“Echt verrückt”: Eine gute Milliarde Barrel weniger – Zitat des Tages

Kepler nos va informando de la pérdida de suministro por cierre de producción en el golfo Pérsico. A fecha 22 de mayo advertía de un acumulado de 961 millones de barriles. Como el descenso en la producción alcanza los 13,5 millones de b/d, la cifra final actualizada puede alcanzar los 1.100 millones de barriles a 3 de Junio. Esto es una auténtica locura y de un orden de magnitud nunca visto.” Quark, Radiografía del mercado de petróleo a comienzos de Junio, 3.6.2026

Großartige Analyse des globalen Ölmarkts nach drei Monaten “gesperrter Straße von Hormuz”.

Dieser österreichische Blogger könnte nicht, was Quark kann, weil er nicht über all die Daten und “qualifizierten Meinungen” verfügt wie dieser spanischsprachige Blogger, wer immer das “wirklich ist” (immerhin versteht er Quarks Postings “sprachlich und fachlich”).

So soll es hier mit einem vereinfachenden, kurzen Resümee der “Radiografia” sein Bewenden haben:

Der Angebotsverlust durch die Schließung der Meeresenge beläuft sich nach Meinung von Marktbeobachtern/Analysten bisher auf kumuliert eine gute Milliarde Fass Erdöl bzw. 13,5 Millionen Barrel pro Tag,

aus einer weltweiten Gesamtheit von gut 100 mmbd (“all liquids” bzw. 87 mmdb “echtes Erdöl”). Der Nachfragerückgang – u.a. wegen hoher Preise/Nichtverfügbarkeit – soll sich aktuell auf knapp 2,5 mmbd belaufen.

Das klingt “im derzeitigen Großen Bild” nicht so schlimm, das insgesamt – noch – durch die ständige Freigabe von (staatlichen) Reserven erträglich gemacht werden kann.

Diese ist naturgemäß keine Dauerlösung.

Die formell hohen kommerziellen Reserven sollten keinesfalls “brutto” verstanden werden, weil der Löwenanteil von ihnen das Funktionieren des Gesamtsystems garantiert und nicht aus dem System entfernt werden kann.

Nach einer Rechnung von JPM verblieben am 23. April noch 520 Millionen Fass verwendbarer Reserven, knapp zwei Drittel aller “verwendbaren stocks” von 800 Millionen Barrel.

Davon bliebe bei einem “net destocking” von 8 mmbd heute nicht mehr viel übrig und es könnte allenfalls noch bis Ende Juni/Anfang Juli (Wochen 25 – 27) reichen

(die von Quark nicht thematisierte große Unbekannte an dieser Rechnung ist IMO die “Qualität” des zugebutterten Erdöls.

Wenn die Zusammensetzung der frei gegebenen Reserven ähnlich ist wie z.B. die derzeitige Produktion in den USA, heißt’s schon früher “Gute Nacht!”; bekanntermaßen gibt es in Teilen Afrikas und Asiens bereits Dieselknappheiten und in “Europa” offenbar auch schon.)

Oh und übrigens, der Rückgang des (Derivativ-)Ölpreises im Mai auf ungefähr 90 Dollar pro Barrel soll zu einem guten Teil auch der geringeren Nachfrage durch die VR China geschuldet sein.

Unabhängiger Journalist

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