“Iran-Krieg” : Das wahre Problem der EU und noch mehr der Asiaten

Wie bekannt, ist im Zug des Iran-Kriegs der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz unterbrochen worden, was den Ausfall von 20 Millionen Barrel Rohöl pro Tag zur Folge hatte – auf den ersten Blick ein lediglich geringfügiges Problem der Europäischen Union, deren Crude-Importe nur zu 6,2 Prozent aus “Ländern hinter der Straße von Hormuz” kommen, wie das ifo dokumentiert hat (siehe hier p5). Leider bezieht die EU aber mehr als 25 Prozent ihres mittelschweren Öls von dort - und das ist viel gravierender als die schiere Menge, weil es ohne “medium oils” keinen Diesel gibt, der für Europa speziell wichtig ist. Mit US-amerikanischem “Light Sweet Crude” ist diesbezüglich kein Blumentopf zu gewinnen. [Read more...]

“Europa und Energie”: Eine Kritik des grünen Doomberg-Hühnchens

Dieser Blogger, ein langjähriger Kritiker speziell der “europäischen” Energiepolitik, teilt die Analyse der Menschen, die das grüne Doomberg-Hühnchen informieren, nur sehr bedingt. Nimmt man dessen Aussagen ernst, müsste der “alte Kontinent” nur von seiner langjährigen Etatismus- und Grün-Ideologie abrücken, russische Fossil-Brennstoffe “hereinholen”, neue AKWs bauen und Exploration und Produktion von “Shale” zulassen, um sein “Energie-Prädikament” zu verhindern oder wenigstens abzumildern. Während einige der von Doomberg erwähnten Punkte die Probleme wohl beschleunigt/verschärft haben, fragt sich, ob das grüne Hühnchen nicht auch von illusionären Prämissen ausgeht, zumindest teilweise. Ein paar Einwände. [Read more...]

Energie: Akteure der Weltgeschichte und Blödmänner

Israeli_Prime_Minister_Benjamin_Netanyahu_20260225Der aktuelle “Golfkrieg” bringt jeden Tag neue Glanzlichter der Zerstörung der für die vergangenen 200 Jahre typischen Energie-Infrastruktur und neben der frappanten Ahnungslosigkeit der westlichen sg. kritischen Öffentlichkeit ist das scheinbar unterschiedslose Nebeneinander  von überlebensgroßen Endzeit-FigurenLouis_de_funes_1978_ws_1-zoom und ephemären Polit-Darstellern wohl am bemerkenswertesten – man kann, Generisches Maskulinum, auch “Blödmänner” zu den Letzteren sagen. Ein alternativer Blickwinkel auf die “Operation Apokalypse”. [Read more...]

“Markt”? Gas-Importe aus dem Golf spielen für die EU kaum eine Rolle

Die EU hat vergangenes Jahr etwa 3,6 Prozent ihrer Erdgasimporte aus dem “Mittleren Osten” bezogen und in den ersten beiden Monaten 2026 waren es überhaupt nur mehr 2,5 Prozent. Die große Frage ist daher, warum in den Niederlanden der Derivativpreis für Erdgas so stark gestiegen ist: Händler-Psychologie? Hirnlose Algos? Spekulanten?960px-2023-05-20_01_LNG_tanker,_GULF_ENERGY_-_IMO_7390143 Dieser Blogger ist der Meinung, dass es sich bei der ICE um einen “Papiermarkt” handelt, der a) nie auf einen echten Warenaustausch abgezielt hat und b) die “papier-gehandelten” Rohstoffe daher völlig falsch bepreist. Trotzdem fungiert diese Notierung flächendeckend als “Benchmark” für die europäischen Konsumenten. [Read more...]

Stickstoffdünger, ein “EU-Psyop”

Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, von welch großer Bedeutung der Einsatz von Stickdstoffdünger in der modernen Landwirtschaft ist und dass Milliarden Menschen ihre schiere Existenz dem Haber-Bosch-Verfahren verdanken, siehe u.a. hier, Kap. 4; nicht umsonst hat Vacvlav Smil in einem 2022 erschienenen Buch das Ammoniak zu einer der “vier Säulen der modernen Zivilisation” erklärt. Stickstoffdünger ist also sehr, sehr wichtig. Umso bemerkenswerter ist freilich der neueste Spin der westlichen Journaille, wonach Europa primär von unterbrochenen Düngemitteltransporten durch den “Iran-Krieg” bedroht sein soll. Das ist nicht der Fall. NB zu den wahren Gründen der EU-Bredouille durch den neuen Golf-Krieg. [Read more...]

