Wer sich ohne großen eigenen Rechercheaufwand über die aktuelle Lage bei den Füllständen der Erdgasspeicher in Deutschland und Europa informieren will, sieht sich den unten eingebundenen jüngsten einschlägigen Beitrag in Maurice Klags YT-Channel oder den von Stefan Spiegelsberger in seinem (ehemaligen) “Outdoor Chiemgau-Blog” an. Beide zeichnen minutiös die anscheinend sonst niemanden bekümmernde Leerung der deutschen (europäischen) Gasspeicher in der laufenden Heizsaison nach – von 66,74% am 1.12.2025 auf derzeit unter 25%. Mainstream-Medien greifen bisher das Thema kaum bis nicht auf, was man von “fahrlässig” bis “bewusste Pflichtverletzung” qualifizieren kann. Erst recht gilt das für (Nicht-Oppositions)-Politicos und vorgeblich unabhängige Regulatoren.
Dieser Blogger hat dieses Thema auch seit längerem im Auge, wenngleich nicht mit dem Fokus auf
- “Speicher-Füllstände” sowie
- Deutschland.
- Er kann für sich auch nicht beanspruchen, (nahezu) täglich darüber zu berichten.
Dennoch ist er nach wie vor der Ansicht, dass die lokale Erdgasversorgung speziell im Winter für- sagen wir – 99% der hiesigen Wohnbevölkerung ein wichtigeres Thema ist als z.B. die Olympischen Winterspiele, die Wahlen in Bangladesch oder der jüngste Headfake des Borderline-Irren im Weißen Haus
(was die MSM mehr betreffen müsste als Blogs wie den seinen).
Und Spiegelsberger und Klag sind für solche schnellen, kontinuierlichen und vergleichsweise gut zugänglichen Informationen vorzügliche Adressen.
“Aus meiner Warte” sind zu diesen beiden Herren nur drei, vier (kleinere?) Punkte anzumerken:
Erstens könnte sich eine rasche, vorübergehende, ev. lediglich scheinbare Umkehrung der Situation ergeben – d.h. wieder steigende Füllstände -,
etwa als Folge zusätzlicher “europäischer Durchleitungen” in deutsche Erdgasspeicher. Auch ein zeitweises “Aufdrehen” der verbleibenden NS2-Leitung aus der RF oder eine reine (Des-)Informationsoperation verzweifelter Politicos, Regulatoren und Journos liegt im Bereich des Möglichen.
Offiziell bekannt gegebene Speicherfüllstände sind per se und allein eben noch keine verlässlichen Indikatoren für die Erdgasversorgung. Aber das wissen Spiegelsberger und Klag eh.
Zweitens würde sich dieser Blogger weder allzusehr auf die “Sicherheit von Einmündungen norwegischer Pipelines” oder LNG-Anlandungen in D bzw. Witterungsbedingungen in der Ostsee konzentrieren. Ersteres ist “im großen Bild” kurzfristig zwar wichtig, aber mittelfristig nicht unbedingt “Spiel entscheidend”. Was die deutschen Flüssiggas-Importe über die eilends gebauten Anlandungskapazitäten auf eigenem Boden betrifft, wäre deren Bedeutung selbst im Vollausbau und bei besseren Wetterbedingungen “enden wollend” (siehe dazu aktuelle BNA-Importstatistik).
Drittens ist die in der Derivativ-Notierung vorgegaukelte globale Versorgungssicherheit mit Erdgas wohl reine Schimäre.
Und viertens – und das ist wohl der wichtigste und am stärksten kontroverse Punkt – lassen sich staatlicherseits letztlich ohnedies nur “verzögernde” Gegenmaßnahmen oder welche auf Kosten Dritter einleiten. Gegen das Ende eines “zivilisatorischen Zeitalters” – diesfalls des “Fossil-Zeitalters” – ist kein Kraut gewachsen. Selbst ein erfolgreich realisierter, superschneller und risikoarmer Wiederausbau der Kernkraft (“Spaltung”) brächte keine Lösung für das “Raumwärme-Problem”, sondern bestenfalls eines – bei ausreichender Uran-Verfügbarkeit – für die Gas-Verstromung.
A propos: In Österreich ist der “Erdgas-Füllstand” von 76,5% am 1.12.2025 auf derzeit 40,48% gesunken, auch ohne dass auch nur ein Hahn danach krähen würde.
Leider sieht die Situation (relevanter) europäischer Speicher derzeit überall ähnlich aus
- mutatis mutandis und inklusive potenzieller “Russenfreunde-Länder” (H).
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