Ein Triumvirat z. “Weltenende”?

Über den chinesisch-US-amerikanischen Gipfel in Peking ist nicht viel “gestreut worden”, aber Ikonographie, Protokoll-Details und Verlautbarungen im “zeitlichen Umfeld” des Gipfels legen nahe, dass dieser die erste Hälfte eines diesmal “weltweiten Triumvirats” markiert,960px-P20260514DT-1213 zumindest eines Versuchs davon. Die zweite Hälfte dürfte in “trockene Tücher gebracht werden”, wenn Putin nächste Woche Peking besucht.

Das Organ des chinesischen CCP-ZK, die Volkstageszeitung, hat in einem Editorial vom 13. Mai ja unverblümt ausgedrückt, was jetzt (und nächste Woche ähnlich) Sache war (und sein wird): “Staatschef-Diplomatie eröffnet ein neues Kapitel der chinesisch-US-amerikanischen Beziehungen.”

Kreml-Astrologie gewissermaßen? Ein bisserl.

Aber man darf davon ausgehen, dass es kein Zufall ist, dass sich Peking schon länger von Kriegen/Konflikten in der “US-Hemisphäre” fern hält und die USA und das Weiße Haus Taiwan unter den Bus  werfen”,

wie ein zum Wertungsexzess neigender Beobachter von Fox-Sendungen meint.

“Sicher behaupten” kann man natürlich nix, solange man keine verlässlichen Vöglein in einem Washingtoner Außen- und Kriegsministerium oder dessen chinesischen Gegenstücken hat,

aber die “circumstantial evidencc” dieser These ist doch beachtlich und wird von Tag zu Tag beachtlicher.

Die Trump-Amis wollen bei sich und in ihrem Hinterhof ohne Einmischung von außen regieren,

was auch die Chinesen und Russen in ihren jeweiligen “Hemisphären” wollen,

Man kann derlei, wenn man will, als “Triumvirat” bezeichnen,

lässt es, wenn man einer der “Triumviren” ist, aber besser bleiben, weil das Muster schon in der römischen Republik nicht gerade ein Erfolgsmodell war.

Trotzdem würde ein solches Triumvirat zunächst schlechte Nachrichten etwa für

  • lateinamerikanische Leftisten bedeuten, die sich daran gewöhnen sollten nach der Pfeife der Yanquís zu tanzen, aber auch
  • für die Iranerdie sich zwar auf einen Abzug der US-Navy im Golf von Oman freuen dürfen, die sich aber nicht allzu sehr auf die Unterstützung von Peking oder auch Moskau verlassen sollten, wenn sie sich

mit einem gewissen zänkischen Nachbarstaat in der Region militärisch auseinandersetzen.

Schließlich steht den USA was für die Erkenntnis zu, dass Taiwan nur 59 Meilen vom Festland entfernt ist, während die USA 9.500 Meilen von Taiwan weg sind.

Wie dem auch sei,

man sollte mit den gipfelnden Kaisers von China nicht allzu harsch sein, denn beide sind

Präsidenten von Fiat Money-Mächten, deren Zeit gekommen ist

- vielleicht ein bisschen später als in den Staaten im “Rest der Welt”,

aber doch auch bald.

Die besten Karten von den zweien hat aber wohl Putin.       

Bild:The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Unabhängiger Journalist

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