Daumendrücken für das Virus

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“Our World in Data”

Unsere Wirtschaftsvernichter-Kakokratie und ihre medialen Sturmtruppen sind – dem Anschein zum Trotz – in einer prekären Lage. Wenn nicht bald eine ordentliche Zweite Welle mit richtig viel Toten daher kommt, wird unser sich demokratisch nennendes Polit-Gesindel wohl “am Hals aufgehängt bis dass der Tod eintritt” – von verzweifelten Familienvätern, die wg. der Wirtschaftsvernichter ihre Existenz verloren haben. Zwar hat das Gesindel noch das Kommando und wird dieses auch nutzen indem es Ampeln auf rot schaltet und Ausgangssperren verhängt; das ist aber nicht nachhaltig. Statistikschwindel reicht auf die Dauer nicht.NB zur Übersterblichkeit.

Dabei hat im Frühjahr alles so hoffnungsvoll begonnen, dass man meinen konnte, die üblichen Statistik-Massagen und Melde-Manipulationen seien gar nicht notwendig.

In der Lombardei, Spanien und England fielen durch das Virus tatsächlich (zusätzliche) Leichenberge an – Zehntausende Tote, leider aber nicht ausreichend, bei weitem nicht.

Immerhin war ein Anfang gemacht.

Doch dann blieb der Karren im Dreck stecken wie – sagen wir: die kaiserliche Armee bei Verdun.

Frankreich wollte virusmäßig nicht so recht in die Gänge kommen und Deutschland war diesbezüglich überhaupts eine einzige Katastrophe.

Diese deutschen Ärzte!

Da kann eine Mutti sich ins Zeug legen wie sie möchte

- wenn die deutschen Weißkittel einen ihrer Vernichtsfekdzüge gegen ein Virus beginnen,

nutzt das alles nix und Mutti kann sich auf den Kopf stellen.    :mrgreen:    

Natürlich haben z.B. die Belgier ihr Scherflein beigetragen, aber die haben das Kraut auch nicht fett machen können, weil das nur ein kleiner Staat ist.

Angesagt wäre heute ein phatter neuer Ausbruch in Italien oder Spanien, wenn schon die deutschen und französischen Doktoren nicht mit tun

- aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Sterbezahlen, pur & simpel

Der Dr. Drosten zum Beispiel meint, dass noch nicht aller Tage Abend ist und ein Blick in die Medizingeschichte zeigt auch, dass Pandemien, die was auf sich halten, ein paar Sterblichkeits-Peaks haben.

Mal sehen.

Aufholbedarf gäb’s ja jede Menge.

Die von Eurostat gesammelten Mortalitäts-Daten zeigen in den großen Nationen zum Dreivierteljahr 2020 eine Übersterblichkeit von zusammen ungefähr 200.000 Menschen (ggü. 2019)

und das ist nicht besonders beeindruckend in einem Staatenkonglomerat, in dem jedes Jahr ungefähr 5 Millionen Menschen das Zeitliche segnen.

Dagegen nutzen auf die Dauer alle Statistik-Zaubertricks nix (z.B. Tests vervielfachen, Klassifizierung auf Verdacht etc.)

Hier nun eine Tabelle mit der “rohen Mortalität” der großen EU-Nationen, die ein Plafonds für die “echten Corona-Toten” in dieser Union ist, wenn man davon ausgeht,

dass in diesem Konglomerat nicht so mir nichts dir nichts gestorben werden darf, ohne Totenschein.

Stellt man in Rechnung, dass die aufgelisteten großen Nationen rund zwei Drittel der EU-Bevölkerung stellen, könnte man theoretisch auf eine Übersterblichkeit von bis zu 400.000 Menschen kommen,

aber das ist unrealistisch, “ohne Mortalitäts-Champions wie die Lombardei, Spanien und UK”

(und selbst 400.000 wären nicht besondsers beeindruckend, pardon).-

Sterblichkeit 2019 und 2020
2019 2020 ∂% ∂abs.
UK (1-39)  445549  513141  15,2  67592
ES (1-39)  312541  367357  17,5  54816
IT (1-26)  324246  354260  9,3  30014
FR (1-38)  445262  464900  4,4  19638
DE (1-37)  667050  671236  0,6  4186
PL (1-31)  248394  246404  - 0,8  - 1990

Zur Erläuterung: Der Klammerausdruck neben (unter) dem Namen zeigt die 2020 bisher gelieferten Daten in Wochen an – wodurch auch die Vergleichszahl 2019 bestimmt wird (natürlich nur so viele Wochen wie 2020).

Die Italiener, diese Racker, haben Eurostat bisher überhaupt nur 26 Wochen – also eine Jahreshälfte – geliefert und daher sollte man beim Summieren großzügig sein.

Die anderen Statistikämter (bis auf das polnische) haben Sterbe-Daten bis Mitte bzw. Ende September vorgelegt, also für rund drei Viertel des Jahres.

Zusammen gerechnet kommt dieser Blogger bisher auf eine Übersterblichkeit gegenüber 2019 in Höhe von 174.256 Menschen, ganz überwiegend im März, April und Mai.

(vielleicht hat sich ihr Blogger bei den Einerstellen auch verrechnet – gröbere Schnitzer kann ich aber ausschließen – “Plausibilitätschecks”.)

Quelle ist diese Eurostat-Datenbank: Deaths by week, sex, 5-year age group and NUTS 3 region

Grafik: Excess mortality during COVID-19: The number of deaths from all causes compared to previous years, all ages, Our World in Data, CC by 4.0

Nachbemerkung. 16.10.2020: Dass es in den Frühjahrsmonaten eine deutliche Übersterblichkeit in IT, ES und UK gegeben hat, ist unbestritten

- aber wenigstens ein Autor meint, dass das auf Medikamente zurückzuführen wäre. Weiß nicht. Bin bisher schon davon ausgegangen, dass der größere Teil der Todefälle ein Virus war.

Nicht einmal das wäre aber eine “Seuche im klassischen Sinn”.

Für diesen Blogger sieht die Übersterblichkeitskurve einer “echten Seuche” so aus wie die Kurve der Pest 1665 in London, z.B. in den “Liberties” (aus der Erinnerung).

Auf dem Höhepunkt dieses Ausbruchs lag die Übersterblichkeit bis 3.000 oder 4.000 Prozent und nicht bei 100 oder 150 Prozent.

Nicht dass ich das bagatellisieren will im April in Italien und Spanien.

Aber man muss bis zu einem gewissen Punkt schon “gegenrechnen”. Wenn Menschen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen dürfen, verhungern sie über kurz oder lang.

Unabhängiger Journalist

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