Ö: Körberlgeld oder nicht Körberlgeld, das ist hier die Frage

Nachdem der scheidende OMV-Chef, dem bez. Karriere in diesem Haus schon alles wurst sein kann, am Samstag gemeint hat, dass sich der Staat an den Zapfsäulen großzügig selbst bedient, hat der aktuelle Finanzminister, der kompetenteste Amtsinhaber seit langem, erklärt, dass von den erhöhten Ölpreisen der vergangenen Tage beim Fiskus lediglich 1,3 Euro-Cent pro Liter verkauftem Treibstoff übrig blieben und dass sich die Republik daher keinerlei “Körberlgeld” aus den hohen Erdölpreisen heraus schlage. Na gut, wenn man annimmt, dass die Preise für Super und Diesel lediglich um 5 x 1,3 = also 6,5 Euro-Cent pro Liter gestiegen sind – ok (was vielleicht vor ein paar Tagen einmal der Fall gewesen sein mag, aber seither nimmer. Mittlerweile reden wir über Preiserhöhungren von ca. 50 Cent, also zehn Cent mehr USt. pro Liter). Der eigentliche “Skandal” ist freilich, dass der Staat “schon seit Menschengedenken” bei Benzin & Co. das Handerl aufhält;  [Read more...]

Ö/Erdöl: Stern, Kanarie i. d. Grube?

Dieser Blogger hätte sich bis jetzt nie träumen lassen, zur “taktischen Unterstützung eines integrierten Energie-Managers” auszurücken, der in seinem Berufsleben wohl nie auch nur einen Tag für “Exploration & Ölproduktion”, Tankstellen, oder wenigstens die Beschaffung von Erdgas zuständig war (bis zum Antritt als OMV-CEO halt). 960px-Schwechat_refinery_20251018Er tut dies hiermit dennoch, um dem demnächst gewesten OMV-Chef gewissermaßen ein symbolisches “Daumen hoch” zum Abschied zu geben. [Read more...]

Längere “Sperre” d. Hormuz-Straße “nicht eingepreist” – Zitat des Tages

“Una limitación de la oferta de 15-20 millones de b/d de crudo y derivados, nos empujaría a una depresión económica nunca vista, si se prolonga el tiempo suficiente para causar una fuerte limitación del transporte mundial. Los mercados han ignorado hasta ahora, las consecuencias de un largo cierre y prefieren pensar que durará un mes como mucho. Si en algún momento, este horizonte cambia, veremos desplomes en todos los mercados y el comienzo de las fases que comenté en el post anterior.” Quark, Y ahora, ¿hacia donde vamos?, Substack-Post in “Rayo Negro” (nur für Registrierte), 14.3.2026 [Read more...]

“Iran-Krieg”: Operation Apokalypse

Abgesehen davon, dass Bomben weder Menschen-, noch Naturrechten zum Durchbruch verhelfen, sind brennende Ölförderanlagen & Raffinerien und eine abgeschnürte Lebensschlagader unserer “Zivilisation” so ziemlich das Letzte, was “die Welt” zum Ausklang des Erdölzeitalters benötigt; ein “geopolitisches Kochrezept” um aus einer schlimmen eine noch schlimmere Situation zu machen. Interessanterweise blasen jetzt nicht nur “rechte”, sondern auch “liberale Intellektuelle” zum Angriff auf den vermeintlichen regionalen Statthalter des vermeintlichen globalen Widersachers der USA, der Volksrepublik China – freilich unter Annahmen, die ziemlich fragwürdig sind. NB zu anhaltenden Lieferungen nach China durch die Straße von Hormuz. [Read more...]

Versorgungssicherheits-Blabla in Ö.

