Von den US-Demokraten unterstützte Kandidaten haben, wie erwartet, die Midterm-Wahlen in den USA gewonnen, was zur Folge hat, dass die “Dems” künftig beide Häuser des Kongresses kontrollieren werden. Im Gegensatz zu vielen als Journalisten getarnten Cheerleadern besagter Dems benötigte man für diese nun Realität gewordene Prognose freilich keine “Umfragen” – der Augenschein des Trumpschen Gehampels und vor allem ein Geschichtebuch waren völlig ausreichend, denn: dass die jeweilige “Präsidenten-Partei” bei den nächsten Zwischenwahlen Stimmen im Unterhaus verliert, ist wie das Amen im Gebet und bei gut einem Drittel in den vergangenen 150 Jahren gab’s überhaupt einen Mehrheitswechsel.
Von “Erdrutsch” kann wie schon 2024 keine Rede sein: “Ausschlag des politischen Pendels nach links” wäre die bessere Formulierung,
nachdem das Pendel 2024 nach “rechts” ausgeschlagen war.
Am bemerkenswertesten waren noch die Gewinne US-demokratischer Kandidaten für den Senat und die Gouverneurswahlen z.B. in Texas, die einen parteipolitischen “Flip” brachten
(deswegen wird Texas jetzt ebensowenig “demokratisch” wie Kalifornien wegen der damaligen Gubernanz Arnold Schwarzeneggers “republikanisch” wurde)
Aber der “Swing” im US-Oberhaus – anscheinend sieben Sitze; noch nicht fertig ausgezählt – ist bemerkenswert, oder besser:
er wäre bemerkenswert, wenn es sich bei “blau” und “rot” tatsächlich um verschiedene Parteien mit unterschiedlichen Interessen und einer unterschiedlichen außenpolitischen Agenda handelte.
Das ist aber nicht der Fall, oder höchstens, was den Stil betrifft.
“Demokratische Senatoren” sind mehrheitlich ebenso prozionistisch wie republikanische,
mögen sich beim unweigerlich bevorstehenden Abzug der Amis aus dem “Arabischen/Persischen Golf” Richtung Americas aber leichter tun als ihre Rep-Kollegen.
Außenpolitisch am besten ist das Wahlergebnis wohl für den Komiker aus Kiew
(was diesem freilich auch nicht viel helfen wird).
Und weil dieser Blogger schon mal beim Prophezeien angelangt ist,
“prophezeit” er einen 2. Bürgerkrieg für die USA,
was zugegebenermaßen nicht schwer ist, weil das US-Stimmvolk in zwei praktisch gleich große Hälften zerfällt
und mal der Gigl und dann wieder der Gogl die Mehrheit erringt. Jedenfalls war das bei den Präsidentenwahlen 2016/17, 2020/21 und 2024/25 so, wahrscheinlich bei den anderen auch.
“Im großen Bild” ist es auch ziemlich wurst,
wer in der letzten Phase von “Peak Oil” regiert,
wichtig ist allenfalls, ob in der letzten Minute alle “gebaute Infrastruktur” noch kurz und klein geschlagen wird.
Die USA scheinen außerdem noch eine um zwei bis drei Jahre längere “Galgenfrist” zu haben als z.B. die Asiaten und die Euros,
weil sie vorerst noch über “hydrocarbons” verfügen
(was bei Europäern und Asiaten relativ zu ihrer Bevölkerung nicht oder nur unzureichend der Fall ist).
Auch das ist freilich nur dann so, wenn das bisherige Finanzsystem noch ein paar Jahre zusammenhält.
Für uns Euros sind die Prognosen schlechter,
auch wenn es hier wahrscheinlich keinen Bürgerkrieg geben wird, denn:
“Europa” bzw. “die EU” hat
- weder nennenswerte eigene Kohlenwasserstoffe,
- noch ist das hiesige Finanzsystem solid und außerdem ist es/sie
- stärker auf einen “Weltmarkt” angewiesen als die USA.
Da hilft/helfen die ganze Freud’ über die “Trunp-Niederlage” und all die bestellten Wortmeldungen nix.
Ja, “Trump hat verloren”,
aber wenn jemand derartig tief in der Sch… sitzt wie wir,
sollte er (generisches Maskulinum) am Vorabend seiner Höllenfahrt nicht auch noch zu frohlocken beginnen.
Das gilt speziell für europäische Politicos und ihre medialen Hilfstruppen.
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