“Panama”: Lichtscheues Lulu-Leck

Die “Panama Papers”, das größte Datenleck der Weltgeschichte, hat sich bisher als Sammlung von Halbwissen, Andeutungen und Nichtigkeiten herausgestellt. Die wenigen wuchtigen Geschichten, die aus dem Datenmaterial potenziell entstehen könnten, mussten entweder aus Rücksichtnahme vorzeitig begraben werden oder kommen nicht vom Fleck, weil sich das Investigative Konsortium weigert, die Dokumente, auf die es sich stützt, zu veröffentlichen. Edit zum Skalp des Island-Premiers. [Read more...]

Panamapapers: Selektive Coverage liefert ein Zerrbild der Tatsachen

Das “größte Datenleck der Weltgeschichte” und die blauäugige Art, mit der “400 internationale Journalisten” mit diesem Material umgehen, werfen Fragen auf – umso mehr als die selektive Art ihrer Berichterstattung von Stunde zu Stunde deutlicher wird.  Während die Unterstellungen gegen z.B. russische und chinesische Politiker massiv sind, fallen die veröffentlichten “Vergehen” anderer schon auf den ersten Blick in sich zusammen. Beispiele für derlei Unschuldslämmer mit unvorteilhaftem Aussehen sind der saudische König Salman und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko. Ergänzung zu den zwei Poroschenko-Storys. [Read more...]

Panamapapers: Wir sprechen über zwei unterschiedliche Themen

Einerseits über die angebliche oder wirkliche Korruption in Russland oder der Volksrepublik China, wo die politische Führung ihren privilegierten Zugang zum Staatsapparat ausnutzen soll, um sich und ihre Freunderl zu bereichern. Das zweite Thema ist Steuerhinterziehung/-vermeidung im “Westen”. Deren Eindämmung hat nach Meinung der Kampagnisierer das Potenzial, den Status quo hoffnungslos aufgeblähter Staatsapparate noch eine Weile zu präservieren. [Read more...]

Wohnbaukredite 2015 – Pippi Langstrumpf in der Zentralbank

Pippi-Langstrumpf-PuppeEs gibt Leute, die empfinden Mordlust gegen alle, die ihrer Meinung nach Schuld daran tragen, dass sie 500 Euro für 30 Quadratmeter Wohnraum blechen müssen – und trotz dieser gefährlichen Situation hat einer der Hauptverdächtigen für die Erzeugung von Preisblasen soeben “Hier!” geschrien – die Oesterreichische Nationalbank. Die ist in diesem Fall ausnahmsweise aber nicht schuldig - nicht im traditionellen Sinn. Ihre Verantwortung beschränkt sich darauf, die Sparer ins Betongold zu treiben.  [Read more...]

Zweierlei “Kapitalismus” und die souveränen Herren von Mammon

vogl_coverEs gibt Bücher, über die freut und ärgert man sich in einer Tour. Auf einer Seite vermitteln sie einem das Gefühl, als könnten sie helfen die Welt neu zu entdecken und auf der nächsten muss man sich über eine gedankenlose Phrase ärgern oder darüber, dass sich der Autor nun, da er einen bis zu einer unbekannten Lichtung geführt hat, weigert weiterzugehen. “Der Souveränitätseffekt” ist so ein Buch. Eine Besprechung. [Read more...]

Lifting of “gold” by weak $ goes on – Combined XAU derivative operation

The currency manipulation involving the US dollar, major fiat currencies and financial gold, XAU, goes on – with a twofold overall effect: a controlled weakening of the US dollar and an increase in the price of financial gold, XAU (as well controlled). This could have resulted in a zero sum game for e.g. eurogold. But even as the euro appreciates versus the dollar, financial gold in euro goes up. Talk about the wonders of modern algorithmics…PS on today’s continued melt up.
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Bargeldabschaffung: Wenn hier wer kriminell ist, ist es die EZB

500_Euro_BanknotenDie EZB bereitet die Abschaffung der 500 Euro-Scheine vor, den Einstieg in den Austieg aus dem Bargeld. Der Vorwand: Bekämpfung von Geldwäsche. Die wirkliche Mission: Die schrittweise Enteignung von Sparern und Geldnutzern. Wie in anderen EZB-Politiken auch geht es nicht gegen unrechtmäßig Erworbenes, sondern gegen Privateigentum an sich. [Read more...]

