Brexit und Währungsmanagement

Brexit, schmecksit, völlig egal – zumindest für die britische Volkswirtschaft. Dabei bleibe ich. Nicht egal ist das Leave-Votum 1.) für die drama queens in den Medien und 2.) für die Finanzmarktmanager in den (Noten)Banken. Die machten gute Umsätze, beispielsweise mit Käufen von (elektronischen) Dollars. Das Referendum ist der Vorwand, der’s möglich macht. [Read more...]

Inzwischen in Athen … – Rückblick auf ein gründlich verlorenes Jahr

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Oxi-Demo am Syntagma, Juli 2015

Vor einem Jahr war die neue Koalition in Athen frisch im Amt und alle waren hoffnungsfroh, dass sich nun, nach der Entfernung der korrupten Volksparteien, irgendeine Lösung ergeben werde. Heute ist’s wie eh und je, nur dass die Lage der wirklichen Griechen (alle außer Steuerflüchtlingen und Beamten) schlechter geworden ist. Tsipras und Merkel liefern sich ein Rennen, wer das jeweilige Wahlvolk besser verarschen kann. [Read more...]

Wer oder was finanziert US-Shale durch dick und dünn weiter ?

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Historische Schieferölfabrik (1937)

US-Schieferöl steckt voller Geheimnisse. Eine soeben erschienene Analyse zeigt, dass die shale plays weiterhin unbeschränkt Fremdkapital bekommen, obwohl sie bereits bis über beide Ohren verschuldet sind. Die üblichen Antworten kreisen um Gemeinplätze wie “irrationales Verhalten” etc. Das reicht aber nicht. Dieses Agieren widerspricht selbst der rudimentärsten financial literacy. [Read more...]

Die Crash-Propheten geben Ezzes für gezähmten Finanzkapitalismus

Screenshot_KapitalfehlerMatthias Weik und Marc Friedrich haben den zweijährlich erscheinenden Bestseller vorgelegt. Er heißt diesmal Kapitalfehler. Zentrale These ist, dass der Finanzkapitalismus die Marktwirtschaft bei realen Gütern und Dienstleistungen schädigt (die oft als “Kapitalismus” bezeichnet wird). Bingo. Ihr Rezept ist mehr Regulierung und damit fordern sie, was alle forderm. Wie wär’s, zur Abwechslung unternehmerisches und finanzielles Scheitern zuzulassen und jenen, die weder investieren noch zocken wollen, ein zuverlässiges Sparmedium anzubieten ?  [Read more...]

He, TTIP-Fans: Warum schweigt ihr über die Währungsschwankungen?

Die Freunde des Transatlantischen Freihandelsabkommens werden nicht müde, auf die Wohlfahrtseffekte hinzuweisen, die TTIP auf beiden Seiten des Großen Teichs haben könnte (und theoretisch auch haben müsste). Nur: Es existieren viel größere Hürden für den internationalen Warenverkehr als ein paar marginale Zölle und sonstige Hemmnisse – z.B., dass Exporteure für einen Dollar 120 und nur wenig später 70 Euro-Cents bekommen können. Sowas muss man ein echtes nicht-tarifäres Handelshemmnis nennen. NB zu einem festen und doch flexiblen Wechselkurssystem. [Read more...]

Die Zentralbanken lassen wieder Luft aus dem Dollar und tarnen

das mit den Preisen für Gold und Öl. Die lässt man konstant oder gestattet ihnen, moderat (aber unterproportional) zu steigen. Das Spielchen hat bereits zu Jahresbeginn begonnen, Es findet ruckartig, mit Unterbrechungen von jeweils ein paar Wochen statt.  Die letzte Welle fand im Februar statt, siehe hier. Ziel ist offensichtlich die Verhinderung eines Dollarcrashs durch eine Art gemeinsam gemanagten “geordneten Rückzug”.  Seit 22. April ist der USDX von 95 auf heute 92 Punkte zurückgenommen worden. Siehe dazu den Bloomberg-Chart hier.  [Read more...]

Euro Gold II: Cash Management, 34 per cent annualized interest rate

IMAG0072aTime for another update on my little project positive interest rates. My friend, who had invested a good deal of his christmas allowance and an advance on his end of the year bonus in physical gold, has sold some rounds to fill up his cash coffers ( à 1.140 Euro). He got 14% net for nearly five months, from this point, which makes for an annualized 34 %. But make no mistake: it was a marginal thing. R. would never give up his insurance against systemic failure.

Nationalbank: Der Schelling tut Zipferl auswinden – na und ?

