Energie: Nicht Rohöl, Diesel & Co. sind der Knackpunkt – Zitat

“Nobody buys crude oil, except refineries and storage facilities. You don’t fill West Texas Intermediate into your car’s tank, neither jets fly on Brent. All our equipment require refined fuel. And if refineries cannot buy enough crude oil to run continuously, they’re forced to shut down one distillation column after another, till supply and demand balances out or shipments normalize again.” The Honest Sorcerer (Substack), The Oil Price “Mystery”,  17.7.2026

Der “ehrlche Zauberer” hat wieder einmal den Finger auf eine schwärende Wunde gelegt.

In seiner jüngsten Analyse macht er deutlich, dass das aktuelle “Problem” auf den internationalen Energiemärkten nicht der “(Papier-)Preis” des Rohöls ist, sondern die sich abzeichnende (und in Asien bereits bestehende) Knappheit bzw. der hohe Preis von Treibstoffen.

Dieser sei es, der die viel zitierte “demand destruction” mit sich bringe(n werde)

- etwas, woran der “mysteriös billige” Derivativpreis für Rohöl und eine “Überversorgung der Märkte” mit “Light Sweet Crude” nichts ändern könnten.

Der Machinenpark der Welt benötigt raffinierte Treibstoffe, die in größerer Menge aus leichtem Rohöl allein nicht gewonnen werden können.

Zu diesen raffinierten Treibstoffen gehört natürlich Benzin,

  • das in großer Menge verbraucht wird und
  • das anscheinend ohne besondere Raffiniertheit aus leichtem Rohöl raffiniert werden kann.

Aber eben auch Diesel und Kerosin gehören dazu, die schwereren und saureren Rohstoff benötigen.

(Und dieser kommt – bzw. kam – aus Russland und aus dem Arabischen bzw. Persischen Golf.

Und weil das schwerere Zeug – “mixen” ist auch ok – nicht mehr so leicht zu kriegen ist, soll nun ein Destillationsturm nach dem anderen still gelegt werden

- jedenfalls, sofern die Raffinerien nicht eh von iranischen und US-amerikanischen Raketen und Bomben oder von “ukrainischen” Drohnen “zwangsweise still gelegt” werden).

Das alles ist eine andere Seite jener Medaille, die dieser Blogger u.a. hier angerissen hat,

aber Balázs Matics baut seine Argumentation mit einer Reihe von “Faktoiden” auf, die diesem Blogger nicht zur Verfügung gestanden sind,

ob es sich nun um die Großhandelspreise von Diesel oder die Zusammensetzung der Öl-”Verleihungen” der “US-SPR” handelt.

Und natürlich könnten des Zauberers Auslassungen zum Ölpreis bedeuten, dass es keiner gesonderten Erklärungen des Ölpreis-Mysteriums etwa mithilfe der Futures-Märkte bedarf, um das “Geheimnis des aktuellen Ölpreises” zu erklären.

Das “eherne Gesetz von Angebot und Nachfrage” würde eigentlich völlig reichen.

Nämlich insofern, als der Preis etwa von WTI deswegen nicht höher ist, weil eine große, wohl die größte Käufergruppe diesen benchmark nicht mehr “nachfragt”, weil sie mit WTI (allein) nichts anfangen kann..

Unabhängiger Journalist

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