Salamischeibe um Salamischeibe: Bargeld-Aus und Journaille, Zitat

“Die für Verbraucher kostenpflichtige Privatisierung des Zahlungsverkehrs ist im vollen Gange, kritische oder ‘altmodische’ Kunden werden ohne Rücksicht abgehängt (…) Die Presse schweigt fast flächendeckend über die problematischen Ausnahmen und Schwachstellen der (EU-)Bargeldverordnung (…) Mit ihrer Ignoranz lässt die Presse die Bevölkerung im Dunkeln, verhindert damit öffentlichen Diskurs und flankiert somit das Verschwinden des Bargelds.” Hansjörg Stützle, Todesstoß für das Bargeld, Manova, 16.10. 2026  Nachbemerkung zu unterschiedlichen Formen von Zeichengeld.

In Brüssel verhandeln Kommission, Rat und Parlament gerade um eine neue “Bargeldverordnung”.

Das geschieht parallel zum Gesetz zur Einführung des digitalen Euro, für die in beiden Fällen bereits vor drei Jahren von der Kommission ein Entwurf (“Vorschlag”) vorgelegt wurde. Demnach soll für den digitalen Euro künftig ein Annahmezwang bestehen, ebenso wie für das Bargeld,

und zwar im Handel und bei (privaten) Dienstleistungen – nicht freilich bei Kassa-Automaten. Ein Annahmezwang gilt prinzipiell auch für Ämter und Behörden, allerdings mit Ausnahmen, die, wie bisher, eine leichte Umgehung möglich machen,

wie u.a. das folgend eingebettete Video anhand eines “geleakten” Papiers einer früheren EU-Ratspräsidentschaft klar macht (Ausnahmen z.B. zur “Verhinderung von Geldwäsche und Steuerbetrug”, zur “Verringerung des Verwaltungsaufwands für Behörden”, der “Verbrechensbekämpfung”, etc.)

Das heißt:

Während überall – von der EZB-Präsidentin bis zum kleinen nationalen Kartell-Politico - gekräht wird, dass in der Verordnung ein Annahmezwang für Bargeld vorgesehen sei (wie schon bisher gesetzlich normiert), sind – wenigstens für Staaten - Hintertüren en masse vorhanden

(ob bzw. welche Hintertüren für Private eingebaut sind, ist – noch – unbekannt. Unter Berufung auf die Privatautonomie muss ja schon jetzt weder ge- noch verkauft werden).

Dieser Blogger geht davon aus, dass die reale Faktenlage den diversen Krähern bewusst ist und dass diese auch hier in arglistiger Weise täuschen wollen

- wie in Dutzenden anderen Fällen, von der “Euro-Einführung” vor 25 bis 30 Jahren, über das angeblich mit einem Tabu belegte “anonyme Sparbuch”, bis hin zum aktuellen “Friedens-Gesäusel von Kriegstreibern”.

Folgend ist ein Video der “Initiative Bargelderhalt” eingebettet, in der jener Stützle argumentiert, von dem das “Zitat über dem Falz” stammt. Da dieser Blogger nicht weiß, wie ein Technik-Dummy ein “Vimeo” einbetten kann,

wurde das gleiche 15-minütige Filmchen dem YT-Kanal des Prof. Rieck entnommen.

Nachbemerkung, 23.10., 17.30 Uhr: Ja, es gibt außer kontrollsüchtigen Etatisten und Großmachtträumern noch etliche andere gesellschaftliche Kräfte, die für eine möglichst weitgehende Digitalisierung des “legal tender” eintreten: Kosten sparende (sparen wollende) Banken und andere Privatunternehmen, bequeme und/oder junge Konsumenten oder allgemein geschichtsunkundige Realitätsverleugner.

Sie alle werden in wohl nicht allzu ferner Zukunft eine harte Lektion erhalten (“mark my words”).

Es ist auch nicht so, dass Baumwollschnipsel oder Münzen aus unedlem Metall das Gelbe vom Ei wären – siehe diverse “Inflationen”, Hyper- oder nicht Hyper-. Aber für freiheitsliebende Bürger (generisches Maskulinum) sind anonyme Baumwollschnipsel und Blechstückerl immer noch besser als digitales Zeichengeld.

Unabhängiger Journalist

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