Was der US-Dollar zur “Ölschwemme” beigetragen hat

Über den Daumen gepeilt die Hälfte des ursprünglichen Preisrückgangs auf 50 Dollar pro Fass. Seit Frühjahr 2015 steuert der Dollar nur mehr wenig bei. Seitdem müssen sich Baisse-Spekulanten allein auf die Verheißung von immer mehr supply stützen. Diese Erwartung wird zu gegebener Zeit platzen. Vorher ist noch das Ende der Illusion von der unbändigen Dollarstärke angesagt. [Read more...]

Ehemaliger US-Zentralbanker legt erstaunliches “Geständnis” ab

Richard Fisher, ein kürzlich aus dieser Funktion ausgeschiedenes Board-Mitglied der Federal Reserve, hat öffentlich ausgesprochen, was jeder weiß, aber kaum wer laut sagt, zumindest nicht im Finanzestablishment; dass heute viele Vermögensklassen, vor allem die Aktienmärkte, überbewertet sind und dass diese Blase Folge einer bewussten Politik der US-Zentralbank ist. [Read more...]

oil glut oder Ende des Petrodollar

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Faisal, Nixon, Mrs. Nixon, 1971

Hinter dem Überangebot von Erdöl, das den Preis des Schwarzen Golds immer stärker unter Druck bringt, verbirgt sich möglicherweise was ganz anderes: der Versuch, eine vierzig Jahre alte Finanzarchitektur so kontrolliert wie möglich abzureißen – das System eines mit Erdöl gedeckten Dollar. Ob ein Esperanto-Medium oder Gold (oder beides) nachfolgen wird, lässt sich ohne Script nicht sagen, in dem die Rollen der Spieler in Washington, Basel, Moskau und Peking stehen. [Read more...]

Eine Immo-Blase aus Eigenkapital

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Nobel-Adresse Graben, Wien

Die österreichische Nationalbank will die Konsequenzen der laufenden finanziellen Repression mit Placebo bekämpfen – dem Versuch, Immo-Preise durch Kreditbremsen am Steigen zu hindern. Das ist diesmal falsch. Die Blase am Häusermarkt scheint aus Eigenmitteln zu bestehen. [Read more...]

Eine 358-Milliarden-Nuckelflasche

Auf 358 Milliarden Euro belaufen sich derzeit die Rettungsgelder, die europäische Staaten und EZB in Griechenland stecken haben, hat der Münchener Ökonom Hans-Werner Sinn vor kurzem festgestellt und daran erinnert, dass die allgemeine Arbeitslosigkeit in Hellas noch immer bei 25 und die Jugendarbeitslosigkeit bei 49 Prozent liegt: “Ich würde sagen, das Experiment ist krass fehlgeschlagen – und trotzdem macht man so weiter mit dem Dritten Rettungsschirm.”

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Schattenboxen Einlagensicherung – Bankkunden auf’s Topferl, bitte !

Die Kommission legt heute einen Vorschlag zur Entwicklung einer zonenweiten Einlagensicherung vor, der auf eine Umverteilung der Risiken auf deutsche und österreichische Banken/Sparer abzielt. Die Regierungsverbrecher in Berlin und Wien spielen Ablehnung (“sehe das skeptisch”), können aber schlecht verbergen, dass sie nur feilschen wollen. Das ist insofern wenig relevant, als die Sicherung – ob national oder europäisch – einem echten Ernstfall sowieso nie standhalten würde. Die beste Einlagensicherung wäre eine EZB, die unlimitiert Geld “druckt”.   ;-)    [Read more...]

Geldpolitik: Auch EZB lockert, doch die Stopf-Gans will nicht mehr

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Entenmast in Frankreich

Auch die EZB ergeht sich in geldpolitischen Lockerungsübungen. Dieses Vorgehen nutzt nicht einmal dem europäischen Aktienmarkt – um von jenen Unternehmen und Privaten zu schweigen, die es satt haben, mit Kredit geschoppt zu werden. Nullzinsen und unkonventionelle Geldpolitik schaffen weder sinnvolle Investitionsprojekte, noch sind sie in der Lage, die Leute in nicht bedienbare Schulden zu treiben. Profitieren tun jene, die verbergen wollen, wie ihren Währungen der Boden unter den Füßen wegbricht.

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