ausgeben werden (nicht zu einer einigermaßen konstanten Kaufkraft des USD),</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">noch, dass es in den nächsten Jahren einen &#8220;glut&#8221; bei Erdgas geben wird, wie ein &#8220;outlook&#8221; weis machen will, der offenbar aus irgend einer dunklen Körperöffnung gezogen wurde. Da scheint der &#8220;outlook&#8221; des <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3gXt_CfyJ1M">Outdoor Chiemgau-Stefan wesentlich realistischer, der sich kürzlich ein Update der deutschen Speicherbetreiber zur Brust genommen hat.</a></span></li>
</ul>
<div><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Bild: Tuomas Romu, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons</span></div>
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		<title>&#8220;My 2nd World War&#8221; &#8211; eine respektlose Belehrung</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 22:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Blogger, der vor langer Zeit einmal Geschichte studiert und danach ein paar Jahrzehnte lang über das 20. Jahrhundert nachgedacht und -gelesen hat, ergreift die Gelegenheit, seine Sicht des Zweiten Weltkriegs bekanntzugeben, die mindestens ebenso &#8220;disrespectful&#8221; ist wie jene der  &#8220;EU-Außenministerin&#8221; und des chinesischen Foreign Office zusammengenommen (siehe u.a. hier). Kern des jüngsten diplomatisch-geschichtspolitischen Disputs scheint ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/my-2nd-world-war-eine-respektlose-belehrung.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"><em>Dieser Blogger</em>, der vor langer Zeit einmal Geschichte studiert und danach ein paar Jahrzehnte lang über das 20. Jahrhundert nachgedacht und -gelesen hat, ergreift die Gelegenheit, <em>seine Sicht</em> des Zweiten Weltkriegs bekanntzugeben, die <em>mindestens ebenso &#8220;disrespectful&#8221; </em>ist wie jene der  &#8220;EU-Außenministerin&#8221; und des chinesischen Foreign Office zusammengenommen (siehe u.a. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OlDMq569YQU">hier)</a>. Kern des jüngsten diplomatisch-geschichtspolitischen Disputs scheint ihm die Frage zu sein, welche Seite sich denn nun in die Brust werfen und behaupten dürfe, den Zweiten Weltkrieg gewonnen zu haben.</span><span id="more-143300"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;"> &#8220;Wir&#8221;, wie die Estnin und EU-Europäerin <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaja_Kallas">Kaja Kallas</a> behauptet, oder &#8220;wir&#8221;, wie die Festland-Chinesen meinen, die dieser Tage eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FpbjH4961Cg">Militärparade zum asiatisch-pazifischen V-Day</a> veranstaltet haben. </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die kurze Antwort dazu lautet: Niemand von denen &#8211; und nicht einmal die Sowjets, die ohne jeden Zweifel zu den damaligen Alliierten gehört haben;</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">nicht einmal die Sowjet-Völker, die 20 Millionen Tote zu beklagen hatten und deren Staat/Imperium Osteuropa nach &#8217;45 einverleiben durfte.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wenn wer<em> in my humble opinion</em> wirklich &#8220;WKII&#8221; gewonnen hat, dann waren das die Amis, die mit relativ überschaubarem eigenen Blutzoll und ohne Zerstörungen in ihrer Heimat &#8220;die Welt gewonnen haben&#8221; oder genauer:</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sie konnten ein US-zentrisches &#8220;Weltsystem&#8221; etablieren, in dem &#8211; bis vor kurzem &#8211; alle nach der Ami-Pfeife tanzen mussten, die Sowjetunion inklusive. Die Amis haben auch die Ruchlosigkeit besessen, Zehntausende Japaner mit Atombomben zu vertilgen</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(wonach Japan kapitulierte, woran wieder der asiatische V-Day erinnern soll).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wenn &#8220;wir&#8221; die Sieger waren, wie die Kallas erklärt hat, sagt das eine Menge über die EU und deren Selbstverständnis aus, hat nichtsdestotrotz aber einiges an Faktischem für sich.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Die Chinesen&#8221; haben <strong><span style="color: #000000;"><em>auch</em></span></strong> gegen die deutsch-japanische Achse bzw. speziell gegen deren Bestandteil in Tokio gekämpft,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">das wesentliche Teile Chinas besetzt hatte</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(wobei im Sprachgebrauch des heutigen Außenministeriums in Peking unter &#8220;chinesischem Volk&#8221; wohl eher Mao und weniger Chiang <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chiang_Kai-shek">Kai-shek</a> zu verstehen sein dürfte).