Die österreichische Nationalbank hat am Donnerstag ihre Jahresbilanz gelegt, aber mir fällt nicht viel dazu ein, außer dass der Finanzminister auch dort rausquetscht, was geht. Warum soll es denen besser gehen als den vielen glücklichen Gewinnern einer neuen Registrierkasse?  Von wegen Gewinn verdoppelt ! Von den 508 Mille, die die OeNB an Gewinn abführt, stammen 437 aus einer Rücklagenauflösung, die erst durch eine Gesetzesänderung ermöglicht wurde. Damit täuscht man höchstens ein paar Medien-Möpse. Ankündigung einer öffentlichen Konfession. [Read more...]

Hypo Kärnten: Erstes Bail-in, geht’s künftig bis zu den Einlagen rauf?

Bei der früheren Hypo Kärnten ist am Wochenende das erste “reguläre” Bail-in Europas offiziell gemacht worden – die Beteiligung der Gläubiger an der Abwicklung einer kaputten Bank. Aber auch Kontobesitzer wie du & ich sind Bankengläubiger. Das ist im Fall der HETA kein Thema. “Reingebailt” wurden nur Anleihegläubiger und die machen bei Wahlen “das Kraut nicht fett”. Künftig sind auch die Einleger in der Ziehung. [Read more...]

Wie Panama Island und die Hypo Vorarlberg ins Schleudern brachte

Man sollte nicht unterschätzen, was ein paar Millionen geleakte Dokumente und Hunderte Aufdecker so alles zustande bringen können – den Rücktritt des Chefs der zehntgrößten Bank Österreichs, die Resignation des isländischen Premiers, oder ein Misstrauensvotum in Malta . Jetzt ist sogar der britische Premier unter Druck geraten, angeblich weil er bis 2010 ein paar Anteile an einem Fonds besessen hatte, der in einem Steuerparadies beheimatet ist. Wahrscheinlich geht’s eher um den UK-Austritt aus der EU. [Read more...]

“Panama”: Lichtscheues Lulu-Leck

Die “Panama Papers”, das größte Datenleck der Weltgeschichte, hat sich bisher als Sammlung von Halbwissen, Andeutungen und Nichtigkeiten herausgestellt. Die wenigen wuchtigen Geschichten, die aus dem Datenmaterial potenziell entstehen könnten, mussten entweder aus Rücksichtnahme vorzeitig begraben werden oder kommen nicht vom Fleck, weil sich das Investigative Konsortium weigert, die Dokumente, auf die es sich stützt, zu veröffentlichen. Edit zum Skalp des Island-Premiers. [Read more...]

Panamapapers: Selektive Coverage liefert ein Zerrbild der Tatsachen

Das “größte Datenleck der Weltgeschichte” und die blauäugige Art, mit der “400 internationale Journalisten” mit diesem Material umgehen, werfen Fragen auf – umso mehr als die selektive Art ihrer Berichterstattung von Stunde zu Stunde deutlicher wird.  Während die Unterstellungen gegen z.B. russische und chinesische Politiker massiv sind, fallen die veröffentlichten “Vergehen” anderer schon auf den ersten Blick in sich zusammen. Beispiele für derlei Unschuldslämmer mit unvorteilhaftem Aussehen sind der saudische König Salman und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko. Ergänzung zu den zwei Poroschenko-Storys. [Read more...]

Panamapapers: Wir sprechen über zwei unterschiedliche Themen

Einerseits über die angebliche oder wirkliche Korruption in Russland oder der Volksrepublik China, wo die politische Führung ihren privilegierten Zugang zum Staatsapparat ausnutzen soll, um sich und ihre Freunderl zu bereichern. Das zweite Thema ist Steuerhinterziehung/-vermeidung im “Westen”. Deren Eindämmung hat nach Meinung der Kampagnisierer das Potenzial, den Status quo hoffnungslos aufgeblähter Staatsapparate noch eine Weile zu präservieren. [Read more...]

Wohnbaukredite 2015 – Pippi Langstrumpf in der Zentralbank

Pippi-Langstrumpf-PuppeEs gibt Leute, die empfinden Mordlust gegen alle, die ihrer Meinung nach Schuld daran tragen, dass sie 500 Euro für 30 Quadratmeter Wohnraum blechen müssen – und trotz dieser gefährlichen Situation hat einer der Hauptverdächtigen für die Erzeugung von Preisblasen soeben “Hier!” geschrien – die Oesterreichische Nationalbank. Die ist in diesem Fall ausnahmsweise aber nicht schuldig - nicht im traditionellen Sinn. Ihre Verantwortung beschränkt sich darauf, die Sparer ins Betongold zu treiben.  [Read more...]