Während sich Politicos mithilfe handzahmer Journos rituell zur “Versorgungssicherheit” von fossilen Brennstoffen bekennen, wird auch in Österreich die einzig beobachtbare Lücke, die “Gaslücke”, unbeirrt größer. Per. 2. März liegt sie bei 13,6 TWh oder ca. 1,4 Mrd. m3. Natürlich sind weder der “Energieminister” noch seine Staatssekretärin am ersatzlosen Auslaufen des Gas-Transitvertrags durch die Ukraine schuld, aber mitverantwortlich dafür, dass die auf dem Staatsgebiet befindlichen Speicher mit einem Rückstand von 12 Prozentpunkten in die aktuelle Heizsaison gestartet sind. Eins ist jedenfalls klar: Nicht die Witterung (oder womöglich “Russland”) ist für die hiesige “Gaslücke” verantwortlich. [Read more...]

Analytisches z. Energie-Krieg i. Golf

Sehr gutes Interview Mario Nawfals mit Anas Alhajji über die “Iran War Economics”. Obwohl Alhajji von einigen falschen Annahmen ausgeht, macht er doch die “richtigen Punkte” und stellt die “richtigen Fragen”. Zum Beispiel, a) dass die Öl- und Gas-Lieferländer “hinter der Meeresenge von Hormuz” als relevante Akteure bereits jetzt weitgehend ausgeschaltet sind, b) dass eine “US-amerikanische Strategie” in diesem Krieg von Anfang an nicht erkennbar gewesen ist, oder c) dass die Absperrung dieses “Flaschenhalses” katastrophale Auswirkungen speziell auf die US-Verbündeten in Asien, aber auch in Europa hat. Dabei hat der gute Mann, davon unabhängig, die irreparabel schlechte “angebotsseitige Verfassung” der weltweiten Öl- und Gasmärkte noch gar nicht “auf dem Schirm”. [Read more...]

Der “Öl-Flaschenhals” von Hormuz

Matt Mushalik, ein in Australien lebender “echter Auskenner”, hat wenige Tage vor dem Ausbruch des – echten oder gefakten – Kriegs in der Golfregion eine auf OPEC-Zahlen beruhende, erhellende  Analyse der “Export-Staaten hinter der Meeresenge von Hormuz” publiziert. Fazit: “Asia is absolutely dependent on OPEC oil from the Middle East.” 512px-Strait_of_Hormuz_ARZOECD-Europa bezieht offiziell “nur” etwa 20% seines Bedarfs, 1,4 mmbd “C & C” aus den fünf besagten, mehrheitlich arabischen Staaten (Fig. 6). “How many barrels of OPEC crude oil exports would be impacted in case of a Persian Gulf war ?” unbedingt lesen/anschauen! [Read more...]

Österreichs Gasreserven – (k)ein Grund zur Sorge?

Der März steht vor der Tür – und die vergangenen ersten wärmeren Tage auch im Osten Österreichs läuten das Winterende und damit das Ende der Heizsaison ein. Somit scheint die Gefahr einer Gasmangellage gebannt zu sein, zumal der Füllstand der Gasreserven in Österreich deutlich über dem EU-Schnitt liegt. Dennoch ist nicht gänzlich auszuschließen, dass heuer auf die strategische Gasreserve zurückgegriffen werden muss. Füllstände_Ö_richtigDenn Österreichs Gasreserven sind deutlich geringer als es die in Ö. eingespeicherten Gasreserven vermuten lassen. Von Gregor Hochreiter. [Read more...]

“Klima”/USA: ‘Endangerment finding’ gekippt? Gut so!

Dieser Blogger, der einen Großteil der “Aktionen” der Trump-Administration in den USA als nicht besonders toll empfindet, muss Washington DC und deren angeblich unabhängiger Umweltschutzagentur diesmal applaudieren – für etwas, das (nicht nur) die europäische Journaille durch die Bank für “völlig jenseits” hält - nämlich die Rücknahme des sg. Endangerment Findings aus dem Jahr 2009, das die Basis für spätere v.a. bundesstaatliche Gesetze zu KfZ-Emissionen bildet (“Clean Air Act”). Der tiefere Grund für diese meine Position liegt in einem Blick in die Emissionsstatistiken, der nahe legt, dass die US-ICE-Fahrer – und schon gar nicht jene der EU – kaum der Grund für den “Klimawandel” sein können. Wenn es bei der Chose freilich um etwas ganz anderes geht, sollten die Regierungen der Welt das bitteschön laut und vernehmlich erklären.        :mrgreen:        [Read more...]