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">&#8220;Kriegsentscheidend&#8221; ist freilich keiner dieser zwei gewesen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Um vorliegende<em> respektlose Belehrung</em> abzuschließen, sei daran erinnert, dass keineswegs die Zahl der Opfer den Kriegsausgang bestimmt,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sondern nur Erfolge auf den Schlachtfeldern,</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die wiederum von so &#8220;trivialen Faktoren&#8221; wie z.B. dem Vorhandensein von Panzer-Diesel abhängen.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wer das nicht glaubt, sehe sich die ersten zehn Minuten des <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PHOCPINQANs">hier verlinkten YT</a> an, die den Erkenntnisprozess eines Obristen der Wehrmacht (bzw. Waffen-SS) während der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ardennenoffensive">Ardennenoffensive </a>1944 schildert.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die Amis haben damals etwa 70 Prozent der (bekannten) weltweiten Ölförderung gestellt und auch die Sowjets müssen ausreichend gefördert und raffiniert bzw. importiert haben um Panzerschlachten zu gewinnen und ihre mechanisierten Verbände nach Mitteleuropa vorstoßen zu lassen.</span></p>
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		<title>Kriegstreibei, GPS &amp; MS-Medien</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 05:39:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Die gefönte Urschl, mitunter auch &#8220;Kommissionspräsidentin&#8221; genannt, hat am Sonntag vermutlich einen Rüstungsbetrieb in Zentralbulgarien besucht, nachdem sie in Plowdiw mit Regierungsehren und einem Rosenstrauß empfangen wurde. Gar nicht recht scheint dieser offenkundig der Kriegstreiberei gewidmete Besuch dagegen bulgarischen und russischen Nationalisten gewesen zu sein. Während die Ersteren vor der Fabrik einem abgedunkelten schwarzen Audi, in ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/kriegstreibei-gps-ms-medien.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">Die gefönte Urschl, mitunter auch &#8220;Kommissionspräsidentin&#8221; genannt, hat am Sonntag vermutlich einen Rüstungsbetrieb in Zentralbulgarien besucht, nachdem sie<a href="https://www.youtube.com/watch?v=JCcH9ySE3o0"> in Plowdiw</a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rossen_Scheljaskow"> mit Regierungsehren</a><a href="https://www.youtube.com/watch?v=JCcH9ySE3o0"> und einem Rosenstrauß empfangen wurde</a>. Gar nicht recht scheint dieser offenkundig der Kriegstreiberei gewidmete Besuch dagegen bulgarischen und russischen Nationalisten gewesen zu sein. Während die Ersteren vor der Fabrik einem abgedunkelten schwarzen Audi, <!--StartFragment--><span style="font-size: 12pt; font-family: times new roman, times;">in dem sie die Urschl vermuteten,</span><!--EndFragment--> einen heißen Empfang bereiteten, sollen die Letzteren bei Plowdiw das GPS-Signal der EU-Maschine gestört haben, was die Mainstream-Medien &#8211; unter ihnen der <a href="https://orf.at/av/audio/114562">ORF</a> &#8211; wie eine verbürgte Wahrheit berichten, bzw. &#8220;bestätigen ließen&#8221;, wie das im <em>pseudoseriösen News-Gequake </em> heißt (der EU-Pilot musste &#8220;manuell, mit Karten&#8221;, wohl aus Papier, landen). Während die <em>europäischen Schoßhündchen-Medien</em> das angebliche GPS-Jamming getreulich vermeldeten, war der mutmaßliche Urschl-Besuch bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wasowsche_Maschinenbau-Fabrik">Wasowschen Maschinenbau-Fabrik</a>, die Munition und Geschütze produziert, nicht der Rede wert. Man weiß aber nicht sicher, ob die von der Leyen wirklich in der abgedunkelten Staatskarosse saß, lediglich ein Blaulicht hinter der Windschutzscheibe ist in der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ka7gysYYlH8">&#8220;Handy-Footage&#8221;</a> sicher erkennbar.</span><iframe title="Bulgarian nationalists attack car believing von der Leyen was inside" src="https://www.youtube.com/embed/Ka7gysYYlH8" width="1218" height="685" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><span id="more-143240"></span></p>
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		<title>EU/LNG: Framing &amp; Ungenauigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2025 06:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Andreas van de Kamp]]></dc:creator>
