Das Elend der “Energiewende”

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Quelle: IEA 2018, III.211

Das “demokratische” Politgesindel und die Journaille versuchen den Eindruck zu erwecken, Deutschland sei in 15 Jahren Energiewende (im positiven Sinn) weit gekommen und ein internationales Vorbild. Das ist eine groteske Verdrehung der Fakten. Den Grünen ist das energetische Potjemkinsche Dorf noch zu wenig (teurer). Drei Charts.

Der Screenshot aus der Electricity Information 2018 der IEA zeigt (noch auf übertriebene Weise), worin die mythische Energiewende Deutschlands besteht

- nämlich in einem grauen, sich nach rechts verbreiternden Keil, dem Anteil, den “non hydro renewables & waste” an der gesamten Stromproduktion hatten (vorläufige Zahlen 2017);

an der Elektrizität, wohlgemerkt, jener Elektrizität, die

  • 19,9 Prozent des Energie-Endverbrauchs in Deutschland ausmacht (IEA 2018, III.224).
  • Die Rede ist hier also von einem Fünftel aller in Deutschland verbrauchten Energie. Doch selbst diese Darstellung ist noch beschönigend, weil sie die Bruttoerzeugung zeigt, die, was die Erneuerbaren betrifft, zu einem beachtlichen Teil “für lau exportiert werden muss”.

Das zeigt sich am nächsten Chart, den dieser Blogger nach den Zahlen einer IEA-Tabelle gebaut hat (III.212, Table 2). Dieser bildet das “Gesamte Primärenergie-Angebot nach (seiner) Herkunft” ab.

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Die TPES-Torte macht also alle fünf Fünftel sichtbar, einschließlich der aus Erdöl stammenden Treibstoffe für (zum Beispiel) PkW, LkW und Flugzeuge.

Wie erkennbar haben Sonne, Wind und Gezeitenkraftwerke zu einer Gesamtheit von 313,54 Millionen Tonnen Erdöläquivalenten ganze 13,28 Millionen Tonnen beigesteuert. Das entspricht einem Anteil von 4,24%  (Prozentsatz selbst errechnet).

Der wirkliche Anteil am deutschen Verbrauch liegt aber eher bei 3%, weil 4,51 Mtoe (netto) exportiert werden – größtenteils als Stom nach Österreich (siehe dazu Tabellen III.213 und III.223).

Der deutsche Exportstrom

  • fällt “wg. Energiewende” nun zu einem hohen Prozentsatz an, wenn gerade der Wind bläst und die Sonne scheint,
  • wogegen die Importe aus Frankreich und Tschechien hauptsächlich aus grundlastfähigem Atom- und Kohlestrom bestehen (siehe dazu III.222).
  • Deshalb sind die Exportpreise niedrig bis negativ, wogegen die Einfuhrpreise hoch sind.

Die letzte Tortengrafik zeigt, wie sich der Stromverbrauch in Deutschland aufteilt.

Sie ist ein Nachbau von Figure 5 auf III.211 (die Quellenangabe fehlt, wie ich gerade bemerke, in der Grafik – die Zahlen stammen natürlich auch aus der IEA Electricity Information 2018).

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Der Chart zeigt, dass Industrie, Gewerbe und öffentlicher Dienst zusammen rund drei Viertel des Stroms verbrauchen. die Haushalte etwa ein Viertel.

2,3% wird von (Straßen)Bahnen und oberleitungsgebundenen Bussen verbraucht (die Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren tauchen ja nur bei einer Aufschlüsselung der Primärenergie auf).

Resümee

Der “Erfolg” der teuer (v)erkauften deutschen Energiewende zeigt sich hauptsächlich in jenem Fünftel des Endenergieverbrauchs, das in Form von Strom erfolgt (ein wenig erheblicher Posten dürfte sich noch im “Rest” meiner zweiten Grafik verstecken – “biofuels”).

Dafür haben die teutonischen Energieerzeuger im Jahr 2017 313 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente emittiert, also 0,6 Prozent der weltweit emittierten 53,5 GtCO2e (siehe hier, Folie 5).

Helau!

Unabhängiger Journalist

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