Sehr gutes Interview Mario Nawfals mit Anas Alhajji über die “Iran War Economics”. Obwohl Alhajji von einigen falschen Annahmen ausgeht, macht er doch die “richtigen Punkte” und stellt die “richtigen Fragen”. Zum Beispiel, a) dass die Öl- und Gas-Lieferländer “hinter der Meeresenge von Hormuz” als relevante Akteure bereits jetzt weitgehend ausgeschaltet sind, b) dass eine “US-amerikanische Strategie” in diesem Krieg von Anfang an nicht erkennbar gewesen ist, oder c) dass die Absperrung dieses “Flaschenhalses” katastrophale Auswirkungen speziell auf die US-Verbündeten in Asien, aber auch in Europa hat. Dabei hat der gute Mann, davon unabhängig, die irreparabel schlechte “angebotsseitige Verfassung” der weltweiten Öl- und Gasmärkte noch gar nicht “auf dem Schirm”.
Alhajji bezweifelt auch andere Narrative nicht, wie beispielsweise die sowohl von Brüssel und Moskau wie Bloomberg genährte Mär’ von der russischen Schattenflotte,
die imstande sein soll, täglich 1,8 Mio. Barrel Ural-Öl über den Suez-Kanal von St. Petersburg nach Mumbai zu schippern.
Das ist so ein Unsinn, dass “Öl-Auskenner” wie Alhajji eigentlich misstrauisch werden sollten.
Deswegen kann der Mann (sich) auch nicht erklären, warum ein bisschen russisches Öl durch das Rote Meer unbehelligt gen Süden transportiert wird, während die LNG-Tanker der Ruskis die Route um das Horn von Afrika nehmen
(auf die Idee, dass die paar Schrottkähne der Russen mit Erdöl von den Houthis gegenüber von Aden einfach durch gewunken werden, während die sauteuren Schiffe mit sauteurem LNG für den Weltmarkt aus dem Hohen Norden reine Propaganda-Aktionen sind, scheint er nicht zu verfallen).
Aber – um das Positive zu betonen -, Alhajji macht ein paar gute Punkte,
wie eben, dass die USA mit ihrem aktuellen Vorgehen “in the middle east” Chaos und Leid auch für deren “Verbündete” maximieren
(und dabei “das Geschäft” der “zio-religiösen Irren in Israel” betreiben, wie nicht Alhajji, sondern dieser Blogger sagt).
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