				<category><![CDATA["Große Geschichte"]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Jüngere Berichte, die orf.at von angeblich objektiven Agenturen übernommen hat, zeigen, was man mit Statistik alles machen kann &#8211; ohne diese gleich &#8220;plump zu fälschen&#8221;. Man muss halt &#8220;nur&#8221; ein paar (richtige) Dinge hinzufügen, während andere (ebenfalls richtige) ignoriert werden - und fertig ist die für die politische Nutzanwendung  geframte &#8220;Meldung&#8221;. Ein langer Blick auf sg. ... <a class="more-link" href="http://staatsstreich.at/eulng-framing-ungenauigkeit.html">[Read more...]</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Jüngere Berichte, <a href="https://orf.at/stories/3402838/">die orf.at von angeblich objektiven Agenturen übernommen hat,</a> zeigen, was man mit Statistik alles machen kann &#8211; ohne diese gleich &#8220;plump zu fälschen&#8221;. Man muss halt &#8220;nur&#8221; ein paar (richtige) Dinge hinzufügen, während andere (ebenfalls richtige) ignoriert werden<a href="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/08/EU-LNG_Importe_1HJ_25_masterC.png" rel="lightbox[143020]"><img class="alignright wp-image-143023 size-medium" src="http://staatsstreich.at/wp-content/uploads/2025/08/EU-LNG_Importe_1HJ_25_masterC-300x168.png" alt="EU-LNG_Importe_1HJ_25_masterC" width="300" height="168" /></a> -<strong><span style="color: #000000;"><em> und fertig ist die für die politische Nutzanwendung  geframte &#8220;Meldung&#8221;.</em></span></strong> Ein langer Blick auf sg. <em>Faktoide</em> sowie eine &#8220;Kritik und Selbstkritik&#8221; durch <em>diesen Blogger</em>.</span><span id="more-143020"></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Die oben verlinkte Meldung, die hier &#8220;auf Herz und Nieren untersucht&#8221; werden soll, verfolgt u.a. den Zweck, mittels neuer statistischer Veröffentlichungen (hier Eurostat) zu demonstrieren, dass</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">die EU-Staaten &#8220;Putins Kriegsmaschinerie&#8221; weiter mitfinanzieren und nahezulegen,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass die (noch) mit russischem LNG gemachten Umsätze in großem Umfang in die russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine fließen,</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">dass aber &#8220;Rettung nahe&#8221;, weil Brüssel und die <a href="http://staatsstreich.at/schulterschluss-der-grossmaechte-die-delegation-der-7-zwerge-zitat.html">restlichen 7 Zwerge</a> ab demnächst russische Gaslieferungen in die EU überhaupt &#8220;verbieten&#8221; würden.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Nun entstehen diese Bilder in den Köpfen der berichtenden Journalisten bzw. in denen der deren Elaborate konsumierenden Leser/Seher und werden nicht zwingend explizit ausgesprochen </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">(z.B. weil es sich um Schlussfolgerungen handelt, die sich eine hiesige Statistkbehörde nicht zu eigen machen will, oder weil diese Schlussfolgerungen so <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/haneb%C3%BCchen">hanebüchen</a> sind, dass diese schnell durchschaut werden können).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Letzteres scheint <em>diesem Blogger</em> gerade in Bezug auf LNG, hier russisches, der Fall zu sein.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie jede(r) weiß, der nur ein wenig mit Investitionsrechnungen vertraut ist, sind die daraus resultierenden Umsätze nicht einfach als &#8220;freier Cash Flow&#8221; zu sehen, </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">sondern müssen zunächst dafür verwendet werden, die Kredite bzw. Kapitalkosten für die fixen (Neu-)Investitionen abzuzahlen sowie ev. existierende erhöhte &#8220;operative Kosten&#8221; zu bestreiten.</span></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Das gilt natürlich auch für das in die Union gelieferte russische Flüssiggas, lt. Eurostat etwa 5,5 Mrd. Euro in der ersten Jahreshälfte 2025. Diese Milliarden sind<strong><span style="color: #000000;"><em> Umsätze und KEIN Gewinnanteil</em></span></strong>, der in irgendeiner Form an die Russische Föderation abgeführt werden und in Moskau in Militärausgaben gesteckt werden könnte. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nowatek">Nowatek</a> (um nur einen Namen zu nennen) muss aus diesen Erlösen LNG-Förderanlagen im (Hohen) Norden, Terminals, eisbrechende LNG- Tanker, &#8220;normale LNG-Tanker&#8221; und einen (zweimaligen?) &#8220;Gestaltwechsel&#8221; des verkauften Erdgases (mit)finanzieren und könnte selbst bei einer &#8220;riskanten Unternehmens-Finanzpolitik&#8221; nur einen kleineren Teil dieses seines LNG-Umsatzes dem russischen  Militär &#8220;zur Verfügung stellen&#8221;.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie weit die Ruskis mit diesen Geldern in der Ukraine kommen würden, entzieht sich dem Wissen <em>dieses Bloggers</em> &#8211; sehr weit jedenfalls nicht</span>.  <img src="http://staatsstreich.at/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif" alt=":mrgreen:" class="wp-smiley" />    <span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Etwas anderes sind IMO die &#8220;alten Investitionen&#8221; in die Pipeline-Infrastruktur für Lieferungen für &#8220;die EU&#8221;, die betriebswirtschaftlich zwar schon weitgehend abgeschrieben sein müssten, deren nach wie vor bestehender Nutzwert durch diverse Vorgänge aber stark beeinträchtigt sein müsste. Auch diesbezüglich kann man &#8220;von außen&#8221; nicht mit <em>handfesten Zahlen</em> aufwarten.</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es ist auch nicht so, dass die russischen LNG-Lieferungen in EU-Staaten speziell überteuert wären &#8211; sie scheinen freilich etwas kostspieliger zu sein als jene aus den USA. Eine Kalkulation auf Basis von 40,5 direkt aus den USA gelieferten Milliarden Kubikmetern und den von Eurostat behaupteten 13,7 Mrd. Euro Erlösen kommt für die USA-Lieferanten auf etwa 34 Euro-Cent für den (regasifizierten) Kubikmeter, russische Anbieter dürften auf etwa 39 Euro-Cent für den m3 kommen (4,5 Mrd. Euro für 11,4 Mrd. Kubikmeter).</span></li>
<li><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Es ist jedenfalls klar, dass der (regasifizierte) Kubikmeter via LNG um ein Vielfaches teurer ist als der Kubikmeter Erdgas, der über Pipeline kommt (gekommen ist), unabhängig von der Herkunft des Gases. <em>Dieser Blogger stellt diese &#8211; eigentlich triviale &#8211; Einsicht aus Günden des Übersichtlich-Bleibens jetzt einfach so in den Raum.</em> Verlässliches Zahlenwerk dazu ist nicht einfach zu bekommen, ein Seitenblick auf die USA (EIA-Statistik) zeigt freilich, dass US-Exporteure 2023 für LNG-Gas fast das Dreifache dessen erlöst haben, was sie für Pipeline-Exporte bekamen, siehe z.B. <a href="http://staatsstreich.at/erdgasoe-die-ominoese-wahre-situation-in-mitteleuropa.html">hier</a>.</span></li>
</ul>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Vergleicht man die jüngsten Steigerungen der russischen Flüssiggas-Lieferungen schließlich mit jenen der <strong><span style="color: #000000;"><em>USA, die zusammen mit Norwegen ja der neue &#8220;top dog&#8221; in der Union sind -,</em></span></strong></span></p>
<p><strong><em><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times; color: #000000;">glaubt man vollends, &#8220;im falschen Film gelandet zu sein&#8221;.</span></em></strong></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Während die Russen in der ersten Jahreshälfte 2025 11,4 Mrd. m3 LNG bzw. 200 Mio. m3 oder 1,8 Prozent mehr in die EU geliefert haben als im Vergleichszeitraum 2024, scheinen US-Versorger <strong><span style="color: #000000;"><em>um 11,6 Mrd. m3 oder gut 40 Prozent mehr geliefert</em></span></strong> zu haben (von 28,5 auf 40,5 Mrd. m3 jeweils in den ersten beiden Quartalen).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Und schließlich muss <em>dieser Blogger</em> eine kleine selbstkritische Anmerkung loswerden. Im Staatsstreich-Eintrag<a href="http://staatsstreich.at/erdgas-in-doha-beginnts.html"> &#8220;In Doha begint&#8217;s&#8221;, </a>findet sich eine irreführende &#8220;selbst gebastelte&#8221; Tortengrafik, die meine leider <em>personentypische Ungenauigkeit</em> zeigt.</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Der damals allein für die USA ausgewiesene LNG-Marktanteil von 58,2 Prozent scheint jener für die USA und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trinidad_und_Tobago">Trinidad &amp; Tobago</a> zu sein (&#8220;America&#8221;). </span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: times new roman, times;">Wie aus einem anderen von Bruegel erfassten Datensatz hervorgeht, dürften die US-Lieferungen im ersten Halbjahr 2025 lediglich 40,5 Mrd. m3 bzw. 54,3 Prozent ausgemacht haben. &#8220;Über dem Falz&#8221; findet sich eine korrigierte Version des hier am 27. Juli gebrachten Charts.</span></p>
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