Auch institutionalisierte Dummheit ist eine erneuerbare Energie

Ölpreis Ausgerechnet Trump befeuert Energiewende - news.ORF.at
Screenshot orf.at

Der Preisauftrieb bei Erdöl im Gefolge des “Iran-Kriegs” lässt die Freunde der Energiewende frohlocken, erwarten sie jetzt doch einen beschleunigten Ausbau der “erneuerbaren Energie”. Das wird zwar nicht eintreffen, aber man mobilisiert einen ganzen Haufen von Pseudo-Argumenten, warum derlei jetzt stattfinden muss & wird. Dabei zeigen sich Personen und Institutionen als besonders erkenntnisresistent, die schon seit Jahren auf dieser Welle schwimmen und die sich mit einem “Richtungswechsel” wohl besonders schwer täten. Der Journaille ist’s wurst, nimmt diese doch gern’ und ohne lang’ nachzufragen, was ihr ins Konzept passt.

Dieser Blogger ist es leid, ständig auf dieselben oder wenigstens ähnlichen “Rationalisierungen” einzugehen

- aber weil er nix Besseres zu tun hat:

  • Der Vergleich bzw. die “Substitution” von  Öl/Gas und/durch Elektrizität (“Energie”) ist aus mehreren Gründen problematisch, deren wichtigster wohl der Umstand ist, dass der Endverbrauch von Strom – in (Giga-)Joule oder kcal gemessen – lediglich 20 – 25 Prozent des Endverbrauchs aller Energien ausmacht. Dieser “Split” kann sich künftig natürlich ändern, zum Beispiel durch den Wegfall “fossiler Energieträger” (nicht nur und wohl nicht einmal primär durch den “Ausbau der neuen Erneuerbaren”).
  • Die “Energiewende” hat schon bisher nur marginal funktioniert, nämlich insofern, als mit hohem Förderaufwand ein “kleinerer Teil eines kleineren Teils” des energetischen Inputs in unsere Gesellschaften ersetzt wurde. Die Probleme der Intermittenz und der (längerfristigen) Stromspeicherung in größerem Ausmaß wurden (noch) nicht gelöst.
  • Sonne und Wind “schicken zwar keine Rechnung”, der Installateur von Solarpaneelen allerdings sehr wohl. Das Ganze läuft auf eine eine langwierige Diskussion auch über Kosten, Dumping und staatliche Förderungen hinaus, es sollte allerdings selbst Laien einsichtig sein, dass “auf die Dauer” PV und Windmühlen ohne den Einsatz von fossiler Prozess- und Transportenergien nicht funktionieren.
  • Dieser Umstand macht auch das im Text erwähnte (Schein-)Argument über die “Konstanz” (früher: “den Rückgang” ) der Kosten erneuerbaren Stroms zunichte. Auch dieses “Argument” erforderte viel mehr Platz als hier möglich, aber es ist ziemlich klar, dass sich die “volatilen” bzw. höheren Öl- und Gaspreise auch in der “Hardware” und im Service von PV-Zellen und Windmühlen niederschlagen werden (und in weiterer Folge im “Energiepreis”).
  • Wenn Trump & Co. gegen etwas sind, heißt das noch lange nicht, dass dieses “Etwas” automatisch gut ist – ebensowenig wie die unselige Rolle, die die USA im Arabischen bzw. Persischen Golf spielen. Diese ist, erstens, nicht allein auf Trump zurückzuführen und zweitens scheint auch der Iran sein “Scherflein” beizutragen. Trump hat viel zu verantworten, er ist aber kein “Universal-Sündenbock”.
  • Und wenn die gefönte Urschl und ihre EU-Kamarilla etwas “vorlegen”, ist das noch lange nicht gut und richtungsweisend.

Unabhängiger Journalist

Comments are closed, but trackbacks and pingbacks are open.