“Klima”/USA: ‘Endangerment finding’ gekippt? Gut so!

Dieser Blogger, der einen Großteil der “Aktionen” der Trump-Administration in den USA als nicht besonders toll empfindet, muss Washington DC und deren angeblich unabhängiger Umweltschutzagentur diesmal applaudieren – für etwas, das (nicht nur) die europäische Journaille durch die Bank für “völlig jenseits” hält - nämlich die Rücknahme des sg. Endangerment Findings aus dem Jahr 2009, das die Basis für diverse spätere bundes- und teilstaatliche Gesetze zu KfZ-Emissionsnormen bildet. Der tiefere Grund für diese meine Position liegt in einem Blick in die Emissionsstatistiken, der nahe legt, dass die US-ICE-Fahrer – und schon gar nicht jene der EU – kaum der Grund für den “Klimawandel” sein können. Wenn es bei der Chose freilich um etwas ganz anderes geht, sollten die Regierungen der Welt das bitteschön laut und vernehmlich erklären.        :mrgreen:       

Um nicht in fruchtlose “akademische Debatten” verstrickt zu werden, wird “um des Arguments Willen” – und nur deswegen – angenommen, dass (von Menschen gemachtes) Kohlendioxid tatsächlich der größte Treiber von Erderwärmung bzw. Klimawandel ist.

Dabei wird auf Basis von etwa seit 30 Jahren international zu meldenden Zahlen argumentiert, die von einer UN-Organisation gesammelt werden

(und die im Übrigen von gut 180 Regierungen kritisch beäugt und tlw. auf Plausibilität gecheckt werden). Die Zahlen werden jedes Jahr von “EDGAR” veröffentlicht, der von der EU “unterstützten” Emissions Database for Global Atmospheric Research. Sie stammen nur zum kleineren Teil aus der EU bzw. von Eurostat.

Die letztverfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2024 gehen von weltweit insgesamt 53,2 Gigatonnen CO2-Äquivalenten “Treibhausgase” (GHG/THG) aus, also von zusammen 53,2 Milliarden Tonnen (-Äquivalenten) in allen Ländern der Welt und allen “Emissionssektoren”.

Das sind in Zahlen 53.200.000.000 Tonnen-Äquivalente

(die Umrechnung in Äquivalente ist an dieser Stelle vonnöten, weil es nach den offiziellen Annahmen ja mehrere unterschiedliche Treiber des “Klimawandels” gibt, die zwecks Vereinheitlichung in “Kohlendioxid-Äquivante” umgerechnet werden. CO2 soll heute, wie bekannt, das bei weitem wichtigste THG sein.)

Ausweislich dieser von “EDGAR” veröffentlichten Excel-Tabelle, Zeile 4.832 im “Reiter by sector and country” wurden im “Transport” 2024 weltweit 8,3 Gt CO2eq emittiert, was in der Statistik als 8.299,25 Mt CO2eq. daher kommt. Das entspricht einem Anteil von 15,6 Prozent aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase

(diese Zahl bezieht sich übrigens ausschließlich auf den Ausstoß von CO2, des mit großem Abstand wichtigsten Treibhausgases, speziell im Transportsektor von Industrieländern; letztere haben mit Ausnahme von ein paar furzenden Zugochsen und Pferden nämlich nicht viel an Methan aufzubieten, dem global zweitwichtigsten Treibhausgas).

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Unter “Transport” wird hier definitionsgemäß sehr viel verstanden

- natürlich auch Pkw, aber nicht ausschließlich.

Neben Luft- und Schiffahrt beinhaltet diese Kategorie den gesamten Straßentransport, zu dem auch der Gütertransport per Lkw zählt

(und natürlich auch Omnibusse für Menschen).

In dieser breiten “Bruttobrutto-Kategorie” sind die USA “staatlich gesehen” tatsächlich der weltgrößte einzelne Emittent von Kohlendioxid, nämlich im Umfang von zuletzt jährlich 1,68 Gt CO2eq oder gut 20 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen im Transportbereich (Zeile 1.339 in oben verlinkter Excel-Tabelle, “Reiter by sector and country”).

Zum Vergleich: die “Nummer 2″, die Volksrepublik China, hatte 2024 CO2-Emissionen von 0,93 Gt CO2eq aus dem Transport (Z.1.178) und die “Nummer 3″, die EU-27,  etwa 0,78 Gt CO2eq (Z. 4.806).

Bezogen auf den globalen Gesamtausstoß von Treibhausgasen – siehe oben – machte der US-Wert von vorvergangenem Jahr lediglich 3,16 Prozent aus (wie gesagt, nur CO2-Emissionen aus dem “Transport”),

ein Wert, der selbst in seiner Gesamtheit kaum in der Lage wäre, das Erdklima wesentlich zu beeinflussen

(der “Treibhauseffekt” der Erdatmosphäre soll gemäß Doktrin ja aus allen GHGs entstehen).

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Besagte Transport-Emissionen der USA wären aber nur um 1,68 Gt CO2eq niedriger, wenn die gesamten “Beiträge” dieses Sektors weg fielen,

etwas, das weder realistisch noch das Ziel der “Endangerment Findings” und seiner Nachfolge-Gesetze ist.

Wie aus den aus der Statistik ablesbaren bisherigen Erfahrungen seit 2009 ersichtlich, schwanken die diesbezüglichen Jahreswerte der USA um maximal 200 Megatonnen CO2-Äquivalente, nämlich zwischen 1,5 und 1,7 Gt CO2eq.

Das ist in etwa der Bereich, der mit der Endangerment Finding und deren Nachfolgegesetzen “nach einem vollen Umschlag”, d.h. nach mehr als 10 Jahren bewegt werden kann,

und das wären nicht drei, sondern 0,3 Prozent des jährlichen THG-Ausstoßes weltweit.

Das würde das “Weltklima” noch viel weniger beeinflussen als der oben erwähnte Anteil von gut drei Prozent.

Übrigens waren 1999 – 25 Jahre vor 2024 – die CO2-Emissionen der USA im Transportbereich fast identisch mit jenen von 2024: 1,69 Gt CO2eq. Laut EIA haben die US-Raffinerien damals knapp 6,3 Mrd. Barrel an fertigen Erdölprodukten hergestellt, etwa fünf Prozent mehr als heute (bzw. 2024).

Unabhängiger Journalist

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